Gregg Hurwitz Der Ausbrecher

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Inhaltsangabe zu „Der Ausbrecher“ von Gregg Hurwitz

Walker Jameson, ein ehemaliger Elitesoldat, verbüßt eine fünfjährige Strafe wegen illegalen Waffenhandels in einem kalifornischen Hochsicherheitsgefängnis. Kurz vor Ende seiner Haft bricht er aus und beginnt in Los Angeles einen unerbittlichen Rachefeldzug.
US Marshal Tim Rackley ist schnell klar, dass er einen absoluten Profi jagt, der mit allen Wassern gewaschen ist. Doch wofür müssen Jamesons Opfer eigentlich mit dem Leben bezahlen? Bei seiner Suche nach dem Ausbrecher stößt Rackley schon bald auf dubiose Machenschaften eines großen Pharmakonzerns – und auf eine menschliche Tragödie, die ihn tief erschüttert ...

Ein bisschen lang und sehr ausführlich, aber insgesamt wirklich gute und spannende Unterhaltung mit viel Action!

— Krimifee86

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  • Rezension zu "Der Ausbrecher" von Gregg Hurwitz

    Der Ausbrecher

    MichaelSterzik

    Der Ausbrecher (Gregg Hurwitz) Medikamente! Jeder kennt sie, jeder benutzt sie. Als kleine Helferchen schützen und bekämpfen sie Krankheiten, die unsere Gesundheit, und damit auch unser Leben bedrohen. In der Pharmazie werden biologische und chemische Elemente aus denen die Medikamente nun ja auch bestehen, verwendet um die Körpereigenen schutz- und Heilungsmechanismen zu unterstützen. Im Laufe der letzten zwei Jahrhundert hat die Pharmabranche enorm an den Krankheiten verdient, mit exorbitanten Profit. Doch hat sie auch Quantensprünge in der Behandlung von Krankheiten gemacht und dabei viele Leben retten oder verlängern können. Die Pharmakologie ist ein komplexer Apparat geworden, in denen der Außenstehender nur schwerlich einen Blick reinzuwerfen vermag. Das gleich aus mehreren Gründen, denn einer davon ist sicherlich, dass man sich mit dem Thema Krankheit, Medikamente und Behandlung erst dann auseinandersetzt, wenn es keine anderen Alternativen mehr gibt. Viele Pharmakonzerne werden von großen privaten Unternehmen geführt, nicht zu letzt werden diese auch durch Politische Verbände und Steuergeldern unterstützt, die uns bis dato gar nicht klar sind. Medizinische Institute, Universitäten, Kliniken, Stiftungen.....all das bleibt immer ein wenig im Schatten. Fakt ist die Medizinischen Großkonzerne sind mächtig und profitieren von den Krankheiten. Ein Geschäft mit zwei Seiten – Leben und Tod gehen hier oft Hand in Hand durch die Flure. Jedes Medikament weist Risiken auf, kalkulierte – aber immer noch Risiken. Neben dem Wohle und der Gesundheit des Menschen und da machen wir uns bitte nichts vor, liegt natürlich auch der Profit im Vordergrund. Doch was würde oder ist schon passiert, wenn man ein „Medikament“ entwickelt, dass andere überflüssig macht und deren Wirksam- und Verträglichkeit alle anderen Medikamente ins „Aus“ stellt? Kann es nicht auch sein, dass man lieber ein Medikament auf den Markt bringt, was vielleicht teuerer ist und regelmäßiger über einen längeren Zeitraum eingenommen werde muss, als ein universelles und einmaliges? Gregg Hurwitz beschreibt in seinem neuesten Thriller : „Der Ausbrecher“ die Macht- und Preispolitik eines amerikanischen Pharmakonzerns. Inhalt Der Ex-Elite Soldat Walker Jameson verbüßt seine Haftstrafe wegen illegalem Waffenhandels in einem Hochsicherheitsgefängnis in Kalifornien. Noch knappe 15 Monate warten auf ihn, bevor er seine Strafe vollständig verbüßt hat. Im Gefängnis wird der stille Mann respektiert und gehört keiner Fraktion innerhalb der Gefangenenfraktionen an. Eine Position die er sich allerdings auch verdienen musste, aber als extrem gut ausgebildeter Elitesoldat, versteht es Jameson sich gegen alle Machtspielchen und Provokationen zu wehren. Als Walker Jameson den „Boss“ und somit den Anführer der Gefangenen tötet und kurz darauf eine kleine Revolte erfolgt, nutzt er die Gelegenheit zu fliehen. US Deputy Marshal Tim Rackley und seine Kollegen verstehen nicht, warum Jameson der ja nur noch eine begrenzte, kurze Zeit vor sich hatte, geflohen ist!? Inzwischen begibt sich Walker Jameson auf einen Kreuzzug, sein Gegner ist ein Pharmakonzern deren dubiose Politik und Machenschaften, seiner Schwester den Tod gekostet haben. Systematisch kämpft sich der von Rache getriebene Ex-Soldat durch die Reihen der Konzernleitung, sein Ziel ist die Gesellschafterfamilie die er persönlich für die Tragödie verantwortlich macht. Tim Rackley folgt der Spur des Todes die Jameson hinterlässt und ermittelt auch zusammen mit seinem Freund und Kollegen Bear auf eigene Faust. Als er Jamesons Ex-Frau aufsucht, erfährt er von ihr, dass sich die Schwester ihres Ex-Mannes erschossen hat. Aber warum? Schließlich hinterlässt die Selbstmörderin einen kleinen Sohn, der eine unheilbare Leberkrankheit hat, und dem quasi nur eine Spenderleber seinen Leben retten könnte. So viel mysteriöse Fragen und kaum Antworten wecken das Misstrauen der beiden Ermittler, und je intensiver sie sich mit Jameson und seinen Opfern auseinandersetzen, desto nachvollziehbarer wird seine Motivation. Walker Jameson ist ein Profi, eiskalt und berechnend verfolgt er sein Ziel und Tim Rackley der selbst eine militärische Ausbildung genossen hat, bevor er Marshal wurde, begreift schnell das er hier selbst zum Gejagten werden wird, sollte er Jameson aufhalten wollen. Als frischer Familienvater steht er zwischen Verstand und Mitgefühl. Seine Pflicht Jameson aufzuhalten geht nicht konform mit dem Eingeständnis, dass er ihn in Grunde versteht. Doch es kommt wie es kommen muss – eine Konfrontation wird man nicht aus dem Weg gehen können, und zum ersten Mal in seiner Laufbahn hat Tim Rackley Angst davor zu sterben, denn sein Gegner ist wahrlich zum fürchten.... Kritik Die Reihe um und mit dem sympathischen US Marschal geht weiter. Der Autor Gregg Hurwitz baut seine Charaktere von Band zu Band weiter aus. Auch in „Der Ausbrecher“ ist das Familienleben der Rackleys wieder eine Konstante innerhalb der Handlung. Tim Rackley und Dray (Andrea) sind Eltern geworden und genießen den Tumult den der kleine Racker vollbringt sehr. Das besondere an dieser Reihe ist es, dass sich das Privatleben der Rackleys immer wieder mit dem beruflichen vermischt. Sympathisch und vor allem menschlich beschreibt der Autor seine Protagonisten. Wenig heroisch, dafür umso mehr sensibler präsentieren sich die Charaktere. Spannend ist der vorliegende Roman „Der Ausbrecher“ allemal. Doch als Thriller gesehen, geht hier weniger um die Actionszenen, viel mehr bewegt sich in den Dialogen, beispielsweise wenn Walker Jameson sich bewusst wird, was er unwiderruflich verloren hat und in welcher Verantwortung er sich mit seinem Neffen nun befindet. Walker ist ein verlorener Charakter, auf einem Kreuzzug den er nicht gewinnen kann, jedenfalls nicht ohne Verluste einzukalkulieren. Trotz seiner Gewalttaten ist Walker Jameson nicht nur Täter, sonder auch ein Opfer. Er ist ein Produkt aus einer militärischen Maschinerie, die nicht immer menschlich arbeitet. Das er also dem Leser sympathisch erscheint, ist nicht weiter verwunderlich, auch Tim Rackley hat neben seiner Hochachtung und gehörigen Respekt, auch Sympathie für ihn übrig. Das aus vielerlei Gründen: zum einen erkennt er sich selbst wieder, teilweise mit erschrecken, denn was wäre aus ihn geworden, wenn er weiterhin seiner militärischen Laufbahn gefolgt wäre? Würde er ebenso einen durchdachten Kurzschluss bekommen, und zu Richter, Staatsanwalt und Henker werden, und sich in diesem Labyrinth zu verirren? Er war schon mal kurz davor, s. „Der Scharfrichter“, vom Weg abzukommen. Als er Jameson Ex-Frau und seinen Neffen begegnet und versteht warum der ehemaligen Elite-Soldat auf Rache aus ist, wirkt er erschüttert. Seine sensible und offene Frau Dray konfrontiert ihn immer wieder auf seine Pflicht und gibt ihm den notwendigen Rückhalt. Ohne Dray, die immer wieder als sein „Gewissen“ und seine geistige Inventur dient, wäre Tim ein verlorener Mensch. Ohne Dray würde Tim den entflohenen Jameson höchstwahrscheinlich mit wenig Intensität verfolgen, zu viel lässt er sich von dem Fall kompromittieren. „Der Ausbrecher“ ist ein Wechselbad von Gefühlen und einer spannenden Handlung. Und auch kommt der Humor hier nicht zu kurz, etwas untypisch für die Reihe, aber durchaus gut platziert wenn der jüngste Spross der Rackleys nichts als Unsinn im Kopf hat und diesen auch intensiv in seinem Umfeld auslebt. Sehr, sehr interessant beschreibt der Autor Gregg Hurwitz die Preis- und Machtpolitik des Pharmakonzerns. Und zwar so komplex und authentisch, dass der Leser gerne mehr „verstehen“ möchte, wie solche Pharmafirmen funktionieren. Der eine oder andere Leser wird sich gedanklich dann mehr damit befassen, wenn er zu einem Medikament greift, selbst dann wenn es sich nur um eine harmlose Kopfschmerztablette handelt. Leitlinien eines Konzern, eine Pharmakonzern sind wohl primär der Gewinn, der Profit, vielleicht die Außendarstellung des Unternehmen, daneben natürlich die Aktionäre und Gesellschafter, und irgendwann vielleicht am Ende dieser Kette findet sich der Patient wieder! Es lohnt sich jedenfalls mal darüber nachzudenken, denn die Theorie die uns der Autor vor Augen hält, ist erschreckend nahe an der Realität. Fazit Der Thriller bietet also vieles, neben einer angemessen Spannung noch ein wenig Hintergrundwissen, benachbart von Humor und ernsten Dialogen die von Verantwortung, Verpflichtung und Selbstachtung sprechen. „Der Ausbrecher“ von Gregg Hurwitz, erschienen im Knaur Verlag verspricht einen hochklassigen Thriller, der nicht durch Tempo, sondern durch Menschlichkeit überzeigt. Nach „Die Meute“ ist der vorliegende, vierte Band um den „Troubleshooter“ Tim Rackley eine deutliche Steigerung. Gregg Hurwitz hat sein Potential noch lange nicht ausgeschöpft und seine nun sehr realitätsnahe Handlung wird sich, so hoffe ich , auch in den nächsten Bänden wiederfinden. „Der Ausbrecher“ ist ein Pageturner seines Genres und absolut empfehlenswert. Michael Sterzik

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    • 2

    Krimifee86

    23. September 2015 um 14:00
  • Ein Bösewicht, den man bewundert

    Der Ausbrecher

    Krimifee86

    23. September 2015 um 13:57

    Klappentext: Walker Jameson, ein ehemaliger Elitesoldat, verbüßt eine fünfjährige Strafe wegen illegalen Waffenhandels in einem kalifornischen Hochsicherheitsgefängnis. Kurz vor Ende seiner Haft bricht er aus und beginnt in Los Angeles einen unerbittlichen Rachefeldzug. US Marshal Tim Rackley ist schnell klar, dass er einen absoluten Profi jagt, der mit allen Wassern gewaschen ist. Doch wofür müssen Jamesons Opfer eigentlich mit dem Leben bezahlen? Bei seiner Suche nach dem Ausbrecher stößt Rackley schon bald auf dubiose Machenschaften eines großen Pharmakonzerns – und auf eine menschliche Tragödie, die ihn tief erschüttert ... Cover: Das Cover ist gut, da es genau das widerspiegelt, worum es in dem Roman geht. Es zeigt nämlich einen leeren Stuhl in einem sehr düsteren Raum und im Hintergrund ist ein Gitter zu sehen. Assoziation: Gefängnis. Und genau darum geht es auch in dem Roman: Um eine Person, die aus einem Gefängnis ausbricht. Mir gefällt auch, dass das Cover, vom Namen des Autors abgesehen, in eher düsteren Farben gehalten ist. Auch das hat mich neugierig auf das Buch gemacht. Schreibstil: Gregg Hurwitz schreibt sehr spannend und anschaulich, was mir gut gefällt. Man kann sich seine Charaktere gut vorstellen, sodass man direkt eine Verbindung zu ihnen aufbauen kann. Dabei ist keiner nur wirklich gut oder nur wirklich schlecht, mit Ausnahme natürlich des kleinen Sams, aber er ist ja auch noch ein Kind. Walker Jameson – der Ausbrecher – ist sicherlich kein Herzensbrecher, aber dennoch beschreibt Hurwitz ihn in einer Art und Weise, die ihn auf den Leser sehr sympathisch wirken lässt. Das hat man ja doch eher selten, dass man mit dem Bösen sympathisiert (wobei es in der Geschichte auch noch einige andere Böse gibt, die weitaus weniger sympathisch sind). Wer es mir in der Geschichte erstaunlicherweise auch angetan hat, war Dolan Keegan, das Weichei. Auch wenn er sich oftmals wie ein Kleinkind verhält und man ihn am liebsten schütteln würde, hatte er gleichzeitig etwas an sich, das mich ihn mögen ließ. Die Story: Es geht um den Ausbrecher Walker Jameson, der erfährt, dass seine Schwester ermordet wurde und der sich nun auf einen Rachefeldzug macht. Der US-Marshal Tim Rackley ist ihm dabei dicht auf der Spur. Eine Geschichte, die zunächst nicht allzu spannend klingt, es aber in der Realität doch ist. Denn Jameson und Rackley schenken einander nichts. Beide sind sehr schlau und decken jeder für sich nach und nach die ganzen Hintergründe um den Mord an Tess auf. Jeder der Beiden ahnt die Schritte des jeweils anderen voraus und es ist immer wieder spannend zu verfolgen, wer welche Etappe der Jagd gewinnen wird. Das Ende des Romans ist etwas kitschig und vorhersehbar, aber dennoch irgendwie passend. Gut gelungen fand ich auch die Einbindung der Geschichte rund um den Pharma-Konzern. Allerdings haben mir die Ereignisse auch etwas Angst gemacht und ich habe die Hoffnung, dass die Realität rund um die Entwicklung neuer Medikamente vielleicht (zumindest in Deutschland) nicht so dramatisch und von monetären Gedanken gesteuert ist. Fazit: Ein Roman, der mich begeistert hat. Insgesamt war ich ja ein bisschen auf der Seite von Jameson, der zwar ein Mörder ist, aber dennoch ein gutes Herz hat. Und auch wenn ich Tim Rackley ebenso gerne mochte, wollte ich immer, dass Jameson es irgendwie schafft, ihm zu entkommen. Eine temporeiche Story, die man sicherlich an der einen oder anderen Stelle etwas hätte kürzen können, die aber nie wirklich langweilig wird. Ich vergebe dafür vier Punkte.

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  • Rezension zu "Der Ausbrecher" von Gregg Hurwitz

    Der Ausbrecher

    shantaram

    27. June 2011 um 11:24

    gregg hurwitz ist mein neuer star!! sein stil ist unübertroffen, er erzählt seine stories so dicht und detailgetreu, dass man süchtig wird. viel arbeit steckt hinter seinen büchern, egal um welches thema es geht, er hat hervorragend recherchiert und so lernt man immer etwas dazu (diesmal zum beispiel, wie es in einem amerikanischen knast zugeht). ausserdem hat er eine wundervolle phantasie, menschen zu tode kommen zu lassen - respekt! man muss damit rechnen, morgens um vier mit der nase in diesem buch aufzuwachen und statt das buch beiseite zu legen und zu schlafen, liest man weiter! tim rackley, der us marshal, ist mir inzwischen mehr als symphatisch, auch der rest seiner ermittlercrew sind charakteren, die unverwechselbar und eingzigartig sind. diesmal verfolgen sie einen ausbrecher aus einem hochsicherheitsgefängniss und kommen einem dubiosen pharmaunternehmen auf die spur....TOP!!!!

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  • Rezension zu "Der Ausbrecher" von Gregg Hurwitz

    Der Ausbrecher

    haTikva

    30. January 2011 um 15:05

    Worum geht es in diesem vierten Band um den US Marshal Tim Rackley, der nicht immer streng nach Vorschrift arbeitet? Um einen Pharmakonzern und dessen Genforschungen, einen kleinen Jungen, der Hilfe von diesem Konzern bräuchte und um einen Exmarine, der straffällig wurde und aus dem Gefängnis ausgebrochen ist. Wie diese verschiedenen Punkte zusammengehören, wird im Laufe der Geschichte immer deutlicher. Und es steckt noch etwas ganz anderes hinter all den aufgeführten Dingen, die manche Fakten in einem ganz anderen Licht erscheinen lassen. Diesen Fakten gehen Tim und sein Team nach. Dabei kommt er dem Grund, weshalb der Ausbrecher namens Walker über Leichen geht, immer näher und kann diese Taten immer besser nachvollziehen. So entwickelt Tim eine Sympathie für Walker, die es umso schlimmer für ihn macht, den Verbrecher zu fassen. Da Tim selbst im ersten Band auf einem Rachefeldzug war, kann er Walkers Taten immer mehr verstehen und erwischt sich dabei, wie er diese teilweise sogar gutheißt. Der Autor recherchiert für jedes Buch sehr gut. Jedes Thema ist detailliert beschrieben und die Schilderungen gehen auch in die Tiefe. So auch in diesem vierten Band um den US Marshal. Da der Sträfling ein ehemaliger Marine ist, wurde sein damaliger Status unter die Lupe genommen und auch die Waffen, mit denen er zu tun hatte und wieder hat, wurden etwas genauer beschrieben. Ich liebe Action und daher fand ich diese Schilderungen sehr interessant. Der Fachjargon der Genforschung und der wirtschaftliche Teil des Pharmakonzerns hingegen waren meiner Meinung nach anfangs etwas zu detailliert geschildert. Doch alle anderen Themen, um die es ging, waren dafür umso interessanter für mich. Langsam aber stetig baute sich eine Spannung auf, die zum Ende hin dramatische Ausmaße hatte. Tim Rackley, der in den letzten Jahren einiges mitgemacht hatte, bekam in diesem Band mit dem Exmarine Walker einen ebenbürtigen Gegner. Doch trotz der verschiedenen Seiten, auf denen sie standen, bekam neben Tim auch der Sträfling immer mehr Zuneigung von mir, je mehr ich in die Geschichte eintauchte. Und Tim erging es nicht anders. Da Tim ebenfalls ein Marine war, lagen sie auf der gleichen Wellenlänge und das wurde immer deutlicher. Tims Privatleben war ein schöner harmonischer Gegensatz zu seiner Jagd nach Walker, wenn das Private auch nicht so oft vorkam wie in Tims letzten Fällen. Da der Ausbrecher Tim sehr ähnlich war, brauchte es in diesem Roman nicht sehr viel Privates, um emotionsgeladene Szenen zu beschreiben. Die gab es im Laufe des Buches mit dem Täter ebenfalls. So gab es zum Ende hin immer mehr Momente, in denen die Gemütsbewegungen im Roman auf mich übersprangen. Ich konnte Tims Gefühle regelrecht spüren, konnte die Gedanken, die ihn quälten, fast hören. Gedanken, die an ihm nagten und ihn fast erdrückten, da er sich gerne aufteilen würde, um Walkers Rachefeldzug beizustehen ... Der Schreibstil war von Anfang an fesselnd, ich fühlte mich mitten im Geschehen und konnte die beschriebenen Situationen fast nachempfinden. Einfach fantastisch! Auch in diesem Band wurden die wichtigsten Themen der Vorbände kurz erwähnt, sodass man diesen Thriller auch einzeln lesen könnte. Bei Serien wie dieser, in denen sich die Charaktere weiterentwickeln, empfehle ich aber immer, mit dem ersten Band zu beginnen. Wie die vorherigen drei Teile, "Die Scharfrichter", "Die Sekte" und "Die Meute", ist auch dieses Werk phänomenal und bekommt von mir fünf von fünf Sternen! US Marshall Tim Rackley-Reihe: 1. Die Scharfrichter 2. Die Sekte 3. Die Meute 4. Der Ausbrecher Vielen Dank an den Knaur Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars! © Tikvas Schmöckertruhe 27.1.2011 Dieser Text darf weder komplett noch teilweise ohne ausdrückliche Genehmigung verwendet oder veröffentlicht werden.

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