Auf den Spuren von: Gustav Klimt

von Gregor Auenhammer 
4,0 Sterne bei1 Bewertungen
Auf den Spuren von: Gustav Klimt
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Eine detaillierte Spurensuche nach Gustav Klimt, dem die Stadt Wien nicht einmal ein Denkmal errichtet hat.

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Inhaltsangabe zu "Auf den Spuren von: Gustav Klimt"

Klimt neu entdecken
Gustav Klimt, Inbegriff des Wiener Jugendstils, war Nonkonformist, Provokateur, Ausnahmekünstler. Zeit seines Lebens gefeiert, verehrt, geschmäht und verachtet, meint man ihn gut zu kennen. Der 100. Todestag Klimts ist Autor Gregor Auenhammer Anlass für eine Spurensuche. Was ist erhalten? Was hat Bestand? Was Relevanz? Als passionierter Fußgänger entführt Auenhammer, entlang biografischer, geografischer, literarischer, amouröser und künstlerischer Eckdaten wie Geburts- und Sterbeort, Ausbildung und Arbeit zu Schulen, Wohnungen und Ateliers. An den Orten des Wirkens und Lebens, an pikanten und geheimen Adressen sucht er, oft assoziativ und intuitiv, nach dem Vermächtnis des Künstlers. Zu entdecken gibt es allerhand Unbekanntes, Verborgenes, Exotisches und sehr viel Exzentrisches. Auf der Suche nach der Seele der Virtuosität.
Pikante und geheime Adressen:
Café Tivoli, Cabaret Fledermaus, Etablissement Kaiserbründl,
Freudenhäuser am Spittelberg, der Brillantengrund, Casa piccola, gutbürgerliche Wohnungen im Cottage-Viertel, in Hietzing und in der City

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783222135712
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:128 Seiten
Verlag:Styria Verlag in Verlagsgruppe Styria GmbH & Co. KG
Erscheinungsdatum:02.10.2017

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    Bellis-Perenniss avatar
    Bellis-Perennisvor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Eine detaillierte Spurensuche nach Gustav Klimt, dem die Stadt Wien nicht einmal ein Denkmal errichtet hat.
    Kein Denkmal für Gustav Klimt in Wien ...

    Anlässlich des 100. Todestages von Gustav Klimt erscheinen einige Bücher, die sich mit dem großen Künstler als Mensch und Maler sowie mit seinem Werk beschäftigen.

     

    Dieses Buch von Gregor Auenhammer widmet sich den Spuren, die Gustav Klimt in Wien hinterlassen hat.

     

    Gleich zu Beginn muss gesagt werden, dass es die Stadt bislang nicht der Mühe Wert gefunden hat, seinem wohl bekanntesten bildenden Künstler ein Denkmal zu setzen …

     

    Wir folgen dem Autor durch bekannte und weniger bekannte Gassen und Grätzel (Viertel) der Stadt, um dem Künstler näher zu kommen. Doch zwei Weltkriege und ein nicht sehr sorgfältiger Umgang mit historischer Bausubstanz, hinterlassen Lücken in der Spurensuche. Nur an wenigen Häusern, in denen Klimt gewohnt hat, erinnert eine angebrachte Widmung daran. Gut bekannt und der Öffentlichkeit zugänglich ist die sogenannte „Klimtvilla“, die ursprünglich ein Gartenpavillon war, in dem Klimt von 1911-1918 sein Atelier hatte.

     

    Über viele Häuser, die mit Klimt in Verbindung stehen, kann der Autor Anekdoten erzählen. So zum Beispiel über das Haus „Casa Piccola“ am Fuße der Mariahilfer Straße. 1809 war es ein kleines windschiefes Häuschen mitten im Niemandsland der Exerzierplätze der Vorstadt. Heute bzw. zu Klimts Zeiten, ist es ein monumentales Gebäude. Bis 1938 war der Couture-Salon der Schwestern Flöge hier untergebracht.

     

    Ein Streifzug durch die Museen darf natürlich auch nicht fehlen: Vom Museum für Angewandte Kunst (MAK) über das Belvedere, das Leopold-Museum, das Kunsthistorische Museum (KHM) bis hin zum Wien-Museum ist alles vertreten, was in Wien Werke von Gustav Klimt besitzt.

     

    Auch die unsägliche Rolle, die die Republik Österreich bei der Restitution der von den Nazis geraubten Kunstwerke gespielt hat wird angesprochen.

     

    Meine Meinung:

     

    Autor Gregor Auenhammer nimmt den Leser auf einige Spaziergänge durch Wien mit. Mit einigen durchaus launigen Kommentaren übt er Kritik an der Stadtverwaltung, die ihren berühmten Sohn ziemlich stiefmütterlich behandelt. Allerdings übernehmen die vielen Souvenirläden, die Klimt und seine Motive in allen möglichen (und unmöglichen) die Vermarktung. Damit ist der Künstler omnipräsent, fast schon aufdringlich. Das ist wohl ein Treppenwitz der Geschichte, denn Klimt war ein Gegner der Kommerzialisierung der Kunst.

     

    Als Ergänzung zu diversen Stadtführern ist das Buch gut geeignet, auch wenn ich mir eine größere Schrift gewünscht hätte. Gut gefällt mir, dass die Spurensuch mit öffentlichen Verkehrsmitteln angetreten wird. Zu Fuß oder mit der Tramway, lassen sich viele kleine Details gut erwandern.  

     

    Was aber wirklich fehlt, ist ein Stadtplan oder zumindest eine schematische Darstellung der Spaziergänge. Ortsunkundige verlieren sonst leicht den Überblick über Straßen und Bezirk.

     

    Auch ein Verzeichnis der diversen Museen wäre sehr nützlich. Man kann leider nicht davon ausgehen, dass Einheimische alle Klimt-Sammlungen auch nur dem Namen nach kennen.

     

    Fazit:

     

    Eine gute Ergänzung zu bereits vorhandenen Büchern über Gustav Klimt. Die kleinen Mängel (siehe oben) kosten einen Stern, daher nur 4 Sterne.

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