Gregor Gysi

 4,4 Sterne bei 63 Bewertungen
Autor*in von Ein Leben ist zu wenig, Marx und wir und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Gregor Gysi

Dr. Gregor Gysi, geboren 1948, gelernter Facharbeiter für Rinderzucht und wurde nach einem erfolgreichen Jurastudium an der Humboldt-Universität Berlin 1971 Rechtsanwalt. Von Ende 1989 bis Januar 1993 war er Vorsitzender der Partei des Demokratischen Sozialismus (PDS). Er gehörte vom März bis Oktober 1990 der Volkskammer der DDR an und war Vorsitzender der PDS-Fraktion. Von Ende 1990 bis Januar 2002 war er direkt gewähltes Mitglied des Deutschen Bundestages und Fraktionsvorsitzender der PDS. Seit Oktober 2005 ist Dr. Gysi, als direkt gewählter Abgeordneter, Mitglied des Bundestages. 1990 bis 2000 und 2005 bis 2015 war er Vorsitzender der Fraktion Die Linke im Bundestag. Im Dezember 2016 wurde er zum Vorsitzenden der Europäischen Linken gewählt.

Quelle: Verlag / vlb

Neue Bücher

Cover des Buches Was Politiker nicht sagen (ISBN: 9783548067926)

Was Politiker nicht sagen

 (1)
Neu erschienen am 30.03.2023 als Taschenbuch bei Ullstein Taschenbuch Verlag.
Cover des Buches Was Politiker nicht sagen (ISBN: 9783869093208)

Was Politiker nicht sagen

Neu erschienen am 30.03.2023 als Hörbuch bei Hörbuch Hamburg.

Alle Bücher von Gregor Gysi

Cover des Buches Ein Leben ist zu wenig (ISBN: 9783746635200)

Ein Leben ist zu wenig

 (23)
Erschienen am 15.03.2019
Cover des Buches Marx und wir (ISBN: 9783746636863)

Marx und wir

 (7)
Erschienen am 10.03.2020
Cover des Buches Was Politiker nicht sagen (ISBN: 9783430210430)

Was Politiker nicht sagen

 (5)
Erschienen am 24.02.2022
Cover des Buches Gysi vs. Sonneborn (ISBN: 9783351038724)

Gysi vs. Sonneborn

 (5)
Erschienen am 17.05.2021
Cover des Buches Ausstieg links? (ISBN: 9783864891168)

Ausstieg links?

 (4)
Erschienen am 05.10.2015
Cover des Buches Wie weiter? (ISBN: 9783360021649)

Wie weiter?

 (4)
Erschienen am 25.06.2013
Cover des Buches Unser Vater (ISBN: 9783351038427)

Unser Vater

 (3)
Erschienen am 18.08.2020
Cover des Buches Demokratie braucht Religion (ISBN: 9783466373031)

Demokratie braucht Religion

 (2)
Erschienen am 19.10.2022

Neue Rezensionen zu Gregor Gysi

Cover des Buches Demokratie braucht Religion (ISBN: 9783466373031)
B

Rezension zu "Demokratie braucht Religion" von Hartmut Rosa

Interessante Denkanströße
belanaherminevor 24 Tagen

Inhalt

Der Soziologe Hartmut Rosa hat auf dem Würzburger Diözesanempfang am 17. Januar 2022 eine Rede gehalten. Auf dieser beruht das Buch, das entsprechend kurz ausfällt und auch kein Inhaltsverzeichnis hat. Alle Gedanken, die durchaus aufeinander aufbauen und somit fortlaufen gelesen werden sollten, sind nicht weiter unterteilt. Der inhaltliche Bogen spannt sich aber von der Erläuterung, warum Religion für eine demokratische Gesellschaft wichtig ist, wie sie in einer Gesellschaft wirken kann, bis hin zu möglichen antizipierten Auswirkungen, wenn auf Religion komplett verzichtet wird.

Subjektive Eindrücke

Wichtig zu erwähnen ist mir, dass es hier nicht um die Amtskirche, sondern um Religion geht, auch wenn beides nicht immer messerscharf voneinander zu trennen ist.

Die Gedankenansätze dazu, warum eine demokratische Gesellschaft Religion brauchen könnte und was passiert, wenn es sie nicht mehr gäbe, fand ich sehr interessant und sie haben mich zum eigenen weiteren Nachdenken angeregt.

Schade, dass es sich hier "nur" um die Umsetzung einer Rede auf dem Würzburger Diözesanempfang am 17. Januar 2022 handelt. So konnte das Thema nicht umfänglich bearbeitet werden. Insbesondere blieb für mich die Frage: "Wie nun weiter." unbeantwortet. Wirklich schade.

Fazit

Trotz einiger offener Fragen bietet das Buch interessante Denkanregungen.

Weitere Rezensionen von mir gibt es unter https://belanahermine.wordpress.com/category/rezension

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Cover des Buches Demokratie braucht Religion (ISBN: 9783466373031)
V

Rezension zu "Demokratie braucht Religion" von Hartmut Rosa

"Gib mir ein hörendes Herz"
Vera-Seidlvor einem Monat

Nachdem ich Hartmut Rosas "Unverfügbarkeit" gelesen hatte, war ich neugierig auf den Autor geworden. So studierte ich den Text, der für den Würzburger Diözesanempfang im Jahr 2022 entstanden war und den Titel "Demokratie braucht Religion" trägt.

 

Auf den 57 Seiten, die aus der Feder Rosas stammen, fand ich jedoch wenig neue Aussagen, sondern eher eine Zusammenfassung von "Resonanz" und "Unverfügbarkeit", die auf seine Zuhörer zugeschnitten wurde.

 

"Dazu passend - und dazu möchte ich Sie direkt beglückwünschen - ist die Jahreslosung: Gib mir ein hörendes Herz."

Hier war ich zunächst irritiert, weil ich mich an eine andere Losung für das letzte Jahr erinnerte. Inzwischen weiß ich, dass nur die Diözese Würzburg das Jahr unter das Motto, "verleih mir ein hörendes Herz", gestellt hatte.

 

Im Folgenden führt der Autor aus, dass für ein hörendes Herz Voraussetzungen gegeben sein müssen, die eine Gesellschaft im "rasenden Stillstand" nicht schaffen könne. "Wenn eine Gesellschaft gezwungen ist, sich permanent zu steigern, zu beschleunigen, sich voranzutreiben, aber den Sinn der Vorwärtsbewegung verliert, dann ist sie in einer Krisensituation. Und die spannende Frage ist jetzt: Braucht so eine Gesellschaft eigentlich eine Instution wie die Kirche?"

 

Am Ende seines Vortrags beantwortet Rosa diese Frage in wenigen Sätzen: "Religion hat die Kraft, sie hat ein Ideenreservoir und ein rituelles Arsenal voller entsprechender Lieder, entsprechender Gesten, entsprechender Räume, entsprechender Traditionen und entsprechender Praktiken, die einen Sinn dafür öffnen, was es heißt, sich anrufen zu lassen, in Resonanz zu stehen ... Und deshalb kann die Antwort auf die Frage, ob die heutige Gesellschaft noch der Kirche oder der Religion bedarf, nur lauten: Ja!"

 

Im Hauptteil beschäftigt sich der Autor ausführlich mit einer Diagnose der kapitalistischen  Gesellschaft. "Ich glaube, es gab vorher keine Lebensform, die sich selber so eingerichtet hat, dass sie jedes Jahr mehr Energie braucht, nur um das Bestehende zu erhalten ... Und die These, die ich damit verbinde, ist, dass diese Logik der gesellschaftlichen Einrichtungen systematisch ein Aggressionsverhältnis zur Welt stiftet ... Demokratie funktioniert im Aggressionsmodus nicht, ich glaube das kann man grundsätzlich sagen. Die Losung "Gib mir ein hörendes Herz" von König Salomo erlangt also auch eine politische Dimension."

 

Insgesamt hatte ich nach dem Lesen das Gefühl, der Professor habe hier in einem Spagat versucht, die Instution Kirche, die kapitalistische Kirche und das Unverfügbare zu verbinden und sich dabei verrenkt. "Unvereinbar sind das der kapitalistischen Gesellschaftsordnung zugrunde liegende Prinzip und das Prinzip der Liebe", schrieb Erich Fromm in seinem Buch "Die Kunst des Liebens".

 

Danach hätte der Buchtitel lauten müssen: Religion braucht keine Demokratie. Denn da, wo wir wirklich in Resonanz zur Welt stehen, ist eine horizontale Herr-schaf(f)ts-form nicht nötig, meine ich. Auf die Bitte Salomos um ein hörendes Herz antwortet Gott im dritten Kapitel des ersten Buches der Könige: "Weil du darum bittest und bittest weder um langes Leben noch um Reichtum noch um deiner Feinde Tod, sondern um Verstand, auf das Recht zu hören, siehe, so tue ich nach deinen Worten. Siehe, ich gebe dir ein weises und verständiges Herz ..."

 

"Ich glaube, eben daraus gewinnt auch Religion per se ihre große Kraft; daraus nämlich, dass sie eine Art vertikales Resonanzversprechen gibt, dass sie sagt: Am Grunde meiner Existenz liegt nicht das schweigende, kalte, feindliche oder gleichgültige Universum, sondern eine Antwortbeziehung", schreibt der Soziologe in seinem Büchlein.

 

Ich danke Hartmut Rosa herzlich für seine Resonanzanstöße und Gregor Gysi für das Vorwort.

 

Vera Seidl

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Cover des Buches Gysi vs. Sonneborn (ISBN: 9783351038724)
K

Rezension zu "Gysi vs. Sonneborn" von Gregor Gysi

Zwei großartige politische Charaktere in einem dann doch eher durchschnittlich vor sich hinplätschernden Dialog
Kazou_Kehlmannvor 7 Monaten

Zum Kennenlernen der beiden taugt das Ganze recht gut, wer schon einiges über die beiden weiß und ihr Schaffen vefolgt, erfährt wenig Neues. Vielleicht ist das Buch  hier auch schlichtweg das falsche Medium. Die beiden live bei dem Spektakel zuzuhören zu dürfen wäre sicherlich das größere Vergnügen als den Prozess nachzulesen. 

Ein Highlight sind sichelich die Schlussworte von Hans-Dieter Schütt, aber das virtuose Pingpong der Geistesblitze, das er hier beschreibt sucht man auf den vorangegangenen Seiten eher vergebens.

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