Ein Leben ist zu wenig

von Gregor Gysi 
4,4 Sterne bei12 Bewertungen
Ein Leben ist zu wenig
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A

Wirkt sehr authentisch, besonders sprachlich. Man muss kein Linker sein, um das Buch zu mögen, es schadet aber auch nicht ;-)

Astrid_Wirgers avatar

Toller Einblick in ein interessantes Leben

Alle 12 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Ein Leben ist zu wenig"

So offen und persönlich wie noch nie: die Autobiographie

Gregor Gysi hat linkes Denken geprägt und wurde zu einem seiner wichtigsten Protagonisten. Hier erzählt er von seinen zahlreichen Leben: als Familienvater, Anwalt, Politiker, Autor und Moderator. Seine Autobiographie ist ein Geschichts-Buch, das die Erschütterungen und Extreme, die Entwürfe und Enttäuschungen des 20. Jahrhunderts auf sehr persönliche Weise erlebbar macht.

„Erstaunlich, was sich alles ereignen muss, damit irgendwann das eigene Leben entstehen kann.“ Gregor Gysi

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783351036843
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:583 Seiten
Verlag:Aufbau Verlag
Erscheinungsdatum:09.10.2017
Das aktuelle Hörbuch ist am 09.10.2017 bei Aufbau audio erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    Astrid_Wirgers avatar
    Astrid_Wirgervor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Toller Einblick in ein interessantes Leben
    Ein Leben ist zu wenig

    Danke an #NetGalleyDe für das Rezensionsexemplar #EinLebenIstZuwenig ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ Ich hab mich mal an eine Autobiograhie getraut und bin nicht enttäusch worden. Gregor Gysi ist ein charismatischer Mann und ich habe ihm als Politiker immer gerne zugehört. Spitzzüngig und humorvoll gibt er seine Meinung preis. Seine Autobiograhie ist genauso. Das Buch liest sich wie ein Roman und ich konnte Herrn Gysi innerlich schon fast höheren. . Der Leser erhält nicht nur Einblicke in sein Leben sondern auch eine Reise durch die Zeitgeschichte.

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    SenfKorn1993s avatar
    SenfKorn1993vor 8 Monaten
    Mehr als ein Leben!

    In seiner Autobiographie "Ein Leben ist zu wenig" beschreibt Gregor Gysi sein politisches Leben in der ehemaligen DDR und der Bundesrepublik. Sein anekdotenhaftes Erzählen erinnert zwar an ein sehr plauderhaftes Gespräch, aber der Inhalt ist sehr interessant. Allerdings werden die spannenden Konflikte zwischen ihm und Oskar Lafontaine und Sahra Wagenknecht werden aber nur gestreift. Das persönliche Leben Gysis wird nur in kleinen Teilen behandelt, Zum Einen zum Schutz seiner Kinder, zum Anderen aus nicht bekannten Gründen. 
    Der Schreibstil ist sehr locker und ist oft sehr plaudernd. Das muss man mögen, ansonsten wird man keinen Spaß an diesem Buch haben.

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    Silkchen2909s avatar
    Silkchen2909vor 10 Monaten
    Streitbarer Politiker mit unterhaltsamer Autobiographie

    Gregor Gysi, ehemaliger Vorsitzender der Linken, hat seine Autobigraphie
    geschrieben. Als Politiker mag er streitbar sein, aber als Autor hat er
    sein Leben wunderbar geschildert: kurzweilig, selbstkritisch und
    spannend.

    Geboren 1948 hat Gysi das Nachkriegsdeutschland, die DDR, die
    Wiedervereinigung und die Bundesrepublik im neuen Jahrtausend erlebt und
    zu jedem Abschnitt weiß er spannende Geschichten aus seinem privaten
    und politischen Leben zu erzählen.

    Genau diese Mischung macht das Buch so unterhaltsam. So erfährt man die
    Hintergründe seines politischen Lebens, Dinge über den Politzirkus im
    wiedervereinigten Deutschland, die man ansonsten kaum erfahren hätte.

    Der Leser erfährt, wie aus dem jungen Rechtsanwalt Gysi der Politiker
    wurde und wie dieser sich dann durch die bisweilen harten Stürme des
    Politiklebens schlägt.

    Besonders beeindruckt hat mich, dass Gysi Fehler offen zugibt -
    berufliche und private, denn seine Familie hat es mit dem immer
    arbeitenden Politiker nicht leicht gehabt.

    Der Stil ist toll, denn Gysi hat einen trockenen Humor, der mich prima
    durch die 583 Seiten getragen hat. An den angebrachten Stellen bleibt
    der Ton aber sachlich und das ist auch gut so.

    Empfehlenswerte Lektüre für alle, die sich für Politik und deren besondere Menschen interessieren.

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    wandablues avatar
    wandabluevor 10 Monaten
    Kurzmeinung: Guter Rhetoriker. Mit Privatem sehr zurückhaltend. Das Buch ist Geschichtsunterricht aus linker Perspektive. Nicht mehr. Nicht weniger.
    Geschichte mit Gregor!

    Geschichte mit Gregor.
    Autobiographien sind immer etwas gefärbt, um nicht zu sagen geschönt. Das geht soweit in Ordnung, deshalb schreibt man sie ja. Trotzdem würde ich nach der Lektüre dieses Buches sehr gerne zusätzlich eine kritische Biographie über Gregor Gysi lesen. Dann rundet sich das Bild vielleicht ab! Ich höre Gregor Gysi gerne sprechen, er hat Witz, ist schlagfertig und da und dort decken sich sogar unsere politischen Meinungen. Aber dass man gut reden kann, bedeutet nicht automatisch, dass man auch richtig gut schreiben kann. Die vorliegende Autobiographie ist ziemlich beiläufig erzählt und alles andere als geschliffen.

    Der Schwerpunkt des Buches liegt auf der Zeitenwende, also auf den Jahren 1988/89 bis ca. 1995. Aus dem Rechtsanwalt Gysi wurde historienbedingt und umständehalber der Parteivorsitzende der SED-PDS. Mehr und manchmal weniger hat er seine, ursprünglich kommunistische Partei begleitet bis zum heutigen Tage, wo sie als DIE LINKE bekannt ist. Wie kommunistisch ist sie heute noch?

    „Ein Leben ist zu wenig“ ist informationslastig, was die historischen und politischen Fakten angeht. Ein persönliches Buch ist es nicht, obwohl Privates natürlich nicht ganz ausgespart ist, ein paar Schnippselchen sind vorhanden.

    Warum liest man eine Autobiographie? Um einen Menschen hinter den Kulissen kennenzulernen. Nicht nur das, was eine Person getan und unterlassen hat, ist lesenswert, sondern vor allem das Warum. Welches sind die Gründe für bestimmtes Handeln und Unterlassen? Was hat jemanden zu einem bestimmten Zeitpunkt umgetrieben. Was hat er gefühlt, über was hat er gelacht und über was hat er geweint.

    All dies hat man in „Ein Leben ist zu wenig“ eindeutig nicht. Selbst wenn Gregor Gysi über durchlittene Krankheit spricht, tritt der Mensch Gysi in seiner Emotionalität, seinen Befindlichkeiten kaum in Erscheinung, ja, er bleibt in seiner eigenen Geschichte verborgen. So ist „Ein Leben ist zu wenig“ kaum etwas anderes als eine, teilweise durchaus unterhaltsam gestaltete Geschichtsstunde!

    Fazit: Ein ziemlich sachlicher, faktenlastiger Gang durch die jüngere deutsche Geschichte an der Hand und aus der politischen Sicht von Gregor Gysi.

    Kategorie: Auto-/Biographie
    Aufbauverlag 2017

    Kommentare: 2
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    seschats avatar
    seschatvor 10 Monaten
    Kurzmeinung: Eine absolut lesenswerte Biographie eines deutsches Politikers und spitzfindigen Wortakrobaten, die mitreißt, fasziniert und bildet.
    Fesselnde Politikerbiographie

    Der Linkspolitiker Gregor Gysi, Jahrgang 1948, ist ein Meister des gesprochenen Wortes, was nicht nur seine brillanten Reden, sondern auch seine 2017 erschienene Autobiographie "Ein Leben ist zu wenig" belegt. Letztere umfasst unglaubliche 583 Buchseiten. Ein Mammutwerk also, dessen Lektüre alles andere als langweilt, weil Gregor Gysi darin mit viel feinsinnigem Humor und detailreichen Polit- und Geschichtswissen Rückschau auf sein buntes Leben hält. 

    Der Vollblutpolitiker, der trotz seines fortgeschrittenen Lebensalters noch als Präsident der Europäischen Linken agiert, handelt seit seiner Kindheit nach dem ökonomischen "Minimalprinzip". Dafür führt Gysi in seiner Biographie eine Menge amüsanter Beispiele an, die mich laut auflachen ließen. Ob in der Schule, während der Ausbildung als Rinderzüchter in der DDR oder im Jurastudium, Gysi weiß durch seine Intelligenz und Gerissenheit lange Paukerei zu vermeiden und tut nur das Nötigste, das aber mit Perfektion :-)

    Der Politiker Gysi ist von geradlinigem Format und versteckt sich nicht hinter Politikerfloskeln. Sein Herz schlägt links und so setzte und setzt er sich für die sozial Benachteiligten innerhalb der Gesellschaft und für mehr Gerechtigkeit zwischen Arm und Reich ein. Durch seine unverstellte, wissbegierige wie sachkundige Art erwarb er sich als ostdeutscher Politiker in der bundesdeutschen und internationalen Politik Respekt; konnte sogar Mitglieder anderer Parteien mitreißen. Zudem fällt bei der Lektüre des Buchs auf, dass er ein Arbeitstier war und ist. Davon konnten ihn auch politische Anfeindungen wie gesundheitliche Rückschläge nicht abbringen. Er ackert, um seine Ziele zu erreichen und handelt lieber sofort, als lang abzuwarten. Und wenn er nicht weiterkommt, zögert er nicht sich an Experten zu wenden. 

    Ein Großteil seiner Erinnerungen umfasst die Wendejahre und die Herausbildung der Partei "Die LINKE". Hierbei kombiniert er persönliche Erfahrungen und historische Ereignisse vortrefflich miteinander, so dass der Leser einiges an Hintergrundwissen über diese Phase der deutschen Geschichte mitnehmen kann. Besonders für die Einblicke in die politischen Mechanismen der damaligen Zeit konnte ich mich begeistern. Die Anekdoten und kleinen Geschichten mit DDR- und BRD-Politikern sind ein wahres Kleinod.

    Neben seinem Vollzeitberuf als Politiker ist Gysi aber auch ein liebender Vater und Genussmensch. Auch diese Seite seines Lebens beleuchtet er offen und ehrlich und gewinnt damit Sympathiepunkte.

    Darüber hinaus beobachtet Gysi die gegenwärtige deutsche Innen- und Außenpolitik mit Interesse wie Sorge. Seine Bedenken und Einschätzungen der Parteien wie Parteiprogramme äußert er passend am Schluss des Buchs.

    Lieblingszitat, das sein Leben treffend beschreibt:
    "Ja, ein Leben ist zu wenig für das, was wir träumen, wünschen, wollen. Wenigstens habe ich versucht, gegen zu starke Festlegungen meine große Lust an der Vielfalt zu setzen, beweglich und neugierig zu bleiben." (S. 481)

    FAZIT
    Eine absolut lesenswerte Biographie eines deutsches Politikers und spitzfindigen Wortakrobaten, die mitreißt, fasziniert und bildet. 




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    Wedmas avatar
    Wedmavor einem Jahr
    Spannend, humorvoll, bereichernd, sehr lesenswert!

    Die Autobiographie von Gregor Gysi (GG) habe ich sehr gern gelesen. Sie hat mir seltene wie bereichernde Sichtweisen geöffnet, die man woanders kaum finden kann.

    Ich habe mich auf gutem Niveau und in vielerlei Hinsicht prima unterhalten gefühlt. GG erwies sich als ein vorzüglicher Erzähler, ein starker wie wohl geübter Entertainer.

    Mal saß ich bis ein Uhr morgens lachend, als es um die Schuljahre und Berufsausbildung ging. GG hat einen tollen Humor, kluger, elaborierter Natur, und gute Prise Selbstironie, die bis zum Schluss erhalten bleiben und einen hier und da zum Schmunzeln und Auflachen verleiten. Die spannenden Ausführungen zu seinen Ahnen ganz zu Anfang stimmten mich nachdenklich, wie die später geschilderten Geschehnisse im Bundestag der 90-ger Jahre, oder auch manche Sätze wie: „Denkpause. Ist es eine Pause zum oder vom Denken?“ Es gibt noch mehr davon, gleichmäßig im Buch verteilt, die jedes Zitatenheft zieren können.

    Die Kapitelübergänge sind prima: man kann nicht anders, als doch noch nächstes Kapitel anzufangen und noch paar Seiten dranghängen usw. Selbst wenn eine Pause mal zustande kam, war ich bald wieder gedanklich beim Buch: Und wie geht es da weiter?

    In dieser Autobio wurde ein Stück deutscher Geschichte erzählt: das Ende der DDR, deren Übernahme vom Westen, v.a. die Art, wie das getan wurde, GG benennt konkrete Fehlerbeispiele, die anschließenden Diskussionen um die Auflösung der Partei, das Verhalten der Mitglieder anderer Parteien im Bundestag, die Arroganz des Westens, und als Kontrastprogramm, wie GG und seine Parteifreunde im Ausland, in Israel,  aufgenommen wurden: „Neu und fremd war für mich, dass vor dem Hotel unseretwegen eine bundesdeutsche Flagge gehisst wurde. In Deutschland selbst wurden wie unter der Flagge, die über dem Bundestag wehte, wie Leute behandelt, die nicht dazugehörten.“ Auch weitere, krassere Beispiele, wie mit Gerhard Riege, gibt es hier. Da ist sehr klar, wie nicht einfach es für ihn war, seine polit. Arbeit fortzuführen. Ein dickes Fell und viel Durchhaltevermögen gehören dazu.

    GG geht auch ausführlich auf die Unterstellungen der westlichen Medien ein, die ihm vorgeworfen haben, er hätte im Auftrag der StaSi gehandelt, und klärt alles lückenlos auf.

    Seine Kommentare bestimmter politischer Ereignisse, seine Sicht, wie er das eine oder andere erlebt hat, die Schlussfolgerungen sind spannend und auf jeden Fall wert, sie kennenzulernen: Ein ganz anderer Blickwinkel, interessante Argumentation, alles wirkt sehr erfrischend im Vergleich zu dem, was man in Massenmedien tagein tagaus serviert bekommt.

    Von seinen Weggefährten und Parteifreunden hört man einiges Interessantes, nur Gutes.

    Auch von der privaten Seite erzählt er, gerade so viel, wie man wissen mag.

    Der Schwerpunkt liegt aber deutlich auf seinem Beruf. GG ist der Mann der Politik, daher ist es logisch, dass es in seiner Bio um die polit. Ereignisse geht.

    Auch über Jugoslawienkrieg findet GG klare Worte und erklärt, warum dieser Krieg direkten Einfluss auf die Ukraine-Krise von 2014 hat. Manches wirkt als düstere Prophezeiung, die heute eingetroffen ist, s. Kap. 39. Bildhaft schildert er auch, was für Sachen SPD/Grüne-Regierung beschlossen hat, uvm.

    Fazit: Diese Bio ist wie ein gutes, reichhaltiges Gespräch aufgebaut und ich war sehr gern dabei. Sie ist schon deshalb lesenswert, weil sie GGs Meinung zu vielen Ereignissen darstellt, die so erfrischend und bereichernd ist, dass man definitiv vieles verpasst, wenn man sie nicht kennt.

    Gleichzeitig konnte ich mich des Eindrucks nicht erwehren, dass hier nur ein Teil der Geschichte erzählt wurde, vermutlich nur das, was dem antizipierten Leser ohne Weiteres zugemutet werden konnte. Aber auch dieser Teil ist sehr interessant: Tolle Sprüche, Gedankengänge, Schlussfolgerungen, insb. Kap. 48-50, Fragen, Interpretationen, insg. die Sicht der Dinge. Sehr lesenswert.

     

    Kommentare: 10
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    A
    Achimhorenivor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Wirkt sehr authentisch, besonders sprachlich. Man muss kein Linker sein, um das Buch zu mögen, es schadet aber auch nicht ;-)
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    simone_richters avatar
    simone_richtervor 7 Monaten
    Kurzmeinung: Ein kurzweiliger Blick auf das Leben und das streiten als Rechtsanwalt und "Oppostionsführer" der Linken mit Humor & Empathie.
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    Maulbeeres avatar
    Maulbeerevor 8 Monaten
    Kurzmeinung: Er schreibt, wie er spricht: Kurzweilig, hintergründig, pointiert. Und in seiner Sichtweise natürlich ganz eindeutig... differenziert...;o).
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    machapuchares avatar
    machapucharevor 3 Monaten

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