Schönes Babylon

Cover des Buches Schönes Babylon (ISBN: 9783832148447)
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Inhaltsangabe zu "Schönes Babylon"

Was sagt Europa? Abseits der Vereinigungsreden zeigen sich Gemeinsamkeiten und Unterschiede des Kontinents am schärfsten im Gedicht. Schönes Babylon versammelt wichtige Stimmen aus Bulgarien, Dänemark, Frankreich, Irland, Island, Italien, den Niederlanden, Norwegen, Spanien und Ungarn. Seit zehn Jahren kommen im Herbst Lyriker aus einem dieser zehn Länder mit deutschsprachigen Lyrikern im Künstlerhaus Edenkoben zusammen. Getreu dem Prinzip »Dichter übersetzen Dichter« entstehen den Originalen ebenbürtige Nachdichtungen. In Gesprächen mit den Verfassern und im Austausch der Nachdichter untereinander fügen sich die Gedichte zu poetischen Landkarten Europas. Die Anthologie versammelt Dichter wie Amparo Amorós, H. H. ter Balkt, Inger Christensen, Henry Deluy, Gyrdir Elíasson, Anna Enquist, Eva Jensen, Márton Kalász, Gerrit Kouwenaar, Medbh McGuckian, György Petri, Claudio Rodriguez, Amelia Rosselli, Jacques Roubaud, Linda Vilhjálmsdóttir, Iwan Zanew und viele andere. Die Nachdichtungen stammen unter anderem von Adolf Endler, Elke Erb, Rolf Haufs, Wolfgang Hilbig, Uwe Kolbe, Barbara Köhler, Ursula Krechel, Gregor Laschen, Kito Lorenc, Brigitte Oleschinski, Oskar Pastior, Joachim Sartorius, Werner Söllner, Johann P. Tammen, Guntram Vesper und Ernest Wichner. Aus: Wohin der Zug uns bringt Wir haben das Durchfahrtsrecht gekauft und steigen in den Zug. Es wird Abend, der Wein ist noch kühl von zuhaus, die Landschaft scheint freundlich und fremd zu sein. Die Sonne macht dicht; wir, in diesem letzten Licht gerade noch eine Familie, werden sacht der Nacht übergeben, Lachsbutterbrot in der Hand. Im Fenster stehen die Koffer mit Büchern, mit Blusen und Bergschuhen, wiegen sich und schweben. Wie Milch und Blut liegen wir auf den Pritschen. Wenn ich auf- schrecke: die Kinder fünfzehn Jahre jünger, eine Mauer bitteren Gestanks, der Zug donnert ostwärts durch schwarzes und verlassenes Land. Wir können keine Eltern mehr sein, wenn Soldaten sie bedrohen und drängen jenseits des Wortes, uns die Knochen brechen, uns köpfen; wir atmen Mord. Ich schlucke mich selbst, ich verbeiße mich in einzigem Satz: daß der Tag komme, der Tag komme! Anna Enquist Übersetzung von Ursula Krechel

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783832148447
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:0 Seiten
Verlag:DuMont Buchverlag
Erscheinungsdatum:26.02.1999

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