Gregor Mayer Aufmarsch

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Inhaltsangabe zu „Aufmarsch“ von Gregor Mayer

Der aktuelle Report: Rechtsextreme Gruppen bedrohen die Stabilität und Demokratie im Osten der EU Rechtsradikale Parteien und neofaschistische Gruppen werden zu einem immer größeren Problem an unseren Grenzen im Osten. Wahlsiege in Ungarn und Polen machen ebenso Schlagzeilen wie die blutige Jagd auf Minderheiten durch paramilitärische Gruppen oder Skinheads. Die Korrespondenten Gregor Mayer und Bernhard Odehnal beobachten seit Jahren die wachsende Bedrohung – und sind dabei selbst in die Schusslinien geraten. In ihrem Buch beleuchten sie in Reportagen und Analysen die rechtsextreme Szene in Ungarn, der Slowakei, Tschechien, Polen, Kroatien und Bulgarien. Auf der Grundlage von Insiderinformationen stellen sie die ideologischen Hintergründe dar, die Führer, das Bedrohungspotenzial und die Querverbindungen zu rechtsradikalen Gruppen in Deutschland und Österreich. Und sie benennen deutlich die Gefahr, die von der nationalistischen Agitation ausgeht – für die politische Stabilität der einzelnen Länder selbst wie für die Europäische Union insgesamt

Betrachtet man die historischen Wurzeln, überrascht die Entwicklung weniger als dass sie erschreckt und nachdenklich stimmt.

— bibliophilist1985
bibliophilist1985

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  • Rezension zu "Aufmarsch" von Gregor Mayer

    Aufmarsch
    bibliophilist1985

    bibliophilist1985

    01. October 2014 um 19:37

    Die Autoren haben für die Recherche sechs Staaten Osteuropas, die sie selbst gut kennen und seit Jahren bereisen, inklusive eines jeweiligen kurzen geschichtlichen Exkurses porträtiert und eine beunruhigende Entwicklung anschaulich dargestellt. So war die Euphorie nach dem Mauerfall schnell verklungen, nachdem man sich in den Ruinen eines jahrzehntelangen kommunistischen Wirtschaftsversuchs wiederfand. Und angesichts der Unterdrückung durch die Sowjetdiktatur mangelte es nicht an Samen für rechtes Gedankengut. Zu diesem Zeitpunkt hätten die westlichen Staatengemeinschaften mit engagierteren Hilfsmaßnahmen zum Aufbau eigener, funktionierender Wirtschaftskreisläufe in den nun freien Ländern manches zur Prävention der leider erfolgten Entwicklung beitragen können. Stattdessen wurde von EU und USA die Erweiterung der eigenen Einflusssphäre sowie wirtschaftliche Interessen über die Steigerung der Lebensqualität und Ausbau der Infrastruktur des Ostens Europas gestellt und die Menschen wurden weitgehend sich selbst überlassen. Und wie es in wirtschaftlich schweren Zeiten ohne Perspektive, geprägt von Massenarbeitslosigkeit und unzureichender staatlicher Hilfe gern vorkommt, nutzten Demagogen und Fanatiker die Gunst der Stunde. Dass die jungen und frustrierten Menschen, denen weder der kalte, geschweige denn der zweite Weltkrieg ein Begriff sind, nun gern bereit sind zu brennen für die hehren Ideale, die ihnen da vorgebetet werden, kann man angesichts der Teilnahmslosigkeit sowohl vom ehemaligen Unterdrücker als auch potentiellen Partnern und Helfern aus dem Westen sogar nachvollziehen. Noch ist es nur für die Minderheiten, wie Roma und Sinti, Moslems, Homosexuelle, Menschenrechtsaktivisten und andere, die verfolgt, diskriminiert und angegriffen werden, wenn paramilitärische Verbände, Bürgerwehren und organisierte Schlägertruppen fahnenschwingend durch Ghettos und Einwandererbezirke ziehen, ein Problem. In Ungarn ist man schon einen Schritt weiter, da die ehemaligen Korps und Untergrundorganisationen sich mittlerweile zu regierenden Parteien gemausert haben und eine ähnliche Entwicklung für andere Staaten nicht auszuschließen ist. Im Land von Puszta und Balaton ging der Sieg bei den Wahlen auch mit Einschränkung von Bürgerrechten und beginnender Zensur einher. Wie die Entwicklung in Ungarn, Tschechien, Slowakei, Kroatien, Serbien und Bulgarien weitergehen wird, ist ungewiss und als wie wahrscheinlich ein Überschwappen auf benachbarte Staaten erachtet werden kann, wird die Zukunft zeigen. Frei nach klassischen Zitaten zu dem Thema, wie den Anfängen zu wehren, da der Schoß noch fruchtbar ist, aus dem dies kroch, wäre es von Seiten westlicher Politik dringend an der Zeit, die Maßnahmen zu setzen, den Wohlstand und die Zufriedenheit in den Bevölkerungen des ehemaligen Ostblocks zu schaffen, um den Extremisten das Wasser abzugraben. Aber Sozialstandards, Gesundheitssysteme, Pensionen, Bildungssysteme und hohe Mindestlöhne sind einfach so verdammt teuer. Und gerade in Zeiten von Wirtschaftskrisen nicht leistbar.

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