Gregor Schöllgen

 3.8 Sterne bei 22 Bewertungen
Autor von Willy Brandt, Krieg und weiteren Büchern.

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Neu erschienen am 12.11.2018 als Hardcover bei DVA.

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Willy Brandt

Willy Brandt

 (7)
Erschienen am 01.09.2003
Krieg

Krieg

 (6)
Erschienen am 04.10.2017
Jenseits von Hitler

Jenseits von Hitler

 (2)
Erschienen am 01.08.2005
Das Zeitalter des Imperialismus (Kt)

Das Zeitalter des Imperialismus (Kt)

 (1)
Erschienen am 01.07.2000
Deutsche Außenpolitik

Deutsche Außenpolitik

 (1)
Erschienen am 23.08.2013
Max Weber

Max Weber

 (1)
Erschienen am 21.09.1998
Gustav Schickedanz

Gustav Schickedanz

 (1)
Erschienen am 04.08.2010
Gerhard Schröder

Gerhard Schröder

 (1)
Erschienen am 03.10.2016

Neue Rezensionen zu Gregor Schöllgen

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PagesofPaddys avatar

Rezension zu "Krieg" von Gregor Schöllgen

Informatives, gutes Sachbuch
PagesofPaddyvor 8 Monaten

Sachbücher zu rezensieren ist für mich eine Herausforderung. Normalerweise versuche ich meine Leseeindrücke zu vermitteln, zu schreiben ob mir dies oder jenes gefallen hat oder nicht. Es sind Texte die ich lese, dessen Geschichte mich fesselt und im Idealfall in eine andere Welt ziehen. Bei Sachbüchern, die relativ nüchtern geschrieben sind und viele Informationen auf wenige Seiten bannen ist das aber gar nicht mal so einfach. Zum Glück schafft es Gregor Schöllgen trotz recht trockener Thematik eine gute „Geschichte“ zu erzählen. Seine Texte lassen sich gut lesen, schleudern nicht mit Fachtermini um sich und sind so immer verständlich. Die Herangehensweise, die „Hundert Jahre Weltgeschichte“ nicht nach Schema F abzuarbeiten, sondern in Kapiteln wie „Putsch“,“Teilung“,“Prävention“ oder „Flucht“ zu behandeln, wirkt erfrischend. Jedes dieser Kapitel behandelt einen Aspekt der geschichtlichen Entwicklung und ist, wie schon geschrieben zu großen Teilen immer verständlich gehalten. Hier werden nicht nur Begriffserklärungen gegeben, hier werden Wörter mit Geschichte gefüllt. Schöllgen hat dabei immer einen Blick auf die Gegenwart und schafft es immer wieder Kontakt zum hier und jetzt zu ziehen. Wer also einen neuen, frischen Blick auf die Entwicklungen der letzten 100 Jahre werfen möchte, dem sei dieses Buch ans Herz gelegt. Interessant und informativ ist es allemal. 

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Cornelia_Ruoffs avatar

Rezension zu "Krieg" von Gregor Schöllgen

Gut recherchiert, aber
Cornelia_Ruoffvor 8 Monaten

„KRIEG“ VON GREGOR SCHÖLLGEN

1. ZUM INHALT

Ich weiche heute ein wenig von meinem Konzept bei Rezensionen ab und unterteile in „Was mir gefallen hat“, „Was mir nicht gefallen hat“ und dem Fazit aus beiden.

2. WAS MIR GEFALLEN HAT

Der Historiker Gregor Schöllgen versucht aus der Geschichte der letzten hundert Jahre, Gesetzmäßigkeiten zu erkennen und diese für die heutige Zeit und die nächste Zukunft als Analogieschluss anzuwenden, um uns die Auswirkungen und Folgen im Hier und Jetzt zu zeigen.

Dazu hat er die Fakten zusammengetragen. Natürlich kennt der Leser die Ereignisse, man hat darüber gelesen, man hat es gelernt, man hat darüber gehört, dennoch ist einiges einfach nicht mehr so präsent.

Der Historiker beschreibt Wladimir Iljitsch Lenins Weg nach Russland und welchen Vorteil die Deutschen daraus schlugen. Die Pariser Friedenskonferenz wird beleuchtet und kritisiert.

Aus Gregor Schöllgens Sicht besteht die Geschichte des 20. Jahrhunderts aus „Plündern, Vergewaltigen und Massakrieren“. Ethnische Minderheiten sind die Leidtragenden.

Die Atombombe und den unbesorgten Umgang mit derselben ist genauso Thema wie der Guerilla Krieg.

Er spannt einen großen Bogen um das letzte Jahrhundert.

4/5 Punkten

3. WAS MIR NICHT GEFALLEN HAT:

Ich mag es nicht, wenn die eigene Meinung als Fakt verkauft wird, selbst wenn ich diese Meinung manchmal teile. Eine Meinung hat keinen Anspruch auf Allgemeingültigkeit. Schon die Alten Griechen haben zwischen δόξα (doxa) und Ἀλήθεια (Wahrheit) entschieden. Leider hat Herr Schöllgen es nicht.

Ich vermisse einen Diskurs, eine Diskussion, oder wenigsten einen kritischen Umgang mit den recherchierten Daten.

Ich denke, das Buch zeigt nicht hundert Jahre Geschichte, sondern die Bewertung des Autors zu den Vorkommnissen der letzten hundert Jahre.

2/5 Punkten

4. FAZIT

Gregor Schöllgen hat eine außerordentliche Rechercheleistung vollbracht. Und ich glaube auch, dass man die Geschichte kennen muss, um Zusammenhänge zu finden und zu verstehen.

Und sicherlich hat der Autor damit Recht, dass der Krieg uns Mittel-Europäer immer näher kommt, wenn nicht sogar schon bei uns angekommen ist. Und gerade deswegen finde ich, wer den Anspruch hat, ein Buch über die hundert letzten Jahre Weltgeschichte zu schreiben, sollte die Neutralität wahren. Oder er möge deutlich kennzeichnen, dass es seine eigene Meinung hierzu sei. Der Leser ist groß genug, sich eine eigene Meinung zu bilden.

Ich danke der DVA für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplares!

Ich vergebe insgesamt 3/5 Punkten.

Connie’s Schreibblogg https://schreibblogg.de

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KristinSchoellkopfs avatar

Rezension zu "Krieg" von Gregor Schöllgen

3 Sterne...
KristinSchoellkopfvor einem Jahr

Manche Bücher möchte ich gern lesen, weil sie spannend klingen. Andere, weil sie mich fesseln werden. Bücher wie „Krieg“ allerdings interessieren mich, weil sie ein wichtiges Thema behandeln und ich es mir nur schwer vorstellen kann, wie hundert Jahre Geschichte in ein Buch von 368 Seiten passen sollten…

Ein Buch über geschichtliche oder politische Themen zu schreiben ist nicht einfach, da doch sehr viel in der Kontroverse steht und konstant durch kritische Überlegungen hinterfragt werden sollte. Anstelle einer gewöhnlichen Rezension, möchte ich hier besonders hervorheben, was dieses Buch leider nicht bietet.

Herrn Schöllgens Werk bietet nur sehr begrenzt Fakten und die Meinung des Autors ist durchweg präsent. Was mir fehlt ist der Diskurs! Es wird sehr viel behauptet, was noch immer diskutiert wird und damit tat ich mir schwer. Ich mag zwar Herrn Schöllgens Meinung sein, finde aber, dass ein Buch dieser Klasse eine Form von Plattform bieten sollte, anstelle auf sie einzuwirken.

Dennoch muss ich sagen, dass der Autor beeindruckende Arbeit geleistet hat, wenn man sich auf die Konzeption des Buches und seinen Schreibstil beschränkt. Er ist wahrlich überzeugend und stellt die geschichtlichen, wie auch die politischen Entwicklungen sehr gut nachvollziehbar dar. Und zuletzt darf nicht unter den Teppich gekehrt werden, was in diesem Buch im Vordergrund steht: Aufklärung über das Vergangene und die Hoffnung, dass die Menschheit aus ihren Fehlern lernt…



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Gregor Schöllgen wurde am 20. Februar 1952 in Deutschland geboren.

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