Gregor Weber Asphaltseele

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Inhaltsangabe zu „Asphaltseele“ von Gregor Weber

Sie müssen diesen Bullen nicht mögen - aber Ruben Rubeck ist einer von den Guten!

»Mein Name ist Ruben Rubeck. Ich bin siebenundvierzig, sehe aus wie siebenundfünfzig und fühle mich manchmal wie siebenundachtzig. Geschieden, kinderlos und Kriminalkommissar, was in meinem Alter ein lächerlich niedriger Dienstgrad ist, aber das geht mir am Arsch vorbei. Ich komme zurecht. Das Frankfurter Bahnhofsviertel ist mein Revier. Viele denken, ich würde da wohnen, weil es bei mir für mehr nicht reicht, weil ich mich im Dreck wohlfühle und mit meinem Gesicht sowieso nirgends sonst in Frankfurt eine Wohnung bekäme, aber das stimmt nicht. Ich hab’s einfach gerne nah zur Arbeit.«

Raubein Ruben Rubeck lässt grüßen ... habe mich köstlich amüsiert.

— MissNorge

Sehr unterhaltsam dank der ruppigen Charaktere; da stört auch der wenig übereugende Inhalt nicht.

— Moerteltoertel

Man mag ihn oder eben nicht - ich zähle zu Letzteren ...

— Pergamentfalter

Sehr humorvoll, unterhaltsam und selbstironisch. Große Empfehlung nicht nur für Thriller Fans!

— SophieNdm

Habe das Buch nach der Hälfte leider abbrechen müssen, da es mich überhaupt nicht gepackt hat. Schade eigentlich.

— BuEcHeRwUrM

Hardboiled Charme made in Germany.

— twentytwo

Thriller, der voll auf den Punkt trifft. Kayankaya hat einen Bruder im Geiste gefunden. Unbedingt lesenswert!

— David_Gray

Ein Thriller für alle, die es hart mögen.

— detlef_knut

Säuft, qualmt, schießt und tötet – aber Herz aus Gold. Nein, man muss diesen Bullen nicht mögen, aber man darf. Unterhaltung der Oberklasse

— Lienz

Wer es nicht besonders anspruchsvoll haben möchte, wer Schimanski als Highlight der Charaktere ansieht, ist bei diesem Krimi gut aufgehoen.

— JulesBarrois

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  • Raubein Ruben Rubeck

    Asphaltseele

    MissNorge

    29. March 2017 um 20:10

    Kurz zum InhaltRuben Rubeck ist 47 Jahre alt, geschieden, kinderlos und als Kriminalkommissar im Frankfurter Bahnhofsviertel tätig. Abends gerät Ruben in einen Überfall, danach ist ein Mann tot und einerv schwer verletzt. Angeblich war der Getötete ein Bodyguard vonv einem Gangsterboss aus dem Kosovo und Ruben ist sich bald nicht mehr im Klaren darüber, wem er vertrauen kann und wem nicht.Meine MeinungHier gilt die Devise, entweder mag man Ruben Rubeck, oder man hasst ihn. Etwas dazwischen wird es, glaube ich, nicht geben. Und ich? Ich mag ihn. Ruben qualmt wie ein Schornstein und säuft wie ein Loch. Am liebsten sitzt er seine Arbeitszeit im Büro ab und wehe ihm kommt einer quer, der hat nichts zu lachen. Dafür musste ich beim Lesen "leider" sehr viel lachen. Da ich viele Jahre in Frankfurt gelebt habe, weiß ich wie es im Bahnhofsviertel zugeht. Dieses Umfeld hat Gregor Weber ganz gut getroffen, wenn ich auch den "Schlabbekicker" nicht kenne, kann ich mir sehr gut vorstellen, wie diese Kneipe aussieht und das entsprechende Klientel das sich dort den Tag, den Abend oder die Nacht vertreibt. Leider lässt das frankforderische Gebabbel (der Dialekt), manchmal sehr zu wünschen übrig. Zudem sollte man wissen, das die rauhe Ausdrucksweise hier sehr hervor sticht, also ein Bahnhofsviertel-Jargon. Aber es passt hervorragend zur Umgebung des Thrillers und zu Rubeck´s Sprüchen und seinem ganzen Verhalten.Das Buch ist in zwei Ebenen aufgeteilt. Einmal hier und heute in Frankfurt und dann erfolgen Rückblicke ins Jahr 1999 in einen KFOR-Einsatz im Kosovo. Ich hatte erst keinen richtigen Zusammenhang gesehen zwischen diesen Kapiteln, bis mit einem Satz und einer Namensnennung mir auf einmal alles klar wurde. Letztendlich hat sich ein logischer und runder Schluss gebildet. Sehr spannend fand ich, das ich beim Lesen der Geschichte keine Ahnung hatte, wie sie am Ende ausgehen sollte. Durch die relativ kurze Satzbildung und die schnellen Szenenwechsel lässt sich die Geschichte gut und flüssig lesen. Ich würde mich sehr freuen, noch mehr von Ruben Rubeck zu erfahren, da ich schräge und nicht alltägliche Ermittler klasse finde, wenn hier vielleicht auch ein klitzekleines bisschen übertrieben wurde. Empfehlenswert für alle, die nicht diese 08/15 Kommissare mögen, sondern einen Ermittler mit Kanten, Ecken, lustigen Sprüchen und der oftmals "alle Fünfe gerade sein lässt"

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  • Rezension zu "Asphaltseele"

    Asphaltseele

    Pergamentfalter

    11. February 2017 um 11:31

    Ruben Rubeck ist alles andere als ein Vorzeigepolizist: Er ist faul und macht nur, was er machen muss. Er gilt als nicht wirklich sozial - weswegen niemand ein Büro mit ihm teilen will, was Rubeck jedoch nur recht ist. Regeln hält er zwar ein, hat jedoch auch keine Skrupel, sie zu brechen. Er raucht viel. Und er trinkt - regelmäßig und zu viel. Sein Revier ist das Frankfurter Bahnhofsviertel. Als er eines Abends betrunken aus seiner Stammkneipe kommt, gerät er in eine Schießerei zwischen vier Männern, während der er einen davon anschießt. Was er als einmaliges Erlebnis abstempelt, katapultiert ihn ungewohnt in einen brisanten Fall, der unschöne Erinnerungen an seine Zeit beim Militär im Kosovo weckt ... Nachdem ich den Rückentext gelesen hatte, war ich eigentlich recht gespannt auf das Buch und freute mich auf das Lesen. Die Euphorie hielt leider nur die ersten paar Kapitel an, ehe sie sich langsam aber sicher auflöste. Als Thriller betitelt handelt es sich hierbei eher um einen Krimi. Die Grundidee der Handlung hatte durchaus Potenzial und an einigen Stellen gelang es dem Autor, Spannung aufzubauen und mich als Leser zu überraschen. Überwiegend plätscherte die Geschichte allerdings eher dahin, ohne zu fesseln. Insgesamt war die Handlung jedoch trotz vorhandenen Möglichkeiten zu dünn gestrickt. Die eingebrachten Erinnerungen Rubecks an seine Zeit im Kosovo, die immer mal zwischen die Kapitel gestreut sind, waren noch das Spannendste an der Handlung, obgleich ich nicht so richtig verstanden habe, warum dieser Part seines Lebens zwingend so ausgestaltet werden musste und nicht nur in seine Gedanken einfloss. Eine stärkere Verbindung zwischen diesen Rückblicken und der eigentlichen Handlung hätte ich definitiv erwartet. Ruben Rubeck selbst ist, wie schon der Rückentext durchblicken lässt, nicht unbedingt ein Charakter zum liebhaben. An der einen oder anderen Stelle konnte er zwar Sympathiepunkte sammeln, war mir aber über weite Strecken des Buches zu unsympathisch. Dass die Geschichte, abgesehen von den Rückblicken, in der Ich-Form aus seiner Perspektive geschrieben war, machte es in diesem Zusammenhang nicht einfacher. Die ellenlangen Monologe nahmen mir die Lust am Lesen, zumal sich ihr Inhalt immer mal wieder wiederholte oder sich in nervende Beschreibungen seiner Sauftouren verlor. Fazit Man mag ihn oder man mag ihn nicht - ich zähle definitiv zu Letzteren. Er zählt mit zu den unsympathischsten Protagonisten, von denen ich bisher gelesen habe. Wenn ich die Bezeichnung "Thriller" außen vor lasse, ist die Handlung noch akzeptabel. Eine nicht sonderlich anspruchsvolle, kurzweilige Geschichte für Zwischendurch, von der man nicht zu viel erwarten sollte.

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  • Asphaltseele

    Asphaltseele

    SophieNdm

    27. October 2016 um 09:28

    Inhalt:»Mein Name ist Ruben Rubeck. Ich bin siebenundvierzig, sehe aus wie siebenundfünfzig und fühle mich manchmal wie siebenundachtzig. Geschieden, kinderlos und Kriminalkommissar, was in meinem Alter ein lächerlich niedriger Dienstgrad ist, aber das geht mir am Arsch vorbei. Ich komme zurecht. Das Frankfurter Bahnhofsviertel ist mein Revier. Viele denken, ich würde da wohnen, weil es bei mir für mehr nicht reicht, weil ich mich im Dreck wohlfühle und mit meinem Gesicht sowieso nirgends sonst in Frankfurt eine Wohnung bekäme, aber das stimmt nicht. Ich hab’s einfach gerne nah zur Arbeit.«Meine Meinung:"Asphaltseele" ist schon ein sehr spezieller Thriller.Es gibt ziemlich viele vulgäre und oft umgangssprachliche Ausdrucksweisen, was mich aber absolut nicht gestört hat.Ich empfand das Buch aber nicht als Thriller im klassischen Sinn, da der Schreibstil sehr humorvoll und selbstironisch ist. Das hat mir beim hören sehr viel Spaß bereitet.Der Fall mit dem Ruben Rubeck konfrontiert wird ist schon relativ spannend und interessant: Thema Balkankrieg.Es ist jetzt aber auch nicht der spannendste Thriller-Fall den ich bisher kennen gelernt habe. Das Ende des Falls war relativ vorhersehbar, was der Geschichte aber keinen Abbruch getan hat.Auch Ruben Rubeck als Charakter fand ich super sympathisch und lustig. Immer diese coolen Sprüche und die Schlagfertigkeit, einfach toll!Zum Hörbuch:Der Thriller wird von Gregor Weber selbst vorgelesen, was ich absolut super fand.Es ist einfach was anderes ein Buch zu hören, was vom Autor gesprochen wird.Er hat sich super in die einzelnen Charaktere versetzt und auch alle mit verschiedenen Stimmen und unterschiedlich ausgeprägten Dialekt versehen.Die Betonung und die Lesegeschwindigkeit fand ich auch super und ich musste wirklich oft schmunzeln.Auch die Länge des gekürzten Hörbuchs ist mit 4 Cds optimal.Fazit:"Asphaltseele" ist kein Thriller im herkömmlichen Sinn. Dennoch habe ich mich gut unterhalten gefühlt und kann jedem Empfehlen sich das Hörbuch zu kaufen!Ich würde auf jeden Fall einen weiteren Ruben Rubeck Thriller lesen oder hören.

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  • Absolutes Highlight!

    Asphaltseele

    mordsbuch

    17. October 2016 um 16:14

    BuchinfoAsphaltseele - Gregor WeberBroschiert - 240 Seiten - ISBN-13: 978-3453270206Verlag: Heyne Verlag - Veröffentlichung: 12. September 2016EUR 14,99Kurzbeschreibung»Mein Name ist Ruben Rubeck. Ich bin siebenundvierzig, sehe aus wie siebenundfünfzig und fühle mich manchmal wie siebenundachtzig. Geschieden, kinderlos und Kriminalkommissar, was in meinem Alter ein lächerlich niedriger Dienstgrad ist, aber das geht mir am Arsch vorbei. Ich komme zurecht. Das Frankfurter Bahnhofsviertel ist mein Revier. Viele denken, ich würde da wohnen, weil es bei mir für mehr nicht reicht, weil ich mich im Dreck wohlfühle und mit meinem Gesicht sowieso nirgends sonst in Frankfurt eine Wohnung bekäme, aber das stimmt nicht. Ich hab’s einfach gerne nah zur Arbeit.«BewertungMit „Asphaltseelen“ und dem Hauptcharakter Ruben Rubeck liefert uns der Autor Gregor Weber einen etwas „krasseren“ Thriller.Ruben Rubeck (der ein wenig an Schimanski erinnert) ist alles andere als ein gewöhnlicher Polizist.Er redet wie ihm der Schnabel gewachsen ist, säuft wie ein Loch und wohnt im Frankfurter Bahnhofsviertel.Seine direkte, oft derbe Art macht aber seinen Charakter aus. Ich finde es toll mal einen Ermittler kennenzulernen, der nie mehr macht als er muss und ansonsten macht was er will.Auch der lockere Schreibstil des Autoren machen das Buch lesenswert. Es ist abwechslungsreich und auch die Spannung bleibt nicht auf der Strecke.Ich würde gerne mehr Fälle von Ruben Rubeck lesen.Fazit: Ein Thriller der durch seinen eigenwilligen Hauptprotagonisten ein absolutes Highlight ist! Volle Punktzahl!

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  • Absolutes Highlight!

    Asphaltseele

    mordsbuch

    17. October 2016 um 16:14

    BuchinfoAsphaltseele - Gregor WeberBroschiert - 240 Seiten - ISBN-13: 978-3453270206Verlag: Heyne Verlag - Veröffentlichung: 12. September 2016EUR 14,99Kurzbeschreibung»Mein Name ist Ruben Rubeck. Ich bin siebenundvierzig, sehe aus wie siebenundfünfzig und fühle mich manchmal wie siebenundachtzig. Geschieden, kinderlos und Kriminalkommissar, was in meinem Alter ein lächerlich niedriger Dienstgrad ist, aber das geht mir am Arsch vorbei. Ich komme zurecht. Das Frankfurter Bahnhofsviertel ist mein Revier. Viele denken, ich würde da wohnen, weil es bei mir für mehr nicht reicht, weil ich mich im Dreck wohlfühle und mit meinem Gesicht sowieso nirgends sonst in Frankfurt eine Wohnung bekäme, aber das stimmt nicht. Ich hab’s einfach gerne nah zur Arbeit.«BewertungMit „Asphaltseelen“ und dem Hauptcharakter Ruben Rubeck liefert uns der Autor Gregor Weber einen etwas „krasseren“ Thriller.Ruben Rubeck (der ein wenig an Schimanski erinnert) ist alles andere als ein gewöhnlicher Polizist.Er redet wie ihm der Schnabel gewachsen ist, säuft wie ein Loch und wohnt im Frankfurter Bahnhofsviertel.Seine direkte, oft derbe Art macht aber seinen Charakter aus. Ich finde es toll mal einen Ermittler kennenzulernen, der nie mehr macht als er muss und ansonsten macht was er will.Auch der lockere Schreibstil des Autoren machen das Buch lesenswert. Es ist abwechslungsreich und auch die Spannung bleibt nicht auf der Strecke.Ich würde gerne mehr Fälle von Ruben Rubeck lesen.Fazit: Ein Thriller der durch seinen eigenwilligen Hauptprotagonisten ein absolutes Highlight ist! Volle Punktzahl!

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  • Frankfurt am Limit

    Asphaltseele

    twentytwo

    11. October 2016 um 12:18

    Sein Name ist sein Markenzeichen. Ruben Rubeck ist knallhart und unerbittlich. Als Ermittler im Frankfurter Rotlichtmilieu ist er mittendrin. So gerät er prompt in eine Schießerei, greift zur Waffe – und trifft. Dies bringt ihm einen Job ein, den er nur äußerst widerwillig und mit zwiespältigen Gefühlen nach langem Zögern annimmt. Der Auftrag ist brisant und hochgefährlich, doch das wird ihm erst so richtig klar, als er bis zum Hals in der Sache drinsteckt. Er muss sich dringend etwas einfallen lassen, vor allem aber muss er klären, wer in diesem Spiel welche Rolle spielt.Seine unorthodoxe Arbeitsweise verschafft ihm, während sich die Situation dramatisch zuspitzt, so manchen Vorsprung, den er auch dringend braucht wenn er nicht den Kürzeren will. Es kommt zu einer wilden Hetzjagd, die sein ganzes Können fordert, wenn er lebend aus der Geschichte rauskommen will. Und das will er mit aller Macht, denn Ruben Rubek läßt sich nicht austricksen.FazitSehr eigenwillig und unkonventionell, ist dieser temporeiche Actionthriller sicher nicht unbedingt jedermanns Sache. Wer sich aber auf diesen ungewöhnlichen Kommissar einläßt, wird es bestimmt nicht bereuen.

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  • Hardboiled made in Germany ...

    Asphaltseele

    David_Gray

    29. September 2016 um 22:52

    Thriller, der voll auf den Punkt trifft. Kayankaya hat einen Bruder im Geiste gefunden. Unbedingt lesenswert!

  • Ein Thriller für alle, die es hart mögen.

    Asphaltseele

    detlef_knut

    28. September 2016 um 16:41

    Dieser Roman ist das krasse Gegenteil zu den unzähligen Tatort-Filmen, die allzu sanft daherkommen, in denen die Polizei alle Gesetze einhält und die Täter in Watte packt, lieber die eigene Waffe auf den Boden legt, wenn eine auf sie gerichtet wird. Dabei hat es solche Typen wie Dave Robicheaux, einen Protagonisten des amerikanischen Schriftstellers James Lee Burke, auch schon im deutschen Fernsehen gegeben. Beide Male unter anderem gespielt von Jörg Schüttauf: als Thomas Becker in „Der Fahnder“ sowie als Fritz Dellwo im Tatort aus Frankfurt mit Andrea Sawatzki. Doch worum geht es? Ruben Rubeck ist Ex-Soldat, war viele Jahre im Kosovo und anschließend zur Polizei gegangen. Er ist alleinlebend in der Frankfurter City, die auch rund um den Hauptbahnhof sein Arbeitsplatz ist. „Ich hab's einfach gerne nah zur Arbeit." Außerdem ist er Alkoholiker, Sex und etwas Geselligkeit kauft er sich bei Ina, einer Prostituierten. Die Abende verbringt er meist in einer Kneipe um die Ecke. Als er diese eines Tages verlässt, gerät er in eine Schießerei. Entgegen der Dienstanweisung, Waffen in der Freizeit nicht bei sich zu tragen, hatte er seinen SIG im Holster, rettet einem jungen Pärchen das Leben, erschießt einen der Ganoven und verletzt einen zweiten schwer. Alles in allem kommt er gut aus dieser Sache heraus. Wie sich herausstellt, handelte es sich wohl um eine Schießerei zwischen zwei rivalisierenden osteuropäischen Banden, Rubeck ist für kurze Zeit der Held. Dann tritt ein Mitarbeiter des LKA auf dem Plan. Er will Rubeck anheuern, den Mann, den dieser angeschossen hat und der noch im Krankenhaus liegt, undercover dingfest zu machen. Es handelt sich um eine Milieugröße aus Hamburg. Rubeck kämpft mit sich, weil er sich nicht gerne von einem anderen etwas sagen lässt. Aber dann nimmt das Unheil seinen Lauf. Gregor Weber hat bestimmt viele Vorlagen aus Romanen und Filmen in seinem Kopf gehabt, die zu solch einem heruntergekommenen und dennoch sympathischen Protagonisten führten. Aber er hat vor allem den Mut gehabt, einen solchen Plot in Deutschland anzusiedeln. Mir hatte ein befreundeter Schriftsteller mal gesagt: Man müsste in Amerika leben, da könnte man Ballerszenen schreiben, Hubschrauber abschießen und dergleichen. Das ist in Deutschland alles gar nicht machbar, weil es unglaubwürdig wäre." Weber zeigt, dass es doch geht. Und das auch Schießszenen auf offener Straße glaubwürdig gestaltet werden können. Für den Aufbau des Romans wurden zwei verschiedene Handlungsabläufe spannungsvoll montiert. In einer Rückblende erlebt der Leser den Einsatz eines Spezialkommandos im Kosovo bei der Festnahme eines Kriegsverbrechers. In der aktuellen Handlung erfolgt die Jagd nach einem osteuropäischen Gangsterboss. Die Rückblende könnte als separate Geschichte auch komplett vorher gelesen werden. Sie sorgt aber durch die Montage zwischen den anderen Kapiteln für besondere Spannung. Die Spannung insgesamt schafft der Autor einerseits durch actionreiche Szenen, durch viele Cliffhänger am Ende der Kapitel, durch innere Widersprüche und Konflikte in den Gedanken des Protagonisten und durch immer wieder neue Wendungen im Verhalten der Figuren. Die wenigen, verlässlichen Ausnahmen sind eher Nebenfiguren. Schließlich bleibt dem Leser immer das Bangen, ob es Rubeck mit seinem Verhalten nicht doch irgendwie an den Kragen geht. Hart, dreckig, Frankfurter Bahnhofsviertel, actiongeladen hat Gregor Weber seinen Protagonisten voll mit Emotionen gespickt und ihm einen interessanten Lebenslauf verpasst, der nicht nur von der Campingplatzidylle des Soldatsseins berichtet. Ein Thriller für alle, die es hart mögen. © Detlef Knut, Düsseldorf 2016

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  • Ein Krimi der "etwas anderen Art"

    Asphaltseele

    scarlett59

    26. September 2016 um 20:39

    Zum Inhalt:Ruben Rubeck ist Kriminalpolizist in Frankfurt. Er ist geschieden, eigenbrötlerisch, keineswegs ehrgeizig und lebt gerne im Bahnhofsviertel mit all seinen „Möglichkeiten“. Er erinnert ein wenig an Schimanski. Eines Abends „stolpert“ er nach einem Besuch in seiner Stammkneipe „Schlabbekicker“ zufällig in eine Schießerei, nach deren Ende er zwei Unbeteiligte gerettet und einen Beteiligten angeschossen hat. Doch das ist erst der Anfang …Meine Meinung: Für mich war es ein Krimi „der etwas anderen Art“: sehr realistisch, in einer teilweise recht derben Sprache, die Charaktere mit Ecken und Kanten sowie nicht vorhersehbaren Wendungen. Die Story wird auf zwei Zeitebenen erzählt, die auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun haben. Der Hauptteil wird aus der Sicht von Rubeck erzählt. Dennoch liest sich das Buch flüssig und ich mochte es nicht aus der Hand legen, so dass ich auf eine Fortsetzung hoffe! Auch eine Verfilmung kann ich mir gut vorstellen. Herrlich fand ich auch Rubecks Gedanken und möchte unbedingt drei Zitate, bei denen ich sehr grinsen musste, kommentieren: „… Am Nachmittag – schon das Wort klingt nach zu engen Hosen und quietschendem Schreibtischstuhl …“ > DAS kann ich vollkommen nachvollziehen! ;-) „… Das Gute daran, dass man einen Schuss hört, ist, dass man nicht tot ist. …“ > ach was :-D „… Das Gemüse schaufelte ich mir nur wegen der Blutwerte rein, aber mit ordentlich Butter war es okay. …“ > ein wenig kontraproduktiv oder? Kurzum: Daumen hoch!

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  • Schimanski lässt (in guter Weise) grüßen

    Asphaltseele

    michael_lehmann-pape

    26. September 2016 um 14:48

    Schimanski lässt (in guter Weise) grüßenDass sich Gregor Weber in seinem neuen Thriller stark an die Figur des bekanntesten aller Tatort Kommissare anlehnt, ist bereits auf den ersten Seiten erkennbar, spätestens beim Betreten der Stammkneipe durch Kommissar Ruben Rubeck, seiner rauen, direkten, trockenen Ausdrucksweise, seinen Trinkgewohnheiten bis hin zur Jacke, die er grundsätzlich trägt.Zudem verweist Weber selbst auf die Parallelen, die er seinem Protagonisten in den Mund legt. Und baut ebenfalls eine jener Szenen ein, in der ein Kommissar tüchtig nach allen Regeln der Kunst „vermöbelt“ wird und dementsprechend sein verbeultes Gesicht im Nachgang vorweisen kann.Der, nicht unbedingt nüchtern, auf dem Weg von einer „Zwischenstation“ (Puff) nach Hause in eine harte, professionelle und gefährliche Schießerei gerät. Wobei der Mann, den Rubeck in Notwehr gezielt anschießt, sich als eine echte Größe der Unterwelt herausstellen wird. Dessen toter Leibwächter ehemals der GSG9 angehörte. Und der im Krieg im damaligen Jugoslawien, im Kosovo, eine ebenso harte und brutale Rolle spielte, wie er dies nun in der deutschen Unterwelt seit Jahren pflegt.Dass nun aber weiß Rubeck zu Beginn noch nicht und wehrt sich seiner Haut, so gut es geht (und das geht bei Rubeck äußerst gut). Denn auch Rubeck hat eine Vergangenheit, die dem Leser erst zum Ende hin ganz offensichtlich werden wird.„„Ein nicht zu kleiner Bourbon auf Eis, Ginger-Ale drauf, Zitronenschale dünn abgehobelt“. Sag keiner, ich könne es mir nicht gemütlich machen.Wie das mitschwebende Vorbild aus Duisburg, ein Mann der Straße, des klaren Wortes, einer, der es mit den Regeln des Dienstes nicht immer allzu genau nimmt, aber auch einer, der sich zu wehren weiß, der durchkommt, der, einmal Feuer gefangen, sich nicht abschütteln lässt.Grundlegend also keine Art von Polizist, dem man freiwillig wichtige, verdeckte Aufträge übergeben würde. Genau das aber geschieht. Vom Leiter eines Dienstes außerhalb der Frankfurter Polizei.Nur aufpassen soll Rubeck, beobachten. Aber das wird nicht einfach so gelingen, denn jene Männer, die den hartgesottenen Gangster auf offener Straße erschießen wollten, ruhen nicht. Und stören damit gewaltig den sich anbahnenden Flirt zwischen Rubeck und einer Krankenschwester.Was alle Beteiligten Seite für Seite mehr in Gefahr bringen und ziehen wird und, soviel darf verraten werden, noch einige Tote nach sich ziehen wird.Es wird dauern, bis Rubeck durchblickt und erkennt, wer die eigentliche Gefahr als Strippenzieher der Anschläge darstellt und es wird einiges an Blech und Munition benötigen, bis es zum direkten Showdown im Finale kommt.Eine klare Sprache, ein gleichbleibend hohes Tempo, eine sehr gelungene Umsetzung des schnodderigen Tonfalls und der besonderen „Ermittlungsmethoden“ des Kommissars, inklusive eines Rückblicks auf die brutale Auseinandersetzung im Kosovo damals vermengt sich dabei zu einem unterhaltsamen, harten, trockenen und gut lesbaren Thriller.Der sicher nicht immer den „Realitäts-Check“ bestehen würde und hier und da ein wenig zu konstruiert daher kommt (Verfolgungsjagd und Showdown im Wald um Frankfurt herum), der aber dennoch in sich schlüssig seine Geschichte erzählt und eine Hauptfigur ins Rennen schickt, der man gerne folgt.

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  • Tötet, aber mit Herz aus Gold

    Asphaltseele

    Lienz

    20. September 2016 um 21:35

    »Mein Name ist Ruben Rubeck. Ich bin siebenundvierzig, sehe aus wie siebenundfünfzig und fühle mich manchmal wie siebenundachtzig. Geschieden, kinderlos und Kriminalkommissar, was in meinem Alter ein lächerlich niedriger Dienstgrad ist, aber das geht mir am Arsch vorbei. Ich komme zurecht. Das Frankfurter Bahnhofsviertel ist mein Revier. Viele denken, ich würde da wohnen, weil es bei mir für mehr nicht reicht, weil ich mich im Dreck wohlfühle und mit meinem Gesicht sowieso nirgends sonst in Frankfurt eine Wohnung bekäme, aber das stimmt nicht. Ich hab’s einfach gerne nah zur Arbeit.«(Verlag)Der Autor (und SB-Tatortdarsteller) Gregor Weber ist kein Unbekannter (obwohl ich ihn zuvor nicht kannte):Geboren 1968 in Saarbrücken, floh Gregor Weber nach dem Abitur zur Marine. Danach Studium an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Frankfurt. Es folgten zwanzig Jahre als Schauspieler, unter anderem im saarländischen »Tatort«. Zudem war Weber Feldwebel der Reserve in Afghanistan und absolvierte eine Ausbildung zum Koch. Über den zweiten Beruf fand er im dritten seine Berufung: Sein Sachbuch »Kochen ist Krieg!« gab den Anstoß zu einer neuen Laufbahn als Autor. (Verlag)„Sie müssen diesen Bullen nicht mögen – aber Ruben Rubeck ist einer von den Guten!“Sagt der Buchrücken. Nein, man muss ihn nicht mögen. Man tut es aber. Ruben Rubeck – Zitat „Mein Vater war’n bisschen komisch“ – säuft wirklich viel, reihert sich danach die Seele ausm Leib und raucht filterlos die Stärksten, die es legal noch gibt. Und schön ist er auch nicht. Wenn sein Hormonlevel nach Normalisierung schreit, geht er zu einer Nutte. Aber immer zur gleichen, die er richtig gernhat (sie ihn auch) und mit der sein Verhältnis aus ihm selbst unerfindlichen Grund bei Freier-Hure geblieben ist. Ruben Rubeck lässt fünfe gerade sein und ist über die Schmerzgrenze raus ehrlich, vor allem zu sich selbst. Er ist geraderaus und unverblümt. Wobei – er ist gar nicht der Quasseltyp. Nur so im Kopf, quasi mit sich selbst. Und man spürt einfach sein Herz aus Gold. Außerdem hat Ruben Rubeck Humor, einen sauguten Humor!Mit Ruben Rubeck ist Gregor Weber eine wunderbare Figur gelungen, der er als Tüpferl aufm i auch noch eine wunderbar eigene Erzählstimme gibt. Ruben spricht den Leser nicht direkt an, lässt ihn aber Mäuschen bei seinen Selbstgesprächen spielen. Allein das gelingt Gregor Weber ganz fantastisch.Der Thriller ist auf zwei Ebenen und an zwei Orten aufgebaut, die letztlich in zweierlei Hinsicht miteinander in Verbindung stehen: 1999 vor und während des KFOR-Einsatzes im Kosovo und aktuell in Frankfurt am Main, wo Rubeck irgendwie saublöd in diese fiese Geschichte reinrutscht. Alles beginnt im wahrsten Sinne des Wortes mit einem Doppelknall und zwei Murmeln, mäandert dann ein wenig – aber immer interessant – wie ein Fluss Richtung Wasserfall, um immer schneller und actionreicher zu werden. Ruben Rubeck erzählt die Gegenwart in der Ich-Form und in wechselnden, fein aufeinander abgestimmten Zeitebenen. Die Handlung in der Vergangenheit wird mit Außensicht erzählt, auch hier wieder präzise – wie beim Kochen – aufeinander abgestimmt. Saubere Dramaturgie!Auch sprachlich hat es mir der Thriller sehr angetan. Richtig gut gefallen hat mir die lautmalerische Umgangssprache gepaart mit Ruben Rubecks Art zu reden. Ich wage zu sagen, dass Gregor Weber seinem Ruben Rubeck eine wahrlich einprägsame Erzählstimme gegeben hat. Top!Zwar weiß ich nicht, ob von Ruben Rubeck mehr kommen wird, ich würde es allerdings sehr begrüßen. Ganz persönlich: Ich hatte Heyne Hardcore nach drei mauen Versuchen schon abgeschrieben. Bis ich Ruben Rubeck getroffen habe.Unbedingte Leseempfehlung für alle, die’s handfest wollen statt einem Blümchen-Thriller. Top-Thriller! Kantig-einmalig!Lieblingsstellen:S. 18: Ich bin kein besonders guter Bulle. Bin nicht übermäßig fit. Aber ich kann echt gut schießen.S. 215: Sie umarmte mich. Lange. Und dann bekam ich einen Kuss. Einen sehr besonderen Kuss. So einen hatte ich zuletzt von meiner Frau bekommen. Als sie meine Ex-Frau wurde.S. 217/218: … Schon gut. Würdest du für mich auch machen. Oder? – Für dich? Nein. Wieso? – Kurz danach kam eine SMS. Würdste doch, Alter. Wenn ich der Typ wäre, der heult, dann wäre es jetzt zu weit.

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    • 2
  • Geschmacksache – oder auch nicht

    Asphaltseele

    JulesBarrois

    18. September 2016 um 10:15

    Asphaltseele - Gregor Weber (Autor), 240 Seiten, Heyne Verlag (12. September 2016), 14,99 €, ISBN-13: 978-3453270206   Ruben Rubeck, Kriminalkommissar ist am Ende. Er säuft wie ein Loch, raucht wie ein Schlot und lebt allein in einer Altbaubude im Frankfurter Bahnhofsviertel. Vom harten Leben wird Rubeck eines Abends eingeholt, als er in einen Überfall gerät. Zwei Männer liegen kurze Zeit später auf dem Bürgersteig, einer tot, einer verletzt. Der Tote war offenbar Bodyguard eines kosovarischen Gangsterbosses, und schon bald kann Rubeck keinem mehr trauen, erst recht niemandem aus den eigenen Reihen. Soweit so einfach. Die Handlung ist voraussehbar. Was nicht stören muss. Die meisten Fernsehkrimis sind so gestrickt. Und da kommt der Autor Gregor Weber auch her. Es ist weniger ein Thriller, vor allem kein Noir-Thriller, sondern ein mäßig intelligenter Krimi. Der Autor bemüht alle nur denkbaren Klischees. Ein kettenrauchender, saufender ambitionsloser Kommissar, der sich im Rotlichtviertel rumtreibt usw. Es scheint mir eine aus vielen Versatzstücken diverser Krimihelden zusammengeschusterte und damit profillose Hauptfigur zu sein. Magnum, Jesse Stone, Schimanski und andere lassen grüßen.  Wenig Tiefgang also. Genauso verfällt der Autor bei den Formulierungen in die Standards eines Groschenromans, bietet auch hier kein ästhetisches Lesevergnügen. Wer es nicht besonders anspruchsvoll haben möchte, wer Schimanski als absolutes Highlight der Charaktere ansieht, der ist bei diesem Krimi gut aufgehoben.   Hier geht es direkt zum Buch auf der Seite des Heyne Verlages https://www.randomhouse.de/Paperback/Asphaltseele/Gregor-Weber/Heyne-Hardcore/e484395.rhd Fragen Sie in Ihrer örtlichen Buchhandlung nach diesem Buch. Wenn Sie in meiner Gegend „Landkreis Merzig-Wadern“ leben, dann wenden Sie sich an die Rote Zora: http://www.rotezora.de  

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  • Anders, aber ziemlich klasse!

    Asphaltseele

    Nirena

    17. September 2016 um 09:43

    "Asphaltseele" ist das Thrillerdebüt von Gregor Weber, der bisher anscheinend alles andere als ein langweiliges Leben geführt hat: Schauspieler, Soldat, Koch und Sachbuchautor und nun in den Gefilden der Unterhaltung unterwegs.Ein wenig irreführend finde ich, dass "Asphaltseele" im Hardcore-Bereich des Verlags erschienen ist, denn für reine Hardcore-Fans dürfte dieses Buch zu wenig martialisch und zu wenig blutbehaftet sein und so möglicherweise aufgrund einer falschen Zielgruppe zu wenig gewürdigt werden.Denn eines ist sicher: "Asphaltseele" ist anders. Nicht aufgrund von Ruben Rubeck, einem durchaus gelungenen Hauptprotagonisten, sondern aufgrund der Mischung eines etwas schnoddrigen Erzählstils, einer Hauptperson, die man zu unterschätzen neigt und einer sehr ernst zu nehmenden, mitunter verstörenden Hintergrundhandlung. Aber der Reihe nach:Ruben Rubeck bringt alle Voraussetzungen für einen guten Hauptprotagonisten mit: früher Soldat, jetzt Polizeibeamter ohne nennenswerte Ambitionen mit einer Vorliebe für Pilsbierchen und Roth-Händle, der seine Tage am Schreibtisch damit verbringt, sich auf den Abend in seiner Lieblingskneipe zu freuen. Dennoch darf man Ruben nicht unterschätzen, denn er hat was auf dem Kasten und wenn es drauf ankommt, lässt er sich kein X für ein U vormachen und weiß durchzugreifen, wie er mehrfach unter Beweis stellen muss.Beim Lesen habe ich mich anfangs an die Fernsehserie "Magnum" erinnert gefühlt, wo ja auch die Geschichte teilweise aus dem Off erzählt wird - so kam es mir hier auch vor: vorn sieht man, was geschieht, von hinten erzählt Ruben, wie es dazu kam.Im Hintergrund lauert, nicht nur bei Ruben, Kriegserfahrung: Kosovo, Afghanistan - eine verstörender als die andere, wenn man offenen Auges akzeptiert, was der Krieg teilweise aus Menschen macht.Der Lesefluss ist sehr gut, was anfangs vor allem am ungewöhnlichen Erzählstil und an der Neugier auf Ruben Rubeck liegt, im Verlauf der Handlung aber der reinen Spannung und Neugier auf die kommenden Ereignisse weicht.Mein einziger Kritikpunkt ist demnach auch, dass das Buch mit 240 Seiten viel zu schnell beendet war und ich hoffe inständig, dass wir Gregor Weber und gern auch Ruben Rubeck wieder lesen dürfen.

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  • Bullenstory

    Asphaltseele

    NiliBine70

    12. September 2016 um 08:12


  • Ruben Rubeck, Kriminalkommissar, Frankfurt

    Asphaltseele

    AngiF

    12. September 2016 um 07:54

    Dem 47jährigen Kriminalkommissar Ruben Rubeck kann man nicht nachsagen, dass er sehr ambitioniert seinen Beruf erfülle. Er tut, was er tun muss, aber keinen Handschlag mehr. Mit den meisten seiner Kollegen hat er es sich aufgrund seiner direkten und unverblümten Art bereits verscherzt. Auch sein Privatleben verläuft eher im Sande. Nach Feierabend sucht er regelmäßig seine Stammkneipe auf, die in seinem Revier dem Frankfurter Bahnhofsviertel liegt, zum Abendessen und Bier trinken, letzteres verzehrt er meistens zu viel. Einzige Abwechslung in diesem Trott bringt ihm seine Lieblings-Prostituierte Ina, die einzige, mit der er gerne seine Zeit verbringt, meist nur redend und dafür bezahlt er sie. Doch als er an diesem Abend die Kneipe „Schlabbekicker“ verlässt und sich auf den Weg zu Ina machen möchte, gerät er in eine Schießerei. Rubeck ist sicher nicht der sportlichste Kriminalist, doch schießen kann er. So rettet er auch die Situation und anwesende Passanten. Natürlich wird wegen dem Gebrauchs der Schusswaffe ein Verfahren eröffnet, das ist Routine. Aber Ruben hat sofort ein seltsames Gefühl, so als ob hier etwas gerade dabei ist, mächtig schief zu laufen ... Der Autor Gregor Weber hat mit Asphaltseele den ultimativen Thriller erschaffen. Seine Charaktere haben Tiefgang und sind exzellent durchstrukturiert, ihr Zusammenspiel ist als perfekt anzusehen. Die Schauplätze sind glaubwürdig und atmosphärisch dicht. Die dunkle Stimmung des Protagonisten Ruben Rubeck nahezu fühlbar. Den hoch gesetzten Spannungsbogen hält der Autor das gesamte Buch hindurch aufrecht. Das Tempo ist rasant und die Dinge nicht durchschaubar, ganz nach dem Geschmack von Thriller-Liebhabern wie mir. Von Herzen vergebe ich diesem Thriller seine wohlverdienten fünf von fünf möglichen Sternen und hätte gerne noch einen sechsten Stern zur Verfügung für „Klasse“, unbedingt empfehle ich es weiter an Leser, die gerne anspruchsvoll lesen. Gregor Webers Buch hat alles, was ein Thriller haben muss, einen erstklassigen Plot, einen Kommissar, der Ecken und Kanten hat sowie glaubwürdige Schauplätze und vor allem: Hochspannung. http://angisbuecherkiste.blogspot.se/2016/09/asphaltseele-von-gregor-weber.html

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