Gregor Weber Asphaltseele

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Inhaltsangabe zu „Asphaltseele“ von Gregor Weber

Ruben Rubeck — diesen Bullen sollten Sie sich merken! „Mein Name ist Ruben Rubeck. Ich wohne seit 15 Jahren in Frankfurt und bin hier genauso lange Bulle. Das Bahnhofsviertel ist mein Revier und meine Gegend. Viele denken, ich würde da wohnen, weil es bei mir für mehr nicht reicht, weil ich mich im Dreck wohlfühle und mit meinem Gesicht sowieso nirgends sonst eine Wohnung bekäme, aber das stimmt nicht. Ich hab’s einfach gerne nah zur Arbeit. Haha.” Mit seiner Lesung entführt GregorWeber seine Hörer in eine raue, spannende Wirklichkeit. (4 CDs, Laufzeit: 4h 36)

Mit dem hessischen Jargon mal ein anderer Ansatz, das Ende schwächelt... Spaß hatte ich trotzdem.

— KasiaJaeckel
KasiaJaeckel

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  • Hessischer Ermittler in der Krise

    Asphaltseele
    KasiaJaeckel

    KasiaJaeckel

    25. May 2017 um 20:47

    Es hörte sich witzig an, die Ankündigung auf dem Randomhouse Bloggerportal, da bin ich nämlich auf dieses kleine Hörbuch gestoßen. Im Originalton klang das so:„Mein Name ist Ruben Rubeck. Ich wohne seit 15 Jahren in Frankfurt und bin hier genauso lange Bulle. Das Bahnhofsviertel ist mein Revier und meine Gegend. Viele denken, ich würde da wohnen, weil es bei mir für mehr nicht reicht, weil ich mich im Dreck wohlfühle und mit meinem Gesicht sowieso nirgends sonst eine Wohnung bekäme, aber das stimmt nicht. Ich hab’s einfach gerne nah zur Arbeit. Haha.”Nein, im Ernst, dieser Ausschnitt trifft den Hauptcharakter von Asphaltseele ganz genau, ebenso wie den Gesamtstil des Hörbuches.Protagonist Ruben in KürzeRuben Rubeck, 47 Jahre alt, geschieden, ehemaliger Soldat und Kriminalkommissar in Frankfurt, wo er im Bahnhofsviertel Dienst tut. Macht keinen Hehl aus eigenen Alkohol- und Drogenexzessen, ebensowenig aus seiner Neigung zu Prostituierten.In der Auslöserszene gerät er nach mehreren Feierabendbier in seiner Stammkneipe zwischen zwei Fronten und erschiesst, wie sich später herausstellt, den Bodyguard einer osteuropäischen Gangster-Größe.Bei seiner Anhörung wegen des Schusswaffengebrauchs ist ein LKA-Beamter anwesend. Kommt Ruben gleich seltsam vor. Auch nachdem er zusammen geschlagen wird, taucht eben dieser LKA-Beamte, Nawrocki, wieder auf und will ihn übergangsweise abwerben und auf den kosovarischen Gangsterboss ansetzen, dem Kriegsverbrechen zugeschrieben werden, für die er nie zur Verantwortung gezogen werden konnte.Rubeck hat zu seiner Zeit als Soldat das Elend im Kosovo gesehen und fühlt sich verpflichtet, Nawrocki zu helfen. Bald ist jedoch nichts mehr wie es schein und er kann niemandem mehr trauen.HandlungssträngeMir hat es viel Spaß gemacht den Gedankengängen und auch den zuweilen recht vulgären Ausschweifungen von Ruben zu folgen. Auch die Platzierung der Rückblenden, durch die der Leser in den Erzählstrang Kosovo eingeweiht wird, war stets passend und erschliesst die Geschichte wunderbar Schritt für Schritt ohne zu langweilen.Lediglich die Auflösung ganz zum Schluss ist geschmackssache und ich hätte mehr Fantasie erhofft nach einem tollen Auftakt. Nun, ich mag auch nicht spoilern…Die Geschichte insgesamt lässt sich schwer in ein Genre ordnen. So ein richtiger Krimi ist es nicht, Thriller auch nicht. Der Begriff Roman trifft nicht zu. Ordnet es doch einfach in eine ganz individuelle Schublade selbst zu.Autor Gregor WeberZum Sprecher, also dem Autor selbst, möchte ich ausdrücklich Lob loswerden. Es ist überhaupt nicht selbstverständlich, dass Stimme, Inhalt und der Kopf, der alles ersonnen hat, so ideal zusammenpassen. Die hessische Mundart und die Betonungen der einzelnen Sätze/Ausdrücke, rauhe Stimmlage sind mehr als gelungen von Gregor Weber umgesetzt. Der deftige Umgangston unter den Kollegen hat mich (im Gegensatz zu einem kürzlich rezensierten UK Thriller Ragdoll) diesmal gar nicht gestört. Die markigen Sprüche gaben den Beziehungen Leben. Auch wenn man sich zurecht fragt, wie ein Polizist mit dermaßigem Hang zu illegalen Exzessen seinen Job behalten kann – ich persönlich fand es nicht überzogen.Was für ein Gesamtkunstwerk Gregor Weber ist, ist auch am Buchtrailer auf YouTube zu erkennen. Witzig finde ich, dass er auch als Schauspieler mit zahlreichen Tatortauftritten v.a. kriminalistisch unterwegs ist.Eine schöne Woche wünscht EuchEure Kasia

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    • 7
  • Der Showdown kam ein wenig plötzlich

    Asphaltseele
    santina

    santina

    06. May 2017 um 23:11

    Inhalt Ruben Rubeck war als Soldat im Kosovo. Zwischenzeitlich ist er 47 Jahre alt, geschieden und Kriminalkommissar in Frankfurt, wo er im Bahnhofsviertel Dienst tut. Nach mehreren Feierabendbier in seiner Stammkneipe gerät er auf dem Heimweg zwischen zwei Fronten und erschießt, wie sich später herausstellt, den Bodyguard einer osteuropäischen Milieu-Größe. Schon bei seiner Anhörung wegen des Schusswaffengebrauchs ist ein LKA-Beamter anwesend, darauf kann sich Rubeck zunächst keinen Reim machen. Doch nachdem er zusammengeschlagen wird, taucht eben dieser LKA-Beamte, Nawrocki, wieder auf und will ihn übergangsweise abwerben und auf den kosovarischen Gangsterboss ansetzen, dem Kriegsverbrechen zugeschrieben werden, für die er nie zur Verantwortung gezogen werden konnte. Rubeck hat das Elend im Kosovo gesehen und fühlt sich verpflichtet, Nawrocki zu helfen, doch er wird verfolgt und gerät in Lebensgefahr und plötzlich kann er niemandem mehr trauen, nicht einmal den eigenen Kollegen. Protagonist Ruben Rubeck wäre vermutlich der Letzte, an den man bei einer Imagekampagne für die Polizei denken würde, er trinkt und raucht zu viel, treibt dafür zu wenig Sport und seine Motivation hat auch schon bessere Zeiten erlebt. Sein Herz trägt er auf der Zunge, was ihm nicht immer die Sympathie der Kollegen einbringt, entsprechend ist er ein Einzelkämpfer. Der sehr lockere Schreibstil des Autors tritt insbesondere in der Sprache des Protagonisten deutlich hervor. Meine Gedanken zum Buch Es gibt zwei Handlungsstränge. Einer spielt im Kosovo zum Ende der 1990er Jahre und erzählt von einem Spezialkommando, das einen Einsatz hat, bei dem einiges schief geht. Im zweiten Handlungsstrang schreibt Gregor Weber über die Ereignisse in Frankfurt in der Gegenwart. Der Spannungsbogen war anfangs eher eine Wellenlinie, mal ging es ruhig zu, mal war es sehr spannend, zum Ende hin war die Geschichte gleichbleibend spannend, wobei mir der Showdown zu plötzlich kam und sicherlich war auch die eine oder andere Szene unrealistisch.

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  • Leider so gar nicht mein Fall

    Asphaltseele
    lord-byron

    lord-byron

    07. November 2016 um 19:48

    "Mein Name ist Ruben Rubeck. Ich wohne seit 15 Jahren in Frankfurt und bin hier genauso lange Bulle. Das Bahnhofsviertel ist mein Revier und meine Gegend. Viele denken, ich würde da wohnen, weil es bei mir für mehr nicht reicht, weil ich mich im Dreck wohlfühle und mit meinem Gesicht sowieso nirgends sonst eine Wohnung bekäme, aber das stimmt nicht. Ich hab's einfach gerne nah zur Arbeit. Haha."Mit seiner Lesung entführt Gregor Weber seine Hörer in eine raue, spannende Wirklichkeit.Ganz ehrlich? Mich konnte dieses Hörbuch so überhaupt nicht begeistern. Ich weiß nicht ob es daran liegt, dass das Hörbuch gekürzt ist, oder ob es einfach nicht meinen Geschmack trifft. Wir haben hier mal wieder einen Ermittler mit psychischen Problemen. Alleine das hat mir schon den Spaß an der Geschichte genommen. Rubeck säuft wie ein Loch, raucht wie ein Schlot treibt sich im Rotlichtviertel herum und sollte dringend mal einen Rhetorikkurs belegen.  Wenn man schon einen Kommissar mit hessischen Dialekt spricht, sollte man diesen auch beherrschen. Von der Geschichte ist auch nicht allzu viel hängen geblieben. Da hat mich wohl die Schnodderschnauze des Kommissars  zu sehr abgelenkt. Auch werden hier wieder sämtliche Klischees bedient und die Geschichte ist sehr vorhersehbar. Für mich war das auch kein Thriller sondern ein langsam dahinplätschernder Krimi. Ich denke, Liebhaber von Schimanski könnte das Buch vielleicht gefallen, mich hat es einfach nur genervt. Es tut mir unglaublich leid, aber ich kann nicht mehr als einen Punkt vergeben. Es gab für mich nichts positives, das ich hervorheben könnte. Ich hasse es, solche Bewertungen zu schreiben und es fällt mir auch sehr schwer, denn der Autor hat sich viel Arbeit gemacht und Herzblut in das Buch gesteckt und dann komme ich und mache das Buch runter. Aber was für einen Sinn machen Bewertungen, wenn man nicht ehrlich ist? Ich hoffe, ich kann das nächste Buch des Autors besser bewerten. Leider keine Leseempfehlung von mir. © Beate Senft                                   

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    • 8
  • Roter Himmel

    Asphaltseele
    walli007

    walli007

    24. October 2016 um 21:25

    Die Karriere des Polizisten Ruben Rubeck - sein Vater war etwas speziell - hat nie wirklich stattgefunden. Und nun fristet er sein Dienst in den weniger angesagten Vierteln Frankfurts. Nach einer Kneipentour auf dem Weg nach hause, erwischt Rubeck genau den einen Moment, in dem er die Möglichkeit hat, einen Menschen zu retten, der von zwielichtigen Gestalten beschossen wird. Natürlich schließt sich eine interne Untersuchung an die Ereignisse an. Mehr als erstaunt ist Rubeck jedoch als ein höherer LKA-Beamter an ihn herantritt und ihn bittet, eine Art Überwachung des angeschossenen Opfers zu übernehmen, der inzwischen im Krankenhaus angekommen ist. Was ist mit Ruben Rubeck passiert? Bevor er Polizist wurde, war er als Zeitsoldat im auch im ehemaligen Jugoslawien stationiert. Nicht immer leicht zu ertragen, sind die Erlebnisse in der Einheit. Aber das macht Rubeck nicht groß zum Thema. Auch wenn er als Polizist keine besonders auffälligen Leistungen bringt, ist er doch nicht unbeliebt auf der Wache und hat auch einigen Rückhalt bei den Kollegen. So langsam allerdings scheint sein Guthaben in die Nähe des Aufgebrauchtseins zu kommen. Und nun diese Sache mit der Schießerei. Doch da Rubeck offensichtlich in Notwehr und zum Schutz des Opfers gehandelt hat, wird die Sache nicht an die große Glocke gehängt. Und dann der Auftrag, was mag dahinter stecken, welches könnte das große Komplott sein? Wer zieht die Fäden? Der Lesung des Autors merkt man an, dass er Freude daran hatte, seinen Charakteren mit Betonungen und lokalen Ausprägungen der Sprachmelodie, jeweils eine eigene Stimme zu verleihen. Dadurch wirkt der Vortrag sehr lebendig und plastisch. Durch die verschiedenen Intonationen, die kurzen Sätze und die schnellen Szenenwechsel wird man fast des Atems beraubt. Doch in Andeutungen, Gedanken und Wünschen kommt auch die Emotion nicht zu kurz. Nur eine Kleinigkeit könnte man vermissen, der innere Zusammenhang. Da wecken Andeutungen und die verschiedenen Zeitebenen in denen die Handlung angesiedelt ist Erwartungen, die sich mitunter als trügerisch erweisen könnten.

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