Gregor Weber Feindberührung

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Inhaltsangabe zu „Feindberührung“ von Gregor Weber

Der erste Krimi des beliebten Saarbrückener Tatort-Kommissars Stefan Deininger Die Fallschirmjäger sind immer die ersten, die in Auslandseinsätze geschickt werden, die ersten, auf die geschossen wird, die zurückschießen, töten, getötet werden. Lars 'Bomber' Rems war einer von ihnen. Jetzt liegt der ehemalige Afghanistan-Kämpfer tot in seiner versifften Wohnung, elf Messerstiche in der Brust. Zunächst glaubt Hauptkommissar Grewe an Drogen, Suff, Milieu. Doch irgendwas stimmt daran nicht. Denn seit seiner Verwundung war Bomber nicht mehr auf Spur, berichten die Kameraden. Grewe spürt, dass es hier um mehr als einen Mord geht …

Spannend und einfühlsam geschriebenes Buch zu einem wichtigen Thema.

— LisbethR
LisbethR

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  • Rezension zu "Feindberührung" von Gregor Weber

    Feindberührung
    Karr

    Karr

    07. September 2011 um 16:28

    Gregor Weber lässt sich nicht auf die schnellen Schuldzuweisungen ein, wenn es darum geht, Gründe für Verbrechen und Kriminalität zu finden, er fällt auch nicht auf die gängigen Krimi-Klischees herein. Er geht seinen eigenen Weg - und das Ergebnis ist einer der aufregendsten Krimis der Saison. "Feinberührung" ist ein Polizeiroman, der Maßstäbe setzt - was dieSorgfalt angeht, mit der hier Polizeiarbeit geschildert wird und was die Entwicklung der Geschichte angeht. Schauplatz ist eine namenlose Großstadt - ungewöhnlich genug in Zeiten des Regionalkrimi. "Bomber Rems" ist ermordet worden, ein heruntergekommener, unterschenkelamputiertet Afghanistan-Rückkehrer, der offenbar die Kurve nicht mehr gekriegt hat. Kommissar Grewe und seine Kollegin Theresa Swoboda ermitteln ind em fall schnell, dass "Bomber Rems" offenbar zu der Rockgang der SKULLS, zu denen er mal gehört hat, immer noch gute Kontakte hatte und wohl für sie über seine alten Afghanistan-Kontakte Drogen ins Land geschmuggelt hat. Doch es gibt auch noch eine zweite Spur, der die beiden Polizisten nachgehen müssen - die führt direkt zur Bundeswehr. Autor Gregor Weber ist kein Unbekannter in der Krimiszene - zumindest als Schauspieler: er verkörperte den Kollegen von Kommissar Palü und aktuell von Kommissar Kappl in den TATORT-Filmen des Saarländischen Rundfunks. Als Krimi-Autor liefert Gregor Weber hier ein Debüt, das sich gewaschen hat: unglaublich dicht erzählt, unglaublich spannend und so voller echter, lebensnaher Charaktere, dass es unmöglich ist, das Buch zur Seite zu legen, ehe man die letzte Seite gelesen hat. Dazu kommt - Gregor Weber lässt sich nicht auf die schnellen Schuldzuweisungen ein, wenn es darum geht, Gründe für Verbrechen und Kriminalität zu finden, er fällt auch nicht auf die gängigen Krimi-Klischees herein. Er geht seinen eigenen Weg - und das Ergebnis ist einer der aufregendsten Krimis der Saison.

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  • Rezension zu "Feindberührung" von Gregor Weber

    Feindberührung
    Phil Decker

    Phil Decker

    29. August 2011 um 12:10

    Die Rückblenden nach Afghanistan und die Kriminalgeschichte insgesamt sind für einene Erstling sehr gelungen. Die drehbuchartige Kommunikation der Polizisten untereinander und der etwas flache Humor haben mich etwas irritiert. Auch die Figur Grewe fand ich arg widersprüchlich, aber ausbaufähig. Bin mal gespannt auf den Nächsten.

  • Rezension zu "Feindberührung" von Gregor Weber

    Feindberührung
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    18. July 2011 um 07:53

    Gregor Weber dürfte vielen Krimiliebhabern als saarländischer Tatort-Kommissar Stefan Deininger bekannt sein. Nun hat er seinen ersten Kriminalroman geschrieben, und das hat er richtig gut gemacht. In „Feindberührung“ setzt er sich mit einem sehr brisanten Thema auseinander. Was kann unseren Bundeswehrsoldaten geschehen, die an Leib und Seele verletzt aus dem Hindukusch in die Heimat zurückkehren? Lars Rems, der beinamputierte Fallschirmjäger, findet trotz tatkräftiger Unterstützung seiner Kameraden nicht in das bürgerliche Leben zurück, rutscht in die Kriminalität ab und bezahlt schlussendlich mit seinem Leben. In der fiktiven süddeutschen Garnisonsstadt, wo Rems erstochen aufgefunden wird, ermittelt nun das Polizistenduo Hauptkommissar Grewe und seine Assistentin Therese Swoboda in dem Mordfall. Weber verpackt seine durchaus kritische Gesellschaftsanalyse in eine spannende Geschichte, die er nüchtern, kenntnisreich, gradlinig und mit Tempo, aber immer mit dem richtigen Timing für “Action“ und Reflexion, erzählt. Die Erzählstruktur des Buches wird durch die klar abgegrenzten Kapitel stark filmisch geprägt und animiert zum zügigen Lesen. Und auch die Sprache erinnert eher an Tatort-Dialoge, passt aber sehr gut zu der Krimihandlung und dem beschriebenen Bundeswehrmilieu. Falls sich ein Sender der ARD vielleicht doch einmal entschließen sollte, diesen Krimi zu verfilmen, würde mit Sicherheit eine Tatort-Folge der besseren Art daraus.

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  • Rezension zu "Feindberührung" von Gregor Weber

    Feindberührung
    hebersch

    hebersch

    17. July 2011 um 18:08

    Klasse, was der Schauspieler und Autor hier mit seinem ersten Roman erzählt. Ermittler Grewe und Assitentin Therese ermitteln im Fall des ermordeten, invaliden Afghanistanverterans und früheren Fallschirmjäger "Bomber" Rembs. Was zun#chst wie der Rachefeldzug einer Rockergruppe aussieht, wird nach und nach zu einem Verbrechen in Zusammenhang mit dem Einsatz deutscher Truppen in Afghanistan. Spannende Handlung, ein sympathisches Ermittlerteam und eine gelungene Dramaturgie machen Lust auf weitere Krimis um Hauptkommisar Grewe, den Mann mit Ecken und Kanten.

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  • Rezension zu "Feindberührung" von Gregor Weber

    Feindberührung
    RalfderPreusse

    RalfderPreusse

    05. June 2011 um 10:24

    Eigentlich mißtraue ich ja Büchern, die von Schauspielern verfasst werden, die plötzlich ein schriftstellerisches Talent entdecken. Aber dieser Krimi hat mich angenehm überrascht. Vor dem Hintergrund einer Mordermittlung zeigt das Buch, was der Krieg in Afghanstan aus den dort im Einsatz befindlichen deutschen Soldaten machen kann, nämlich nicht nur Tote und Verstümmelte sondern auch lebende Zeitbomben. Auch die Folgen für Angehörige und Freunde kommen nicht zu kurz. Und hier schreibt kein linker Spinner, sondern ein Mann, der der Bundeswehr nicht unkritisch, aber durchaus wohlwollend gegenübersteht. Vielleicht werde ich das Buch in 10 Jahren nicht mehr so positiv beurteilen. Aber es ist das richtige Buch zur aktuellen Lage in Afghanistan. Literaturempfehlung für Frau Merkel und die anderen Politiker, die unsere Soldaten in einem längst sinnlos gewordenen Krieg verheizt.

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  • Rezension zu "Feindberührung" von Gregor Weber

    Feindberührung
    michael_lehmann-pape

    michael_lehmann-pape

    Hervorragender Krimi eines Tatort Kommissars Vor allem bekannt ist Gregor Weber aus dem Saarbrücker Tatort, in dem er den Hauptkommissar spielt. Zudem steht er, was wohl weniger bekannt ist, im Rang eines Stabsunteroffiziers der Reserve. Beide Elemente sind durchaus von Bedeutung für den nun ersten Kriminalroman, den Weber vorlegt. Denn einerseits erinnert der Stil des Buches durchaus an die strukturierte Form eines Films in klar abgegrenzten Kapiteln und einer ebenso klar erkennbaren Spannungskurve, zudem bietet Weber, wie in den Tatorten üblich, ein Ermittlerpaar auf. Inhaltlich siedelt Weber den Ursprung und die Quelle seines Kriminalfalles in der Bundeswehr an, genauer in der Person eines zum Krüppel gewordenen Fallschirmjägers, eine durchaus als „Elite“ zu kennzeichnende Truppe, innerhalb derer jener Lars Rems ein Vorzeigesoldat gewesen ist was Physis und Einsatzbereitschaft anging. Eine Intensität in der Person und der inneren Haltung, die Lars Rems auch nach dem Verlust beider Beine nicht verliert, die ihn aber nun, da er diese nicht mehr konstruktiv im Rahmen seiner „Berufung“ ausführen kann, zu einer Gefahr werden lassen. Selbst nach seiner Ermordung noch. Hauptkommissar Grewe, ein überzeugter Familienmensch und dennoch nicht ab von der Welt und Kommissarin Therese Swoboda, Single, übernehmen die Ermittlungen. Einen besonderen Reiz dieser „Buddy“ Version macht aus, dass beide für die Reize des anderen durchaus empfänglich sind (aber zumindest Grewe dabei die Haltung zu bewahren weiß). Jene Szene, in der Therese doch einmal die Hüllen fallen lässt und die Luft plötzlich bei aller langjährigen Vertrautheit der beiden Ermittler zu flirren beginnt, mag durchaus als exemplarisch für den Stil und die emotionale Dichte gelten, die Weber in den Raum setzt. Wunderbar erotisch beschrieben ohne stillos zu werden, die innere Ebene beider ebenso offen legend wie ein genaue körperliche Beschreibung, Weber versteht es, den Leser quasi in den gleichen Raum hinein zu ziehen, in dem seine Protagonisten handeln. Das ganze Buch ist dabei in hohem Tempo erzählt, ohne große Ecken und Kanten, legt dafür aber besonderen Wert auf die Hintergründe der Geschehnisse und der beteiligten Personen. Die Spuren, welche die Kampfeinsätze bei den Soldaten hinerlassen haben, vor allem die inneren Spuren, werden von Weber intensiv vor Augen geführt und bilden im Gesamten einen wichtigen Teil des Erklärungsmusters dessen, was geschieht (und das nicht nur in Bezug auf das Verhalten des Elitesoldaten Rems und seine Ermordung). Wie überhaupt Weber von dem, worüber er schreibt, durchaus Kenntnisse nachweist. Nicht umsonst fließen sicherlich Hintergründe seiner eigenen Rolle als Hauptkommissar in die Figur Grewes ein, klar erkennbar ist, dass er in Tonfall und Umgangsformen, aber auch in den alltäglichen Abläufen die Bundeswehr von innen her aktuell gut einzuschätzen vermag. Auch gelingt es Weber, in der Aufklärung des Mordes durchaus überraschende Akzente zu setzen.. Mehr als solide legt Gregor Weber einen überzeugenden Kriminalroman vor, der, würde er verfilmt werden, zu einem „Tatort“ der besten Art sich entfalten würde. Nüchtern, sachlich und dennoch mit Intensität und emotionaler Tiefe der Figuren ein überzeugendes Buch.

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