Gregor Weber Krieg ist nur vorne Scheiße, hinten geht’s!

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Inhaltsangabe zu „Krieg ist nur vorne Scheiße, hinten geht’s!“ von Gregor Weber

Gregor Weber will wissen, wie sich das anfühlt. Der ehemalige Tatort-Kommissar lässt sich von der Bundeswehr reaktivieren, macht über Monate die gesamte Einsatzvorbereitung mit und zieht in den Krieg. Wir müssen Geduld haben, hier in unserem »Fuchs«, der auf der Strecke steht und nicht weg kann. Aus dem heraus wir mit einer Bordwaffe schießen können. Wir können auch aussteigen und den Kampf zu Fuß aufnehmen. Oder wegrennen. Oder gegrillt werden, wie sie in den Hollywoodfilmen immer so cool sagen. Ich schaue nach links in die Tiefe und nach rechts. Alles friedlich. Wirklich? Ich bin freiwillig hier. Ich wollte es wissen. Ist es das jetzt? Ist das jetzt mein Krieg?

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  • Ein Reservist in Afghanistan

    Krieg ist nur vorne Scheiße, hinten geht’s!
    Buecherspiegel

    Buecherspiegel

    31. August 2014 um 19:06

    Ein herausragender Erzählstil ist das A und O eines jeden guten Buches. Wenn dann noch dieses Gespür übermittelt werden kann, dass es sich nicht um Fiktion, sondern um tatsächlich selbst Erlebtes handelt, dann wird aus einem Lesevorgang etwas Besonderes. Es kann etwas bewirken, Meinungen und Sichtweisen verändern, Menschen beeinflussen in ihrem handeln und tun. So kann es einem gehen, wenn man das Buch von Gregor Weber: Krieg ist nur vorne Scheiße, hinten geht’s, ein Selbstversuch, liest.  Wie kommt er nun dazu, als Reservist in den Krieg ziehen zu wollen? Und das nur, um für einen Roman zu recherchieren? Gregor Weber hat bereits seinen Wehrdienst geleistet, wie er uns erzählt, all das Geschrei von Vorgesetzten mitgemacht. Aber wie ist das Heute? Nach Jahren der ersten Auslandseinsätze der Bundeswehr? Nachdem auch Frauen ihren Dienst leisten können? Unser Autor wollte das am eigenen Leib erspüren, nahm Kontakt auf, konnte an so mancher Übung  teilnehmen, frieren, schwitzen und Kameradschaft erleben. Wie das alles seine Familie aufgenommen hat, ist einfach nur herrlich an den entweder einem oder beiden hochgezogenen Augenbrauen seiner Ehefrau nachzuempfinden. Der Wille aber, im nicht gerade besten Soldatenalter und auch nicht gerade fit, tatsächlich nach Afghanistan zu gehen, um zu sehen, wie es für unsere Soldaten und Soldatinnen so ist, sich auf diese Art eine Meinung zu bilden, ist ein langer Reifeprozess. Nicht jeder ist dafür geeignet, Gregor Weber hat aber für sich eine Nische gefunden, die es ihm ermöglicht hat, genau das zu tun. Als Pressefeldwebel; und es ist gut gegangen. Seinen Beobachtungen wird sicher mehr Gewicht gegeben dadurch, dass er als Tatortkommissar einer breiten Öffentlichkeit und als Autor anderer Bücher bekannt ist. Und das ist gut so. Er berichtet uns von den Soldaten, wie sehr sie sich von der Öffentlichkeit im Stich gelassen fühlen, allein gelassen mit ihren Erlebnissen, die teilweise Grauen erregend gewesen sind. Und auch die Hilflosigkeit, wo sie doch Schulen und Brunnen bauen, den Menschen vor Ort zeigen, wie sie sich besser Verteidigen können, durch den Aufbau von Infrastruktur ein besseres Leben führen könnten. Wie groß muss jetzt das Entsetzen bei unserem Autor und all den Soldaten, die in Kunduz gewesen waren, sein, als sie erfahren mussten, dass die Gegenseite in einem ehemaligen Bundeswehrcamp ihre Flagge gehisst hat?

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  • Offene Worte, aber was soll der reißerische Titel?

    Krieg ist nur vorne Scheiße, hinten geht’s!
    mcallonnec

    mcallonnec

    25. August 2014 um 18:49

    Autor und Ex-Schauspieler Gregor Weber (Familie Heinz Becker: Stefan, SR-Tatort: Kommissar Deininger) schildert seinen zeitlich begrenzten Eintritt in die Bundeswehr als Reservist und Pressefeldwebel in Afghanistan. Zunächst die Vorbereitung, Lehrgänge, etc. Dann der eigentliche Einsatz, aus dem er unbeschadet nach Deutschland zu seiner Familie zurückkehren kann. Weber gibt Einblicke in die Bundeswehr und speziell in die Situation der Soldaten in Afghanistan, dabei durchaus glaubwürdig, immer sich einsetzend für die besonderen Leistungen, die deutsche Soldaten während dieses schwierigen Einsatzes erbringen. Nur der Titel ist dämlich.

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  • eBook Kommentar zu Krieg ist nur vorne Scheiße, hinten geht's! von Gregor Weber

    Krieg ist nur vorne Scheiße, hinten geht’s!
    OG  d. R. Johannes Klees

    OG d. R. Johannes Klees

    09. August 2014 um 22:56 via eBook 'Krieg ist nur vorne Scheiße, hinten geht's!'

    Sehr gutes Buch da ich auch schon die Überlegung hatte in Einsatz nach Afghanistan zu gehen und auch auf Missverständnise in meinem Umfeld gestossen bin weil es Niemand Verstanden hat.