Gregory Hughes Den Mond aus den Angeln heben

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Inhaltsangabe zu „Den Mond aus den Angeln heben“ von Gregory Hughes

Bobs Schwester, die Ratte, ist das tollste Mädchen in ganz Kanada. Wenn sie den Fußball durch den Präriegarten dribbelt, ist sie so glücklich wie sonst niemand. Wenn sie aristokratisch spricht, klingt sie wie der größte Snob bei der BBC. Und wenn sie etwas voraussagt, dann tritt es auf jeden Fall ein. Nur wenn der Rapper Iceman im Fernsehen kommt, ist die Contenance der Ratte futsch. Dann biept sie, was das Zeug hält. Denn geflucht wird nicht. Doch von einem Tag auf den anderen müssen Bob und die Ratte ihr Zuhause verlassen - die Frank-Sinatra-Songs zum Aufstehen, ihr Boot am Fluss, Bobs angebetete Lehrerin Miss Gabriela Felipe Méndez, ihren Freund Harold. Und die beiden Waisenkinder aus der Prärie machen sich auf einen verwegenen Roadtrip - quer durch Kanada und bis nach New York.

Leider war der Schreibstil nicht wirklich meins, ich bin nicht weiter gekommen... Habe es abgebrochen

— Ein LovelyBooks-Nutzer

Mein absolutes Lieblingsbuch ! Witzig , schräg , mitreißend und wunderschön. Man muss Bob und Marie Claire einfach in sein Herz schließen ❤

— Framaki

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  • Rezension zu "Den Mond aus den Angeln heben" von Gregory Hughes

    Den Mond aus den Angeln heben

    Jetztkochtsie

    05. August 2012 um 08:11

    Das Buch beginnt wirklich toll. Ein wirklich gelungener Schreibstil, tolle Charaktere, ein schönes Setting mitten in Kanada, Indianer und eine etwas schräge Familie. Wäre es so weiter gegangen, wäre das Buch schon allein wegen der Ratte für mich eines der Jahreshighlights geworden. Das kleine Mädchen ist herrlich schräg und respektlos. Dummerweise startet dann eine Flucht quer durch Kanada und Nordamerika bis nach New York und diese Flucht eben konnte mich für ein Jugendbuch so gar nicht begeistern. Ja, auch hier stimmt der Stil noch, die Figuren bleiben toll gezeichnet, aber die Geschichte nimmt für mich Wendungen, die ich in einem Jugendbuch einfach nicht gutheißen kann. Abgesehen davon, daß die Ratte jeden als Pädophilen beschimpft, der nicht schnell genug aus dem Weg geht und den Lesern suggeriert wird, daß es durchaus in Ordnung ist, vor dem Kinderheim zu fliehen, mitten in New York in einem Park zu schlafen und dass die meisten Gangster und fiesen Typen eigentlich ganz nett sind, wenn man ihnen nur eine Chance gibt, daß Selbstjustiz in manchen Fällen ganz ok ist und in Kinderheimen nur böse Menschen und Pädophile arbeiten. Dieser Schwachsinn hat mir das ganze Buch verdorben, da konnte auch der begeisterte Eindruck zu Beginn des Lesens nichts mehr retten. Diese Botschaft ist einfach nur fragwürdig und aus meiner Sicht für kindliche Leser ganz klar ungeeignet, da sie ein völlig falsches Bild der Wirklichkeit abgibt. Ich habe wirklich keine Ahnung, was der Autor sich dabei gedacht hat, aber vermutlich nicht viel. Mich stört es deutlich, abgesehen davon, daß mir das Ende auch überhaupt nicht gefiel, weil es nicht zur sonstigen Stimmung des Buches paßte. Und obwohl es ein wirklich berührender Text ist und ich sonst immer bei solchen Texten weine, war ich hier über die ein oder andere Wendung so entsetzt, daß ich ausnahmsweise mal nicht in Tränen zerfloß. Von mir ganz klar keine Leseempfehlung für Kinder.

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  • Rezension zu "Den Mond aus den Angeln heben" von Gregory Hughes

    Den Mond aus den Angeln heben

    Ritja

    29. April 2012 um 15:34

    Chaotisch, laut und leise, skurril und verwirrend und irgendwie anders, aber gut und manchmal auch traurig...so erschien mir die gemeinsame Reise mit Ratte und Bob. Ratte heißt eigentlich Marie Claire und lebt mit ihrem Bruder (Robert=Bob) in Kanada, genauer Winnipeg. Sie liebt diese Stadt, die Menschen um sie herum und alle lieben und mögen Ratte. Sie ist laut und überdreht, spielt Fußball genauso gut wie Theaterstücke, spricht französisch und spanisch und kann ihren Bruder immer wieder um den Finger wickeln. Doch dann stirbt ihr geliebter Vater und sie begeben sich auf die Suche nach ihrem Onkel Jerome in New York. Sie wissen, dass er ein erfolgreicher Drogendealer sein soll und wollen nun in der Bronx und in anderen weniger guten Stadtteilen NY nach ihn suchen. Sie treffen dabei auf viele herrlich skurrile, aber liebenswerte Charaktere wie den Zigarrenschmuggler Joey und den Gauner Tommy. Mit allen schließen sie Freundschaft...besonders Ratte schafft es, sie in ihren Bann zu ziehen. Und dann trifft sie noch auf ihr Idol - Iceman, ein Rapper. Seine Lieder biept (fluchen darf sie nicht) sie mit Vorliebe laut mit. Trotz aller Freundschaften und Abenteuer verlieren sie nicht ihr Ziel aus den Augen und als es fast schon zu spät ist, bekommen sie eine heiße Spur. Wild, laut und fantasiereich ist die Geschichte, nicht immer realistisch und doch mit einem typischen Ende oder fast typischen Ende. Man folgt den Figuren gern durch die Geschichte. Man bleibt am Ball, wenn es brenzlig wird und atmet durch, wenn die Gefahr gebannt ist und freut sich mit den Charakteren über die kleinen und großen Erfolge und muss immer wieder schmunzeln über die manchmal dreist-frechen Antworten von Ratte.

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  • Rezension zu "Den Mond aus den Angeln heben" von Gregory Hughes

    Den Mond aus den Angeln heben

    Träumerin

    15. December 2011 um 23:17

    Ratte, Bobs Schwester, kann alles: sie spricht aristokratisch, spielt Fußball, tritt in der Schulaufführung von Romeo und Julia auf und ist besonders bei den französisch stämmigen Bewohnern bekannt und beliebt. Sie kann die Zukunft vorhersagen und braucht eigentlich niemanden, außer wenn sie einen ihrer Anfälle hat, aber dann passen Bob und sein Vater auf sie auf. Doch als er stirbt, sind die Ratte und Bob alleine. Was also tun? Ganz eindeutig für die Ratte: nach New York durch schlagen und dort den Bruder ihres Vaters finden und bei ihm leben. Doch wie gelangen zwei Kinder über eine Grenze und in den gefährlichen Großstadtdschungel ohne sich zu verlieren? Eine Geschichte voller Eigenheiten und komischen Situationen, mit vielen schrägen Charakteren, die auf den ersten Blick so ganz anders wirken als sie tatsächlich sind und zwei Hauptfiguren, die für einander einstehen und ihren Weg gehen. Hebt sich von der Masse an "Gute-Laune-Geschichten" in soweit ab, dass trotz trauriger Elemente, die Geschichte sehr authentisch wirkt.

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  • Rezension zu "Den Mond aus den Angeln heben" von Gregory Hughes

    Den Mond aus den Angeln heben

    Karin1970

    24. September 2011 um 14:13

    Als der Vater stirbt, machen sich die Kinder Marie Claire und Bob auf eine seltsame Reise von Winnipeg nach New York auf. Sie suchen dort nach ihrem einzig verbliebenen Verwandten, dem Bruder ihres Vaters – Onkel Jerome. Dieser Onkel soll Drogendealer und Schuld an dem mysteriösen Tod der Mutter sein. Trotzdem wollen sie ihn suchen, um bei ihm zu wohnen, damit sie nicht ins Heim müssen. Somit beginnt ein skurriler Road-Trip. Die 10jährige Marie Claire wird auch „Ratte“ genannt. Sie hat diesen Spitznamen von den Ureinwohnern Winnipegs: „Washashnoons“, was so viel bedeutet wie kleine Ratte. Sie hat übersinnliche Fähigkeiten und kann Ereignisse prophezeien. So hat sie zum einen den Tod des Vaters und die Reise nach New York voraus gesehen. Der zwei Jahre ältere Bob ist eher ein stille Beobachter und muss seine Schwester immer wieder auf den Boden der Realität holen. Das kuriose und haarsträubende Abenteuer der Reise wird gewürzt mit skurrilen Protagonisten wie den Zigarrenschmuggler Joey, dem Straßengangster Tommy und dem Rapper Icemann. Alle diese Gangster sind herzensgute Menschen und begleiten die Kinder bei der Suche nach dem Onkel. Joey bringt die Kinder über die Grenze und mit Tommy verdienen sie Geld auf der Straße. Bei Icemann wohnen sie sogar ein paar Tage. Die Suche bleibt aber vorerst erfolglos und dann wird Marie Claire von der Polizei aufgegriffen und von da an beginnt eine aberwitzige Befreiungsaktion. Der Autor Gregory Hughes hat hier den Mut gehabt ein etwas anderes Kinderbuch zu schreiben, das aber gleichermaßen von Erwachsenen gelesen werden kann. Die Geschichte der beiden Kinder ist witzig und traurig zugleich. Sie ist originell und bewegt den Leser. Und trotz vieler unrealistischen und praktischen Zufälle ist die Geschichte spannend zu lesen. Und ich kann jedem nur empfehlen, sich mit Marie Claire und Bob auf eine sonderbare Reise zu machen. Gregory Hughes wurde in Liverpool als achtes von neun Kindern geboren. Er flog mit 14 Jahren von der Schule und kam in ein Heim für schwer erziehbare Jungen. Dort verbrachte er eine - wie er selbst sagt - glückliche Zeit. Nach der Uni reiste er in der Welt herum und arbeitete in allen möglichen Jobs, z.B. in einer Imbissbude und auf einer Fischfarm. Er lebte in Kanada, in den USA und in Skandinavien. "Den Mond aus den Angeln heben", sein Debütroman, hat den Booktrust Teenage Prize gewonnen und ist für die Carnegie Medal nominiert.

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  • Rezension zu "Den Mond aus den Angeln heben" von Gregory Hughes

    Den Mond aus den Angeln heben

    Buchhandlung_Schmitz_Junior

    20. September 2011 um 20:48

    »Mir ist sowieso egal, ob ich verrückt bin«, sagte sie. »Weil ich nämlich glücklich bin. Und ich bin lieber glücklich und verrückt als nicht verrückt und traurig.« »Warum versuchst du nicht einfach, glücklich und normal zu sein?« »Das ist zu viel verlangt, Bob.« Bob und seine Schwester Ratte sind Waisen und ganz alleine auf dem Weg von Kanada nach New York… Bob ist fast dreizehn, seine Schwester Marie Claire, von allen aber Ratte gerufen, zehn, als ihr Vater stirbt und die beiden als Waisen zurücklässt. Einziger Hoffnungsschimmer ist ein Onkel, von dem sie lediglich den Namen kennen und von dem erzählt wird, dass er sein Geld in New York mit Drogen verdient. Wenn sie ihn finden und er bereit wäre, die beiden Kinder aufzunehmen, würde ihnen das Waisenhaus erspart bleiben. Und ins Waisenhaus und das eventuell auch noch getrennt, das wollen Ben und Ratte auf gar keinen Fall! So machen sich die beiden auf, ihren Onkel in der fernen Großstadt zu suchen. Kein leichtes Unterfangen, wie sie schnell feststellen müssen. Behilflich bei ihrer Suche sind ihnen Kleinkriminelle und ein bekannter Rapper. Nicht unbedingt der beste Umgang für zwei Kinder, aber mit ihrer optimistischen, charmanten und frisch-frechen Art wickelt Ratte wirklich jeden um den Finger… Gregory Hughes hat mit »Den Mond aus den Angeln heben« ein wunderbar warmherziges und außergewöhnliches Buch geschrieben. Ben und Ratte – so unterschiedlich sie sind, schließt man beim Lesen sofort ins Herz. Ben, der Ältere und Besonnenere, der aber in allem auf seine kleine und weise Schwester vertraut. Und Ratte, die immer voller Tatendrang steckt, sich und andere öfter mal in missliche Situationen bringt, die aber dank ihres unglaublichen Selbstvertrauens und schauspielerischen Talents auch immer einen ganz eigenen Ausweg daraus findet! Traurig, tragisch, wunderschön, komisch, spannend, abenteuerlich… Kurz: Eine ganz und gar besondere Geschichte! Ab 12 (Sandra Rudel)

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  • Rezension zu "Den Mond aus den Angeln heben" von Gregory Hughes

    Den Mond aus den Angeln heben

    R-E-R

    09. September 2011 um 22:42

    Die Wortkreation “Wunderwuzzi” stammt aus Österreich und bezeichnet einen Menschen der unmögliches schafft. Jemand der über scheinbar magische Fähigkeiten verfügt. So ein Mensch ist Marie Claire, die Heldin aus Gregory Hughes Roman “Den Mond aus den Angeln heben”. Das tut sie im Roman zwar nicht, dafür bringt sie die Stadt New York aber mühelos durcheinander. Marie Claire und ihr Bruder Robert leben mit ihrem Vater John in Kanada. Die Mutter ist unter mysteriösen Umständen gestorben. Die ehemalige Farm am Rand der Prärie von Winnipeg ist stillgelegt. Die Familie lebt von der staatlichen Hilfe und selbstangebauten Gemüse. Der Vater, ein Trinker, kümmert sich trotz seiner Sucht liebevoll und fürsorglich um seine Kinder. Als diese am Beginn der großen Ferien nach Hause zurückkehren finden sie ihn tot in der Küche. Mit Hilfe ihrer Freunde aus dem Reservat der Ureinwohner begraben die Kinder ihn im Garten um nicht die Behörden auf seinen Tod aufmerksam werden zu lassen. Sie befürchten in ein Heim gesteckt zu werden. Einziger lebender Verwandter ist der Bruder des Vaters. Onkel Jerome der in New York lebt. Sie machen sich auf die Suche nach dem finsteren Mann mit der Narbe, von dem sie nur ein Foto haben. Er soll ein Drogendealer sein und ihre Mutter auf dem Gewissen haben. “Ich sah ihr an, dass sie besorgt war. Ich wollte auch nicht ins Heim oder zu Pflegeeltern, aber wenn ich es musste, hätte ich es gekonnt. Die Ratte nicht. Sie brauchte sehr viel Raum um ihre Verrücktheiten auszuleben.” Die Ratte ist Marie Claire, nach dem Namen den die Ureinwohner ihr gegeben haben. Washashnoons was soviel bedeutet wie kleine Ratte. Marie Claire ist ein hinreißendes Temperamentbündel, mit einigen Absonderlichkeiten. Sie hat die Fähigkeit bestimmte Dinge vorherzusehen und verfügt scheinbar über einen siebten Sinn, der sie vor allem nach ihren epileptischen Anfällen allerlei Vorahnungen äußern lässt, die sich dann meistens bewahrheiten. Den Tod des Vaters hatte sie vorausgesehen, wie auch die Flucht nach New York. Es ist diese leicht übersinnliche Note, die der Geschichte eine besondere Spannung verleiht. Ebenso wie die haarsträubenden und abenteuerlichen Erlebnisse der Kinder in der amerikanischen Metropole. Der Autor lässt seinen Erzähler Robert sehr einfühlsam berichten. Stimmungen, Bilder und Figuren sind anschaulich dargestellt. Der Zigarrenschmuggler Joey, der Straßengangster Tommy, der erfolgreiche Rapper Iceman. Die Ratte eint die unterschiedlichsten Charaktere allein durch ihren Charme und ihre mitreißende Offenheit. Natürlich hilft ihr dabei ihre Fähigkeit vom Auge gleichsam ins Herz eines jeden sehen zu können und so auf den ersten Blick zu erkennen wer gut und böse ist. Robert der stille, poetische Beobachter macht sich seine eigenen Gedanken dazu, was die Handlung perfekt abrundet. Das Buch bietet aber noch etwas anderes. Einen unverstellten Blick auf das Wesen der Dinge. Wenn die Kinder ihren Vater mit Hilfe der Ureinwohner zu Hause im Garten zu Grabe tragen, wird der Tod als Teil des Lebens ganz selbstverständlich dargestellt. Als Robert in der Dusche eines New Yorker Schwimmbades einem obdachlosen ein Tütchen Shampoo schenkt und dieser ihm daraufhin anbietet Asyl in seiner Unterkunft am Harlem River anbietet, ist dies Mitmenschlichkeit in ihrer ureigensten Form. Hughes hat ein Händchen für die Beschreibung derartiger Situationen, was vielleicht auch daran liegt, dass er in seiner bewegten Vita ebenfalls viel erlebt hat. Und so ist sein Buch nicht nur ein spannendes Lesevergnügen sondern vor allem ein Plädoyer für Freundschaft, Loyalität und den Mut an den eigenen Träumen festzuhalten.

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  • Rezension zu "Den Mond aus den Angeln heben" von Gregory Hughes

    Den Mond aus den Angeln heben

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    07. September 2011 um 08:20

    Zum Inhalt: Nach dem plötzlichen Tod ihres Vaters fürchten die Geschwister Bob und Marie-Claire, oft auch einfach nur „Ratte“ genannt, in ein Heim gesteckt zu werden. Ihre einzige Hoffnung ist ihre in New York lebender Onkel Jerome. Allerdings wissen sie nichts über ihn, außer, dass er Drogendealer ist. Nicht gerade viel, wenn man in einer Millionenstadt als Kind einen einzelnen Mann sucht. Doch zum Glück gibt es in dieser Welt nicht nur Pädophile – die, die Ratte übrigens abgrundtief hasst -, sondern auch Menschen, die ihnen helfen. Und so beginnt für die beiden ein einzigartiges Abenteuer. . Charaktere: Bob und Marie-Claire sind zwei Charaktere, die mir sofort ans Herz gewachsen sind. Ratte ist für ihre 10 Jahre schon unheimlich intelligent und selbstbewusst. Außerdem ist sie mit ihrer quirligen und lebhaften Art sehr liebenswert und sehr nervig, würde Bob sagen. Doch er liebt seine kleine Schwester so, wie es wohl nur ein großer Bruder vermag. Er würde alles für sie tun sorgt sich gut um sie. Bob ist auch eher ein ruhiger Typ, der, obwohl er erst 12 – fast 13 – Jahre alt ist, schon sehr reif wirkt. Mit diesen Geschwistern gibt es auf ihrem Roadtrip von Kanada nach New York jedenfalls immer wieder Neues zu entdecken und zu lachen. . Schreibstil: Gregory Hughes Schreibstil ist leicht und flüssig zu lesen. Er schafft es mit immer wieder neuen und unerwarteten Wendungen in der Geschichte, den Leser vollkommen zu bannen. Der Autor beschreibt nicht nur die Charaktere genau und bis ins letzte Detail, auch die Handlungsorte werden ausreichend genug dargestellt. Dass Bob der Erzähler der Geschichte ist, ist nochmals ein großer Pluspunkt fürs Buch. So erfährt man auch viel aus der Vergangenheit der Geschwister und hat insgesamt einen besseren und intensiveren Einblick in die Geschehnisse. . Mein Fazit: In diesem Buch steckt mehr, als ich anfangs gedacht habe: Abenteuer, Humor, gute Laune, Gefahr, Großstadtleben, Mitgefühl ein starkes Geschwisterpaar und eine Geschichte, die ich so nicht erwartet habe. Ich habe gelacht, gehofft, mitgefiebert und manchmal wirklich verwundert den Kopf geschüttelt. Diese Geschichte kann mit einer intensiven Tiefe aufwarten, die mich letztendlich ein wenig wehmütig und auch traurig das Buch hat, zuschlagen lassen. Und ich kann kaum mehr sagen, als dass ich es nur empfehlen kann „Den Mond aus den Angeln heben“ mal zu lesen. Ihr werdet überrascht sein, dieses Buch ist etwas Besonderes!

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  • Rezension zu "Den Mond aus den Angeln heben" von Gregory Hughes

    Den Mond aus den Angeln heben

    Wolfspeaker

    31. August 2011 um 13:29

    Schon der Titel des Buches gefällt mir - ebenso wie das Cover: Es zeigt ein Mädchen das eine Leiter emporsteigt, im Hintergrund eine Brücke und am Ende der Leiter der Titel des Buches - all' das vor einem himmelblauen Hintergrund. Das Buch erzählt die Geschichte eines einprägsamen Mädchens, die Geschichte der zehnjährigen Marie Claire, die Ratte genannt wird, erzählt von ihrem Bruder Bob. Ratte ist etwas Besonderes. Sie spricht mehrere Sprachen, kennt fast jeden in ihrer Heimatstadt Winnipeg und hat manchmal merkwürdige Vorahnungen. So ahnt sie auch den Tod ihres Vaters, der bald danach eintritt. Um den Aufenthalt in einem Kinderheim vorzubeugen - der sie ganz sicher ereilt hätte - machen sich die beiden auf der Suche nach ihrem Onkel Jerome, der angeblich als Drogendealer in New York lebt. Eine völlig verquere Reise von Winnipeg nach New York beginnt. Eine Reise, bei der sie auf Drogendealer, Gauner, Rapp-Stars und Pädophilie (die gibt es der Ratte zufolge einfach überall) treffen. Gregory Hughes schafft es, die zehnjährige Ratte so zu schildern, das man sie selbst als Erwachsener ob ihrer Dreistigkeit - und ihres Schauspieltalents - einfach bewundern muss. Sie ist ein Mensch, der es schafft in jeder Lebenslage zurecht zu kommen und in allen Gesellschaftsschichten Freunde zu finden. Ohne sie hätte es der drei Jahre ältere Bob sicher nicht gewagt, die Reise nach New York auf sich zu nehmen und selbst wenn bin ich mir nicht sicher, ob er es geschafft hätte. Er reist um seiner kleiner Schwester Willen. Diese weiß genau was sie will - und meistens schafft sie es auch. Bob und Ratte sind zwei Charaktere die man einfach gern haben muss. Bob als netter Junge von nebenan, Ratte als völlig unzurechnungsfähiger aber einfach unwiderstehlicher kleiner Gauner. Die Freunde, die sie auf ihren Weg finden, sind keine "normalen" Menschen, die tagtäglich ihren Beruf nachgehen - manch einer würde sie wahrscheinlich als Abschaum bezeichnen - aber Ratte kehrt ihre guten Seiten nach außen. Sie schafft es Freunde zu finden, wo es niemand erwartet hätte, Freunde, die dem Leser durch Ratte ebenso schnell sympathisch sind, fast so sympathisch wie die Ratte selbst. Ein Buch, dass einem von der Kraft des Optimismus erzählt, dem Leser zum Nachdenken anregt, aber auch traurig zurück lässt - Denn auf den letzten Seiten des Buches wartet kein "Happy End". Nicht desto trotz ist das Buch wirklich lesenswert, vielleicht macht gerade das traurige Ende, die Erlebnisse von Ratte und Bob zu etwas Besonderem - und das sind sie wirklich.

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  • Rezension zu "Den Mond aus den Angeln heben" von Gregory Hughes

    Den Mond aus den Angeln heben

    Stephenie

    12. August 2011 um 19:41

    Eine leicht skurile, aber vielleicht gerade deshalb auch "bezaubernde" Geschichte. Das ungleiche Geschwisterpaar zieht nach dem plötzlichen Tod ihres Vaters in die große weite Welt hinaus -immer auf der Hut vor den ganzen verdammten Phädophilen (Zitat)- um sich nach NewYork durchzuschlagen & ihren unbekannten Onkel zu suchen. Viel schräger Witz, schräge Weisheiten, und schräge Begegnungen erwarten euch in dieser außergewöhnlichen Geschichte!

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