Greil Marcus The Doors

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Inhaltsangabe zu „The Doors“ von Greil Marcus

Das Phänomen lebt: The Doors Mehr als vierzig Jahre nach dem Tod von Jim Morrison sind die Doors präsenter denn je. Songs wie »Light My Fire« oder »Riders on the Storm« scheinen unsterblich. Auch wenn die Zeiten der Doors längst vorüber sind, das Phänomen lebt weiter. Der legendäre Musikkritiker Greil Marcus widmet sich den Doors aus der Retrospektive. Greil Marcus war bei den Konzerten der Doors in den sagenumwobenen Sixties dabei und betrachtet diese Ära doch konsequent aus heutiger Sicht, wenn er in die einzelnen Songs der Band eintaucht, sie meisterhaft analysiert und sich schlussendlich in ihnen verliert. Greil Marcus gelingt es nach »Bob Dylans ›Like a Rolling Stone‹« erneut, auf mitreißende Weise Zeit-, Kultur- und Musikgeschichte ineinander zu verschränken und einen ganz neuen Blick auf die Sechzigerjahre zu werfen, der mit vielen liebgewonnenen Mythen aufräumt. Dabei vollbringt er ganz nebenbei das Wunder, die Musik für die Generationsgenossen der Doors wieder aufleben zu lassen und diese unglaubliche Zeit für die Spätergeborenen verständlich, ja fast greifbar zu machen. (Quelle:'E-Buch Text/16.05.2013')
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  • Das ultimative Doors-Buch

    The Doors
    Duffy

    Duffy

    03. October 2013 um 15:06

    Wer eine Neuauflage von Schilderungen der Suff- und Drogenexzesse Morrisons erwartet, wird enttäuscht. Denn für diese Art von Büchern steht der Name Greil Marcus nicht, sondern für kompetenten und analytischen Rockjournalismus. So ist er wohl der einzige Autor, dem man 40 Jahre nach dem Tod von Morrison und dem damit verbundenen Ende der Band zutraut, ein substanzielles Buch über das Phänomen The Doors zu schreiben. Diesem Phänomen nähert sich Marcus weniger über die Personen und die Biografien, als über das Werk und seinem Kontext in der Kulturgeschichte der vielbeschworenen Sechziger. Diese Herangehensweise erfordert nicht nur detaillierte inhaltliche Kenntnis der Songs, sondern auch eine differnzierte Sichtweise. Das ist bei den Doors doppelt schwer, denn einerseits hat man den charismatischen Sänger, dessen alkohol- und drogenbedingte Aussetzer legendär sind und somit vieles von seiner Kunst willkürlich erscheinen lässt, andererseits hat man ein hochkarätig agierendes Musikerkollektiv, das für das Gesamtwerk der Gruppe genauso wichtig ist, wie die teilweise skurilen Textdarbietungen des Frontmanns. Damit das Buch gelingen und funktionieren konnte, hat sich Marcus an genau diesen Ansatz gehalten, nämlich die Gruppe als Kollektiv zu betrachten, ohne ein Mitglied in den Vordergrund zu rücken. Dadurch waren die Doors fast noch undurchlässiger als die Beatles oder Stones, denn bei ihnen konnte auf keines der vier Urmitglieder verzichtet werden (Wohin das führte, hat man bei den lächerlichen Versuchen gesehen, Ian Astbury kurzzeitig als Sänger zu installieren. Für alle Beiteilgten wohl eher eine peinliche Angelegenheit). Natürlich fragt man sich bei der Lektüre so dann und wann, wo denn Marcus dieses und jenes feinsinnige Detail gehört hat, doch an der Frage, ob denn Morrison nun ein Poet oder Scharlatan war, sind schon ganz andere gescheitert. Immerhin bewegt sich auch Marcus bei allzu sensiblen Interpretationsversuchen auf sehr dünnem Eis, aber er ist routiniert und abgeklärt genug, um nicht zu verallgemeinern. Was dem Leser bleibt, ist in seinem Plattenschrank zu stöbern, um die eine oder andere Anregung nachzuprüfen und gegebenenfalls für sich neu zu entdecken. Dieser Empfehlung ist der Rezensent gefolgt und war erstaunt, mit welcher Akribie und beachtlichem Urteilsvermögen der Autor ans Werk ging. Das Marcus die Sechziger kulturgeschichtlich noch einmal neu beleuchtet und dabei auf Wahrheiten stößt, die so manchem Alt-Hippie nicht gefallen können, ist ein toller Nebeneffekt eines Buches, das zu den besten über Rockmusik gehört, die je geschrieben wurden. Wer mehr an der "praktischen" Seite der Doors interessiert ist, dem seien John Densmores "Riders on the storm" und Sugarmans "No one here gets out alive" empfohlen. Mehr als die drei Bücher braucht man über die Doors nicht zu lesen.

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