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annlu

vor 3 Jahren

(10)

Wir befinden und in der Zukunft: Die Menschen wissen, dass es Unsterbliche gibt. Seit der Revolution haben sich die Menschen die Unsterblichen zu Untertan gemacht. Ihre Kraft, ihre Selbstheilungskräfte und ihre Schnelligkeit nutzen ihnen nichts mehr, sobald sie der Zähmung unterworfen werden.

Helen ist 19 und möchte Ärztin des Regimes werden und steht mitten in der Abschlussprüfung, als sie das erste Mal selbst die Grausamkeit der Zähmung miterlebt. Als Teil ihrer Prüfung muss sie einen gefangenen Ungezähmten der Prozedur unterziehen. Seine spitzen Eckzähne werden ihm genauso entfernt, wie seine Finger- und Zehennägel. Die zusätzliche Blutentnahme und die Gabe eines Serums lässt den Seelenlosen als traurigen Fleischhaufen zurück, der Helen in Gedanken anfleht, ihn zu töten. Doch das bringt sie nicht über sich. Helen wird von Schuldgefühlen geplagt, die sie nicht mehr schlafen lassen. Der Unsterbliche Ben wird in eine Landwirtschaftszone verwiesen, um dort seine Sklavenarbeit zu verrichten. Der Gedanke an Ben lässt Helen nicht mehr los, sodass sie ihn als Haussklaven zu sich holt. Dadurch ist sie hin und hergerissen zwischen den Vorstellungen, mit denen sie aufgewachsen ist und den neuen Erkenntnissen, die auch für mich als Leserin manchmal überraschend kamen. Und dann ist da noch Bens geheimnisvolle Mission und die Tatsache, dass er eine Sensitive in Helen sieht. Wie wird sich ihre Zukunft entscheiden?


Das Buch steigt recht schnell in die Handlung ein. Das Regime, die Verhältnisse auf der Erde und das System werden nicht sofort erklärt. Vielleicht gerade das hat mir den Einstieg ins Buch erleichtert, da ich so sehr gespannt darauf war, wann wieder neue Erklärungen kommen würden.

Das Wort Vampir wird nie gebraucht – die Seelenlosen haben allerdings sehr viele Eigenschaften, die den klassischen Vampiren zugeschrieben werden.

Der Prolog verweist bereits auf eine Zukunft, in der Ben und Helen zusammen sind, aber nicht wissen, wohin sie sich wenden sollen, da das Regime alles beherrscht und alles beobachtet. Helen muss sich gegen ihre Vergangenheit und all das entscheiden, wovon sie meinte, dass es das Richtige sei. Das „böse Erwachen“ mit der Erkenntnis, dass das Regime, das sie vorher in so hohen Ehren hielt, gar nicht so gut ist, wie sie dachte, ist typisch für Dystopien, die ich schon kannte. Die Handlung und Dialoge sind in einer eher einfachen Sprache geschrieben. Es gibt selten störende Abschweifungen oder längere Beschreibungen, die nicht in die Szene passen.

 

Er gab Momente, in denen ich dachte, die Beschreibungen der Zukunft und den Verlauf der Geschichte durchschaut zu haben. Dann kam eine neue Offenbarung von Ben, die mich überrascht hat...und genau solche Überraschungen mag ich an einem guten Buch.

Alles in allem war es ein leicht zu lesendes Buch, dessen Geschichte zwar nicht einzigartig und noch nie dagewesen ist und mich in einigen Punkten auch an Bücher erinnert hat, die ich bereits gelesen habe, dessen Geschichte aber sehr nett war.

Autor: Greta Ley
Buch: Verbunden

GretaLey

vor 3 Jahren

@annlu

Danke liebe annlu.
es freut mich, dass du eine gute Zeit mit Helen und Ben hattest :-)

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