Greta Milán , Elke Becker Zurück zu ihr

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Inhaltsangabe zu „Zurück zu ihr“ von Greta Milán

Unüberwindbar scheint die Zeit - wenn zwei Liebende durch das Schicksal getrennt werden. Was bleibt ist die Sehnsucht und die Hoffnung, dass ihre Liebe immer stärker sein wird, als jegliches Hindernis auf ihrem Weg ... Eine silberne Taschenuhr, verloren im Tosen des Zweiten Weltkrieges, wird Zeugin einiger solcher Begegnungen. Auf ihrer jahrzehntelangen Reise um die Welt, wechselt sie nicht nur einmal ihren Besitzer und beeinflusst dabei so manche Entscheidung. Begleite die Uhr auf ihrem Weg und erlebe sieben wundervolle Liebesgeschichten. Tragisch, erfüllend, denkwürdig und nachhaltig wie das Leben selbst.

Wunderschöne Kurzgeschichten mit ganz viel Gefühl. Man kann Lachen, Weinen oder einfach mit den Charakteren Träumen.

— Stephanie_Raj

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  • Leserunde zu "Zurück zu ihr" von Greta Milán

    Zurück zu ihr

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Liebe LovelyBooks-Freunde,wer hat Lust an einer Leserunde zu "Zurück zu ihr", dem Gemeinschaftsprojekt der Autorinnen Elke Becker, Joleen Carter, Johanna Danninger, Babsy Tom, Greta Milán und Ramona Seidl, teilzunehmen und Rezensionen zu schreiben.Inhalt des Buches:Georg und Charlotte leben in gefährlichen Zeiten. Als Widerstandskämpfer gegen das Hitler-Regime müssen sie täglich um ihr Leben bangen und nach Italien fliehen. Trotz der Bedenken seiner Liebsten will sich Georg dort an einem Sabotageakt gegen die deutschen Truppen beteiligen. Bevor er zu diesem aufbricht, schwört er, bald zu Charlotte zurückzukehren und erhält von ihr eine silberne Taschenuhr als Wegbegleiter. Doch Georg kann sein Versprechen nicht halten.Und so begibt sich die Taschenuhr allein auf eine ungewöhnliche Reise, die ganze Jahrzehnte überdauert. Ob sie den Weg zurück zu Charlotte finden wird?Wir stellen 20 Exemplare (gebundene Ausgaben oder E-Books) von "Zurück zu ihr" zur Verfügung. Die Autorinnen und Mitarbeiter unseres Verlages werden an der Leserunde teilnehmen, mit euch diskutieren und Fragen beantworten.Wer sich für das Buch interessiert, meldet sich bitte bis zum 27. April und beantwortet folgende Frage:Hast du Gegenstände und/oder Schmuckstücke, die dich mit der Vergangenheit verbinden?Wir sind gespannt auf eure Beiträge und freuen uns auf die Leserunde!Euer CBX Verlag

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  • Unüberwindbar scheint die Zeit, doch stärker ist die Liebe

    Zurück zu ihr

    Klusi

    26. October 2015 um 21:39

    Elke Becker, Joleen Carter, Johanna Danninger, Greta Milán, Ramona Seidl und Babsy Tom. Die genannten sechs Autorinnen nehmen den Leser mit auf eine Zeitreise, beginnend während des zweiten Weltkrieges, bis hinein in die Gegenwart. Was die Autorinnen gemeinsam geschaffen haben, ist ein besonderer Roman, zugleich aber auch eine Sammlung von Kurzgeschichten. Man lernt sieben Liebespaare kennen und erfährt ihre ganz persönlichen Geschichten. Die Verbindung zwischen den Schicksalen stellt eine alte silberne Taschenuhr dar, die durch die Jahrzehnte auf verschlungenen Wegen um die Welt reist und auf irgend eine Weise immer mit den Liebenden zu tun hat, um die es in den einzelnen Erzählungen geht. Man lernt ganz unterschiedliche Menschen kennen, und ihre Schicksale sind sehr berührend. Es sind zum Teil außergewöhnliche Beziehungen, die im Verlauf der Handlung entstehen. Gerade die Vielfalt der Geschichten macht dieses Buch so besonders. Jede der sechs Autorinnen bringt ihre persönliche Handschrift, ihren eigenen Stil in ihren Part des Buches ein, und doch sind alle Abschnitte stimmig und harmonisch vereint. Das Bindeglied zwischen ihnen ist immer die alte Uhr, die auf rätselhafte Weise in jeder der sieben Liebesgeschichten eine Rolle spielt. Nicht alle Erzählungen haben ein glückliches Ende. Manches bleibt offen und der Phantasie des Lesers überlassen, manches endet tragisch, und doch gibt es auch die Glücksmomente. Letztendlich ist es im Gesamten ein hoffnungsvoller Roman, der getragen wird von der alten, silbernen Taschenuhr mit dem wundervollen eingravierten Satz, der zum Nachdenken bringt: „Unüberwindbar scheint die Zeit, doch stärker ist die Liebe“. Im Licht dieser Gravur bekommt so manche der geschilderten Liebesgeschichten eine tiefe, bittersüße Bedeutung. Es lohnt sich, die alte Uhr durch die Zeiten zu begleiten und sich auf dieses außergewöhnliche Konzept der sechs Autorinnen einzulassen, von denen ich bisher nur eine kannte. Der Roman hat mich sehr berührt und angesprochen, und er hat meine Neugierde geweckt, auf fünf weitere, mir bisher unbekannte Autorinnen und ihre Werke, die ich nun nach und nach kennenlernen und entdecken möchte.

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  • Ein wundervolles Buch, dass viel mehr Aufmerksamkeit verdient

    Zurück zu ihr

    SabrinaLookAtMyBooks

    23. October 2015 um 10:38


    Videorezension auf Deutsch und Englisch:

    https://www.youtube.com/watch?v=OjFuYHZlgrY

  • Zurück zu ihr - Elke Becker

    Zurück zu ihr

    nef

    20. October 2015 um 14:52

    'Zurück zu ihr' ist keine typische Kurzgeschichten-Sammlung. Wir starten im Jahr 1943, es herrscht Krieg in Deutschland und in kleinen Grüppchen regt sich heftiger Widerstand. Mittendrin Charlotte und Georg. Zwei Liebende gefangen zwischen Hoffen und Bangen um ihr Leben und das ihrer Lieben. Als es für beide nicht mehr haltbar wird, fliehen sie. Als Andenken und Glücksbringer bekommt Charlotte von ihrem Vater eine silberne Taschenuhr. Auf ihrem Deckel steht der Schriftzug Unüberwindbar scheint die Zeit und wenn man sie öffnete folgte der zweite Schriftzug Doch stärker ist die Liebe. Diese kleine Taschenuhr tritt nun ihre Reise an und begleitet viele Liebende durch die Zeit. Immer wieder wird sie weiter gegeben um Brücken zu bauen, Glück zu bringen und auch um darauf zu besinnen was das wichtigste im Leben ist - die Liebe. Die sechs Autorinnen haben in kleinen Geschichten die Reise der Taschenuhr verfolgt und die Liebesgeschichten drum herum erzählt. In einigen spielt sie eine eher kleine Rolle, in anderen Geschichten ist sie Dreh- und Angelpunkt. Ich habe (fast) jede Geschichte sehr gemocht und mit den Protagonisten mitgehofft, geliebt und geweint. Die Taschenuhr hat in jeder Geschichte ihren Platz und bildet den roten Faden durch die Seiten. Am Ende habe ich mich eher gefragt wie die Uhr sich wohl anfühlen würde als dass ich mir darüber Gedanken gemacht hätte, wie der weibliche oder männliche Hauptcharakter ausschaut. Ich kann dieses E-Book nur empfehlen. Es zeigt wunderbar auf was wirklich wichtig ist - die Liebe. Gerade in der heutigen Zeit ist das eine bedeutende Botschaft. Deshalb: kauft es, lest es und liebt (es)!

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  • Meine absolute Leseempfehlung

    Zurück zu ihr

    beate_bedesign

    05. October 2015 um 13:41

    Inhalt: In diesem Buch sind sieben Kurzgeschichten, geschrieben von sechs verschiedenen Autorinnen zu einer einzigen wunderschönen Geschichte verwebt worden. Die Gemeinsamkeit in all diesen Kurzgeschichten ist eine silberne Taschenuhr, die in jeder der sieben Kurzgeschichten einen neuen Besitzer findet. Die Protagonisten dieser Geschichten kennen sich nicht, und jede Geschichte ist in sich abgeschlossen. Und alle erzählen sie ein kleines Stückchen deutscher Geschichte und von der Liebe. Meine Meinung: Ich muss zugeben, normalerweise lese ich keine Kurzgeschichten und habe es auch nicht wirklich mit Büchern, in denen es „geschichtlich“ zugeht. „Zurück zu ihr“ habe ich wirklich nur zu lesen begonnen, weil ich die Autorin Elke Becker schon sehr lange kenne und bisher alle ihre Bücher geliebt habe. Und jetzt kann ich „Zurück zu ihr“ allen, denen es wie mir geht und die keine Kurzgeschichten oder „Geschichte“ mögen, aus ganzem Herzen empfehlen. Für mich war es ein absolutes Überraschungspaket. Jede Erzählung in sich abgeschlossen erzählt eine kleine Liebesgeschichte. Wobei es nicht immer ein wirkliches Happy-End gibt. Jedes Paar ist auf seine ganz eigene Weise ganz wunderbar. Manchmal musste ich schmunzeln, manchmal musste ich die Luft anhalten und manchmal habe ich auch mitgeweint. Die Erzählungen beginnen 1943 im Umfeld der „weißen Rose“ zu Hitlers Zeiten und enden im Jahr 2007, dabei erlebt der Leser ein Stücken Nachkriegszeit, ein Stückchen Wirtschaftswunderzeit, ein Stückchen DDR, den Mauerfall und die Annäherung zwischen der BRD und der DDR. Für mich war es absolut erstaunlich wie sechs unterschiedliche Autorinnen mit jeweils ganz eigenem Schreibstil sieben kleine Erzählungen zu einer ganz großen Geschichte werden lassen konnten. Auf der silbernen Taschenuhr, die die Geschichten, die Liebespaare und die vielen Jahre miteinander verbindet, ist ein Spruch eingraviert, der das Herz all dieser Geschichten bildet. Der Leser ahnt oder hofft natürlich bereits in der ersten Erzählung, auf einen bestimmten Ausgang, aber auf dieses Ende war ich so nicht gefasst. Mein Fazit: „Zurück zu ihr“ bekommt meine absolute Leseempfehlung. Es erzählt so viel vom Leben und von der Liebe. Es hallt nach und bleibt auch noch lange nach dem Lesen im Kopf. Sechs Autorinnen mit unterschiedlichen Schreibstilen, zeigen hier absolut überzeugend, wie schön sich alles zusammenfügen kann und dass nichts „unüberwindbar“ ist.

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  • Wunderbare, bewegende Geschichten

    Zurück zu ihr

    zauberblume

    23. August 2015 um 15:31

    "Zurück zu dir" ist eine gelungene Gemeinschaftsproduktion der Autorinnen Elke Becker, Joleen Carter, Johanna Danninger, Babsy Tom, Greta Milan und Ramona Seidl, die einen berüht und nahe geht. "Unüberwindbar scheint die Zeit, doch stärker ist die Liebe"! ein traumhafter Spruch. Der Inhalt: Unüberwindbar scheint die Zeit - wenn zwei Liebende durch das Schicksal getrennt werden. Was bleibt ist die Sehnsucht und die Hoffnung, dass ihre Liebe immer stärker sein wird, als jegliches Hindernis auf ihrem Weg ... Eine silberne Taschenuhr, verloren im Tosen des Zweiten Weltkrieges, wird Zeugin einiger solcher Begegnungen. Auf ihrer jahrzehntelangen Reise um die Welt, wechselt sie nicht nur einmal ihren Besitzer und beeinflusst dabei so manche Entscheidung. Begleite die Uhr auf ihrem Weg und erlebe sieben wundervolle Liebesgeschichten. Tragisch, erfüllend, denkwürdig und nachhaltig wie das Leben selbst Jede der Autorinnen entführt uns in eine andere Zeit. Die Geschichte beginnt 1943 in Deutschland (Elke Becker) zu Kriegszeiten. Hier beginnt die Geschichte der Taschenuhr. Charlotte bekommt sie von ihrem Vater geschenkt als sie mit ihrem Verlobten fliehen muß. Charlotte gibt sie an Georg weiter als dieser eines nachts bei einem gefährlichen Einsatz in Italien unterwegs ist. Nun befinden wir uns in Positano im Jahr 1955 (Joleen Carter). Hier lernen wir Paul kennen. Paul weiß mit seinem Leben nicht so rechtes anzufangen. Da schickt in sein Stiefvater in den Urlaub nach Italien. Hier soll er sich über seine weitere Zukunft Gedanken machen. Paul lernt Valentina kennen und verliebt sich. Zum Abschied schenkt ihm Valentina eine Taschenuhr. Eines Tages steht Valentina in Deutschland vor Pauls Tür. Hat diese Liebe eine Zukunft? Die Autorin Johanna Danninger entführt uns 1964 nach München. Hier werden wir mit dem Schicksal von Maria konfrontiert. Sie ist zuhause ausgerissen, um ihrem gewalttätigen Vater zu entkommen. Nur die Taschenuhr ihres Vaters hat sie mitgenommen. Auf der Straße lernt sie John aus Amerika kennen. Er verbringt mit Maria ein paar unbeschwerte Tage und hilft ihr. Als Dank schenkt Maria John die Taschenuhr ihres Vaters. Doch eines Tages ist John plötzlich verschwunden. Das Ende einer Beziehung, die noch nicht richtig begonnen hat? Ob sich die beiden wiedersehen werden? 1965 befnden wir uns in Boqueron in Kuba. Hierher hat uns die Autorin Elke Becker entführt. Wieder eine traurige Liebesgeschichte? Ricardo darf nach Ostdeutschland um Medizin zu studieren. Hier lernt er Margit kennen und lieben. Doch nach Ende des Studiums muß Ricardo nach Kuba zurück. Margit will in zwei Jahren nachkommen. Ricardo schenkt Margit eine Taschenuhr zu Abschied. Wird das Schicksal gnädig mit den beiden sein? Jetzt machen wir eine große Zeitreise. Die Autorin Babsy Tom nimmt uns mit nach Ungarn - 17 Jahre später. Den jungen Leuten, die hier Urlaub machen, wird deutlich vor Augen geführt, wie groß der Unterschied zwischen Ost und West ist. Tamara verbringt mit ihrem Freund Heiko und ihrer Freundin den ersten Urlaub am Plattensee. Dann lernt sie Jeremy aus dem Westen kennen. Das Knistern zwischen den beiden ist förmlich zu spüren, doch Tamara hat ja Heiko und Jeremy lebt sowie so im Westen. Es kann für sie keine gemeinsame Zukunft geben. Doch dann kommt der 9.11.89. Ein Taschndieb klaut Tamara ihre Tasche mit der Taschenuhr. Haben Jeremy und Tamara jetzt eine gemeinsame Zukunft vor sich. Diese Geschichte hat mich zu Tränen gerührt. Mit der Autorin Greta Milan machen wir einen Sprung von 6 Jahren, wird sind wieder in Deutschland in Berlin. In dieser Geschichte lernen wir Sarah und Kai und den Taschendieb Oskar kennen. Wieder eine herrliche Erzählung über Liebe und Vertrauen. Die letzte Geschichte schreibt die Autorin Ramona Seidl. Zwölf Jahre später in Stuttgart. Hier dreht sich alles um Nadine und Marco. Nadine die Bodenständige und Marco, der davon träumt ein großer Musiker zu werden. Als Talisman trägt Marco immer die Taschenuhr bei sich, die ihm seine Schwester Jenny geschenkt hat.Die beiden lieben sich und träumen von einer gemeinsamen Zukunft. Schließt sich nun der Kreis? Ein so toller Roman, mir fehlen die Worte. Der Schreibstil jeder einzelnen Autorin ist herausragend. Die Geschichte ist spannend, berührend, gefühlvoll,romantisch und sehr gewegend. Ein wunderbares Buch, das mir unvergessliche Lesestunden beschert hat. Das Cover passt zu dieser gefühlvollen Geschichte. Selbstverständlich vergebe ich 5 Sterne.

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  • Berührende Geschichten im Spiegel der deutschen Vergangenheit

    Zurück zu ihr

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    21. August 2015 um 16:44

    Als ich das Cover dieses Buches lange vor seiner Veröffentlichung auf Facebook entdeckte, war mir sofort klar, dass ich es unbedingt haben wollte. Als ich schließlich die Gelegenheit bekam, schon vorab lesen zu dürfen, habe ich keine Sekunde gezögert. Und es nicht bereut! INHALT: Eine Taschenuhr gerät in den Wirren des zweiten Weltkriegs aus den Händen ihres ursprünglichen Besitzers, des jungen Georgs, in die eines italienischen Widerstandskämpfers. Von dort aus begibt sie sich auf eine jahrzehntelange Reise durch die halbe Welt, wo sie immer wieder als besonders wichtiges Andenken von einer Person zur anderen wandert – bis sie letztlich wieder nach Deutschland zurückkehrt. MEINUNG: Die sechs Autorinnen, von denen ich bislang nur zwei kannte und SEHR schätze, haben unter dem Titel „Zurück zu ihr“ eine Sammlung von acht Erzählungen bzw. Kurzgeschichten verfasst, deren roter Faden eine Taschenuhr mit dem eingravierten Spruch „Unüberwindbar scheint die Zeit, doch stärker ist die Liebe“ ist. Diese Taschenuhr taucht in jeder Geschichte auf und wird von Generation zu Generation, ja, sogar von Land zu Land weitergegeben. Den Auftakt macht Elke Becker mit einer Erzählung aus dem Jahr 1943, die sie im Umfeld der Weißen Rose ansiedelt. Der historische Kontext hat mich sofort in seinen Bann gezogen. Doch auch die Figuren sind sehr schön geschildert: Charlotte und ihre Schwester Frieda, die beide unbedingt mit Charlottes Freund Georg im Widerstand mithelfen möchten, doch dann mitten zwischen die Fronten geraten, als die Weiße Rose auffliegt. An der Stelle wusste ich, dass das Buch meins ist. Im Folgenden lässt Joleen Carter Deutschland und Italien der 1950er Jahren vor den Augen des_r Lesers_in wieder lebendig werden. Das gelingt ihr für meinen Geschmack sehr berührend. Paul und Valentina sind zuckersüß, zwei richtige Joleen Carter-Charaktere, auch wenn der Stil der Geschichte dem Kontext des Buches angepasst ist. Zehn Jahre später erlebt der_ie Leser_in aus der Feder Johanna Danningers zwei Kurzgeschichten, deren erste in Westdeutschland, die zweite in Kuba bzw. Ostdeutschland angesiedelt ist. Beide Texte sind absolut berührend. Ich habe mit den Figuren gebangt und ihnen die Daumen gedrückt, dass es für sie ein Happy End geben möge. Leider nicht so, wie ich mir das für sie gewünscht hätte. Aber die Geschichten selbst sind einmalig schön, die Figuren präzise gezeichnet und so vom Leben durchgeschüttelt, dass ich ihnen am liebsten meine Unterstützung angeboten hätte. Toll! Mitte der Achtziger Jahre, kurz vorm Zusammenbruch des Ostblocks, erlebt der_ie Leser_in von Babsy Tom ein Ost-West-Treffen in Ungarn. Dieser Kontext hat mich sofort gepackt, weil ich all das selbst miterlebt habe – zumindest aus der Perspektive einer damals jungen westdeutschen Frau. Auch diese Kurzgeschichte bewegt und ist knapp und sehr emotional erzählt. Und sie wartet mit einem kleinen Happy End auf: Ich sage nur „1989 ...“ Greta Milán hat mich mit einer Kurzgeschichte begeistert, die im Berlin der 1990er Jahre spielt. Die Mauer ist gefallen, aber die Unterschiede zwischen West und Ost sind noch immer sehr präsent. Hier das zarte Pflänzlein Liebe zum Sprießen zu bringen ist der Autorin ganz hervorragend gelungen. Dabei hat sie sich mit Kai, einem Kleinkriminellen, und Sarah, der Tierärztin mit Herz, eine schräges, aber herrliches Paar ausgedacht. Ich hatte meine Freude an dieser Story. Die letzten beiden Kurzgeschichten stammen von Ramona Seidl. Sie sind im modernen Deutschland zeitlich kurz hintereinander angesiedelt. Die Autorin greift ein Thema unserer modernen Zeit auf: nämlich die verwirrende Vielzahl der Möglichkeiten, die wir heute haben und – aus verschiedensten Gründen – letztlich doch nicht nutzen können. Besonders begeistert haben mich jeweils die genretypischen Enden der Kurzgeschichten. Mir blieb jedes Mal das Herz stehen. Absolut faszinierend, besonders weil die Storys eigentlich ganz banal und alltäglich daherkommen. Daumen hoch für Ramona Seidl. WERTUNG: Eine Kurzgeschichtensammlung unterschiedlicher Autoren ist ein schwieriges Unterfangen, das die sechs Autorinnen hier hervorragend gelöst haben. Jede von ihnen hat zwar ihren eigenen Stil bewahrt, sich aber dennoch den anderen so weit angepasst, dass ein gemeinsames Ganzes entstanden ist. Ausgezeichnet! Die Geschichten insgesamt – mal echte Kurzgeschichten mit genretypischen Merkmalen, mal eher Erzählungen – sind durchweg hervorragend geschrieben: mit lebendigen Charakteren, sehr gut in den historischen Kontext integriert und dramaturgisch top erzählt. Auch die Sprache hat mich rundweg überzeugt. In der Gesamtschau gebe ich dem Buch daher mein persönliches „Sehr gut“ und fünf von fünf Wertungspunkten. Mein Fazit: eine erstklassige Kurzgeschichtensammlung über gut sechzig Jahre deutsche Geschichte. TOP!

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  • Eine Geschichte und doch mehr...

    Zurück zu ihr

    Fabella

    20. August 2015 um 06:09

    Inhalt:„Unüberwindbar scheint die Zeit, doch stärker ist die Liebe“. So klar diese Inschrift einer Taschenuhr auch ist, so unterschiedlich ist ihre Bedeutung für die, die sie gerade in ihren Händen halten. So unterschiedlich auch wie ihre Geschichten und doch haben sie alle etwas gemeinsam. In den Wirren des 2. Weltkrieges beginnt die Geschichte, die eigentlich sieben Geschichten in einer versammelt .. und doch, sieht man es aus Sicht der Uhr, ist es eine Geschichte, die Geschichte einer Uhr, die auf ihrer Reise durch die Zeit den Menschen Hoffnung, Vertrauen und Liebe schenkt. Meine Meinung:Ich gebe zu, ich habe dieses Buch gelesen, ohne eine Inhaltsangabe zu haben. Und als ich startete, war ich zunächst überzeugt, das Buch ist nichts für mich. Denn es beginnt im zweiten Weltkrieg, ein Thema, das ich inzwischen fast immer meide. Warum spielt hier keine Rolle. Doch da eine meiner Lieblingsautorinnen an diesem Buch mitgeschrieben hat, siegte meine Neugier und ich las weiter. Und bald schon wurde mir klar, dass hier nicht eine komplette Kriegsgeschichte erzählt wird, sondern nur der Beginn einer Geschichte liegt, die man durch den Lauf vieler Jahre begleiten soll. Und so las ich und las und las. Wie schon erwähnt, beherbergt das Buch eigentlich 7 Geschichten, die sich alle um die Uhr und um Liebe drehen. Jedoch geht es hier nicht um irgendwelche kitschigen Liebesgeschichten, sondern fast mehr um kleine Dramen, wie das Leben sie so oft spielt. Trauer und Verlust spielen hier nicht selten eine große Rolle und dennoch auch immer Hoffnung, Mut und Liebe. Manche Geschichten sind miteinander verknüpft, manche nicht. Und obwohl wir hier 7 Geschichten begegnen habe ich das Gefühl, nur einen Roman gelesen zu haben. Alle 7 Geschichten sind so toll miteinander verknüpft, dass man gar nicht das Gefühl hat, hier einzelne Geschichten zu lesen.Und ich muss gestehen, mir haben sie alle gefallen – keine Geschichte war dabei, die mir weniger gefallen hätte. Und das, obwohl die Geschichten ja von unterschiedlichen Autorinnen geschrieben wurden. Man merkt das auch, der Stil unterscheidet sich hier und da doch ziemlich und trotzdem schaffen es alle gemeinsam, den Geschichten eine Verbundenheit zu geben. Mir gefiel dieser Mix gut .. hier mal eine schwermütigere Geschichte, dort eine moderne, leichte …  Fazit:Dieses Buch erzählt eine Geschichte, die aus sieben Einzelnen besteht und dennoch eins ist. Ein Mix aus verschiedenen Schreibstilen von unterschiedlichen Autorinnen – und dennoch schaffen sie es, eine Verbundenheit zu präsentieren, die mir ausgesprochen gut gefallen hat. Ich wünsche mir, dass es nicht bei einem Einzelprojekt bleibt, ich fand es wirklich großartig.

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