Grete Ruile

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Lebenslauf von Grete Ruile

Berufstätig in Privat- und Großbank danach Filialleiterin – Boutique Hobby: Schreiben, Literaturkreis, Engl.Konversation-Gruppe, Schreibwerkstatt, Zürcher Autoren, Schaffhauser Autoren, Autoren und Autorinnen in Baden-Württenberg. Kultur- und Theater begeistert, - offen für Alles. Geburt- und Kindheit Ich bin ein Julikind. 1942 entband mich meine Mutter im Robert-Bosch-Krankenhaus, in Stuttgart, ohne Hilfe, während eines Fliegeralarms. Alle Verantwortlichen flüchteten in den Bunker. Traumatisiert durch Bombenangriff Kurz vor Kriegsende wurde unser Haus in Stgt.-Stammheim bombardiert. Wir überlebten in Großvaters massiv gebautem Weinkeller. Mutter erzählte mir, dass ich nach dem Bombenangriff drei Monate lang kein Wort mehr gesprochen habe. Sie glaubte, ich hätte die Sprache verloren. Mein geliebter Kumpel war damals ein rot-weiß getigerter Kater.“ Komm Peterle, sagte ich stets zu meinem Liebling bei Fliegeralarm, wir müssen in den Keller. Hab keine Angst! Es ist nur ein Fliegeralärmli.“ Ich nahm meine Katze unter den Arm und alles war gut. Bis zur Bombardierung sprach ich mit meiner Katze. Wie mir Papa im Vorschulalter die Angst vor Gewittern nahm. Ich fürchtete mich als kleines Mädchen schrecklich vor Gewittern, vor Blitz und Donner. Dazu kam, dass die Mutter meiner Tante, die ich Großmutter nannte, sich ebenso fürchtete. Drei Generationen wohnten damals im dreistöckigen Haus meiner Eltern. Geschwungene Holztreppen führten zu den Wohnungen. „ Das kann schnell brennen, meinte Oma, wenn der Blitz einschlägt.“ Die Oma befahl uns bei jedem Gewitter mit ihr an die Ausgangstüre zu sitzen – wegen der Brandgefahr durch Gewitter und Blitz. Immer trug Oma ihr schwarzes, großes, rechteckiges Portemonnaie bei sich. „ Jemand muss doch für euch sorgen, falls etwas passiert,“ sagte sie immer. Wenn ein gewaltiger Donnerschlag krachte, rief sie ganz laut: „ Helf uns Gott der Herr!“ Das versetzte mich in schreckliche Angst, dass ich oft weinte. Über meine große Angst half mir der Vater hinweg. Er flüsterte mir ins Ohr: „ Komm mit, ich sage die etwas!“ Er brachte mich ins Kinderzimmer. „ So, jetzt legst du dich ins Bett und ich verrate dir ein Geheimnis! Wenn ich dich gut zudecke, bis über den Kopf, können dir Blitz und Donner nichts anhaben, denn die Federn leiten den Blitz ab. Du kannst ruhig schlafen!“ Da ich Vater absolut vertraute, gab es bei Blitz und Donner nur das Eine: Bettdecke über den Kopf ziehen und ich war geborgen. Jugendzeit und Heirat In Dietikon /Zürich , lernte ich meinen Mann kennen. Walter hob sich früh ab, durch sein fürsorgliches Wesen.“ ich friere ständig in meinem Zimmer, klagte ich, meine Füße sind ganz kalt!“ Prompt brachte mir Walter am nächsten Tag eine Wärmeflasche. Er war mir ein liebevoller Mann, der Ruhe und Sicherheit ausstrahlte. Vertrauen, Akzeptanz, Geborgenheit, Zufriedenheit und vieles mehr, durfte ich bei ihm erfahren. Alles erlebten wir zusammen und konnten es intensiv wahrnehmen. Die Krönung war die Geburt unserer Tochter Annette. Walter war damals einer der wenigen Väter, der bei der Geburt dabei war. Viel Freude hatten wir drei zusammen! Glück währet nicht ewiglich. Mit 32 Jahren starb unsere Annette in unseren geliebten Bergen. Warum nicht wir? Unbegreiflich! Ein nie endender Schmerz! Walter bekam einen Herzinfarkt. Kaum zu Hause, einen leichten Schlaganfall. Noch fester rückten wir zusammen. Wir versuchten neue Weg zu finden, um nicht unterzugehen. Neue Wege Annette sagte oft zu mir:“Mami du musst schreiben, das passt zu dir.“ Per Zufall erhielten wir kurz nach ihrem Tod zwei Karten geschenkt, für Melissa, ein Musical von Harry Schärer. Eine Geschichte über die Liebe zweier Menschen. Erzählt wird von Hoffnung, Zweifel, Freude, Resignation und Tod. Melissa musste sterben. Doch David, ihr Freund, hört, wie sein Name gerufen wird. Es ist Melissa. Sie macht ihm klar: „Solange du mich nicht vergisst, werde ich bei dir sein. Wir werden uns immer lieben.“ Am Ende des Musicals war dieser Satz zu hören: „Gedanken sind Energie, Energie kann niemals sterben.“ Dieser Satz, den Einstein sagte, keiner seiner Theorien, sprang mich regelrecht an, ließ mich nicht mehr los. Annette hatte zu mir gesprochen. Im Jahr 2000 fing ich an zu schreiben. Mein erstes Gedicht hieß: „Dank an Einstein!“ Eine wunderbare Botschaft, hatte mich erreicht. Walter kaufte sich ein key-board und nahm Musikunterricht.Später komponierte er kleine Musikstücke zu meinen Texten. Auch die Literaturtage für die Schaffhauser Autoren hat er durch seine selbst entworfenen Flyer und die Anthologie mitgetragen. Besuche auf dem Friedhof Am 8.8.2008, mussten wir uns schweren Herzens voneinander trennen. Glück und Leid, so gegensätzlich und doch so nah beieinander. Das Leben alleine meistern Mit dem Leid alleine sein zu müssen, bin ich dabei, ein Leben zu lernen nur mit mir. Walter hoffte, dass es mir gelingt. „Denn du musst wissen, sagte er zu mir: „ Wo ich auch bin, ich hab dich lieb und lieb und überall hab ich dich lieb!“

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