Grete Weil Leb ich denn, wenn andere leben

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Inhaltsangabe zu „Leb ich denn, wenn andere leben“ von Grete Weil

'Leb ich denn, wenn andere leben' ist Grete Weils Rückblick auf ihr Leben, auf ihre Herkunft. Eine Geschichte, die zurückgreift bis ins 19. Jahrhundert. Noch einmal entfaltet Grete Weil die Lebenswelt des jüdischen Großbürgertums, das Deutschland als Heimat empfand, schildert die Zeit von Verfolgung und Exil, die Ermordung ihres Mannes im KZ, die illegale Rückkehr nach Deutschland im Jahr 1947. Das Buch ergänzt, was die veröffentlichten Romane und Erzählungen ausgespart hatten. Man kann den Rückblick der 91-jährigen Grete Weil auf ihr Leben, auf ihre Herkunft nicht ohne Erschütterung lesen.

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  • Rezension zu "Leb ich denn, wenn andere leben" von Grete Weil

    Leb ich denn, wenn andere leben

    Huebner

    09. November 2010 um 15:02

    Grete Weil (1906-1999) meldet sich 91jährig noch einmal zu Wort und legt ein Zeitzeunis ab, das durch eine Fülle von detailierten Schilderungen und ein enormes Fachwissen manch einem Geschichtsbuch den Rang ablaufen könnte, was der Poetik ihrer Erinnerungen keinen Abbruch tut. "Ich bin mir der Gefahren einer Autobiographie bewusst. Da ist einmal die Eitelkeit, die jeder, der glaubt, etwas zu sagen zu haben, mit sich herumträgt - und die bei einer Auobiographie nach außen gekehrt wird." Grete Weil erzählt mit der ihr eigenen Bescheidenheit und Distanz, dass sie das "Jüdischsein" erst begriffen, als sie das Stigma der Verfolgung durchlitten hatte. "WIe hält es die Autorin mit der Wahrheit? Ich bin eine äußerst unwillige und deshalb wohl auch schlechte Lügnerin. Was ich sage, soll stimmen. Doch inwieweit trügt die Erinnerung?" Mit Leidensgefährtinnen wie Ruth Klüger hat Grete Weil die Liebe zur Literatur und Philosophie gleich. Die sich ähnenlden Schutzmechanismen in einer Zeit, in der Selbstschutz das oberste Gebot sind, werden auch hier mit all seiner Traurigkeit deutlich. Und Grete Weil distanziert sich von ihren Wurzeln "Nach dem Krieg trat ich in die Neu gegründete Gemeinde nicht wieder ein."

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