Gretel Mayer

 4,1 Sterne bei 15 Bewertungen
Autor*in von Das Geheimnis von Murnau, Der Tod des Chiemseemalers und weiteren Büchern.

Lebenslauf

Gretel Mayer, geboren 1949 in München, war als Fremdsprachensekretärin, Übersetzerin und jahrelang als Buchhändlerin tätig, bevor sie ihre Leidenschaft fürs Schreiben entdeckte. Obwohl ihr Lebensmittelpunkt schon seit Jahrzehnten in Unterfranken liegt, schlägt ihr Herz noch immer für das Alpenvorland und ihre Geburtsstadt München.

Quelle: Verlag / vlb

Neue Bücher

Cover des Buches München 72 - Tod im Schatten der Olympiade (ISBN: 9783839281352)

München 72 - Tod im Schatten der Olympiade

Neu erschienen am 12.08.2026 als Taschenbuch bei Gmeiner-Verlag.

Alle Bücher von Gretel Mayer

Cover des Buches Das Geheimnis von Murnau (ISBN: 9783839208496)

Das Geheimnis von Murnau

(4)
Erschienen am 09.07.2025
Cover des Buches Der Tod des Chiemseemalers (ISBN: 9783740804176)

Der Tod des Chiemseemalers

(3)
Erschienen am 20.09.2018
Cover des Buches Münchner Vergangenheit (ISBN: 9783839203989)

Münchner Vergangenheit

(2)
Erschienen am 08.02.2023
Cover des Buches Schwabing 62 (ISBN: 9783839206065)

Schwabing 62

(2)
Erschienen am 14.02.2024
Cover des Buches Chiemseegewitter (ISBN: 9783839207574)

Chiemseegewitter

(2)
Erschienen am 12.03.2025
Cover des Buches Die Tote vom Chiemsee (ISBN: 9783740809195)

Die Tote vom Chiemsee

(2)
Erschienen am 20.08.2020
Cover des Buches Die Tote vom Chiemsee (ISBN: 9783960416555)

Die Tote vom Chiemsee

(0)
Erschienen am 20.08.2020

Neue Rezensionen zu Gretel Mayer

Cover des Buches Das Geheimnis von Murnau (ISBN: 9783839208496)
conderes avatar

Rezension zu "Das Geheimnis von Murnau" von Gretel Mayer

condere
Fesselnder Krimi mit historischem Bezug zur Malergruppe um Gabriele Münter herum

Murnau – diesen wunderschönen Ort in Oberbayern verbinde ich sofort mit zahlreichen M-Alliterationen wie: malerisch, Murnauer Moss – immerhin das größte zusammenhängende Moorgebiet Mitteleuropas, (Franz) Marc, (Gabriele) Münter und seit neuestem leider auch noch mit MRT-Untersuchung, ist mein linker Fuß doch leider so unwiederbringlich ruiniert, dass ich um eine schwierige Operation nicht herumkomme und im dortigen Krankenhaus nun auch eine weitere langwierige Untersuchung vor mir haben werde. Nun ist im Gmeiner-Verlag ganz aktuell der Krimi „Das Geheimnis von Murnau“ von Gretel Mayer erschienen.

Gleich zu Beginn besticht das von der Autorin gewählte Setting, das nicht nur mit Murnau im sogenannten „Blauen Land“ einen absoluten Kontrast zu einem grausamen Mord darstellt, sondern zugleich viel Geschichte mit sich trägt, da doch die Handlung genau vor 100 Jahren im Jahr 1925 spielt. Als Johann Reintaler auf bestialische Weise ermordet im Murnauer Moos aufgefunden wird, geraten zunächst der Wirt Sigi Kammleitner, welcher von dem Opfer hohe Spielschulden eintreiben wollte, aber auch die Schwester von Reintaler unter Verdacht, da diese offenbar den Gläubigern als „Pfand“ im Rahmen der großen Schulden versprochen worden war.

Besonders reizvoll wird es, als im Verlauf des Kriminalromans auch noch das Murnauer Russenhaus ins Spiel kommt, dem Gabriele Münter und Wassily Kandinsky zur Weltberühmtheit aufgrund der Erschaffung zahlreicher künstlerischer Meisterwerke verhalfen und zu dem ein Bezug zu dem Mord an Reintaler vermutet wird. Auf knapp 300 Seiten ist es Gretel Mayer hervorragend gelungen, immer wieder malerische Bilder des Blauen Landes als Gegenstück zu brutalen Mordereignissen und ihren Ermittlungen entgegenzusetzen. Dabei sticht stets die profunde geographische und historische Bewandertheit der Autorin hervor, welche jahrelang als Fremdsprachensekretärin, Übersetzerin und Buchhändlerin gearbeitet und München als Geburtsstadt hat. 

Cover des Buches Das Geheimnis von Murnau (ISBN: 9783839208496)
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Rezension zu "Das Geheimnis von Murnau" von Gretel Mayer

twentytwo
Die Betrogenen

Ein unglaublich brutaler Mord erschüttert der so gar nicht in das beschauliche Murnau passen will, erschüttert die Gemüter. Ein mysteriöser Fall, der den kurz vor seiner Pensionierung stehenden Kriminalbeamten Heini Reintaler kalt erwischt. Vor allem als sich zeigt, dass der Fall bis in seine Jungendzeit zurückreicht, beginnt für Reintaler ein emotionales Ringen im Kampf um Gerechtigkeit und einer späten Sühne, die es für ihn abzuarbeiten gilt. Doch seine anfängliche Angst, den Fall nicht mehr rechtzeitig aufklären zu können, bevor er in den wohlverdienten Ruhestand wechselt, weicht schon bald dem Gefühl, dass er vollkommen unverhofft die Chance erhalten hat altes Unrecht wieder gut zu machen und sein Weltbild wieder gerade zu rücken.

FAZIT
Ein spannender Krimi, der den Leser ins weit zurückliegende Jahr 1925 entführt und mit den durchgängig in bayerischem Dialekt gehaltenen Dialogen, für glaubhafte Authentizität sorgt.

Cover des Buches Das Geheimnis von Murnau (ISBN: 9783839208496)
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Rezension zu "Das Geheimnis von Murnau" von Gretel Mayer

SuEdelmann
Ein Mordfall erschüttert das beschauliche Murnau im Jahre 1925. Die Spur führt zum Künstlerpaar Gabriele Münter und Wassily Kandinsky

https://www.susanne-edelmann.de/2025/08/das-geheimnis-von-murnau/

Seit langem interessiere ich mich für die Künstlergruppe Blauer Reiter und habe schon etliche Bücher über die Künstler*innen gelesen, u.a. „Die Malerin“ von Mary Basson über Gabriele Münter und Wassily Kandinsky. Außerdem habe ich auf den Spuren der Blauen Reiter schon mehrere Tagesausflüge nach Murnau und ins sogenannte Blaue Land unternommen.

Deshalb wurde ich logischerweise gleich hellhörig, als ich las, dass dieser neue Krimi von Gretel Mayer auch von Münter und Kandinsky handelt. Hier zunächst der Klappentext:

Im Herbst 1925 wird Johann Reintaler im Murnauer Moos brutal ermordet aufgefunden und für Kommissar Heini Bieder beginnt eine schwierige Ermittlung. Hat der Wirt Sigi Kammleitner, bei dem Reintaler hohe Spielschulden hatte, etwas mit dem Mord zu tun oder gar die Schwester des Mordopfers, die dessen Gläubiger angeblich als ‚Pfand‘ angeboten wurde? Oder liegt der Schlüssel zum Verbrechen in den Ereignissen von 1909, als im Murnauer Russenhaus Gabriele Münter und Wassily Kandinsky künstlerische Meisterwerke des Blauen Landes schufen? (Zitat)

Der Erzählstrang von 1925 ist nicht chronologisch: Erzählt wird zunächst von dem brutalen Mord an Johann Reintaler und natürlich von den darauf folgenden Ermittlungen, aber in Rückblenden auch von den Ereignissen, die in den Tagen und Wochen kurz vor dem Mord passiert sind. In einem weiteren Erzählstrang kann man als Leser*in mitverfolgen, wie das spätere Mordopfer Johann Reintaler im Jahr 1901 das Künstlerpaar Münter und Kandinsky kennenlernte und dabei außerdem seine große Liebe traf.

Diesen Teil der Geschichte fand ich sehr interessant, vor allem die Darstellung von Gabriele Münter hat mir sehr gut gefallen. Den Erzählstrang von 1925 empfand ich hingegen leider als etwas zäh: Kommissar Heini Bieder steht kurz vor dem Ruhestand und hat eigentlich gar keine Lust, so kurz vor Dienstende noch in einem Mordfall zu ermitteln – zumal der seine Gefühlswelt dann auch noch ordentlich auf den Kopf stellt. Ihm zur Seite steht der junge, eifrige Murnauer Ortspolizist Pfleiderer, ein überzeugter Sozialist, der so manche Schikanen der in Murnau erstarkenden Nationalsozialisten aushalten muss. Die Ermittlungen treten lange Zeit auf der Stelle, scheinbare Motive verpuffen und die Spuren führen ins Nichts und so bleibt leider auch beim Lesen die Spannung oftmals auf der Strecke. Erst gegen Ende des Buches spitzt sich die Situation gehörig zu.

Erwähnt werden muss auch, dass ein Teil der Dialoge im bayerischen Dialekt geschrieben ist. Mir persönlich hat das keine Probleme bereitet und ich fand es auch stimmig für die jeweils sprechenden Figuren. Aber ich weiß nicht, ob sich Leser*innen von jenseits des Weißwurstäquators hier nicht eventuell ein wenig schwer tun, das vermag ich nicht zu beurteilen.

Was mich darüber hinaus an dem von mir gelesenen E-Book jedoch sehr gestört hat, waren zum einen die vielen Rechtschreib- / Grammatikfehler: Oft fehlte ein Wort, dafür waren an anderer Stelle Wörter doppelt. Kommas wurden leider zu sparsam eingesetzt, was den Lesefluss störte. Manchmal war ein Name falsch und einmal ein Satz so zerstückelt, dass der Sinn nicht mehr erkennbar war. Dazu kommt, dass ein Teil des Buches fett gedruckt ist, ein anderer normal und das wechselt von Absatz zu Absatz und ist ganz offensichtlich nicht gewollt. Warum merkt sowas niemand vor der Veröffentlichung?
(Ich habe mir dann so beholfen, dass ich in meinem E-Book-Reader die Verlagsschrift geändert und generell auf „fett“ gestellt habe, was vom Schriftbild her aber nicht so angenehm zu lesen war).

Fazit: Der Kriminalfall war zwar in sich schlüssig, hätte aber deutlich spannender erzählt werden können. Den Bezug zu Münter und Kandinsky fand ich glaubwürdig und gut dargestellt, auch das Ende des Buches war gelungen. Nur der Weg dorthin war streckenweise etwas mühsam.

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