Grigori Sintschenko Flucht aus Buchenwald

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Inhaltsangabe zu „Flucht aus Buchenwald“ von Grigori Sintschenko

Erlebnisbericht über die Gefangennahme, die Bedingungen im KZ Buchenwald, die Flucht aus dem KZ und das Leben als Flüchtling. Der Autor versteht es, seine Erlebnisse authentisch nachzuerzählen und gibt mit diesem Buch ein erschreckend ehrliches Zeugnis über seine Erlebnisse zur Zeit des zweiten Weltkrieges.

Schicksalsbericht eines Russen, im deutschen Arbeitslager und als Christ in Russland verfolgt

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  • Flucht aus Buchenwald

    Flucht aus Buchenwald
    CanYouSeeMe

    CanYouSeeMe

    17. July 2016 um 10:01

    Erlebnisbericht über die Gefangennahme, die Bedingungen im KZ Buchenwald, die Flucht aus dem KZ und das Leben als Flüchtling. Der Autor versteht es, seine Erlebnisse authentisch nachzuerzählen und gibt mit diesem Buch ein erschreckend ehrliches Zeugnis über seine Erlebnisse zur Zeit des zweiten Weltkrieges. Dieses Buch ist ein Teil der Lebensgeschichte von Grigori Sintschenko, kurz Grischa, dem Autor. Das Buch ist in drei Teile gegliedert. Der Schreibstil ist insgesamt okay zu lesen. An einigen Stellen hatte ich Probleme mit dem Lesefluss und konnte mich nicht recht auf den Inhalt konzentrieren. Zu bemängeln habe ich den sehr langen ersten Teil des Buches, in dem es nicht um das Leben im KZ Buchenwald geht, sondern um das vorige Leben von Grischa. Hier werden die politische und ökonomische Situation des damaligen Russlands aufgezeigt, so wird beispielsweise über die schreckliche Hungersnot im Jahr 1933 berichtet oder auch über die Arbeitssituation der jungen Menschen. Die Schilderungen sind alle sehr authentisch und schonen den Leser nicht durch eine verschönernde Erzählweise. Der Autor beschreibt seine Erlebnisse authentisch und ungeschönt. Der Teil von Grigoris Leben, der sich wirklich im KZ abgespielt hat, kam mir leider etwas zu kurz. Ich hätte mir gewünscht, dass hier auch so ausführlich beschrieben wird, wie die Zeiten vor und nach seiner Zeit dort. Dennoch sind auch die Beschreibungen, die gemacht werden, authentisch und ungeschönt. Insgesamt konnte mich das Buch nicht recht überzeugen – dafür kenne ich zu viele andere Zeitzeugenberichte, die mich mehr in den Bann gezogen haben und mich besser ansprechen konnten. Trotzdem ist ‚Flucht aus Buchenwald‘ ein interessantes und erschreckendes Buch.

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  • ein LEbensweg zum Glauben

    Flucht aus Buchenwald
    gusaca

    gusaca

    08. July 2016 um 16:09

    Bei diesem Buch handelt es sich um eine nicht ganz leichte Lektüre, die viele Informationen über die wirtschaftliche und politische Situation der Ukrainer zur Zeit des zweiten Weltkrieges enthält. Grigori Sinstschenko berichtet über seine Jugend, das Hungerjahr 1933 und seine VErschickung in ein deutsches Arbeitslager. Historische BEgebenheiten werden genauso erläutert wie das persönliche GEschick des Autors. Auf Grund seiner persönlichen Erlebnisse während seiner Gefangenschaft und späteren Flucht, bekennt sich Grigori zum christlichen Glauben und wird deshalb auch später in seiner Heimat verfolgt und inhaftiert. Sein BEricht mutet teilweise etwas naiv an, was auf jeden Fall seiner damaligen Jugend und seinem armen Elternhaus geschuldet ist. Trotzdem ist seine Erzählung für mich sehr informativ und auch schockierend. Grigori erfährt Grausamkeit aber auch Freundschaft und HIlfe. Seine Hoffnung und später sein Glaube trägt ihn und läßt ihn nicht verzweifeln. Er hat immer wieder Richtungsweisende Träume, die sich in irgendeiner Weise später bewahrheiten, wobei da natürlich ein sehr großer Interpretationsspielraum besteht. Zeitweise habe ich mich mit dem Buch etwas schwer getan, weil doch häufig die russische MEntalität des Autors für den LEser nicht immer leicht zu verstehen ist. Schonungslos wird über die Opfer des Nationalsozialismus, des Sozialismus und des Kommunismus berichtet. Vieles war für mich gerade im HInblick auf die Entwicklungen in der Ukraine neu und erfahrenswert. http://www.lovelybooks.de/autor/Grigori-Sintschenko/Flucht-aus-Buchenwald-531585006-w/rezension/1250772315/1250775413/ https://www.amazon.de/review/R1KQDYLNZ7XF9W/ref=cm_cr_rdp_perm?ie=UTF8&ASIN=393382852X http://www.buch.de/shop/home/suchartikel/flucht_aus_buchenwald/grigori_sintschenko/EAN9783933828538/ID13947520.html?jumpId=17935551&suchId=194ba169-bf8e-4603-8451-b34c771aac4a http://www.bol.de/shop/home/suchartikel/flucht_aus_buchenwald/grigori_sintschenko/EAN9783933828538/ID13947520.html?jumpId=18019859&suchId=4c16827f-3184-4adb-811d-0d2a5fb03a92 weltbild

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  • Habe mir mehr davon versprochen

    Flucht aus Buchenwald
    buchfeemelanie

    buchfeemelanie

    25. June 2016 um 19:18

    Leider kann ich diesem Buch nur 3 Sterne geben. Die eigentliche Handlung, das Leben und die Flucht aus Buchenwald beginnt sehr spät - für mich viel zu spät. Vorher wird aus Grieschas Leben berichtet, das Leben im damaligen Russland und den Hunger. Das ist teilweise nicht uninteressant gewesen. Doch die Handlung zog sich viel zu lange hin, sodass es erst nach 100 Seiten " richtig" los geht. Ich war gespannt mehr über das Leben im KZ Buchenwald zu erfahren, wobei diese doch viel zu kurz geschildert wurde.Somit finde ich den Titel und die Beschreibung nicht ganz so passend. Die Eigentliche Flucht war spannend, doch auch die Beschreibung von dem Leben danach hätte ich so ausführlich nicht gebraucht. Ich habe mir einfach mehr davon versprochen.Gerade die Foltermethoden im Gefängnis waren neu für mich. Jedoch hat mich Griescha als Mensch wenig berühert.Fazit: Nicht schlecht, aber für mich persönlich nur mittelmäßig

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    • 2
  • Ein mutiger, beeindruckender Mann

    Flucht aus Buchenwald
    mistellor

    mistellor

    21. June 2016 um 22:44

    Das unfassbare und beeindruckende Leben eines Mannes, der im Konzentrationslager Buchenwald war und auch später in der Sowjetunion in Arbeitslager gefangen gehalten wurde. Das Buch war für mich sehr schwer zu lesen. Der Autor hat in seiner Autobiographie exakt, ungeschönt, wahrheitsgemäß und ausführlich die Fakten berichtet, ohne die Leser zu schonen. "Und dann kam der Befehl, dass alle Juden den Deutschen ausgeliefert werden sollten. Ein riesiges Loch wurde hinter dem Traktorenwerk in Charkow ausgegraben. Tausende von Juden wurden zusammengetrieben und mit Maschinengewehren niedergeschossen.Einige wurden getötet, andere nur verletzt. Alle fielen ins Loch , und unmittelbar danach holten die Deutschen Traktoren und fingen an, das Loch mit Erde zuzuschütten. Sie machten sich nicht einmal die Mühe, die Verletzten zu töten. Die Soldaten begruben sie lebendig unter der Erde." (S.134) "Sie streckten mich, so dass meine Hände auf dem einen Tisch und die Beine auf dem anderen lagen. Der Körper hing dazwischen.. Meine Hände und Füße wurden angekettet..... und damit meine Schreie nicht die schwachen Nerven der Folterer strapazierten, machten sie Musik an. .......Ich wurde sehr langsam geschlagen. Man spürte es förmlich, dass die Folterer jeden Schlag genossen.......Nach dem zwanzigsten Schlag machten sie wieder eine Pause und tauschten die Plätze.....Mein Körper brannte unerträglich. Es kam mir vor, als ob ein heißes Eisen auf meinen Rücken lag und ich in viele kleine Teile gerissen wurde." (S.168) Der Autor hat eine wahre Odyssee hinter sich. Er wird als "Freiwilliger" nach Deutschland zum Arbeitseinsatz geschickt und kommt in ein Arbeitslager, wo er fast verhungert. Er flieht von dort, wird gefasst, kommt in Dresden ins Gefängnis, wo er bestalisch gefoltert wird (s.o.). Erstaunlicherweise überlebt er die mehrfache Folter und wird ins Konzentrationslager Buchenwald überstellt. Nach langer Zeit flieht er auch von dort und lebt versteckt im Wald. Nachdem er am Verhungern war, stahl er nachts auf einem Bauernhof zwei Hühner. " Zuerst nahm ich mir die Hühner vor.. Ich trat auf den Kopf, zog daran, und der Kopf fiel ab. Mit Heißhunger fing ich an, das Blut zu trinken. .......Um ein Huhn abzurupfen, hatte ich nicht genug Geduld. Ich riss es in Stücke und holte das Innere heraus. Der Leser möge es mir verzeihen, aber ich drückte das Innere des Darmes heraus und aß es zusammen mit den abgeschälten Eicheln......Ich aß langsam und kaute das Fleisch sorgfältig mit den Eicheln durch.Was für ein Genuß war es doch ! " (S.213-214). Er überlebt auch die Zeit im Wald, wird von einer christlichen Bauersfamilie gerettet und nicht verraten. Als der Krieg beendet war, wurden die überlebenden Kriegsgefangenen und Zwangsarbeiter gesammelt und wieder in ein Lager gebracht. "Am nächsten Tag wurden wir in Gruppen aufgeteilt. Die Frauen wurden in ein Frauenlager gebracht, von wo sie aus sie nach Hause geschickt werden sollten. Die Männer wurden noch einmal in zwei Gruppen ;die jüngeren bis fünfundzwanzig Jahren in die eine Gruppe und die älteren in die andere. Später erfuhr ich, dass die älteren Männer nach Sibirien zum Baumfällen geschickt wurden. Ich, wie auch der Rest der Gruppe, wurden in die Armee eingeschrieben." (S.254) So muss der Autor noch einige Jahre als Soldat dienen Dabei gerät er auch hier in Schwierigkeiten, da er sich zum christlichen Glauben bekennt und den christlichen Glauben ausübt. Das war in der UdSSR nicht sehr gern gesehen. Die Sowjetunion betrachtete das Christentum als eine Art Sekte. Daher wurde der Autor beschworen, sich von der "Sekte" abzukehren, was er verweigerte. Also landete er immer wieder in Gefängnissen oder Lagern. Mich hat das Buch sehr beeindruckt. Unfassbar fand ich den überwältigten Überlebenswillen des Autors. Man kann sich gar nicht vorstellen, so eine Tortur ohne massive Verletzungen an Körper und Geist zu überstehen. Dass er es überleben konnte, da hat ihm sicher sein Glaube geholfen. Ich bin froh, dass Grigori Sintschenko seine Lebenserinnerungen aufgeschrieben hat. Es darf niemals in Vergessenheit geraten, wie Menschen in totalitären Staaten verraten, gefoltert und unmenschlich behandelt wurden und werden.

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    • 3
  • Ein besonderer Lebensbericht

    Flucht aus Buchenwald
    Curin

    Curin

    21. June 2016 um 17:40

    Grigori Sintschenko wächst in der Ukraine auf, erlebt dort die Kollektivierung und muss schon früh als Heizer eine schwere Arbeit tun. Als der zweite Weltkrieg ausbricht und das Land eingenommen wird, wird Grischa zum ,,freiwilligen Arbeiten" nach Deutschland geschickt, wo er nach mehreren Zwischenstationen nach Buchenwald geschickt wird... .Mich hat dieses Buch beim lesen sehr beeindruckt und auch berührt. Grischa erlebt schon in der Ukraine viele schlimme Dinge und bekommt von seinem Vorarbeiter Onkel Tim sehr detailliert beschrieben, wie sich der künstlich herbei geführte Hungerwinter 1933 abgespielt hat. Als Leserin war ich sehr oft schockiert und auch richtig mitgenommen. Aus seiner Zeit in Deutschland werden auch so viele schreckliche Dinge erzählt, so dass man sich manchmal fragt, was ein Mensch alles aushalten kann.Grischa schreibt schlicht und einfach, was seine Geschichte sehr glaubwürdig macht. Gefreut habe ich mich auch, dass er zum christlichen Glauben findet und so auch neben den schlimmen auch viele besondere Erlebnisse mit Gott hat.Ich denke, dass Grischa mit seinem Lebensbericht einen wichtigen Teil dazu beiträgt, den Hungerwinter und das Leid in den Lagern nicht zu vergessen. Viele Dinge habe ich so das erste Mal gelesen. Für mich ist ,,Flucht aus Buchenwald" ein besonderes Buch, welches ich hier gerne weiterempfehle.

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  • Leserunde zu "Flucht aus Buchenwald" von Grigori Sintschenko

    Flucht aus Buchenwald
    Sonnenblume1988

    Sonnenblume1988

    Ich möchte euch ganz herzlich zu einer neuen Leserunde einladen: Der Lichtzeichen-Verlag stellt  fünf Exemplare des Buches "Flucht aus Buchenwald" von Grigori Sintschenko zur Verfügung. Vielen Dank an den Verlag  für die Unterstützung der Leserunde! Zum Inhalt: "Erlebnisbericht über die Gefangennahme, die Bedingungen im KZ Buchenwald, die Flucht aus dem KZ und das Leben als Flüchtling. Der Autor versteht es, seine Erlebnisse authentisch nachzuerzählen und gibt mit diesem Buch ein erschreckend ehrliches Zeugnis über seine Erlebnisse zur Zeit des zweiten Weltkrieges. " Bitte bewerbt euch bis zum 23. Mai hier im Thread und beantwortet die Frage, warum euch das Thema interessiert. Wir bitten euch, vor eurer Bewerbung folgende Punkte zu berücksichtigen:  - Der Gewinner verpflichtet sich dazu, sich innerhalb von ca. 4 Wochen mit den anderen Teilnehmern über alle Leseabschnitte auszutauschen und eine Rezension zu schreiben. - Es können nur Bewerber berücksichtigt werden, deren Profil öffentlich ist und die mindestens eine Rezension in ihrem Profil haben. - Bitte beachtet, dass in diesem Buch christliche Werte eine wichtige Rolle spielen. Ich freue mich auf eure Bewerbungen. Wer ohne Verlosung mitlesen möchte, kann dies natürlich auch sehr gerne tun. Das Buch könnt ihr unter www.lichtzeichen-shop.de für 9,95 € (Buchpreis)  bestellen. Dort könnt ihr auch sehr gerne eure Rezension hinterlassen.

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    • 73
  • Flucht aus Buchenwald ( Grigori Sintschenko)

    Flucht aus Buchenwald
    MiniBonsai

    MiniBonsai

    17. June 2016 um 20:56

    CoverDas Buch habe ich als Mobi-Datei auf dem Kindle gelesen. Von daher kann ich zur Aufmachung und dem Cover wenig sagen.Das Cover-Motiv zeigt den Grenzzaun eines Lagers/Arbeitslagers. InhaltGrigori, genannt Grischa, erzählt zunächst von seiner Kindheit und Jugend in der Kolchose. Er ist intelligent, kann aber nicht weiter zur Schule gehen. Nach der Schule muss er als Teenager in die Stadt Charkow als "Lehrjunge" zur betrieblichen Ausbildung. Es ist die Zeit des Wandels vom Sozialismus zum Kommunismus in der Sowjetunion. Sein Lehrherr, den er Onkel Tim nennt, erzählt nach näherem Kennenlernen von seinem eigenen Leben und bestärkt Grischa darin, niemals aufzugeben. Die Arbeiter werden ausgebeutet und die Wirtschaftspläne fordern Tribute an die Qualität, was wiederum auf dem Rücken der Arbeiter ausgelassen wird.Als der zweite Weltkrieg ausbricht, muss Grischa an die Front. Er flieht von dort, wo sie Gräben ausheben müssen. Die Deutschen behaupten mit dem Einmarsch, dass sie als Befreier kommen, aber sie bringen Not und Elend.Grischa muss mit weiteren Jugendlichen als Zwangsarbeiter nach Deutschland.Er hat im Lager prophetische Träume durch die er bestärkt wird, dass er überleben wird. Auch seine Freundin, mit der er etwas Zeit verbringt im Lager, hat Zukunftsbestimmende Träume. Deshalb flieht Grischa dann aus dem Lagergefängnis.Seine Qualen haben aber noch lange kein Ende, denn er wird in Dresden im Gefängnis fest gesetzt. Dort werden die Gefangenen unglaublichen Torturen ausgesetzt. Grischa glaubt an seinen Traum - und überlebt das Gefängnis und anschließend auch Monate in Buchenwald. Immer wieder gibt es Menschen, Begegnungen und Ereignisse, die ihm gut zuspielen. Während der Zeit nach seiner Flucht aus Buchenwald wird ihm gewiß, dass Gott ihn gelenkt hat und er beginnt an Gott zu glauben. Zum Kriegsende hin wird er in einer christlichen deutschen Familie aufgenommen. Wieder fügt sich einiges zum Guten für Grischa.Nach Kriegsende wird sein Heimweh aber so übermächtig, dass er als Rückkehrer in seine Heimat zurück geht und dort zum wehrdienst verpflichtet wird.Als schlauer Kopf, der vieles gehört und gesehen, erlebt und überlebt hat, fällt er den Machthabern auf und gerät erneut in Schwierigkeiten, weil er zu viel darüber redet. Und auch sein Christsein fällt auf und bringt ihn in Schwierigkeiten. Dennoch hält er am Glauben fest und vertieft ihn, lässt sich auch taufen. Er geht in Gottesdienste und zu Jugendtreffen.Nach der Entlassung aus dem Wehrdienst kehrt er in sein Heimatdorf zurück. Aufgrund der Armut geht er aber dann in die nächste Stadt und lernt dort in der Gemeinde seine Frau kennen. Mit ihr gründet er eine Familie und lebt weiterhin den Glauben offen aus.Das bringt ihn erneut ins Gefängnis, denn Religionsausübung wird in der UdSSR verfolgt. Er bleibt aber stark in seinem Glauben.FazitDas Buch hat mir gezeigt wie wenig wir "im Westen" in der Schule über Russland/UdSSR/Sowjetunion gelernt haben. Die vielen russischen Begriffe machten das Lesen am Anfang teilweise schwierig.Gerade das macht für mcih aber auch den Reiz des Buches aus: über die Judenverfolgung habe ich schon einiges gelesen, auch über die Verfolgung politischer Gegner und Behinderter. Aber die russischen und polnischen Zwangsarbeiter waren für mich bisher sowas wie ein "blinder Fleck".Und gerade die Entwicklung in Russland nach dem 2. Weltkrieg habe ich nahezu überhaupt nicht verfolgt und dazu so gut wie kein Wissen. Insofern ein Buch, das mich persönlich weiter gebracht hat.Sprachgefühl und RechtschreibungLeider ist das Buch aus meiner Sicht schlecht übersetzt worden. Insbesondere im letzten Teil gibt es vermehrt Rechtschreibfehler (wobei ich nicht weiß ob das ggf bei der Printversion besser ist).Irgendwie habe ich den Eindruck, dass der Inhalt besser hätte aufgearbeitet werden können. Es wirkt teilweise so als ob Grischa das alles in kurzer Zeit aufgeschrieben hat, um seiner Familie etwas zu hinterlassen. Oder als ob es aus seinen Erzählungen später nachgeschrieben wurde.Irgendwie sind einige Stellen einfach nicht "rund" für mich. Teilweise weiß man nicht in welcher Zeit man gerade ist, wer gerade etwas erzählt (da er auch Erzählungen anderer an ihn eingebaut hat), wo man gerade ist.Deshalb auch Punktabzug von mir.

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  • Flucht aus Buchenwald

    Flucht aus Buchenwald
    Siko71

    Siko71

    16. June 2016 um 09:48

    In diesem Buch erzählt der Autor Grigori Sintschenko seine schlimmsten Erlebnisse aus seiner Jugendzeit. Als Knabe von den Eltern in die Stadt geschickt um dort zu Arbeiten und Geld zu verdienen, lernt er Onkel Tim kennen. Diese Freundschaft ist etwas ganz besonderes. Tim erzählt aus seinem Leben und ermutigt Grischa immer wieder egal was kommt du wirst leben.Onkel Tim erzählt über die Hungesnot 1933. Der Bevölkerung wurde Glauben gemacht, dass diese von ihnen und Mißernten verschuldet wurde. Aber es stecken die hohen Herren dahinter.Grischa macht eine sehr schlimmer Erfahrung im KZ Buchenwald. Auf dem Weg dorthin erlebt er viele grausame Torturen, in Buchenwald ebenso und nach der Flucht aus Buchenwald wird es nicht viel besser. Er bekennt sich zum christlichen Glauben und muß auch da die Erfahrung machen, dass die Kommunisten ihm überall Steine in den Weg legen.Ein für mich sehr ergreifender Roman bzw. Erzählung, die mir an vielen Stellen unter die Haut ging und mir die Tränen in die Augen getrieben hat. Bei uns in der DDR wurde die damilige UdSSR uns als lieber guter großer Bruder verkauft. Aber in diesem Buch werden die nackten Tatsachen auf den Tisch gelegt. Ich kann einfach nur 5 Sterne geben und werde dieses Buch weiterempfehlen.

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