Grit Poppe Abgehauen

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Inhaltsangabe zu „Abgehauen“ von Grit Poppe

1989 in der DDR, Geschlossener Jugendwerkhof Torgau: Die rebellische Gonzo soll hier, wie schon ihre Freundin Anja, Heldin von „Weggesperrt“, zu einer „sozialistischen Persönlichkeit“ umerzogen werden. Hilflos ist sie den brutalen Methoden der Erzieher ausgeliefert und zerbricht daran fast. Auf dem Weg zu ihrem alten Jugendwerkhof gelingt ihr die Flucht. Sie will endlich frei sein! In einer Kleingartenanlage trifft sie auf René, der in den
Westen abhauen will. Gemeinsam schaffen sie es über die grüne Grenze bis in die Prager Botschaft ...

authentisch, da kommen alte Erinnerungen und Gefühle wieder hoch

— CorneliaP

Super interessant und absolute Bücherempfehlung für Jugendbücher mit historischem Hintergrund.

— Michaela11

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  • Leserunde zu "Schuld" von Grit Poppe

    Schuld

    katja78

    Liebe und Verrat im Schatten der Mauer Zum 25. Jahrestag des Mauerfalls: ein brisantes Stück der DDR-Geschichte erstmals in literarischer Umsetzung, von der preisgekrönten Autorin des Erfolgsromans »Weggesperrt« Jana ist fünfzehn, lebt mit ihren linientreuen Eltern in der DDR und ist zum ersten Mal verliebt. In Jakob. Aber ihre Eltern verbieten ihr den Umgang mit Jakob. Sie nennen ihn einen Staatsfeind. Außerdem hat Jakobs Familie einen Ausreiseantrag gestellt. Sieht Jana ihren Freund vielleicht bald nie wieder? Und dann verschwindet Jakob wirklich. Er landet im Gefängnis, weil es in seinem Land gefährlich ist, Kritik am System zu üben. Jana vermisst Jakob so sehr und macht sich schreckliche Vorwürfe. Hätte sie besser auf ihn aufpassen müssen? Wurde Jakob verraten? Und war das vielleicht sogar ihre Schuld? Weitere Titel  von Grit Poppe zum Thema Weggesperrt Abgehauen Zur Autorin Grit Poppe wurde 1964 in Boltenhagen an der Ostsee geboren. Sie studierte am Literaturinstitut in Leipzig. Von 1989 bis 1992 engagierte sie sich in der Bürgerbewegung „Demokratie Jetzt“. Heute schreibt sie Bücher für Kinder und Jugendliche. Für ihren ersten Jugendroman „Weggesperrt“, der 2009 im Dressler Verlag erschien, wurde sie mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem „Gustav-Heinemann-Friedenspreis für Kinder- und Jugendliteratur“. Grit Poppe lebt mit ihrer Familie in Potsdam. Ich suche für dieses anspruchsvolle Buch 20 Leser für eine Leserunde. Blogger können sich gerne mit Bloglink bewerben. Bewerbungsfrage: Welche Erinnerungen habt ihr noch an den Mauerfall? Wir freuen uns auf eure Bewerbungen!                         Katja von Ka-Sas Buchfinder Schaut doch mal ins aktuelle Programm vom Dressler Verlag, vielleicht findet ihr dort die Lektüre, um den Sommer einzuleiten . *** Wichtig *** Ihr solltet Minimum 2-3 Rezension in eurem Profil haben, damit ich sehen kann wie ihr eure Rezensionen schreibt und wie aussagekräftig/aktuell sie sind. Nehmt doch einfach euer zuletzt gelesenes Buch und schreibt darüber. Ein Leitfaden, wie eine Rezension aufgebaut ist, findet ihr hier: http://www.lovelybooks.de/Leitfaden_Rezensionen.pdf *Der Erhalt des Rezensionsexemplares verpflichtet zur Teilnahme in der Leserunde (posten und den Leseabschnitten und das anschließende Rezensieren des Buches) Es werden nur Bewerber mit aussagekräftigen Rezensionen berücksichtigt

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  • Etwas besser als Weggesperrt

    Abgehauen

    georg99

    05. April 2013 um 16:12

    Nachdem ich das Buch Weggesperrt gelesen hatte, bin ich eher zufällig auf dieses Buch gestoßen, als ich ein Geschenk für meinen Bruder gesucht habe. Ich finde gut, dass die geschichte von Gonzo gesondert aufgegriffen wird. An dem Buch finde ich schön, dass die Flucht aus der DDR über Tschechien beschrieben wird, nachdem schon das Leben im Jugendwerkhof (Buch Weggesperrt) thematisiert wurde. Ich fand Abgehauen etwas besser, warum weiß ich nicht so genau, vielleicht mag ich das Thema(die Flucht) lieber.

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  • Rezension zu "Abgehauen" von Grit Poppe

    Abgehauen

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    17. November 2012 um 18:56

    "Agehauen" ist, wie schon "Weggesperrt" ein wahnsinnig gefühlvolles Buch. Die 16jährige Gonzo muss in einem Heim schlimmste Schikanen erleiden. Trotz des Gespinstes von körperlicher Gewalt und Psychoterror versucht sie sich selbst und ihren Lebensprinzipien treu zu bleiben. Der Leser atmet hörbar auf, als ihr die Flucht gelingt und sie im weiteren Geschehen den JungenRené kennen lernt, der sie beschützen möchte. Überwältigt von der Solidarität in der Prager Botschaft, in welcher die Flucht der Beiden ein Ende findet, fiebert der Leser mit. "Abgehauen" ist ein Buch, das man erst nach dem Umblättern der letzten Seite wieder aus der Hand legt. Es ist Emotion und Spannung pur und dabei gleichzeitig auch Geschichtsaufbereitung. Der Schreibstil der Autorin Grit Poppe ist - wie auch in allen ihren anderen Werken - flüssig, fesselnd und warmherzig. Ich gebe dem Buch 5 von 5 Sternen.

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  • Leserunde zu "Abgehauen" von Grit Poppe

    Abgehauen

    GritPoppe

    Die 16-jährige Gonzo kennt kein Zuhause. Sie hat ihre Kindheit in den Spezialheimen der DDR verbracht. Und irgendwann ist sie direkt in der Hölle aus Willkür und Gewalt gelandet: im Geschlossenen Jugendwerkhof Torgau. Zur Strafe sitzt Gonzo dort in der Dunkelzelle und ist den brutalen Methoden der Erzieher hilflos ausgeliefert. Als sie in einen anderen Jugendwerkhof gebracht werden soll, gelingt ihr die Flucht. Aber wo soll sie hin? Dann trifft sie René, der in den Westen will. Kann Gonzo ihm trauen? Und wird sie jemals wirklich frei sein? „Abgehauen“ ist der Nachfolgeroman von „Weggesperrt“ – aber keine Fortsetzung im eigentlichen Sinne, denn erzählt wird hier die Geschichte von Gonzo, der Freundin von Anja, der Protagonistin aus dem ersten Buch. (Wer also „Abgehauen“ lesen möchte, muss „Weggesperrt“ nicht unbedingt kennen.) Der erste Band wurde (und wird ;-) von Jugendlichen (ab 14) und auch von Erwachsenen gelesen. Auch „Abgehauen“ wendet sich sowohl an jüngere als auch ältere Lesende. Auf meiner Website finden sich sowohl Infos zur Neuerscheinung „Abgehauen“ (und zu meinen anderen Büchern und zu mir), als auch Hintergrundinformationen zu den Zeitzeugen (z. B. ein authentischer Fluchtbericht oder auch Originaldokumente aus dem Geschlossenen Jugendwerkhof Torgau). Wie es in dieser Disziplinaranstalt für Jugendliche ausgesehen hat, könnt Ihr hier sehen. Auch ein Blick ins Buch ist schon mal möglich: Leseprobe Interessieren würde mich, wie Euch Leseprobe und Cover gefallen und was Ihr nach diesen ersten Eindrücken erwartet. Der Dressler Verlag stellt für die Leserunde 25 Freiexemplare zur Verfügung – ganz herzlichen Dank dafür -, und Ihr könnt Euch bis zum 9. September bewerben, um eines davon zu erhalten. (Wenn Ihr denn Lust habt a) das Buch zu lesen und b) mit mir darüber zu reden bzw. schreiben.) Teilnehmen an der Leserunde kann man natürlich außerdem auch, wenn man das Buch schon besitzt. Ich freue mich schon sehr auf die Leserunde und bin gespannt auf einen regen Austausch! News zum Buch natürlich auch auf Facebook!

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  • Rezension zu "Abgehauen" von Grit Poppe

    Abgehauen

    Vimpsy

    14. November 2012 um 22:00

    Die 16-jährige Gonzo lebt im geschlossenen Jugendwerkhof Torgau. Nein, sie lebt nicht, sie erlebt - und zwar die Hölle. Angefangen von Dunkelarrest bis hin zur Brutalität der Erzieher - Gonzo muss all dies mitmachen. Aus purer Verzweiflung verletzt sie sich sogar selber, damit sie ins Krankenhaus kommt. Raus - nur raus aus dieser Hölle. So kaputt ist ihre Seele. Als sie eines Tages in einen anderen Jugendwerkhof gebracht werden soll, gelingt ihr die Flucht. Aber was tun, wenn man frei, zerbrochen und ohne Geld und Plan ist? Sie schlägt sich durch und trifft auf René. René meint es gut mit Gonzo und weiht sie in seine Fluchtpläne in den Westen ein. Sie zögert, entschließt sich aber, die Reise mit René anzutreten. Am nächsten Tag treten die Beiden die Reise in die vermeintliche Freiheit an und haben dabei einige Hindernisse zu überwinden. Abgehauen ist nach Weggesperrt, das 2. Buch von Grit Poppe, indem sie ein Thema anspricht, über das lange geschwiegen wurde. Der unmenschliche, erniedrigende Umgang mit aufsässigen Jugendlichen in den Jugendwerkhöfen der DDR. Auf eine sensible, aber doch realistische Art und Weise wird dem Leser nahe gebracht, was damals hinter den hohen Mauern mit dem Stacheldraht drauf, geschehen ist. Auch die Flucht und die Erlebnisse auf ihrer Reise in den Westen, sind teilweise zum Kopfschütteln. Mir ging es so, dass ich mich sehr oft dabei erwischt habe, das Buch oft als Geschichte abzuhandeln, dabei musste ich mir desöfteren klar machen, dass es wirklich so abging. Trotz des schwierigen Grundthemas, kommen aber auch Freundschaft, Liebe, Hilfsbereitschaft und Zusammenhalt nicht zu kurz. Mich hat Abgehauen sehr berührt und zum nachdenken angeregt, wie auch schon Weggesperrt. Von mir gibt es die volle Punktzahl und die Hoffnung auf ein weiteres Buch von Grit Poppe zu diesem Thema. Ich kann Abgehauen nur wirklich jedem ans Herz legen und kann es ausnahmslos weiterempfehlen.

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  • Rezension zu "Abgehauen" von Grit Poppe

    Abgehauen

    Starlet

    24. October 2012 um 11:20

    Die rebellische Teenagerin Gonzo flieht immer wieder aus ihrem Jugendwerkhof, weswegen sei letztendlich in den geschlossenen Jugendwerkhof Torgau kommt. Hier geht es sehr brutal zu, die Erzieher wollen den Willen der Jugendlichen brechen mit schrecklichen Maßnahmen. Auf dem Rücktransport von Torgau zu ihrem Jugendwerkhof gelingt ihr die Flucht. Sie schlägt sich selbst durch, bis sie auf René trifft, der zu seinem Vater in den Westen fliehen will. Gemeinsam machen Sie sich auf zur Prager Botschaft, in der bereits einige Flüchtlinge auf ihre Ausreise in die Bundesrepublik hoffen. Die ersten Kapitel haben mich sehr erschüttert, es ist unglaublich, wie die Jugendlichen im Jugendwerkhof Torgau behandelt werden. Bereits hier konnte ich schon feststellen, dass "Abgehauen" nicht nur für Jugendliche zu empfehlen ist. Gonzo ist ein rebellischer Teenager, die im Jugendwerkhof Torgau zu einer "sozialistischen Persönlichkeit" erzogen werden soll. Hierfür werden Maßnahmen wie beispielsweise eine Dunkelzelle eingesetzt, in der sie tagelang ausharren muss. Auf dem Rücktransport von Torgau in ihren alten Jugendwerkhof gelingt ihr die Flucht. Sie schlägt sich ein paar Tage allein durch, findet jedoch immer wieder hilfsbereite Menschen. Als sie einige Tage nach ihrer Flucht auf René trifft, beschließt sie, sich ihm anzuschließen. René will in den Westen fliehen. Die beiden erreichen schließlich die Prager Botschaft. Die schwere Zeit für die Flüchtlinge dort, das auf und ab der Gefühle ist sehr berührend. Empfehlen kann ich das Buch allen, die sich für Bücher mit geschichtlichem Hintergrund interessieren. Zwar beruht die Handlung nicht auf einem Tatsachenbericht, dennoch ist über den Jugendwerkhof Torgau gut recherchiert worden, außerdem wurden geschichtliche Fakten eingebaut. Vor allem die damalige Flüchtlingswelle hat mich interessiert. Von den Jugendwerkshöfen hatte ich bislang noch nichts gehört und bin noch immer schockiert. Am Ende des Buches findet man eine kleine Chronik der Flüchtlingswelle und friedlichen Revolution von 1998/1990. Dies ist besonders für Jugendliche interessant, die diese bewegende Zeit nicht selbst miterlebt haben. Ich kann mir das Buch auch sehr gut als Schullektüre vorstellen.

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  • Rezension zu "Abgehauen" von Grit Poppe

    Abgehauen

    BeBubbly

    22. October 2012 um 18:18

    Hier findet ihr die komplette Rezension: http://bubbly-books.blogspot.de/2012/10/rezension-abgehauen-grit-poppe.html Meinung: Schon in Weggesperrt war ich total begeistert von dem Schreibstil, denn dieses Buch ist schließlich kein Fantasy-Roman. Grit Poppe hat einen sehr jugendlichen und frischen Schreibstil, der so auch zur Geschichte passt. Sie trägt nie zu viel auf, so dass man immer weiß, so oder so ähnlich hat sich die ein oder andere Geschichte von Jugendlichen damals vielleicht wirklich angehört. Und das macht den Schreibstil so bewundernswert, man kommt nie auf den Gedanken "es ist bloß eine Geschichte", sondern man fühlt wirklich mit. Die Charaktere haben mir aber in diesem Band noch mehr gefallen als in Weggesperrt, denn Gonzo ist eine Person, die man einfach mögen muss. Sie ist total sympatisch und nicht so verbittert, wie man es vielleicht zu Anfang erwartet, ganz im Gegenteil, trotz ihrer Vergangenheit ist sie eine sehr emotionale Person, nur ihr Vertrauen hat in ihrem Leben sehr gelitten, da sie so viel schlechtes erfahren musste. Man kann sich durch den Schreibstil außerdem total gut mit ihr identifizieren und ihrer Handlungen nachvollziehen. Und sie war manchmal einfach zu süß, z.B. als sie die Verantwortung für Anja übernehmen wollte, obwohl sie selber nicht besser dran war. Aber ich finde wir haben ein bisschen wenig von René lesen dürfen. Ich hätte gerne mehr von ihm gehabt. Trotzdem war es so spannend, weil man seine Beweggründe erst ziemlich spät erfahren hat und auch hier waren Gonzos Zweifel wegen René total nachvollziehbar, obwohl ich wusste, dass er sie einfach mögen muss. Denn wie kann man Gonzo nicht mögen, allein schon der Name (der aus der Sesamstraße stammt) ist einfach Klasse und ich finde er hört sich wirklich besser an als Nicole Pätzold. Auch die zahlreichen Nebencharaktere waren wirklich wichtig, und davon waren viele auch wirklich toll, zudenen zählt auch Anja, die den Protagonistin in Weggesperrt ist und am Ende noch einmal persönlich auftaucht. Doch auch die anderen Charaktere, vor allem die, die Gonzo ans Herz wachsen sind unverzichtbar. Und es kamen auch Charaktere wieder vor, mit denen ich nicht mehr gerechnet hätte. Doch es gab auch ein paar bedenkliche Charaktere, wie den Erzieher in Torgau .. Ich war ziemlich gespalten was das anging, klar wollte ich mehr erfahren, aber auch einiges hätte ich auch verzichten können, besonders wenn ich den Tränen nah war. Dann gab es auch Stellen, die ich schon aus Weggesperrt kannte oder mir den Teil denken konnte, aber trotzdem war es echt übel wieder davon zu lesen, denn die Zustände in Torgau sind alles andere als toll. Vieles ist total genau beschrieben und einfach furchtbar und das prägt einen auch, so etwas vergisst man schließlich nicht so schnell .. Wahnsinn wie die Regierung so etwas zulassen konnte, so etwas kann man Jugendlichen einfach nicht zumuten, besonder da die meisten echt nicht so furchtbar waren, dass man sie da rein stecken musste. Aber je schlimmer die Situation war (am schlimmsten war es in der Dunkelzelle), desto mehr war ich von Gonzo begeistert, denn sie ist eine echte aber gefühlvolle Kämpfernatur, und dazu eine tolle Persönlichkeit. Gerade weil ich die ganze Zeit auf Hochspannung war und um Gonzo gebangt habe, musste ich mich immer losreißen. Doch das Buch hatte nicht nur traurige und brutale Stellen, es gab viele Stellen, die die Hoffnung wieder aufleben lassen haben und die den Glauben an den Menschen bestärkt haben, besonders wenn ich an die ganzen Überraschenden Momente denke. Und manchmal hat eben auch eine Person wie Gonzo ganz viel Glück, so wie bei ihrer Flucht. Und dann kamen sie in der Botschaft an und ich war total gerührt und musste so oft weinen, weil es so emotional in der Botschaft war, besonders da so viele Leute auf einem Platz verweilen. Fazit: Als ich dieses Buch im Hugendubel gesehen habe, wusste ich dass ich es haben muss, obwohl Weggesperrt "nur" eine Prüfungslektüre war. Und ich wusste ich komme nicht daran vorbei. Und dann habe ich gesehen, dass Frau Poppe eine Leserunde auf Lovelybooks veranstaltet, natürlich hoffte ich darauf, dass ich dabei sein darf, und schwups ich hatte ganz viel Glück.. Und darüber war und bin ich wirklich froh, denn das Buch ist echt lesenswert. Auch wenn ich wie viele andere noch auf ein Buch aus Tom's Sicht hoffe. Aber nun komme ich wieder zu Gonzo's Geschichte, die ich am liebsten am Stück verschlungen hätte, was während der Schulzeit aber fast unmöglich ist. Und obwohl ich meine Zeit gebraucht habe, mochte ich die Geschichte um Gonzo mehr und mehr. Besonders hat mir der Punk "gefallen", er war einfach da als Gonzo einsam war, und war der Trichter für ihre Gefühle, an die sie nicht einmal denken wollte, aber ich glaube sie brauchte das um es zu verarbeiten und um es nicht zu verdrängen. So wie Anja in Weggesperrt den Panter gebraucht habe um durchzuhalten. Weitere Highlights waren für mich die Gedichte, Kindergeschichten und Lieder, denn die gehören einfach zu Gonzo wie schon in Weggesperrt, es war einfach etwas, dass die Geschichten noch lebendiger wirken ließ. Auch wenn diese Lebendige manchmal echt hart war, da man allein schon beim lesen weinen musste, weil Gonzo so schreckliche Dinge angetan wurden, und die Geschichten und Lieder haben sowohl ihr als auch mir einfach Kraft gegeben, wie eine Beschwörungsformel. Vor allem kamen Gonzo's Gefühle sehr intensiv rüber und nicht verschleiert, was manches noch um einiges krasser machte. Aber es gab auch einen Vergleich, der sich in meinen Kopf gebrannt hat. Hier meine ich den Vergleich von Gonzo un dem Vogel, den sie in einen Käfig sperren wollte, wie sie eingesperrt wurde, einfach ein Vergleich, der nicht fehlen darf. Und nun muss ich Frau Poppe danke sagen, denn ich will in den nächsten 2 Jahren unbedingt nach Prag und die Stadt ein wenig erkunden, ich dachte direkt an unsere Studienfahrt, doch leider waren wir ein wenig zu spät dran um nach Prag zu fahren, dann werde ich diese Reise wohl einmal privat antreten. Ach ja und diese Buch beihaltet einen Satz den ich wahrscheinlich so schnell nicht mehr vergessen werde. "Wir werden sie immer wieder daran erinnern, was sie uns angetan haben." Gänsehaut Denn dieser Satz ist für mich einer der wichtigsten in diesem Buch, denn auch ich bin der Meinung, dass man daran erinnern muss, sodass etwas wie in Torgau nie wieder vor unseren Augen passiert! Das darf einfach nicht sein. Nun kann ich das Buch wirklich jedem empfehlen, der sich für die DDR interessiert, denn Frau Poppe hat sehr viel recherchiert. Außerdem ist es ein tolles Buch für Jugendliche die gerne etwas sinnvolles lesen, dass sie zum nachdenken anregen soll. Aber auch für Menschen, die sich für Pädagogik & Psychologie interessieren ist das ein Buch, dass man gelesen haben muss. Zurecht war der Vorgänger ein Prüfungsbuch. An dieser Stelle muss ich aber noch sagen, dass man Weggesperrt nicht gelesen haben muss, um Abgehauen zu lesen, denn alles wichtige wird nochmal erklärt und der Rest ergibt sich von selbst.

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  • Rezension zu "Abgehauen" von Grit Poppe

    Abgehauen

    Buchfan276

    09. October 2012 um 15:41

    Grit Poppe erzählt in ihrem zweiten Roman von der sechzehnjährigen Gonzo, die in einem Jugendwerkhof der DDR festgehalten wird. Die Lebensumstände dort sind unmenschlich und widerlich, die Erzieher machen den Jugendlichen das Leben zur Hölle. Eines Tages jedoch schafft sie es, von dort abzuhauen. Auf der Flucht lernt sie René kennen, und gemeinsam schmieden sie einen mutigen Plan: Sie wollen in den Westen! Schon Grit Poppes erstes Buch wurden von vielen Seiten hoch gelobt, und auch das zweite steht seinem Vorgängerband in nichts nach. Sie schreibt flüssig und gut zu lesen, wobei stets darauf geachtet wird, die Gefühle realitätsnah zu vermitteln. Dies ist der Autorin wunderbar gelungen. Auf geschickte Weise verpackt sie die Emotionen so und stellt die Personen im Buch so detailliert und sympathisch vor, dass einem Passagen im Buch zuweilen sehr nahe gehen. Das Buch ist in vier größere Abschnitte gegliedert, wobei ein jeder nochmal in Kapitel unterteilt ist. So ist das Buch sehr übersichtlich und gut strukturiert. Besonders herauszuheben ist meiner Meinung nach das brisante und interessante Thema des Buches und das, was Grit Poppe daraus macht. Sie erschafft eine Möglichkeit, sich mit der deutschen Geschichte auf spannende und interessante Weise auseinanderzusetzen. Unterstützend ist hierbei das Glossar und die aufschlussreichen Erklärungen im Anhang. Das nächste Buch von der Autorin wird garantiert wieder von mit gelesen und gerne würde ich noch mehr Sterne als fünf vergeben, leider geht das nicht.

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  • Rezension zu "Abgehauen" von Grit Poppe

    Abgehauen

    kampfsenf

    08. October 2012 um 19:38

    "Abgehauen erzählt die Geschichte der 16-jährigen Gonzo, der 1989 die Flucht aus dem geschlossenen Jugendwerkhof Torgau gelingt. Anfangs schlägt sie sich alleine durch, später lernt sie den 18-jährigen René kennen und schliesst sich ihm gen Westdeutschland an. Das Buch gilt als Fortsetzung von "Weggesperrt", es kann aber auch unabhängig davon alleine gelesen werden. (Ich kenne "Weggesperrt" auch (noch) nicht und kann bestätigen dass man den Vorgängerroman nicht gelesen haben muss um alles zu verstehen. Der Autorin ist ein geniales Buch gelungen. Die Geschichte von Gonzo wird auf eine Art und Weise beschrieben dass man es sich regelrecht ganz genau vorstellen kann wie Gonzo sich fühlt und was sie durchgemacht hat. Gerade der erste Abschnitt ist so authentisch beschrieben, dass man förmlich den Modergeruch der Zelle in der Nase hatte. Das ganze Buch hindurch fiebert man mit Gonzo mit ob sie die Flucht schafft, oder ob sie nicht doch noch wieder von den "Erziehern" des Jugendwerkhofes eingesammelt wird. Dem Leser werden in diesem Buch ansatzweise die Umstände in der ehemaligen DDR vor Augen geführt und in Erinnerung gerufen, was im Osten der Republik vor gar nicht allzulanger Zeit vor sich ging. Mich hat das Buch auf jeden Fall nachdenklich gestimmt und mir nochmal vor Augen geführt wie gut es uns doch eigentlich geht und wie selbstverständlich wir alles hinnehmen. Es wird z.B. beschrieben wie Gonzo ein Bild mit einem Obstkorb sieht in dem Ananas, Bananen und Weintrauben sind. Sie sagt dann: "Auf dem Bild sind Früchte die noch nie ein Mensch gesehen hat oder sich leisten kann". Ich war zum Zeitpunkt des Mauerfalls auch erst 16 Jahre alt und damals habe ich mich nicht für Politik interessiert und das alles auch mehr am Rande mitbekommen. Durch das Buch ist aber auch meine Lust auf Recherche zu diesem Thema geweckt worden. Das Buch ist eines der wenigen die ich gelesen habe bei dem man nach dem Beenden nicht einfach mit dem Thema abschließt sondern sich noch Gedanken über das Gelesene macht. Es geht auf jeden Fall unter die Haut und ich empfehle es uneingeschränkt weiter.

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  • Rezension zu "Abgehauen" von Grit Poppe

    Abgehauen

    Lilasan

    07. October 2012 um 20:50

    Abgehauen von Grit Poppe . Beklemmend, aber doch ein großer Befreiungsschlag. . 1989 in der DDR, Geschlossener Jugendwerkhof Torgau: Die rebellische Gonzo soll hier, wie schon ihre Freundin Anja, Heldin von "Weggesperrt", zu einer "sozialistischen Persönlichkeit" umerzogen werden. Hilflos ist sie den Methoden der Erzieher ausgeliefert und zerbricht fast an dieser Erfahrung. Als sie in ihren alten Jugendwerkhof zurückgebracht werden soll, gelingt ihr die Flucht. Sie will endlich frei sein! In einer Kleingartenanlage trifft sie René, der in den Westen abhauen will. Gemeinsam schaffen sie es über die grüne Grenze bis in die Prager Botschaft. Die Geschichte basiert auf Zeitzeugen-Interviews sowie historischen Tatsachen. (Quelle: dressler-verlag.de) . Beklemmend, war mein erster Gedanke nach der Leseprobe. Nachdem ich das Buch nun gelesen habe, sehe ich es auch als Befreiungsschlag für Gonzo und viele andere die ein ähnliches, wahres Schicksal erlebt haben und deren Geschichte so zugänglich gemacht wird. Über den Inhalt selbst möchte ich nicht viel verraten, weil gerade dieser wichtig ist und man ihn meiner Meinung nach selbstentdecken sollte. Deswegen erstmal zu den Charakteren. Gonzo ist eine Kämpferin, manchmal zögerlich, aber doch stark. Sie muss nach den vielen menschlichen Enttäuschungen, wieder lernen vertrauen zu empfinden und dieses auch zu behalten. In René findet sie jemandem dem sie ihr vertrauen schenken kann und der diesen auch würdig ist. Viele der im Buch beschriebenen Ereignisse und Orte waren für mich völlig neu, die Geschehnisse waren mir zumeist unbekannt, aber mir kamen oftmals die Tränen als ich darüber nachdachte das es vielen so ergangen ist. Sie waren gefangen, ohne möglichkeit ihren Unterdrückern etwas entgegenzusetzen, eine Flucht ist kaum machbar und wenn dann nur unter großer Anstrengung zu bewältigen. Durch die vielen realen Einflüsse, lernt man viel über unsere Geschichte dazu, dieses Buch kann ich nur empfehlen, auch wenn man sich für geschichtliches nicht wirklich interressiert, den hier ist das ganze in eine spannenden Roman verpackt, der einen bis zum aufwühlenden Finale nicht mehr los lässt. . Es gibt einen ersten Band, den man unabhängig vom zweiten und andersrum lesen kann, dieser heißt Weggesperrt und erzählt eine andere Geschichte aus dem Jugendwerkhof Torgau. Für Weggesperrt wurde Grit Poppe mit dem Gustav-Heinemann-Friedenspreis 2010 ausgezeichnet. . Danke, an den Dressler Verlag und Lovelybooks für dieses Rezensionsexemplar. . Zur Info: Verlag: Dressler Verlag Flexibler Einband, 336 Seiten € 9,95 [D] ISBN: 978-3-7915-1633-2

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  • Rezension zu "Abgehauen" von Grit Poppe

    Abgehauen

    zakiya_mzee

    06. October 2012 um 21:02

    1989: in der DDR brodelt es. Die Unzufriedenheit der Bürger ist groß. Als Ungarn am 10. September die Grenze öffnet, verlassen die Menschen zu Tausenden das Land. Und auch im Inland gehen immer mehr Menschen auf die Straße und fordern das Ende der SED-Herrschaft und einen Neuanfang. Hinter den Stacheldraht bewerten Mauern des geschlossenen Jugendwerkhofs Torgau ist davon freilich nichts zu spüren. Zwangssport, Demütigungen und Akkordarbeit sind dort an der Tagesordnung. Auch die sechszehnjährige Gonzo ist der Willkür der sadistischen Erzieher hilflos ausgeliefert. Schon als Säugling von der Mutter ins Heim gegeben ist Torgau das Ende ihrer Odyssee durch die Kinder- und Spezialheime der Jugendhilfe der DDR. Sie gilt als renitent, „schwer erziehbar“, eine Dauerentweicherin. In Torgau soll Gonzo endgültig gebrochen werden und dafür sind den Erziehern alle Mittel recht. Als sie ihre einzige Freund Anja (die Heldin aus Poppes Vorgängerroman „Weggesperrt“) schützen möchte, landet sie im Dunkelarrest. Aber Gonzo kämpft. Sie übersteht die Zeit im Arrest, sie übersteht Torgau. Als sie in ihren Stammjugendwerkhof zurück gebracht werden soll, gelingt ihr die Flucht. Was nun folgt, ist fast ein kleiner Road Trip durch die DDR. Sie trifft auf einige skurrile Menschen, die ihr unerwartet freundlich begegnen. Und dann stolpert sie über René, der, wie sie, auf der Flucht ist. Aber er hat ein Ziel: die Prager Botschaft. „Abgehauen“ ist der Nachfolger von Grit Poppes bereits 2009 erschienen und mehrfach ausgezeichneten Romans „Weggesperrt“ und ist sogar noch spannender und dramatischer als der Vorgänger. Die Figuren, insbesondere Gonzo, sind sehr komplex und scheinen mit viel Sensibilität entwickelt worden zu sein. Gonzo ist in vielerlei Hinsicht das Gegenteil von Anja: sie ist desillusioniert, unabhängig und zu tiefst misstrauisch. Während ihrer Flucht reagiert sie häufig abweisend auf Menschen, schließlich muss sie ständig fürchten, entdeckt und zurück ins Heim, vielleicht sogar zurück nach Torgau gebracht zu werden. Auch zu René fasst sie nur sehr langsam vertrauen. Über das, was sie erlebt hat, spricht sie nicht. Die Autorin macht es leicht, sich in Gonzo einzufühlen. Ihre Handlungen sind in Anbetracht dessen, was sie erlebt hat stets nachvollziehbar. Ihre Vergangenheit macht es ihr schwer, Vertrauen aufzubauen und Bindungen einzugehen. Als sie erfährt, dass Renés Vater im Westen lebt, distanziert sie sich von ihm, aus Angst davor verletzt zu werden, wenn er sie wieder verlässt. Grit Poppe mischt in ihrem Roman Fiktion und Fakten. Gonzos Geschichte mag erfunden sein, aber ihre Erlebnisse beruhen auf Tatsachen. In Torgau haben zwischen 1964 und 1989 über 4000 Jugendlich im Alter zwischen 14 und 20 eingesessen. Viele leiden bis heute unter den Misshandlungen. Auch der Teil der Handlung, der in der Prager Botschaft spielt, ist der Realität sehr nahe. Zu der Zeit, als Gonzo und René in der Botschaft eintreffen, ist sie bereits ein improvisiertes Flüchtlingslager. Für alles muss Angestanden werden, Essen, Toiletten, Duschen. Die Atmosphäre, die dort geherrscht haben muss, wird auf den Seiten wunderbar eingefangen: Anspannung und Hoffnung werden abgelöst von Frustration und Niedergeschlagenheit. Sehr eindringlich beschreibt die Autorin auch die häufig tragischen Szenen, die sich am Zaun um die Prager Botschaft abgespielt haben und deren Zeugin Gonzo wird. „Abgehauen“ ist ein wirklich bemerkenswertes Buch: häufig tragisch, manchmal komisch und immer spannend, lässt es den Leser auch lange nach der letzten Seite nicht los. Auch über 20 Jahre nach dem Ende der DDR steht die Aufarbeitung der vielen Verbrechen die im Namen des Regimes verübt worden sind noch am Anfang. Über das was in Torgau und anderen Heimen wie Bad Freienwalde geschehen ist, wurde größtenteils geschwiegen. Erst in den letzten Jahren kommen endlich Einzelheiten ans Licht. Auch Dank Grit Poppes ausführlich recherchierten Romanen „Weggesperrt“ und „Abgehauen“, die dieses dunkle Kapitel der DDR-Geschichte auch jungen Lesern zugänglich machen. Es bleibt zu hoffen, dass sich auch andere Bundesländer dem Beispiel Baden-Württembergs anschließen und sowohl die Thematik als auch diese Bücher in den Lehrplan aufnehmen.

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  • Rezension zu "Abgehauen" von Grit Poppe

    Abgehauen

    janaka

    05. October 2012 um 22:28

    Die Geschichte fängt gleich heftig an, sie erzählt von dem jungen Mädchen Nicole, die sich nicht anpassen will und sich selbst Gonzo nennt. Sie sitzt in Dunkelhaft in dem Jugendwerkhof Torgau. So etwas grausamen habe ich selten erlebt. Wie kann man sich nur so gegenüber Jugendliche verhalten? Ich bin echt sprachlos... Im Geschlossenen Jugendwerkhof Torgau sollen aufsässige Jugendliche zu sozialistischen Persönlichkeiten umerzogen werden. Sie sind dort den Grausamkeiten der Erzieher, oder sollte man Wärter sagen, ausgeliefert. Als Gonzo mal wieder ohne Grund weggesperrt wird, verletzt sie sich selbst und kommt ins Krankenhaus. Aus dem Krankenhaus soll Gonzo ist ihr altes Jugendwerkhof gebracht werden, aber sie weiß genau, dass sie einen weiteren Aufenthalt nicht überleben wird. Bei der Fahrt kann sie fliehen, wird nach kurzer Zeit aber vom Erzieher gestellt. Als sich der Verband vom Arm löst, ist dieser erschrocken und Gonzo schreit ihm den Hergang ins Gesicht, der Erzieher ist derart geschockt, dass er sie dann laufen lässt. Auf der Flucht trifft sie René, der in den Westen abhauen will. Kann sie ihm vertrauen? Geht sie mit? Der Schreibstil der Autorin gefällt mir sehr gut, sie beschreibt Situationen und Schauplätze sehr anschaulich. Beim Lesen hatte die ganze Zeit das Gefühl, als ob ich immer in der Nähe von Gonzo gewesen bin und mir somit alles gut vorstellen konnte. Ich bekomme richtig Wut auf die Erzieher und alle, die Torgau haben zugelassen. Das Buch hat mich sehr bewegt und zum Nachdenken angeregt. Ich kann das Buch jedem empfehlen, der sich mit deutscher Geschichte beschäftigen will

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  • Rezension zu "Abgehauen" von Grit Poppe

    Abgehauen

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    04. October 2012 um 19:38

    Dieses Buch ist echt ein Muss! ! ! Wenn man in der DDR aufgewachsen ist, wird dieses Buch wohl Erinnerungen wach rufen.. Wenn man zu jung ist, wird man einen Einblick davon bekommen, wie es dort teilweise aussah und "abging".. Die Szenen sind echt mega realistisch beschrieben.. und jedes einzelne Gefühl von Gonzo kommt so rüber, als würde man es selbst fühlen.. Ergreifend, wie Gonzo hier dargestellt wird.. Ich kann mir das Ganze gar nicht mehr vorstellen.. Ich mein, ich bin 1985 in Thüringen geboren und habe daher nichts (bewusst) von dem mitbekommen, was da vorgeherrscht hat, aber irgendwie klingt auch alles so unwirklich, so realitätsfern.. =/ Ich bin froh, dass Deutschland heute ein freies Land ist und dass das, was in dem Buch beschrieben wird, als Geschichte abgehackt werden kann..

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  • Rezension zu "Abgehauen" von Grit Poppe

    Abgehauen

    Spatzi79

    03. October 2012 um 09:52

    „Abgehauen“ erzählt die Geschichte von Gonzo, dem Mädchen, das schon in „Weggesperrt“ eine wichtige Rolle gespielt hat. Hier erfahren wir nun, wie es mit Anjas Freundin weiterging, nachdem diese nicht mehr im Geschlossenen Jugendwerkhof Torgau war. Schon im ersten Buch wurden die furchtbaren Erziehungsmethoden geschildert, die seelische und körperliche Folter, der die Kinder ausgesetzt waren. So geht es auch hier zunächst weiter. Gonzo zerbricht beinahe an der Isolierungshaft, in die sie gesteckt wird. Der Autorin gelingt es großartig, die immer wieder hereinbrechende Panik zu schildern und Gonzos Gefühle zu beschreiben. Doch dann verlagert sich der Fokus der Erzählung. Gonzo wird aus Torgau entlassen und soll in ihren alten Jugendwerkhof zurückgebracht werden. Doch sie ist fest entschlossen, sich nicht weiter einsperren zu lassen und wagt die Flucht. Nach einigen abenteuerlichen Begebenheiten und Begegnungen trifft sie in einer Schrebergartensiedlung auf René, der seinerseits auf der Flucht ist und in den Westen will. Gemeinsam wagen sie den weiteren Weg. Ein Stück Zeitgeschichte, spannend und emotional beschrieben. Obwohl als Jugendlektüre konzipiert, war auch ich als Erwachsene gefesselt von dem Buch. Gerade als Westdeutsche, die zurzeit des Mauerfalls noch nicht alt genug war, um die Größe dieses historischen Augenblicks begreifen zu können, fand ich die Darstellung hier im Buch sehr gut gelungen. Kein trockener Geschichtsunterricht, sondern die anschauliche Darstellung eines Einzelschicksals, das doch stellvertretend für so viele steht. Mein Held der Geschichte ist übrigens der bundesdeutsche Botschafter in Prag, eine Person, über die ich mir vor der Lektüre dieses Buches noch nie Gedanken gemacht habe, der aber wirklich Großes geleistet hat und das offensichtlich ganz selbstverständlich. Man kann „Abgehauen“ lesen, ohne „Weggesperrt“ zu kennen, da die beiden Bücher unterschiedliche Geschichten erzählen. Ich kann die Lektüre des ersten Buches aber nur empfehlen, es ist nicht direkt ein Vorgänger, aber beide Geschichten greifen doch ineinander.

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  • Rezension zu "Abgehauen" von Grit Poppe

    Abgehauen

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    30. September 2012 um 15:27

    Gonzos langer Weg in die Freiheit * "Ich hatte Angst vor der Schneekönigin", gab Gonzu zu, "sie entführt die Kinder, küsst sie, und dann werden ihre Herzen zu Eis, und sie verändern sich. Sie fühlen nichts mehr und wissen nicht mehr, wer sie sind, und sie sind total allein in dieser Eiseskälte." Sie sprach leise und schnell, und den letzten Satz flüsterte sie, als würde sie Selbstgespräche führen." (S. 128) * Gonzo ist den größten teil ihres Lebens allein und der Willkür der Aufseher der Spezialheime in der DDR ausgeliefert. Am schlimmsten wird es als sie in den Geschlossenen Jugendwerkhof Torgau überführt wird, etwas in der Jugendlichen zerbricht und nur mit viel Geduld und Freundschaft, schafft sie es wieder Vertrauen zu einigen Menschen aufzubauen und ihren langen und steinigen Weg in die Freiheit zu gehen. * Wow, "Abgehauen" ist wirklich harter Tobak - und das schlimmste ist, dass das Buch auf realen Tatsachen basiert. Torgau hat wirklich existiert und Jugendliche wurden dort gebrochen. Gritt Poppe hat sich da wirklich einem schwierigen, aber auch sehr wichtigen Thema gewidmet und ein emotionales und manchmal auch verstörendes Buch über Gonzo und ihren Weg in die Freiheit geschrieben. * Der Schreibstil der Autorin ist angenehm und leicht zu lesen und sie schafft es einen nach den ersten Seiten, die es wahrlich schon in sich haben, an das Buch zu fesseln. Ihre Beschreibungen können einem schon mal auf den Magen schlagen und das Herz bluten lassen, aber dennoch oder grade deswegen ist das Buch so lesenswert. Sie schafft es wunderbar Gonzos Gefühle, ihre Ängste, ihre Verzweifelung und die Wut, die in diesem Mädchen steckt in Worte zu packen, so dass man als Leser daran teil hat. Und grade die Szenen zu Anfang, allein in der Einzelhaft, lassen einen schon erahnen, dass in diesem Buch noch einiges auf uns zukommen wird. Die Wärter oder Aufsehe spielen mit den Ängsten der Jugendlichen und so kommt es, dass man Gonzo zum Beispiel nicht erzählt, dass sie in die Entlassungszelle kommt. Sie fürchtete sich, weiß wieder nicht, wie lange sie zur Strafe dort bleiben muss und verletzt sich selbst, so dass sie ins Krankenhaus muss. Auf der Überführung in das eigentliche Heim, in dem sie untergebracht ist, kann sie dem Aufseher entkommen - na ja eigentlich schaut er weg. Und so beginnt nun die Reise in ein neues Leben. * Für Gonzo ist es nicht leicht sich zurecht zu finden, sie hat Angst wieder eingefangen zu werden und Vertrauen in Menschen zu fassen fällt ihr auch mehr als schwer, was ja nicht wirklich verwunderlich ist. Um so erstaunter war ich, als sie sich entscheidet mit Rene, der in einer Laube über sie stolpert, in den Westen zu flüchten. Und hier bekommt man dann mit, wie Gonzo sich langsam aber sicher verändert, es lernt Menschen wieder wert zu schätzen und einigen sogar vertraut. Die Geschehnisse in Prag, im Palais Lobkowizc, sind mir als Leserin sehr nah gegangen. Wenn man sich überlegt, dass sich tausende von Menschen über diesen Zaun flüchten um in Frieden leben zu können, wird einem schon ganz anders. * "Name!", sagte einer von ihnen barsch. Ganz langsam wandte Gonzo ihren Kopf in seine Richtung und schaute ihn an. "Mein Name ist Mensch", antwortet sie." (S. 295) * Aber all zu viel mochte ich jetzt auch nicht mehr verraten. "Abgehauen" ist für mich ein wirklich grandioses und emotionales Buch, dass auch die Schattenseiten des Lebens und hier im speziellen die Schattenseiten der DDR in Erinnerung ruft. Für mich ist dieses Buch ganz klar ein Buch gegen das vergessen, dass uns zeigt, wie glücklich wir uns schätzen können, in einer freien Welt aufzuwachsen und zu leben!

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