Großfürst von Rußland Alexander

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Einst war ich ein Großfürst

Einst war ich ein Großfürst

 (2)
Erschienen am 01.04.2012

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Rezension zu "Einst war ich ein Großfürst" von Großfürst von Rußland Alexander

Als Autor seiner eigenen Biographie durchaus zweischneidig zu betrachten
Esse74vor 2 Jahren

Großfürst Alexander Michailowitsch war der Ehemann der Schwester des Zaren Nikolaus II. von Russland, Großfürstin Xenia. Die Ehe der beiden war arrangiert, man hatte zwar viele Kinder ein Mädchen und sechs Jungen, doch Alexander und Xenia waren nicht glücklich miteinander. Schon früh unternahmen beide getrennte Reisen voneinander, betrog Alexander seine Gattin und sie revanchierte sich ebenso. "Sandro", wie Alexander genannt wurde, hatte nicht nur eine amerikanische Geliebte, sondern auch viele andere und die Kinder, denen man diese zahlreichen Affären von beiden Seiten verheimlichen wollte, litten dennoch darunter. 1906 lebten Xenia und Sandro abwechselnd und zumeist in Südfrankreich- u.a. wegen Meinungsverschiedenheiten mit dem Zaren und der Zarin. So stichelte Xenia, die ab 1897 in schöner Regelmässigkeit einem Sohn nach dem anderen das Leben schenkte gegen die Zarin, die bis 1901 vier Mädchen gebar und erst 1904 einen Sohn, Alexei, der dann auch noch an Hämophilie litt. Sandro schreibt nur das, was ihn berührte oder bewegte, verständlich, denn es ist seine Sicht der Dinge. Dennoch bemüht er sich dabei wenig auf seine Fehltritte einzugehen, oder überhaupt Fehler einzugestehen. Es wirkt oft sehr kaltherzig, wenn er über die Familie um Nikolaus berichtet, ebenso über seine Frau- nur seine Tochter Irina kommt gut weg. Sie war dem Vater Vertraute und schien ihn dennoch zu lieben. 
Seine Söhne jedoch waren alle unglücklich verheiratet, auch, wenn sie ihre Partner wählten und hatten auch alle Affären, wurden geschieden etc.- wie der Herr...
Das Buch endet mit seiner Flucht aus Russland 1919. Man kann nun monieren, er habe sich aus der Affäre gezogen. Auch hierbei tangiert ihn nicht wirklich, was aus den Verwandten wurde. 
Gute Einblicke in das Hofleben, seine Ehe, etc. fehlen und bleiben nur oberflächlich berührt- vielmehr sind immer die anderen Schuld. Interessant, aber man muss darauf achten, daß Sandro selbst der Verfasser ist. 

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