Gudrun Bucher Abenteuer Nordwestpassage

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Inhaltsangabe zu „Abenteuer Nordwestpassage“ von Gudrun Bucher

Über 400 Jahre hinweg suchten Seefahrer nach der legendären Nordwestpassage. Als es Roald Amundsen jedoch endlich gelang, sie vollständig zu durchfahren (1903-1906), hatte die Suche bereits viele Opfer gefordert und die Passage ihre wirtschaftliche Bedeutung eingebüßt. Die Route geriet zunehmend in Vergessenheit. Seit einigen Jahren jedoch sorgt der Klimawandel für einen Rückgang der Eismassen und hat die Diskussion um die nördliche Schifffahrtsroute neu entfacht.
Gudrun Bucher erzählt die spannende Geschichte der Erforschung der Nordwestpassage. Sie stellt die Region vor und geht dabei besonders auf die Inuit und die Auswirkungen der Entdeckung auf deren Leben ein. Abschließend diskutiert sie eine mögliche Nutzung der Nordwestpassage in der Zukunft.

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    Abenteuer Nordwestpassage

    affler

    02. June 2013 um 15:41

    Die Nordwestpassage hat die Menschheit schon seit jeher gefesselt und in Ihren Bann gezogen. Über 400 Jahre lang versuchten Länder, aber auch einzelne Abenteurer, die Nordwestpassage zu entdecken, zu durchfahren, zu kartografieren und vor allem – nutzbar zu machen. Der Hintergedanke bei der Suche nach der Nordwestpassage konnte unterschiedlicher nicht sein. So war in der Anfangsphase, als die Suche noch durch Länder wie Großbritannien dominiert wurde, der Ansporn der hinter der Suche stand eher eine Frage der Prestige, des Ansehens und der Dominanz eines Landes über das andere. Erst später, als auch einzelne Verbunde bzw. einzelne Personen sich auf die Suche nach der Passage machten, folgte die reine Abenteuerlust und die Entdecker waren weniger vom Prestige ihres Landes angetrieben als vielmehr vom eigenen Ruhm und vom eigenen Profit. Das Buch ist gut gegliedert und erstreckt sich vom ersten Gedanken nach dem Auffinden der Passage im 15. Jahrhundert bis hin zum letzten Fund im 19. Jahrhundert durch Amundsen, der das fehlende letzte Stück Seeweg durch die Passage gefunden hatte. Doch nicht nur die Suche und mögliche Nutzbarmachung der Passage wird thematisiert. der Leser erhält viele Einblicke in Einzelschicksale von großen Persönlichkeiten wie z.B. von Sir John Franklin, aber auch der eher unbekannte Schiffskoch kommt zu Wort. Daneben steht die Entdeckung und die weiter voranschreitende Kartografierung der neuen Welt – Amerika. Das letzte Drittel des Buches befasst sich mit den Menschen, die in der Nordwestpassage wohnen und in dieser Umgebung kaum wegzudenken sind. Niemand hat so von diesem Land gelebt und war von diesem abhängig wie die Ureinwohner der Arktis – die Inuit. Erschreckend ist teilweise zu lesen welches Schicksal dieses Nomadenvolk erleiden musste. Während der Erkundungszeit der Arktis und der Nordwestpassage, dienten die Inuit als Dolmetscher, Jäger und Führer. Mit dem 19. und 20. Jahrhundert brauchte man sie aber nicht mehr. Was dann folgte, waren Deportationen und ein Volk, welches man seiner Wurzeln und Traditionen beraubt hatte. Langsam fängt sich das Volk, welches unter anderem die höchsten Selbstmordraten hat, beginnt sich wieder zu erholen, sich seiner Wurzeln zu erinnern und zurück zu seinen Traditionen zu finden. Als abschließender Ausblick führt die Autorin Punkte, die für und gegen die Nutzung der Nordwestpassage sprechen, an. Dadurch, dass das Eis schmilzt und den Weg durch die Passage frei gibt, wird die Passage nämlich wieder lukrativ! Sollte die Passage also für Öltanker  etc. geöffnet werden? Oder wird zu Gunsten unserer Umwelt entschieden? Die Lager, die jeweils die eine oder andere Seite vertreten, sind sehr groß. Doch wer im Nachhinein das Rennen macht ist noch nicht absehbar. Der Traum vom Nutzen des nördlichen Seeweges ist auf jeden Fall von neuem erwacht und geht in die nächste Runde. Frau Bucher hat meines Erachtens einen sehr fesselnden Schreibstil. Ich war so mitgerissen, dass ich das Buch in einem Atemzug durchgelesen habe. An vielen Stellen fühlt sich der Leser als wäre er selbst bei der Erkundung der Nordwestpassage dabei gewesen -so bildlich und lebhaft sind einige Passagen beschrieben. Dies liegt natürlich auch daran, dass die Autorin vorhandene Quellen wie z.B. Briefe und Tagebucheinträge der jeweiligen Expeditionen gekonnt und mit Spannung in das Werk eingearbeitet hat. Der rote Faden reißt zum Glück auch nicht ab und spannt sich geradlinig von der ersten bis zur letzten Seite des Buches. Die Autorin gibt dem Leser einen weiten Einblick in eines der wohl größten Themen, die die Menschheit bewegt hat – die Erkundung und Nutzbarmachung eines nördlichen Seeweges.

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