Gudrun Harrer

 3.4 Sterne bei 10 Bewertungen

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Gudrun HarrerNahöstlicher Irrgarten
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Nahöstlicher Irrgarten
Nahöstlicher Irrgarten
 (10)
Erschienen am 01.09.2014
Gudrun HarrerDismantling the Iraqi Nuclear Programme
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Dismantling the Iraqi Nuclear Programme
Dismantling the Iraqi Nuclear Programme
 (0)
Erschienen am 10.01.2014

Neue Rezensionen zu Gudrun Harrer

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elane_eodains avatar

Rezension zu "Nahöstlicher Irrgarten" von Gudrun Harrer

Rezension zu "Nahöstlicher Irrgarten" von Gudrun Harrer
elane_eodainvor 4 Jahren

>> Manchmal fühle ich mich wie der Feldherr alter Zeiten auf einem Hügel, der versucht, die Schlacht zu überblicken, und darauf wartet, dass sich die Gefechtsnebel lichten, damit er etwas besser sehen kann. Das tut er nur bedingt, vor allem kennt er nicht alle Details, die sich am Boden abspielen, aber er hat doch einen Überblick und kennt die Vorgeschichte. Leider ist die Schlacht-Metapher angesichts des Zustands "meiner" Region gar nicht so abwegig. << 
(aus dem Vorwort von "Nahöstlicher Irrgarten" von G. Harrer) 
 
Gudrun Harrer ist Fachfrau, wenn es um das Thema "Naher Osten" geht, sie war EU-Sondergesandte im Irak und Geschäftsträgerin der Österreichischen Botschaft Bagdad. Diesen Sachverstand beweist sie in ihrem Buch nachdrücklich. 
Unsere Medien, die täglichen Nachrichten berichten ständig über Ereignisse in Ländern des "Nahen Ostens", Konflikte zwischen Israelis und Palästinensern, das iranische Atomprogramm, Anschläge von Jihadisten, vom arabische Frühling, dem Islamischen Staat und noch einiges mehr. Gudrun Harrer greift diese Themen auf, stellt Zusammenhänge her, erörtert historische Hintergründe und versucht so ein wenig Ordnung in den "Irrgarten" zu bringen. 
In 20 Kapiteln, jeweils einige Seiten lang werden die Themen mit vielen Informationen dargestellt. Dabei nehmen die Kapitel immer wieder Bezug zueinander und der Kapitelname offenbart nicht immer genau, um was es darin geht. So ist es schwierig das Buch nach Interesse zu lesen und zwischen den Kapiteln hin und her zu springen. Das finde ich schade und ist mein größter Kritikpunkt. 
Viele, viele Informationen strömen während der Lektüre auf den Leser ein, was anspruchsvoll zu erfassen ist. Hin und wieder lockert die Autorin diese Passagen mit persönlichen Erfahrungen auf.
Insbesondere die Informationen über den IS haben mich aus aktuellem Anlass sehr interessiert, sowie auch die historischen Hintergründe zu den verfeindeten Sunniten und Schiiten, und weiteren islamischen Strömungen wie beispielsweise den Alewiten. Zu kurz kamen mir Themen rund um Israel, wobei ich durchaus Interessantes über die Beziehungen zwischen Israel und Ägypten erfahren habe. Aber der ständige Konflikt zwischen Israelis und Palästinensern, zwischen Juden und Muslimen, wird nicht weiter angesprochen, prägt aber das Zusammenleben auf der ganzen Welt.
 
FAZIT: Im Vorwort schreibt G. Harrer noch: "Es war immer mein Ehrgeiz, komplizierte Sachverhalte so zu erzählen, dass ein interessierter Leser und eine interessierte Leserin folgen können. Ein bisschen Durchhaltevermögen brauchen sie allerdings schon." 
Damit bringt die Autorin es ziemlich gut auf den Punkt, und das sollte jedem bewusst sein, wenn er nach dem Buch greift. 

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Deenglas avatar

Rezension zu "Nahöstlicher Irrgarten" von Gudrun Harrer

Ein wichtiges und informatives Buch, was jedoch nicht einfach zu lesen ist
Deenglavor 4 Jahren

Kurzmeinung

Ein absolut wichtiges und aufschlussreiches Buch, das jedoch keine leichte Lektüre ist und einiges an Commitment und Eigenanstrengung abverlangt. Doch es lohnt sich.

Inhalt

Nahostexpertin Gudrun Harrer hat sich der Aufgabe gestellt, in diesem Sachbuch dem Leser aus eigenen Erfahrungen Einblicke in die Nahostregion und dessen zahlreiche Konflikte zu liefern. So soll man nach der Lektüre, in denen u.a. auf aktuelle Entwicklungen und historischen Kontext eingegangen wird, endlich besser verstehen, warum z.B. im Irak, Iran oder Ägypten ständig Unruhe herrscht und was es damit auf sich hat.

Meine ausführlichere Meinung

Vorneweg: selten habe ich so lange gebraucht, um ein Buch fertig zu lesen. Selten bin ich mir so dumm und ungebildet vorgekommen. Selten habe ich so viel Eigenrecherche betreiben müssen, um alles zu verstehen.

Dennoch kann sagen: es hat sich gelohnt. Aber es war wirklich ein Kampf gewesen. Von daher wird meiner Meinung nach das Buch dem Anspruch, einem eine Hilfe in dem nahöstlichen Irrgarten zu sein, nicht wirklich gerecht. Denn es wird meiner Meinung nach schon ein extrem großes Vorwissen abverlangt. Das ist für mich auch leider die große Schwäche des Buches: die Lektüre war für mich oft extrem frustrierend und ich hätte das Buch sicherlich abgebrochen, hätte ich es nicht in einer Leserunde gelesen und gesehen, dass es anderen ebenso erging. Dieses Buch war ein hartes Stück Arbeit!

Allein vom Leseerlebnis her hätte ich dem Buch nur 2 Sterne gegeben. Ich hätte mir schon ein Glossar gewünscht, zumindest zu einem Teil der Begriffe. Oder Fußnoten, Randbemerkungen - irgendetwas, was den normalsterblichen Leser, der kein Nahostexperte ist, dabei geholfen hätte, das Buch so zu lesen, ohne auf jeder Seite etwas (oder jemanden) nachschlagen und recherchieren zu müssen. Ich meine, ich wusste, dass ich nicht allzu viel Wissen über den Nahen Osten hatte, aber gerade deswegen hatte ich mich ja auch für dieses Buch interessiert. Und ehrlich gesagt war ich erstaunt, dass die Autorin, die ja schließlich auch Journalistin ist und deren Aufgabe es ist, schwierige Sachverhalte leicht und verständlich zu erklären, ihr Zielpublikum bzw. die Absicht ihres Buches meiner persönlichen Meinung nach so dermaßen aus den Augen verloren hat. 

Auch die ein oder andere Karte wäre manches Mal hilfreich gewesen.

Lässt man jedoch diesen Aspekt mal außen vor, ist das Buch wirklich sehr informativ und lehrreich; man kann als Leser unheimlich viel daraus mitnehmen. 

Fazit

Da ich Bücher wie dieses für unheimlich wertvoll erachte, bekommt es von mir insgesamt 4 Sterne, da ich der Meinung bin, dass sich die Arbeit und vor allen Dingen die Lektüre lohnt und so viele Leute wie möglich dieses Buch lesen sollte. Es ist jedoch keine einfache Lektüre und verlangt einem als Leser einiges an Eigenarbeit an.


Kommentare: 1
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angi_stumpfs avatar

Rezension zu "Nahöstlicher Irrgarten" von Gudrun Harrer

Habe mich im Irrgarten verirrt ...
angi_stumpfvor 4 Jahren

Der Buchrückentext:
Für Europäer sind die dramatischen Entwicklungen in der arabischen Welt nicht leicht zu verstehen.
Wieso ist aus dem Aufstand in Syrien ein blutiger Religionskrieg geworden? Was sind die Ursachen der neuerlichen Gewaltexplosionen im Irak? Welche Pläne haben die Jihadisten, die als IS, Islamischer Staat, die Herrschaft im arabischen Raum anstreben?
Auf diese und viele andere Fragen geht Gudrun Harrer in diesem Buch ein. Die Nahostexpertin und Leitende Redakteurin des „Standard“ liefert fundierte Informationen, zeigt Hintergründe auf, beleuchtet die historischen Entwicklungen.
Die Zeichen stehen auf Sturm: Wer dieses Buch gelesen hat, weiß, warum.

Meine Meinung:
Das Versprechen auf dem Buchrücken, dass man nach dem Lesen dieses Buches weiß, warum die Zeichen im Nahen Osten auf Sturm stehen, hat sich für mich leider nicht so ganz erfüllt. Viel eher habe ich mich doch etwas im sprichwörtlichen Irrgarten verlaufen.

Gudrun Harrer ist wirklich eine absolute Expertin auf ihrem Gebiet, das merkt man schon auf den ersten Seiten.
Leider lässt sie "Otto-Normalleser" etwas im Regen stehen, denn man fühlt sich von unbekannten Begriffen, unzähligen Namen von Personen, Gruppierungen und den Zusammenhängen schnell "erschlagen".
Da ich das Buch im Rahmen einer Leserunde gelesen habe, konnte ich verfolgen, dass es auch den anderen Teilnehmern ähnlich erging und viele haben geschrieben, dass sie die Lektüre nur mit begleitenden Internetrecherchen bewältigen konnten.
Auf mich wirkte der Irrgarten aber leider zunehmend entmutigend und irgendwie kam ich mir auch etwas dumm vor, obwohl ich eigentlich schon über eine ganz ordentliche Allgemeinbildung verfüge. Hier hilft das alles nicht weiter, man braucht eindeutig Vorkenntnisse oder muss wirklich extrem interessiert an das Thema herangehen.

Fazit:
Mich hat dieses Buch eindeutig überfordert und ich würde es nur Leuten empfehlen, die sich wirklich sehr für das Thema "Naher Osten" interessieren und die über entsprechende Vorkenntnisse verfügen.

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Gespräche aus der Community

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Verlag_Kremayr-Scheriaus avatar

Einblicke. Hintergründe. Zusammenhänge

Worum geht's?

Für Europäer sind die dramatischen Entwicklungen in der arabischen Welt nicht leicht zu verstehen. Die Zeichen stehen auf Sturm. Wer dieses Buch gelesen hat, weiß, warum.

  • Die Befriedung des Irak ist nicht gelungen. Im Gegenteil: Die sunnitischen Extremisten der IS sind dabei, einen neuen Terrorstaat zu errichten, mit weitreichenden Folgen für die umliegenden Länder. Sunniten und Schiiten, seit Jahrhunderten verfeindet, tragen ihre religiösen Auseinandersetzungen in die Politik, nicht nur im Irak.
  • In Syrien, wo eine Familie aus der religiösen Minderheit der Alawiten herrscht, eskalierten die Konflikte zum blutigen Krieg. Dieser Krieg ist der Nährboden für die extremistischen Jihadisten, die nicht nur die Gemeinschaft der Alawiten physisch vernichten, sondern auf der ganzen Welt einen islamistischen Gottesstaat errichten wollen.
  • Im fundamentalistisch-islamischen Saudi-Arabien scheint indes ein Hauch eines Reformwillens zu wehen. Die familieninternen Positionierungen für die Erbfolge des greisen Königs Abdullah bin Abdulaziz lassen darauf schließen.
  • Ägypten wiederum ist mit der Wahl Abdulfattah al-Sisis wieder zur Herrschaft des Militärs zurückgekehrt – die Hoffnungen des arabischen Frühlings wurden bitter enttäuscht.
  • Und schließlich der Iran: Die Ungewissheit über das iranische Atomprogramm dieses mächtigen schiitischen Staates hängt wie ein Damoklesschwert über dem fragilen Gleichgewicht der Kräfte im Nahen und Mittleren Osten.

Erscheinungstermin: September 2014

Gudrun Harrer

Studium der Arabistik, Turkologie, Islamwissenschaften (Mag.) und Politikwissenschaften (Dr.). Leitende Redakteurin der Tageszeitung „Der Standard“, Lehrbeauftragte für Moderne Geschichte und Politik des Nahen Ostens an der Universität Wien und an der Diplomatischen Akademie Wien. Expertin u.a. für die Atomprogramme im Nahen Osten. 2006 Sondergesandte des österreichischen EU-Vorsitzes im Irak und Geschäftsträgerin der Österreichischen Botschaft Bagdad. Mehrere Buchveröffentlichungen.

>> Informationen zum Buch 

>> Leseprobe

Bewerbung zur Leserunde:

Wenn ihr mehr wissen wollt, dann bewerbt euch bis einschließlich 3. September 2014 für eines von 12 Leseexemplaren von "Nahöstlicher Irrgarten". Sagt uns, warum gerade ihr dieses Buch lesen müsst und auf welchen Plattformen ihr eure Rezension veröffentlichen werdet.

Dafür könnt ihr gerne das Unterthema "Bewerbung" verwenden. Eine baldige Beteiligung an der Leserunde sowie das Schreiben einer Rezension sind gewünscht!

Natürlich sind auch alle LeserInnen mit einem eigenen Exemplar herzlich eingeladen, an unserer Leserunde teilzunehmen.

Wir freuen uns auf eure Teilnahme!

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