Gudrun Pausewang Au revoir, bis nach dem Krieg

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Inhaltsangabe zu „Au revoir, bis nach dem Krieg“ von Gudrun Pausewang

Hanni liebt Philippe und Philippe liebt Hanni. Aber niemand darf davon erfahren, denn es herrscht Krieg und Philippe ist ein französischer Kriegsgefangener, der auf dem Anwesen von Hannis Familie arbeitet. Wenn die Liebe zwischen Hanni und dem jungen Studenten aus Paris bekannt würde, könnte das schlimme Folgen haben - nicht nur für die beiden. Jegliche 'Fraternisierung' mit den Gefangenen ist untersagt und Liebesbeziehungen zwischen Franzosen und deutschen Frauen werden streng bestraft. Schließlich wäre das Verrat an den deutschen Männern, die an der Front ihr Leben für Volk und Vaterland einsetzen. Hanni und Philippe müssen sich trennen, zumindest vorläufig. Aber sie werden einander wiedersehen, wenn der Krieg zu Ende ist - bestimmt! Eindringlich und schnörkellos greift Zeitzeugin Gudrun Pausewang in ihrem Jugendroman einen weniger bekannten Aspekt des Krieges auf.

Es ist ein Buch über Menschlichkeit, Liebe, die Grenzen überschreitet und ein Buch das zum Nachdenken anregt.

— Buchraettin
Buchraettin

Ein wunderbares Buch, das mir sehr ans Herz gegangen ist. Eine klare Leseempfehlung von mir!

— Sternenstaubfee
Sternenstaubfee

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  • Au revoir, Hanni

    Au revoir, bis nach dem Krieg
    SitataTirulala

    SitataTirulala

    12. December 2015 um 17:46

    Ach Hanni, verzeih. Ich musste dir wehtun, weil ich mich nicht so verhalten durfte, wie ich wollte. Schuld daran: der Krieg. Ich sehne sein Ende herbei. Dann sehen wir uns wieder! Hanni ist fünfzehn, als der zweite Weltkrieg losbricht und nicht nur ihr Vater, sondern auch ihr älterer Bruder Jürgen eingezogen werden. Hanni bleibt zurück mit ihrer Oma, die bereits zwei Söhne ist ersten Weltkrieg verloren hat, ihrer Mutter und ihrem kleinen Bruder Alfred. Die Arbeit auf dem Hof ist hart für die Frauen und so sehen sie die Chance auf eine kleine Erleichterung gekommen, als französische Kriegsgefangene in der Nähe untergebracht werden und den Bewohnern des Städtchens als Arbeitskräfte angeboten werden. Die Hensels bekommen Philippe zugeteilt, einen neunzehnjährigen Studenten aus Paris, der kein Wort Deutsch kann. Trotz der Sprachbarriere überwinden die Hensels ihre Vorurteile rasch und nehmen Philippe in ihrem Haus auf wie einen Sohn - doch das ist gefährlich. Denn Fraternisierung mit dem Feind ist strikt untersagt! Und noch gefährlicher wäre es, sich in einen zu verlieben. Doch Hanni und Philippe fühlen sich trotz allem zueinander hingezogen. Nach dem Krieg wird ihre Liebe eine Chance bekommen, er muss nur endlich enden... Meine Neigung zu historischen Romanen hat mich bei diesem Cover mit dem hübschen, alten Foto sofort aufmerken lassen. Dazu der Inhalt - eine verbotene Liebesgeschichte in einer wirklich dunklen und noch gar nicht so schrecklich lange zurück liegenden Zeit? Ich habe es sofort mitgenommen. Dass es bei den Jugendbüchern lag, habe ich gar nicht so wirklich wahrgenommen. Aber als ich später noch einmal darüber nachgedacht und gelesen habe, dass die Autorin selbst Jahrgang 1928 ist, hab ich kurz gezweifelt. Ob Gudrun Pausewang in diesem Alter ein Buch schreiben kann, das wirklich zu jungen Menschen durchdringt? Werft diesen Gedanken gleich über Bord - sie kann! Als eine der immer rarer werdenden Zeitzeuginnen hat sie ein unglaubliches Gespür dafür an den Tag gelegt, Atmosphäre und Umstände wiederzugeben und dabei ihre Protagonistin nicht mit allwissenden, mittlerweile bekannten historischen Fakten zu füttern. Im Gegenteil, als Leser bekommt man die Entwicklung des Kriegs aus Sicht der Hensels mit. Familienmitglieder werden eingezogen und sind monatelang im Feld, ehe man sie wiedersieht. Die liegen gebliebene Arbeit der Männer fällt den Frauen zu, die sie irgendwie noch zusätzlich bewerkstelligen müssen. Kriegsgefangene - Väter, Söhne, Brüder, Ehemänner wie die eigenen, die man in die Ferne geschickt hat - werden zugeteilt, um dabei zu helfen, sprechen aber oft kein Wort Deutsch. Das Anwesen der Hensels wird lange vom Krieg verschont, Nachrichten erhalten sie aus den Briefen des Vaters und des Bruders oder, natürlich, aus dem Volksempfänger. Und so entwickelt sich das Städtchen, obwohl es durch all diese Aspekte auch vom Krieg berührt wird, zu einer kleinen Blase. Die Hensels versuchen, sich so gut es geht um Philippe zu kümmern, ohne dass es den Aufsehern auffällt. Man könnte sagen, dass Hannis Mutter ihn wie einen eigenen Sohn aufnimmt. Und Hanni findet noch ganz anderes Interesse an ihm. All das erzählt Gudrun Pausewang in einem fast ein bisschen sachlichen Ton. Nicht unpersönlich, nicht distanziert, aber eben auch nicht melodramatisch, effektheischend. Anfangs dachte ich noch, dass mich das stören würde. Doch am Ende trug es eher dazu bei, dass die Geschichte ihren Eindruck zur Gänze bei mir entfalten konnte. Und wo wir gerade beim Ende sind, das ist für mich persönlich unerwartet (und ja, auch unbefriedigend) ausgefallen. Ich habe mit vielem gerechnet, aber nicht damit. Ich könnte jetzt einen Punkt dafür abziehen, wenn es nicht so gut zu Geschichte und Gesamtsituation gepasst hätte. Klingt merkwürdig, ist aber so: das Ende war für mich unbefriedigend, aber nicht unpassend. Fünf Blümchen für eine kurze, aber sehr schönes und eindrucksvolle Liebesgeschichte, die ganz auf Kitsch und Klimbim verzichtet und trotzdem berührt. Solltet ihr Zeit haben - lest es, es ist praktisch in einem runter gelesen und lohnt sich.

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  • Eine Liebe, die nicht sein darf

    Au revoir, bis nach dem Krieg
    Sternenstaubfee

    Sternenstaubfee

    16. February 2014 um 16:46

    Hanni ist 15 Jahre alt, Philippe ist 19 Jahre alt, als Philippe im Zweiten Weltkrieg als französischer Kriegsgefangener zu Hannis Familie kommt. Zunächst ist die Verständigung schwierig, doch mit der Zeit lernen sie sich immer besser kennen, und Philippe wird heimlich ein Teil der Familie. Das muss natürlich geheim bleiben, denn Fraternisierung ist unter Strafe verboten! Hanni und Philippe verlieben sich ineinander, doch diese Liebe darf nicht sein, bringt sie doch sowohl Philippe als auch Hanni und ihre ganze Familie in Gefahr. Mein Leseeindruck: Dieses Buch hat mich sehr berührt. Obwohl Gudrun Pausewang einen für mich eher etwas "distanzierten" Schreibstil hat (sie schreibt auch über traurige Themen sehr sachlich), hat die Geschichte von Hanni und Philippe mich zutiefst mitgenommen und mein Herz berührt. Ich habe mit den beiden gefühlt, geweint, gehofft. Doch es sind nicht nur Hanni und Philippe, deren Schicksal berührt, sondern auch Hannis gesamte Familie ist mir sehr nahe gekommen.  Die Entwicklung, die besonders Hannis jüngerer Bruder Alfred durchmacht, ist sehr schön beschrieben und nachvollziehbar. Die Schrecknisse des Krieges werden von der Autorin für ein Jugendbuch in einer sehr angemessenen Sprache dem Leser nahegebracht. Obwohl dieser Roman nur 250 Seiten hat, ist die Geschichte sehr intensiv und regt sehr zum Nachdenken an. Ich kann das Buch nur empfehlen - sowohl jugendlichen als auch älteren Lesern!  

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  • Eine bittersüße Liebesgeschichte

    Au revoir, bis nach dem Krieg
    Sternenstaubfee

    Sternenstaubfee

    09. February 2014 um 18:53

    Hanni ist 15 Jahre alt, Philippe ist 19 Jahre alt, als Philippe im Zweiten Weltkrieg als französischer Kriegsgefangener zu Hannis Familie kommt. Zunächst ist die Verständigung schwierig, doch mit der Zeit lernen sie sich immer besser kennen, und Philippe wird heimlich ein Teil der Familie. Das muss natürlich geheim bleiben, denn Fraternisierung ist unter Strafe verboten! Hanni und Philippe verlieben sich ineinander, doch diese Liebe darf nicht sein, bringt sie doch sowohl Philippe als auch Hanni und ihre ganze Familie in Gefahr. Mein Leseeindruck: Dieses Buch hat mich sehr berührt. Obwohl Gudrun Pausewang einen für mich eher etwas "distanzierten" Schreibstil hat (sie schreibt auch über traurige Themen sehr sachlich), hat die Geschichte von Hanni und Philippe mich zutiefst mitgenommen und mein Herz berührt. Ich habe mit den beiden gefühlt, geweint, gehofft. Doch es sind nicht nur Hanni und Philippe, deren Schicksal berührt, sondern auch Hannis gesamte Familie ist mir sehr nahe gekommen.  Die Entwicklung, die besonders Hannis jüngerer Bruder Alfred durchmacht, ist sehr schön beschrieben und nachvollziehbar. Die Schrecknisse des Krieges werden von der Autorin für ein Jugendbuch in einer sehr angemessenen Sprache dem Leser nahegebracht. Obwohl dieser Roman nur 250 Seiten hat, ist die Geschichte sehr intensiv und regt sehr zum Nachdenken an. Ich kann das Buch nur empfehlen - sowohl jugendlichen als auch älteren Lesern!  

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  • Rezension zu "Au revoir, bis nach dem Krieg" von Gudrun Pausewang

    Au revoir, bis nach dem Krieg
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    03. March 2012 um 17:55

    Sie liebt ihn, er liebt sie, doch sie dürfen sich nicht lieben, denn die Liebe zu einem französischen Kriegsgefangenen ist streng verboten und auf schlimmste Weise bestraft. Doch Hanni verliebt sich und auch Philippe ist Hanni verfallen. Zwei Jugendliche die zum ersten mal die Wucht der Liebe erfahren und dann ist ausgerechnet diese verboten. In diesem Buch geht es um den zweiten Weltkrieg. Viele Männer sind fort, viele Frauen mit ihren Kindern alleine und Arbeiten die vorher der Mann erledigt hat, machen jetzt die Frauen oder die Kriegsgefangenen. Das es dann auch nicht ausbleibt, dass zwischen Frau und Mann eine Beziehung entsteht, Sehnsüchte gestillt werden wollen oder einfach nur Kontakt gesucht wird ist normal und natürlich. Doch darüber hat man nicht gesprochen, selbst darüber zu tuscheln hätte einen Kopf und Kragen kosten können und so blieb dies ein Tabuthema. Hanni und Philippe aber, sind jung, unerfahren und wollen die Liebe genießen. Ihre Beziehung ist bittersüß und hat immer einen weichen, unschuldigen Beigeschmack der einfach nur schön und herzzerreißend ist. Beide wissen, dass ihre Liebe keine Chance hat und sie sich irgendwann trennen müssen. Anfangs ist es eine Schwärmerei. Doch dann bemerkt Hanni das ihre Schwärmerei erwidert wird und genau diese Szenen sind es die mir ein leichtes Seufzen entlockten. Neben einer Herzerwärmenden Liebesgeschichte und einer immer allgegenwärtigen Tragik bekommen wir auch einen guten Einblick in das damalige Leben. Vieles können wir uns gar nicht vorstellen. Hunger zu leiden, bestimmte Dinge nicht haben zu können, die Angst die immer und überall gegenwärtig war, der Krieg vor den Türen und das damit verbundene Elend und der ständige Druck sind uns fremd. Aber Gudrun Pausewang schreibt dies alles so überzeugend, dass man sich als Leserin wunderbar in die Geschichte einfühlen kann und so Emotionen und Gefühle hautnah miterlebt und so mitleiden und mitfiebern kann. Ein wundervolles Buch für Jung und Alt ;)

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