Gudrun Pausewang Die letzten Kinder von Schewenborn

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Inhaltsangabe zu „Die letzten Kinder von Schewenborn“ von Gudrun Pausewang

Über Deutschland explodiert eine Atombombe. Von nun an beherrschen Krankheit, Todesangst und Kriminalität den Alltag. Eine Zukunft gibt es nicht mehr. Gudrun Pausewang entwirft ein fiktives Szenario, das erschüttert und zum Nachdenken zwingt.

ein erschreckendes Szenario

— CorneliaP
CorneliaP

Erschreckend reales Szenario!

— pohaare
pohaare

ich habe das Buch in der Schule gelesen. Meine Meinung: Absolutes NO GO!!!

— ClarissaFairchild
ClarissaFairchild

Packend!

— Ein LovelyBooks-Nutzer
Ein LovelyBooks-Nutzer

Ich erinnere mich noch aus der Schulzeit daran. Ein schockierendes Buch aber durchaus lesenswerte Lektüre.

— Tintenfaden
Tintenfaden

Vor vielen Jahren gelesen, aber immer noch präsent.. Dieses Buch war für mich als Kind sehr schockierend und real. Ein tolles Buch!

— Nepomurks
Nepomurks

Erschreckend real und durchweg traurig..

— annie_apple
annie_apple

Ein Buch das einfach nur ganz ganz tief unter die Haut geht, mehrfach gelesen und immer wieder packt einen das Grauen.

— Buecherseele79
Buecherseele79

Habe ich in der Schule gelesen. War eigentlich ganz in Ordnung aber nicht so mein fall.

— Svesve66
Svesve66

An manchen Stellen und zum Ende hin ein Buch zum mitheulen. Es ist zum Mitleiden geschrieben.

— Cnuddle
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  • Lesermeinung zu "Die letzten Kinder von Schewenborn" von Gudrun Pausewang

    Die letzten Kinder von Schewenborn
    elane_eodain

    elane_eodain

    16. September 2016 um 13:29

    INHALT & GEDANKEN: Eine Atombombe über Deutschland - fiktives Horror-Szenario, realistisch beschrieben von Gudrun Pausewang. Dieses Buch ist noch deutlich heftiger als das wahrscheinlich bekanntere Buch der Autorin "Die Wolke". Hatte man dort nach dem Super-GAU doch noch irgendwie eine Zukunft vor Augen, so macht sich in diesem Buch Hoffnungslosigkeit breit. Denn nach der Explosion einer Atombombe über Deutschland ist der Alltag von Krankheit, Todesangst und Kriminalität geprägt. Die Überlebenden sind verstrahlt und verstümmelt und die noch lebenden Kinder werden die letzten hier sein. Aber ein gutes Buch muss kein gutes Ende haben und Gudrun Pausewang schafft es, ihre Leser zum Nachdenken zu bringen. Das ist ein guter Anfang für Veränderung! Die Alterempfehlung ist ab 12 Jahre angesetzt. Etwa in diesem Alter habe auch ich das Buch zum ersten Mal gelesen. Ich war schockiert, gleichzeitig aber spürte ich die starke Bedeutung dessen was ich da las und das hat mich bis heute geprägt. Eine Begleitung der Lektüre durch einen Erwachsenen finde ich deshalb wichtig, um junge Leser nicht mit den starken Eindrücken allein zu lassen. Auch Politiker, Lobbyisten und Militärs würde die Lektüre des Buches nicht schaden, um bei Wettrüsten und "Säbelrasseln" vielleicht auch einmal kurz an die möglichen Konsequenzen zu denken. Leider eine naive Wunschvorstellung, ich weiß. FAZIT: Brutal, aber augenöffnend, hoffnungslos, aber gut. Gudrun Pausewang hat ein eindrückliches, starkes, wichtiges Buch geschrieben, das aktuell bleiben wird solange es Atomwaffen auf unserer Welt gibt.

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  • ERSCHRECKEND REALISTISCH!

    Die letzten Kinder von Schewenborn
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    27. May 2016 um 19:08

    Wie bereits der Titel enthüllt empfand ich die Geschichte als erschütternd realistisch.Die Liebe Pausewang hat ein wunderbares Talent den niedergeschriebenen Worten die richtigen Klänge zu verleihen!

  • Plötzlich wieder aktuell

    Die letzten Kinder von Schewenborn
    Liebes_Buch

    Liebes_Buch

    05. May 2016 um 16:48

    Dieses Jugendbuch hat damals  in den 80er Jahren viele Preise gewonnen.  Gudrun Pausewang beschreibt darin das Schicksal einer kleinen Ortschaft, nachdem die Atombombe fiel. Die Zivilisation bricht zusammen, die Menschen werden zu Tieren... jeder denkt an sich, um zu überleben. Wofür sie überleben, weiss man bei der Lektüre nicht, denn die Autorin zeichnet wirklich ein gruseliges Bild. Hilfe von aussen gibt es in dieser Geschichte nicht und so bleiben die Kinder allein zurück in den Trümmern. Nachfolgende Generationen leiden sogar noch schlimmer, weil sie mit Erbschäden zur Welt kommen, die durch die Strahlung verursacht werden. Die Handlung beginnt unvorbereitet, denn so fällt auch die Atombombe...ohne weitere Vorwarnung. Wir erfahren auch nicht, wer gegen wen Krieg führte oder warum ganz Deutschland ausgelöscht wurde. Diese Zusammenhänge klammert die Autorin aus und konzentriert sich auf den Überlebenskampf der Familie und auf das Leid der Kinder.Dieser Grundgedanke, der das Buch durchzieht, dass ältere Generationen eine Verantwortung für ihre Kinder und Kindeskinder haben, gefällt mir. Atomwaffen wirken besonders grausam in ungeborenen Generationen nach. Dieser Ausblick verstärkt den gruseligen Effekt der Buches. Wie überlebt man, wenn es keine Zukunft mehr gibt? Wenn der Krieg nie aufhört, sondern durch die Radioaktivität lange lange lange nachwirkt. Wenn man nicht in der Lage ist, neu anzufangen und wieder aufzubauen.Pausewang hat ihr Buch damals gegen den Kalten Krieg geschrieben. Zu der Zeit konnte man mit gegenseitigen Drohungen den Einsatz von Atombomben verhindern. Heute jedoch gibt es Strömungen, die sich von den hier beschriebenen Konsequenzen nicht abschrecken lassen wie z. B. islamistische Aggressoren. In Kalten Krieg hingen der Westen & auch der Osten an ihren Kulturen und ihrem Leben. Jihadisten hängen aber nicht am Leben. Was wird aus den Atomwaffen in einer Welt, in der Abschreckung und Vernunft nicht mehr wirken? Es wurden auch schon Pläne zu Anschlägen auf Kernkraftwerke bekannt.   33 Jahre nach seinem Erscheinen bleibt dieses Buch also erschreckend unheimlich.

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  • Ein Buch, das in Erinnerung bleibt...

    Die letzten Kinder von Schewenborn
    Nepomurks

    Nepomurks

    14. October 2015 um 17:51

    Ich habe dieses Buch von Gudrun Pausewang vor vielen Jahren als Kind gelesen, aber es ist immer noch präsent.. Es war für mich damals sehr schockierend und real. Gudrun Pausewang schafft es mit ihrem Schreibstil, wie auch in "Die Wolke", ein bedrückendes und erschreckendes Szenario zu erzeugen, das beim Lesen durchaus "real" wird. Damals, zu Zeiten von "Tschernobyl" und dem noch nicht ganz ausgestandenen "Kalten Krieg", hatte dieses Thema wohl noch einen aktuelleren und sehr bedrohlichen, weil nicht auszuschließenden, Hintergrund. Aber auch heutzutage ist es definitiv noch lesens- und empfehlenswert! "Die letzten Kinder von Schewenborn" ist Kindern durchaus zuzumuten, sollte meiner Meinung nach aber von den Eltern (wie es bei mir zum Glück auch war) besprochen werden. Ein tolles Buch!

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  • Absolut authentisches Jugendbuch

    Die letzten Kinder von Schewenborn
    Kartoffelschaf

    Kartoffelschaf

    07. November 2014 um 11:41

    Ich habe dieses Buch während meiner Schulzeit lesen "müssen". Es gehörte definitiv zu den Büchern, von denen ich niemals gedacht hätte, dass sie mich - da es sich eben um Pflichtlektüre handelte - derart mitreißt und fesselt.  Meine Schulzeit ist nun gute 11 Jahre her und in diesen 11 Jahren habe ich das Buch weitere 3x gelesen. Die Autorin schreibt unheimlich tolle, lehrreiche, glaubwürdige Jugendbücher. In diesem Falle, wie auch bei "Die Wolke" geht es um eine fiktive Atombombenexplosion die so vielleicht tatsächlich stattfinden könnte. Ich empfinde ihre Bücher immer als unglaublich authentisch und erschreckend glaubwürdig. Ihr Schreibstil ist einem Jugendbuch angemessen, nicht zu schwierig und eingängig, aber definitiv auch schonungslos.  Der Inhalt haben mich damals wie heute schockiert, mitgenommen und zum nachdenken angeregt. Meines Erachtens ein ganz großartiges Buch, welches man einfach gelesen haben sollte. 

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  • Schockierend, verstörend, grausam

    Die letzten Kinder von Schewenborn
    leeloo1103

    leeloo1103

    08. September 2014 um 03:40

    Dieses Buch ist eines der Bücher, das ich mehrmals gelesen habe und sicher auch weiterhin von Zeit zu Zeit immer mal wieder lesen werde. Ich habe dieses Buch mit 14 als Lektüre in der Schule erstmalig gelesen und dieses Buch hat uns alle schockiert und verstört durch die wirklich ungeschönte und grausame Darstellung der Ereignisse und der Lebensumstände nach diesem Atomkrieg. Die Autorin teleportiert den Leser in die Ereignisse dieses Buches, erzeugt Bilder, Gerüche und Geräusche im Kopf, als wäre man selber anwesend. Gudrun Pausewang schrieb dieses Buch zur Zeit, als der kalte Krieg eine ständige und reale Bedrohung gewesen ist. Es ist daher gewissermaßen ein politisches Statement, hört auf mit diesem Irrsinn, so könnte es uns ergehen. Lasst so etwas niemals bittere Realität werden. Sie beschreibt das unendliche Leid, die Hoffnungslosigkeit und den Kampf der Überlebenden ums Überleben sehr detailliert. Und dass sich vor allem der Mensch an sich völlig verändert wenn es um seine nackte Existenz geht. Und dass es keine Rückkehr zur alten Normalität geben wird, da aus dieser eigentlich nichts mehr wirklich existent ist. Das Buch skizziert höchstens, dass die Überlebenden irgendwann anfangen sich den neuen Gegebenheiten anzupassen und anfangen irgendwie wieder Struktur in das absolute Chaos zu bringen, um vielleicht irgendwie irgendwann wieder so etwas wie Normalität zu empfinden in dieser völlig veränderten Welt. Ältere Kinder können das Buch durchaus lesen, wenn das gelesene in Gesprächen aufgearbeitet wird. Das Buch ist keinesfalls ein Schmöker für Zwischendurch oder nebenbei (auch für einen Erwachsenen nicht). Als Erwachsener sollte man vorab lesen und dann entscheiden, ob das Kind dieses Buch verkraften kann oder eben nicht. Bei mir hat es zu Weinkrämpfen und Albträumen geführt, allerdings durch offenen Umgang damit im Klassenverband und intensive die Aufarbeitung im Unterricht als auch daheim (Gespräche über das gelesene und die dadurch ausgelösten Gefühle) kein bleibendes Trauma geschaffen. Lediglich ein beklemmendes Gefühl im Bauch und daran hat sich bis heute nichts geändert.

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  • Kinder und Jugendliche: Finger weg!

    Die letzten Kinder von Schewenborn
    Schnutsche

    Schnutsche

    06. May 2014 um 22:48

    ~Erster Satz~ Es ist nicht so gekommen, wie es sich unsere Eltern und die meisten übrigen Erwachsenen vorgestellt hatten: mit immer schärferen Drohungen von beiden Seiten und gegenseitiger Kriegserklärung und genug Zeit, um sich noch schnell in ein Alpental oder auf eine Mittelmeerinsel zu flüchten. ~Meine Meinung~ Nachdem mir dieses Buch zum Geburtstag geschenkt wurde, habe ich es natürlich auch gelesen. Was soll ich sagen?! Es hat mich verdammt verstört zurück gelassen!!! Und ich spüre, das wird auch noch eine Weile so bleiben! Erstmal die Tatsache, dass ich mir dachhte: Oh, Ravensburger! Also ein Jugendbuch...! Tatsächlich ist das empfohlene Alter 12-15 Jahre. Dem kann ich absolut nicht zustimmen! Das Buch sollte man von Jugendlichen fernhalten. Die Thematik ist verdammt aktuell und könnte tatsächlich so ausgehen, wenn es zu einer Atombombenexplosion kommt. Die Folgen und Auswirkungen werden sehr realistisch beschrieben, ebenso wie Verwundungen, Leichen und andere furchtbare Dinge, wie Kindsmord und Beihilfe zum Erhängen! Wie manche Lehrer sowas als Schullektüre aussuchen können ist mir absolut schleierhaft! Sicherlich kann man davon ausgehen, dass es tatsächlich nach solch einer Katastrophe zu diesen Krankheitsfällen und Bergen von Toten, Verkrüppelungen, Hungersnot, Wasserarmut und dank fehlendem Strom zum absoluten Rückschritt kommen würde, deswegen gebe ich diesem Buch auch 3 Sterne und nicht weniger. Wer schwache Nerven hat, sollte auf jeden Fall die Finger von dem Buch lassen!!!

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  • Die letzten Kinder von Schewenborn

    Die letzten Kinder von Schewenborn
    _Sahara_

    _Sahara_

    03. April 2014 um 18:12

    Die Familie Bennewitzen ist auf dem Weg zu den Großeltern nach Schewenborn, einem Ort in der Nähe von Fulda. Doch während der Autofahrt gibt es scheinbar ein schlimmes Gewitter. Den Blitz den sie gesehen haben, war aber etwas ganz anderes. Es ist ganz klar: es wurde eine Atombombe abgeworfen! Sämtliche Bäume werden von einer mächtigen Druckwelle umgeworfen. Der Weg zurück nach Bonames ist versperrt. Und die Mutter will auch unbedingt nach Schewenborn um nach den Großeltern zu sehen. Doch mit dem Auto kommt die fünfköpfige Familie nicht weit und so machen sie sich zu Fuß auf den Weg. In Schewenborn angekommen, werden sie mit dem Ausmaß der Katastrophe konfrontiert. Und das soll er der Anfang sein... Das Buch ist sehr beeindruckend und geht sehr unter die Haut. Eindrücklich beschreibt die Autorin die Zerstörung, ausgelöst durch Atombomben. Wieso es zu den Angriffen kommt, wird in der Geschichte nicht deutlich. Aber ich denke das spielt in diesem Fall keine Rolle. Es wird nichts geschönt und man wird gnadenlos mit den verheerenden Auswirkungen konfrontiert. Ich finde es ist ein Buch, das jeder mal gelesen haben sollte. Es wird niemanden kaltlassen. Lieben Dank an Schnuffelchen für die Leihgabe! (verfasst am 02.03.2014)

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  • Rezension zu "Die letzten Kinder von Schewenborn" von Gudrun Pausewang

    Die letzten Kinder von Schewenborn
    humsumy

    humsumy

    17. February 2013 um 11:56

    Roland ist mit seinen Eltern und Geschwistern auf dem Weg zu seinen Großeltern, die in Schewenborn wohnen. Bevor sie dort ankommen explodieren mehrere Atombomben über Deutschland. Von nun an schildert Roland seinen Weg nach Schewenborn und das „Leben“ nach einem Atomangriff. Obwohl die Geschichte 30 Jahre alt ist, ist sie noch immer brandaktuell. Frau Pausewang geht sehr detailliert auf die direkten und indirekten Folgen (z.B. Strahlenkrankheit, Hungersnot) dieser Katastrophe ein. Ich finde diese schonungslose Darstellung aber angebracht, weil es eine mögliche Wahrheit ist. Denn wie oft hört man von dem Auf - und Abrüsten der Atomwaffen aber es betrifft einen ja nicht selbst. Hier geht es um das „Was wäre wenn ...“ und darum das wir dem nicht gleichgültig gegenüber stehen sollten. Gudrun Pausewang hat hier ein wirklich gutes Buch geschrieben.

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  • Rezension zu "Die letzten Kinder von Schewenborn" von Gudrun Pausewang

    Die letzten Kinder von Schewenborn
    Bücherwurm

    Bücherwurm

    15. September 2012 um 22:26

    "Die letzen Kinder von Schewenborn" von Gudrun Pausewang ist ein etwas älteres Buch! Geschrieben 1984, es gibt noch dei DDR und die Mauer, es gibt noch die gespannte politische Situation, dieses Feindbild vom Osten und die Gefahr durch dei Entwicklung der Atombomben. Das buch ist aus der Sicht des zwölfjährigen Rolands geschreiben, der mit seiner Familie von Frankfurt Richtung Schewnborn in der Nähe von Fulda unterwegs ist. Die Grosseltern leben dort und man verbringt gerne die Ferien in diesem Ort. Im Auto sitzen seine beiden Schwestern, eine älter, eine jünger, Mutter, Vater und er, als plötzlich ein greller Lichtblitz und ein orkanartiger Sturm alles versengt. Nach anfänglicher unsicherheit ist man sich einig: Es ist etwas Schlimmes passiert, wir sind nciht mehr sicher, wir müssen so schnell wie möglich zu den Eltern und dann flüchten, wohin auch immer! Aber: Die Wege sind versperrt, Bäume liegen kreuz und quer, vieles brennt, Häuser isnd eingestürzt oder iensturzgefährdet, vieles ist kaputt und zerstört. Und dei Grosseltern sind nicht daheim, sie woltlen eben schnell noch in Fulda ienkaufen und kehren von dort nie zurück. Dafür kommen unendlich viele Schwerverletze, Verbrannte, Hilfesuchende, Hungernde. Das Buch beschreibt in einfachen Worten aus der Sicht eines Jungen die ersten Tage und Wochen nach einem Angriff mit Abwurf einer Atombombe! Der Reaktion der Leute, anfangs verstört, dann hoffnungsvoll auf Hilfe wartend, bis so langsam die Gewissheit siegt, dass keine Hilfe kommen wird, da keiner Hilfe leisten kann. Dann die Selbsterhaltungstriebe, das Verrohen der Überlebenden, die nichts abgeben wollen, die mit dem Elend der anderen nichts zu tun haben wollen, die wiederum umschlägt in ein verzweifeltes Kämpfen um Lebensmittel und Wasser, in eine Sinnsuche und in einen eigenen Überlebenskampf gegen Erkrankungen und Infekte ----- und mehr als einmal fragt man sich als Leser: Woher nehmen die Leute die Kraft, den Mut und die Motivation mit ihrem Leben weiterzumachen? Erst sind Habseligkeiten wertvoll und werden geschützt, wenige Monate später ist nur noch der kampf um Lebensmittel und Haus und schliesslich nimmt man den Tod als Erlösung wahr. Und nichtsdestotrotz gibt es wenige Überlebende, die einen Lebensinhalt finden und weitermachen. Mich hat das Buch stark an ein Gespräcjh mit einer Psychotherapeutin vor etlichen Wochen erinnert: Sie behandelt Flüchtlinge aus dem Krieg und Folteropfer, die überlebt haben. Wir sprachen über ein Traums im eingeltichen Sinne, was es auslöst, wie es zustande kommt und welche Spätsymptome sich ienstellen ,wenn es nicht richtig behandelt, sondern verdrängt wird. Ein Trauma ist eine Situation für einen Menschen, der nicht selbst verschuldet in eine vollkommen aussichtslose Situation gerät, die oft ungerecht, entwürdigend und schmerzhaft ist. Dass es zur Auslösung des Trauma-Belastungssyndroms kommt ist es notwendig, dass der betroffene Mensch dieser Situation hilflos ausgeliefert ist, da unsere Psyche tatsächlich so gestrickt ist, dass wir, solange wir "tätig sein können", unabhängig, ob das, was wir tun von Erfolg gekrönt ist oder sinnvoll ist, noch einen Ausweg sehen. Erst dann, wenn keine Handlung auf diesen Druck erfolgen kann- beispielsweise, weil alle Wege versperrt sind, wir festgebunden oder blockiert sind (auch z.B. durch die Gesetzgebung), dann erst kommt es zur Ausbildung des sog. Traumas! Und daran musste ich während des Lesens unentwegt denken! Eigentlich sehen die Strahlenverseuchten dem Sterben zu, nachdem die erste Welle der akut Verbrannten vorbei ist, die zweite Welle der Strahlenverseuchten und Schwerverletzen vorbei ist, die dritte Welle der Thyphus und Ruhrerkrankten vorbeigeht, die vierte Welle der Spätverstrahlten folgt und nebenbei die Todeswelle der missgebildeten Neugeborenen vorbeigeht, sind die Überlebenden immer noch wie die Ameisen tätig, alles wieder aufzubauen und ein geregeltes Leben einzuführen. Und dabei ist alles eigentlich sinnlos. Ich habe lange überlegt, ob das Buch auch Mut machen soll, egal, was passiert, es geht immer "irgendwie" weiter und vieles liegt nicht in unserer Hand, hauptsache wir tun etwas. Das Buch hat mich sehr an den Endzeit-Thriller The Road erinnert, allerdings erfährt in jenem Buch der Leser nicht, was eigentlich passiert ist, nur, dass alles zerstört ist und man täglich nur gegen den Tod kämpft, der so oder so kommt. Unabhängig davon hat sich die Autorin intensiv mit Strahlenkrankheit, Symptome und Verlauf einer Epidemie auseinandergesetzt, auch wenn ein unmittelbarer Atomkrieg in dieser Form heute, grade jetzt, nicht droht, schadet es nicht, sich damit auch mal auseinanderzusetzen. Lesenswert!

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  • Rezension zu "Die letzten Kinder von Schewenborn (6640 214)" von Gudrun Pausewang

    Die letzten Kinder von Schewenborn
    KiKaKathy

    KiKaKathy

    01. June 2012 um 15:11

    Als ich das Buch las wurde mir erst bewusst, was so eine Atombombe anrichten kann. Ich habe sehr viel geweint und war tief bewegt von dem Buch. Es ist sehr interresant und ich habe auch viel aus dem Buch gelernt. Ich finde, jeder der keine Ahnung hat oder etwas findet, dass atomkraft gut ist sollte das Buch lesen um es noch einmal zu überdenken. Ich habe mal so überlegt was passieren würde wenn es wirklich so wäre wie in dem Buch. Ich denke, man könnte es nicht aushalten. Ich liebe dieses Buch und hoffe, dass es anderen genauso gut gefällt. Bitte lesen, dennn es kann einen enormn eindruck über alles verschaffen.

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  • LovelyBooks Adventskalender Türchen 18: "Ein Buch für Hanna" von Mirjam Pressler

    Ein Buch für Hanna
    DieBuchkolumnistin

    DieBuchkolumnistin

    LovelyBooks wünscht allen Lesern am heutigen Adventssonntag eine ruhige und besinnliche Zeit. In unserem Adventskalender wartet in Türchen Nr. 18 ein von Kritikern bereits sehr hoch gelobtes Buch auf Euch - "Ein Buch für Hanna" von Mirjam Pressler aus dem BELTZ Verlag: ---------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Die 14-jährige Hanna Salomon hasst den Spitznamen »Püppchen«, er macht sie so klein, wie sie sich selbst oft fühlt. Als sie im Sommer 1939 Deutschland zusammen mit anderen Mädchen verlässt, heißt es: »Ihr seid die Glücklichen, die Auserwählten!« Das Ziel ist Palästina, mit Zwischenstation Dänemark. Dort, auf dem Land, bei der alten Bente, gibt es zwar keine Palmen und das Meer ist nicht so blau wie in Andersens Märchen, aber man ist sicher vor den Nazis. Was ein Irrtum ist. Zusammen mit den Mädchen Mira, Bella, Rosa, Rachel und Sarah wird Hanna nach Theresienstadt deportiert. Eine Notgemeinschaft. „Aufgeben gilt nicht“, hat Mira immer gesagt, „das Leben geht weiter.“ Hanna hat mehr Glück als andere und überlebt das Lager. Erst neun Jahre später, 1948, gelingt es ihr, nach Palästina auszuwandern, wo sie endlich ein Zuhause findet..... Pressestimmen: »Hannas Geschichte ist gnadenlos traurig und unendlich hoffnungsvoll zugleich.« Lesefrüchte im WDR 5 »Mirjam Pressler entwickelt in dieser Geschichte eine erzählerische Intensität, die der Gefühlswelt der jugendlichen Hanna entspricht. Ein gelungener Balanceakt zwischen literarischer Distanziertheit und unvermittelter Sentimentalität.« Süddeutsche Zeitung »Pressler berichtet ohne Schnörkel vom Schicksal einer ungewöhnlichen Frau. Sie mutet den jungen Lesern die Wahrheit zu.« Die Welt Leseprobe und weitere Informationen: http://www.beltz.de/de/kinder-jugendbuch/beltz-gelberg/titel/ein-buch-fuer-hanna.html ---------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Fünf Exemplare dieses dramatischen und dennoch poetischen Jugendbuchs verlosen wir zusammen mit dem BELTZ Verlag. Bitte postet uns dazu bis zum 31.12.2011, welche Bücher Ihr zu diesem Thema bereits kennt bzw. als besonders gut umgesetzt empfandet (wie z.B. "Das Tagebuch der Anne Frank") und warum es weiterhin so wichtig ist dieser Zeit zu gedenken und dies auch an Jugendliche zu vermitteln.

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  • Rezension zu "Die letzten Kinder von Schewenborn (6640 214)" von Gudrun Pausewang

    Die letzten Kinder von Schewenborn
    Schnuffelchen

    Schnuffelchen

    16. August 2011 um 11:50

    Inhalt: "Es ist nicht so gekommen, wie es sich unsere Eltern und die eisten übrigen Erwachsenen vorgestellt hatten: mit immer schärferen drohungen von beiden Seiten und gegenseitigen Kriegserklärungen und genug Zeit, um sich noch schnell in ein Alpental oder auf eine Mittelmeerinsel zu flüchten. Nein. Es kam ganz anders, so plötzlich, daß es viele Leute in Badehosen oder im Liegestuhl überrascht hat." Natürlich ist der kalte Krieg inzwischen "lange" her. Und ich kann mich auch nicht wirklich an eine Angst erinnern, da ich erst 10-11 Jahre alt war bei der Wende. Doch auch heute ist diese Angst aktuell. Nicht vor dem Gegner hinter einem eisernen Vorhang, sondern vor Machthabern, die glauben, sich vor anderen Glaubensformen schützen und andere beschützen müssen. Vor Ländern, die die Macht in ihren Händen, nicht mit der nötigen Vorsicht verwalten. Und Menschen, die sich an der Macht über andere laben. Unter diesem Hintergrund hab ich mir dieses Buch zur Hand genommen(in der Schule haben wir ein anderes Werk der Autorin behandelt). Und was soll ich sagen. Ich habe geweint. Die Autorin hat die Ignoranz, die Brutalität und auch Angst einer solchen Katastrophe so authentisch dagestellt, die Hoffnungslosigkeit und die Wut der Überlebenden. Es geht um einen Zeitraum von 4 Jahren in dem eine Familie (Vater, Mutter, 2 Mädchen und ein Junge) in den Sommerurlaub zu den Großeltern fahren und in einem Alptraum geraten, der kein Ende findet. Ich hoffe das die Bücher auch heute noch in der Schule gelesen werden. Gegen das Vergessen und die Beschwichtungen der Politik.

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  • Rezension zu "Die letzten Kinder von Schewenborn (6640 214)" von Gudrun Pausewang

    Die letzten Kinder von Schewenborn
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    16. August 2011 um 01:43

    Bin als Kind oder Jugendlicher mal daran gekommen. Die Bilder habe ich immer noch im Kopf. Wirkt durch die Härte und Brutalität der Darstellung ehrlich und erschreckenderweise authentisch.
    Wer es seinen Kindern zu lesen gibt, sollte auf jeden Fall über das Gelesene reden!

  • Leserunde zu "Cassia & Ky - Die Auswahl"

    Die Auswahl
    DieBuchkolumnistin

    DieBuchkolumnistin

    Wir suchen 5 Testleser für das neue Jugendbuch "Die Auswahl" aus dem Fischer Verlag von der amerikanischen Autorin Ally Condie. Selbstverständlich dürfen alle, die das Buch schon haben, mitlesen - alle anderen können sich hier bis zum 03. April dafür bewerben. Einfach schnell kommentieren warum ihr das Buch unbedingt lesen müsst und schon kann es nächste Woche losgehen, am Montag wird ausgelost & per DM benachrichtigt! Offizieller Lesestart ist am 07. April - selbstverständlich könnt ihr aber auch schon vorher in den Unterthemen loslegen!!! Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen & Diskutieren!

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