Gudrun Riefer Über den Tellerrand

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Inhaltsangabe zu „Über den Tellerrand“ von Gudrun Riefer

Hans Bürger führt als selbstständiger Kaufmann ein Leben im Wohlstand. Zuhause bestimmt seine Frau uneingeschränkt über das Zusammenleben. Für die gemeinsame Tochter Eva sieht sie eine kaufmännische Lehre und die spätere Übernahme des Familienbetriebes vor. Das ganze Dorf beneidet Eva um ihre Zukunft – doch das ist alles nur schöner Schein.
Denn ab ihrem zwölften Lebensjahr ändert sich für Eva das Familienleben schlagartig: Ihre Mutter beginnt, sie immer mehr herabzusetzen und reißt den Rest der Familie – Großmutter, Vater und Bruder – mit. Endlich volljährig kämpft Eva um ihre Ziele und damit gegen die Wünsche ihrer Mutter an. Und doch endet alles anders, als sie es sich ausgemalt hat …

Über den Tellerrand schauen - das wird jeder nach der Lektüre dieses Buchs!

— Engelmel

Mobbing und Resilienz als Hauptthemen

— Schnuck59

Ergreifende Story über die Kindheit in der Hölle

— teilzeitbaeuerin

Dieses Buch wühlt auf und macht nachdenklich und regt hoffentlich dazu einen Blick über den Tellerrand zu versuchen

— Kaffeetasse

Dieses Buch regt zum Nachdenken an

— Alina1011

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    Über den Tellerrand

    Engelmel

    27. November 2017 um 20:17

    Eva erzählt aus ihrer Sicht von ihrem Leben, von dem Aufwachsen in einer so schweren Familie. Ein Leben, welches eigentlich kein Leben ist, v.a. nicht für ein Kind - so wird sie gemobbt und psychisch immer wieder stark angegriffen, und das von ihrer eigenen Familie.Sie wächst mit Oma, Eltern und Bruder zusammen auf in den 60erJahren. in der Welt gibt es viele Neuerungen und Entdeckungen, die Eva so gern erleben möchte, wozu sie jedoch keine Gelegenheit bekommt, denn die einhellige Meinung der Damen des Hauses :"Die spiiiiiint" Mutter und Oma verteilen tagtäglich aufs Neue brisante Schlagworte, hänseln, demütigen und drangsalieren Eva immer wieder aufs Neue., den Vater kümmert es eher wenig, man hat das Gefühl, er duckt sich hinter den Frauen. Der Schreibstil ist okay, man kann die einzelnen Kapitel gut lesen. Jedoch hatte ich manchmal Probleme mit den vielen Wiederholungen, die das Buch immer wieder in die Länge zogen.Beim Lesen selbst machte sich oft Wut in mir breit, Wut über Eltern, die so mit ihren Kindern umgehen - unbegreiflich, aber dennoch realitätsnah.Dieses Buch lädt ein zum Nach-/Überdenken eigenen Handelns und Redens - gerade für Eltern!

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  • Mobbing von allen Seiten - nur mit der Hoffnung auf Freiheit am Ende zu ertragen

    Über den Tellerrand

    Antek

    09. October 2017 um 14:36

    „Andere Kinder wären froh, wenn sie solche Eltern hätten, die ihnen eine solche Zukunft bieten.“ – Ist das wirklich so?Eva wächst im dem kleinen Örtchen Großtalbach, in dem Neid und Missgunst die Bewohner prägt, auf. Ihr Vater ist Kaufmann und durch beruflichen Erfolg wird er um sein Leben in Wohlstand von allen beneidet. Da Eva das Geschäft später übernehmen soll, missgönnen ihr alle diese rosigen Zukunftsaussichten. Hat sie es doch völlig unverdient so gut, eine umsichtige, kluge Mutter, ein Vater, der alle Wünsche finanzieren kann. Aber das ist nur der Blick von außen. Mit einem Blick über den Tellerrand wird deutlich, wie es hinter der Fassade wirklich aussieht. Eva erleidet tagtäglich einen Albtraum, wie er schlimmer nicht sein könnte. Es beginnt schon mit der Einschulung, laut ihrer Mutter zu dumm für mehr als die Hauptschule, bekommt sie bei den Hausaufgaben schon in der ersten Klasse Prügel mit dem Kochlöffel. Aber viel mehr als die körperlichen Schmerzen sind die, die die Worte ihr zufügen. Wie schrecklich muss es sein, täglich hören zu müssen man sei dumm, man spinne, man sei dick und hässlich oder gar eine Nutte und das von der eigenen Mutter, noch dazu von der Großmutter bestätigt und vom Vater lachend abgewinkt. Dass sie einen Hass auf ihre Eltern entwickelt und Gedanken, wie „Lieber Gott, lass die dumme Kuh sterben“ aufkommen, kann ich mehr als nachvollziehen. Ich bin sprachlos, wenn ich an die Mutter denke, die den Titel eigentlich gar nicht verdient. Das Zitat „Was sie von sich geben, ist skurril absurd, verrückt, einfältig, grotesk, unlogisch und völlig ohne Verstand“ trifft ziemlich genau, was sie und ihre Schwiegermutter Eva tagtäglich entgegen schleudern. Sätze wie was man in der Schule lernt ist dumm, „Janshosen“ braucht man nicht, die sind nicht gut, früher hat man nur alle vier Wochen Haare gewaschen, einmal in der Woche muss reichen“, „Kosmetikerin- das ist das Gesicht vollschmieren! Es hat doch jeder ein Gesicht! Warum soll man sich da noch was hineinschmieren?“ haben mich tatsächlich an deren Verstand zweifeln lassen, dass sie kein Herz haben können, versteht sich von selbst. Auch der Vater verdient diesen Namen nicht, außer über die abfälligen Äußerungen lachen und Eva keine Antworten geben, kann er nichts. Wie oft sie ihn gefragt hat, warum er nicht hilft. Erziehung ist Frauensache, er muss einfach lachen, wenn die Mutti solche Sachen sagt oder ich würde dir ja helfen „wenn du in Not bist. Aber das ist doch keine Not. Das sind nur Worte. Worte tun doch nicht weh.“ haben mich mehr als sprachlos und wütend gemacht. Man merkt mit zunehmendem Verlauf der Geschichte, mit zunehmendem Alter auch eine Veränderung mit Eva. Wenn anfangs noch von Mutter und Vater die Rede ist, wird dies zunehmend zu Schwiegermutter, Schwiegertochter, ihr Mann, ebenso unpersönlich wie sie in ihrer Anwesenheit von einer „die“ reden. Mit der zunehmenden Distanz nehmen auch die auflehnenden Worte zu, die ihr jedoch nur noch mehr Ärger einhandeln. Der eher lockere, eher einfache gehaltene Sprachstil der Autorin liest sich leicht und man könnte durch die relativ überschaubaren zwanzig Kapitel, die von verschiedenen Stationen in Evas Leben berichten, eigentlich geradezu fliegen. Allerdings musste ich das Buch auch immer wieder auf die Seite legen, wenn meine Wut zu groß wurde, oder ich die ständig wiederkehrenden Beschimpfungen einfach nicht mehr lesen, bzw. hören konnte. Ebenso wie Eva wohl tagtäglich beim Mittagesen die gleichen verletzenden Worte wie „Die spiiiiiiiiiinnt“, „die ist eine Nutte“ oder „die ist doch so dumm“, „die ist nicht nach uns geschlagen“ hören musste, findet man diese in zahlreichen Wiederholungen auch im Roman. Ich bin teilweise beim Lesen fast aggressiv und richtig wütend geworden. Ich hätte der Mutter am liebsten entgegen gebrüllt, ich kann dein die spinnt nicht mehr hören oder hätte dem Vater am liebsten das blöde Lachen abgedreht. Alle in allem ein berührender Roman, der von einem fast unglaublichen Schicksal berichtet und mit großem Nachdruck deutlich macht, dass Worte mindestens genauso sehr wie Taten, weh tun und zerstören, wenn nicht sogar mehr.

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    • 2
  • Freiheit muss man sich erkämpfen

    Über den Tellerrand

    Schnuck59

    08. October 2017 um 10:22

    In ihrem Roman „Über den Tellerrand“ schreibt Gudrun Riefer über das Leid der jungen Eva, die unter dem Mobbing ihrer Familie leidet und sich dank ihres starken Willens und mit Resilienz davon befreien kann. Für Gudrun Riefer, geboren 1963, liefern eigene Erfahrungen mit Mobbing in ihrer Jugend die Grundlage für ihre Kurzgeschichten und ihren Roman „Über den Tellerrand“. Das Schreiben in dem Genre Epik und autobiografische Erzählungen ist ihr Hobby und ihre Leidenschaft. „Freiheit bekommt man nicht geschenkt, man muss sie sich erkämpfen.“Die Geschichte ist in der ich-Perspektive der jugendlichen Erzählerin geschrieben. Diese beschreibt die seelischen Verletzungen und die Boshaftigkeit innerhalb ihrer Familie. Ihr Leidensweg, aber auch ihre Widerstandsfähigkeit sind deutlich herausgearbeitet. Sie kämpft tapfer und hart für ihre eigenen Ziele. Ihre Definition von Integration regt zum Nachdenken an. "Integration ist die Fähigkeit, sich Leuten anpassen zu können, die anders sind als man selbst". In diesem Roman werden die nicht einfachen Themen Mobbing und Resilienz angesprochen und deutlich gemacht. Dies könnte im Klappentext noch klarer herausgestellt werden. 

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    • 2
  • Mobbing kommt in den besten Familien vor

    Über den Tellerrand

    camilla1303

    04. October 2017 um 14:57

    Das Buch „Über den Tellerrand“ von Gudrun Riefer ist 2016 in 100FANS.de, einem Imprint der Münchner Verlagsgruppe GmbH erschienen. Die Ich-Erzählerin Eva ist die Hauptfigur in dem Roman, der viele autobiografische Züge aufweist. Eva kommt aus einem gutsituierten Elternhaus, doch ihre Kindheit und Jugend verläuft alles andere als glücklich. Eva wird kontinuierlich von ihren eigenen Eltern und ihrer Großmutter am Familientisch beim Essen niedergemacht und denunziert und wird so auch bald im weiteren Umfeld als potentielles Opfer erkannt und dementsprechend behandelt. Gudrun Riefer schafft es in ihren kurzen Kapiteln Evas Martyrium richtig eindrucksvoll zu schildern. Die vielen Wiederholungen in der Sprache machen das Erlebte noch viel deutlicher und ich habe mich mehr als einmal in Evas Haut versetzt gefühlt. Das Lachen der Mitschüler über die ungewaschenen Haare, hat mich persönlich getroffen und ich habe mich dabei ertappt mich selbst zu fragen: „Wissen die denn nicht, dass ich meine Haare nicht so oft waschen darf, wie ich das möchte?“. Ich bin selbst Mutter und kann mir absolut nicht vorstellen, wie es eine Mutter schafft, ihr eigenes Kind so zu denunzieren. Das Buch hat mich folglich an mehreren Stellen sprachlos zurückgelassen und hat auch nach dem Lesen noch lange in meinem Kopf nachgehallt. Die Wiederholungen muss man mögen, ich habe das Buch regelrecht verschlungen und kann somit eine Leseempfehlung geben. Gewünscht hätte ich mir jedoch einen weiteren Blick in Evas Leben. Vielleicht hätte Gudrun Riefer im Epilog erwähnen können, dass Evas Leben nun endlich gut verläuft. Ich würde es Eva wünschen.

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    • 2
  • Widerstandsfähigkeit bis aufs Zahnfleisch gefragt

    Über den Tellerrand

    teilzeitbaeuerin

    01. October 2017 um 19:27

    Eva, die Hauptfigur mit wohlhabenden Eltern, erlebt in diesem mit autobiografischen Zügen ausgestatteten Roman, die Hölle auf Erden. Die Eltern sind zwar mit Glück zu etwas Reichtum gekommen, stecken jedoch mit ihren Ansichten weit in der Zeit zurück und versuchen Eva in ihrem Weiterkommen ständig zu behindern. Sie denunzieren das Mädchen von klein auf bei jeder Gelegenheit und lassen das Leben im gemeinsamen Haus zu einem Martyrium werden. Auch in ihrem sozialen Umfeld wird sie immer wieder als das "Opfer" erkannt und auch als solches behandelt.Sprachlich ist das Buch sehr von Wiederholungen geprägt, welche die Grausamkeiten noch anschaulicher begreiflich machen. Es werden oft nur Einzelerlebnisse verdeutlicht dargestellt, aber genau diese Darstellungen lassen die Verzweiflung der Hauptperson noch stärker erkennen.Am Schluss kommt der Wunsch hoch, sofort die weitere Lebensgeschichte von Eva zu erfahren.

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    • 2
  • wühlt auf und macht nachdenklich

    Über den Tellerrand

    Kaffeetasse

    01. October 2017 um 19:24

    Eva wächst in einer Familie auf, die sie Tag für Tag fertig macht. Der Vater hat ein Unternehmen aufgebaut, welches Eva eines Tages übernehmen soll. Und dennoch bekommt sie immer und immer wieder gesagt, wie dumm sie doch eigentlich ist. Von der Mutter, der Oma, dem Bruder und der Vater lacht sie nur aus. Eva ist außerdem eine Nutte, so wird sie beschimpft. Doch Eva wird nicht nur mit Worten gequält, es sind auch die Taten der Eltern. So darf sie nur alte Kleidung tragen. Entsprechend wird sie auch in der Schule gemobbt, denn eigentlich hat die Familie ja Geld - Es kann also nur an Eva liegen....Die Geschichte wird aus der Sicht von Eva erzählt und schnell wird klar, dass schon die kleine Eva merkt, dass sie nicht dumm ist und dass ihr Unrecht getan wird. Doch was kann ein junges Mädchen schon tun, wenn die ganze Familie sie klein hält und sie so ausbremst. Eigene Träume darf Eva nicht haben, denn sie kann ja eigentlich auch nichts. Eva muss sich viele schlimme Dinge von ihrer Familie gefallen lassen und als Leser "darf" man an ihren eigenen Gedanken dazu teilhaben und ich musste so manches Mal schlucken. Auf der einen Seite, wie das junge Mädchen das alles versucht zu verstehen und wegzustecken, auf der anderen Seite, wie die eigene Familie nur so grausam sein kann. Mit diesem Buch wurde für mich wieder einmal deutlich, wie schwer auch psychischer Missbrauch (und nichts anderes ist das für mich) einer Kinderseele weh tun kann.Die Autorin hat einen Schreibstil gewählt, der geradeheraus ist, ich fand keine Beschönigungen oder ähnliches. Viel mehr gab es immer wieder Wiederholungen von "du bist dumm" und über das höhnische Lachen des Vaters. Ich fand dies besonders eindrücklich, weil man als Leser schon auf die nächste absurde Situation wartet, wo genau dies wieder zu lesen ist. Diese beiden Dinge brennen sich in das Gehirn des Lesers ein, wie mag es dann nur Eva ergehen?Neben den Eltern spielt auch die Schule eine große Rolle in Evas Leben, denn dort wird sie auch gemobbt. Eva hat Geld, warum dann also alte Klamotten und fettige Haare? Vermutlich würde sich jeder diese Frage stellen, aber wenn wir doch mal über den Tellerrand schauen, dann können die Gründe vielfältig sein. Das Buch regte mich dazu an weiterhin auch über den Tellerrand zu blicken, mit vorschnellen Urteilen vorsichtig zu sein und vor allem: mit den Menschen zu reden!Ich habe dieses Buch -auch aufgrund des flüssigen Schreibstils - verschlungen, wenn ich auch immer mal wieder eine Pause brauchte. Ein wichtiges Thema, welches sehr gut umgesetzt wurde. Still und langsam, aber doch auch stark, kraftvoll und temporeich. Ich bin begeistert und sage: Danke!

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  • Leserunde zu "Über den Tellerrand" von Gudrun Riefer

    Über den Tellerrand

    GudrunRiefer

    Der Titel meines Romans ‚Über den Tellerrand’ ist sowohl eine Anspielung auf die Mittagessen der darin beschriebenen Familie als auch auf den Blick über den Tellerrand. Bei den Mittagessen gibt es immer Krach. Es geht dabei nur um die Tochter Eva. Mobbing ist eines der Oberthemen des Romans. Gemobbt wird die jugendliche Ich-Erzählerin Eva überall. In ihrer Familie am schlimmsten und systematisch. Sie lässt sich nicht bezwingen. Resilienz ist das zweite wichtige Oberthema. Man kann den Roman lesen, wie man will, er ist allerdings sozialkritisch gemeint und soll zum Schauen über den Tellerrand anregen.

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  • Ein Buch über Mobbing, bei dem ich sprachlos war

    Über den Tellerrand

    Alina1011

    29. September 2017 um 20:52

    „Über den Tellerrand“ ist ein autobiographisches Buch von Gudrun Riefer. Es erschien 2016 im 100 Fans- Verlag. Inhalt: Eva ist die Tochter einer wohlhabenden Familie. Später soll sie die Firma ihres Vaters einmal übernehmen. Jeder beneidet sie sehr darum. Doch der Schein trügt. Eva fühlt sich von Tag zu Tag unwohler in ihrem Zuhause. Zu jedem Mittagessen, wird das Mädchen verbal erniedrigt. Auch ihre Lehrer und Schüler demütigen sie jeden Tag aufs Neue. Wird es Eva schaffen, sich von ihrer Familie abzuwenden um endlich frei zu sein? Cover: Das Cover ist sehr schlicht. Der Hintergrund ist in einem auffallendem rot hinterlegt. Die Farbe rot vermittelt auf mentaler Ebene: einen starken Willen und Durchhaltevermögen. Dies trifft sehr gut auf Eva zu. Außerdem kann man ein Blatt Papier sehen. Dies könnte die Aufzeichnung von Evas Leben widerspiegeln. Auf dem Papier sieht man ein Polaroid. Darauf sitzt einsam, ein kleines Mädchen auf Kopfsteinpflaster. Das Cover ist sehr gut auf den Inhalt des Buches abgestimmt. Thema: In dem Buch geht es vor allem um Mobbing. Eva wird jeden Mittag von ihrer Mutter und Großmutter heruntergeputzt: „Die spiiiinnnnt. Wer so denkt, hat einen Dachschaden. Die gehört wirklich in die Klapse.“ Ihr Vater lacht dann immer darüber. Dies wird von Jahr zu Jahr schlimmer. Außerdem geht es in dem Buch darum „Über den Tellerrand“ zu schauen. Außenstehende sind neidisch auf Eva. Sie denken sie hat viel Geld. Dabei wird sie täglich zu Hause erniedrigt. Sie bekommt weder Geld, noch darf sie sich ihre Haare so oft waschen wie sie will. Ihre Mitschüler denken jedoch, sie wäre zu faul dafür beziehungsweise zu dumm und weiß nicht, dass ihre Haare nicht mehr so fettig sind, wenn sie diese regelmäßig waschen würde. Schreibstil/Handlungsaufbau: Das Buch ist in 20. Kapitel eingeteilt und hat eine Länge von 298 Seiten. Die kurzen Kapitel sind sehr angenehm, da ich öfters das Buch zur Seite legen musste. Zum einen durch die ständigen Wiederholungen zum anderen um das gelesene zu verarbeiten. Durch die immer wiederkehrenden Gespräche zum Mittagessen zieht sich das Buch an einigen Stellen wie Kaugummi. Auf der anderen Seite, taucht man dadurch als Leser sehr gut in die Gefühlswelt von Eva ein. Der Schreibstil ist klar und flüssig.Ich konnte mir die Personen sehr gut vorstellen. Bei den Handlungsorten jedoch, hätte ich mir mehr Beschreibungen gewünscht und dafür lieber mal ein Gespräch weniger zwischen Eva und ihren Eltern. Fazit: Das Buch „Über den Tellerrand“ hat mich etwas sprachlos zurück gelassen. Wie können Eltern nur so missgünstig auf ihr eigenes Kind sein. Sie machen Eva psychisch fertig und behaupten, sie meinen es nur gut. Dieses Buch regt zum Nachdenken an. Es zeigt, dass jeder einmal in sich kehren sollte. Wie schnell macht man sich über jemanden lustig, obwohl man nicht die Hintergründe für ein bestimmtes Verhalten weiß. Hier zum Beispiel, dass Eva altmodische Kleidung trägt und sich nicht wäscht. Obwohl sie das nur allzu gern ändern würde,jedoch nicht darf. Außerdem wird Eva immer wieder eingeredet wie dumm sie ist, bis sie es selber glaubt. Dieses Buch wird vielen helfen, erst zu Hinterfragen und dann zu Urteilen. Ich hoffe es zumindest sehr.

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