Gudrun Wieser

 4,6 Sterne bei 64 Bewertungen
Autor*in von Grüne Mark und Weißer Tod, Jenseits der Mur und weiteren Büchern.

Lebenslauf

Gudrun Wieser, geboren 1987 in Frohnleiten, machte ihre Matura bei den Ursulinen in Graz (damals noch eine reine Mädchenschule), darauf folgte das Lehramtsstudium für Deutsch und Latein an der Karl Franzens Universität in Graz. Aus Leidenschaft für die alten Sprachen hängte sie 2017 noch ein Doktorat in Klassischer Philologie (Latein) in Graz und Wien an. Als Lehrerin verschlug es sie nach einem Abstecher als Lektorin an der Universität und mehreren Sprachkursen an der Urania an das geschichtsträchtige Akademische Gymnasium Graz, wo sie nun Latein, Deutsch, Interkulturelles Soziales Lernen und Darstellendes Spiel unterrichtet. Daneben tritt sie als Erzählerin allein und als Duo Wieser&Wiesler mit der Schauspielerin und Autorin Marion Wiesler auf.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Gudrun Wieser

Cover des Buches Grüne Mark und Weißer Tod (ISBN: 9783740824495)

Grüne Mark und Weißer Tod

(19)
Erschienen am 22.05.2025
Cover des Buches Jenseits der Mur (ISBN: 9783740816254)

Jenseits der Mur

(15)
Erschienen am 25.08.2022
Cover des Buches Geheimnisse in der Grünen Mark (ISBN: 9783740818708)

Geheimnisse in der Grünen Mark

(12)
Erschienen am 29.02.2024
Cover des Buches Die Kälte der Mur (ISBN: 9783740818692)

Die Kälte der Mur

(10)
Erschienen am 24.08.2023
Cover des Buches Die Mur schweigt (ISBN: 9783740822149)

Die Mur schweigt

(8)
Erschienen am 22.08.2024
Cover des Buches Blutjung und tödlich (ISBN: 9783903575028)

Blutjung und tödlich

(0)
Erschienen am 23.04.2024

Neue Rezensionen zu Gudrun Wieser

Cover des Buches Grüne Mark und Weißer Tod (ISBN: 9783740824495)
Eliza08s avatar

Rezension zu "Grüne Mark und Weißer Tod" von Gudrun Wieser

Eliza08
Sonderbare Morde in Graz

Ein historischer Kriminalroman, der durch süffisanten Humor und eine interessante Sprachfärbung überzeugt. In Graz geschieht eine Reihe sonderbarer Morde. Der Untersuchungsrichter Franz Stahlbaum und sein Freund Dr. Titus Pyrner sind erneut gefragt. Dabei obliegt es Franz, dem Polizeiagenten Anton Meisl immer einen Schritt voraus zu sein, mit dem er sich eine Art Privatduell liefert. 

Was mir sehr gut gefallen hat, war das Zusammenspiel zwischen den beiden Protagonisten. Der eher zurückhaltende Titus ist ein guter Gegenpart zu dem manchmal impulsiv agierenden Franz. In dieser Geschichte bekommen auch die beiden Verlobten Resi (die Verlobte von Franz) und Salome (die Verlobte von Titus) einen relativ großen Anteil, was mir gut gefallen hat. 

Die Story nimmt im Verlauf der Ermittlungen eine interessante Wendung. Sehr einprägsam ist zudem der Sprachstil der Autorin. Mit vielen historischen Begrifflichkeiten schafft sie es, der gesamten historischen Umgebung durch ihre Wortwahl einen besonderen Teint zu verleihen. Ebenfalls kommt der Humor in der Geschichte nicht zu kurz. Mit vielen kleinen, süffisanten Details, die immer wieder eingestreut werden, sorgt die Autorin für kurzweilige Unterhaltung in den ansonsten ernsten Morduntersuchungen. 

Ein insgesamt gut konzipierter historischer Kriminalroman, von der Reihe würde ich gerne noch einmal einen lesen.  

Cover des Buches Grüne Mark und Weißer Tod (ISBN: 9783740824495)
Verena_Buchbloggers avatar

Rezension zu "Grüne Mark und Weißer Tod" von Gudrun Wieser

Verena_Buchblogger
Spannender Krimi mit Frauenpower

Die Geschichte beginnt also mit einem rätselhaften Mordfall. Doch es bleibt nicht bei einem Opfer! Immer wieder werden Männer auf ähnliche Weise getötet. Immer wieder finden sich kleine blaue Glassplitterbei ihnen.  Die Ermittlungen führen Franz Stahlbaum und seinen Freund, den Arzt Dr. Titus Pyrner, zur Lungenheilanstalt Eichenheim. Dort gibt es Gerüchte über geheime Experimente an Patienten. Doch die beiden Ermittler stoßen auf eine Mauer des Schweigens – niemand will reden, viele scheinen etwas zu verbergen. Die Zeit drängt, denn der Täter könnte jederzeit wieder zuschlagen. Da kommen Resi und Salome, die beiden Verlobten der Herren Pyrner und Stahlbaum auf die Idee, sich in die Lungenheilanstalt einzuschleusen. Denn einer Frau öffnet man sich vielleicht eher als einem Beamten der Staatsgewalt...

Wieser gelingt es hier, wie in ihren anderen Romanen, das historische Graz lebendig werden zu lassen. Die Straßen, Gebäude und das gesellschaftliche Leben um 1900 sind anschaulich beschrieben. Man spürt die Stimmung der Zeit – von medizinischen Fortschritten bis zu den sozialen Spannungen. Der Plot ist gut durchdacht, so werden falsche Fährten gelegt und gelungene Plottwists sorgen für ein angenehmes Lesetempo wie für eine spannende Geschichte, die nie langweilig wird :-)

Auch mit ihren Figuren hat Gudrun Wieser alles richtig gemacht, denn sie wirken nicht nur sympathisch, sondern vor allen Dingen authentisch:

Franz Stahlbaum ist ein junger Untersuchungsrichter, der damit hadert aus einfachen Verhältnissen zu stammen und immer das Gefühl hat, sich beweisen zu müssen und nicht gut genug zu sein, vor allem nicht gut genug für Resi! Das macht den Kerl sehr sympathisch, auch wenn seine Bedenken völlig unbegründet sind. ;-)

Titus Pyrner ging mit Franz zur Schule. Damals waren sich beide nicht grün, aber mittlerweile schätzen beide den Umgang miteinander. Schließlich haben sie schon im letzten Buch einen Mörder dingfest gemacht :-) Titus ist Arzt, der sich im vorliegenden Roman endlich aus dem Schatten seines Vaters - ebenfalls Arzt! - kämpft! Eine sehr wichtige Entwicklung für ihn!

Die beiden Damen im Buch sind nicht weniger wichtig, sind es doch gerade die Frauen, die immer die wichtigsten Hinweise, Infos liefern, um ein Verbrechen aufzuklären. Allerdings hätte das in diesem Fall für Resi und Salome auch alles andere als glimpflich ausgehen können...

Alle anderen Figuren fand ich ihrer Rolle entsprechend sehr gut gezeichnet, egal, wie fies sie auch sein mögen ;-)

In "Grüne Mark und Weißer Tod" lag der Fokus der Handlung auf der Lungenheilanstalt Eichwald. ( Die gibt es nicht wirklich, steht aber sinnbildlich für alle Anstalten dieser Art, die es damals wirklich gab!). Da es damals noch nicht das Wissen von heute gab, kein Internet mit Dr. Google, nicht jeder Zugang zur wissenschaftlichen Literatur hatte oder gar das Verständnis für medizinische "Experimente" oder gar medizinischen Fortschritt, sind Gerüchte und Vorgehen in diesem Roman für viele Menschen damals nicht geheuer und Erzeugen Unverständnis und Angst. Ich fand es interessant, wie die Autorin mit diesem ethischen Thema umgegangen ist und Transparenz schaffte. (Sicherlich kann man nicht für alle Heilanstalten die Hand ins Feuer legen - für Eichwald schon ;-) ).

Ich bin mal wieder nur so durch die Seiten geflogen :-) Der angenehm leichte Schreibstil mit ein wenig Lokalkolorit im Ton macht es einem aber auch leicht :-) Da ich weiß, wie die Autorin spricht, habe ich mir das Buch mit ihrer Stimme im Kopf vorgelesen ;-) Ist das strange? Vielleicht! :-) Aber dadurch hatte ich eine Menge Spaß beim Lesen! :-) (Geht mir mit einer anderen österreichischen Autorin, die zufällig auch beim Emons Verlag veröffentlicht, auch so ;-) )

„Grüne Mark und Weißer Tod“ ist ein wunderbar gelungener historischer Kriminalroman für alle, die spannende Geschichten mit einem Schuss Geschichte mögen. Die Mischung  ist perfekt gelungen und die Autorin verbindet Spannung, Atmosphäre, Wissen und interessante Figuren zu einem fesselnden Leseerlebnis.

Cover des Buches Grüne Mark und Weißer Tod (ISBN: 9783740824495)
Buchgespuers avatar

Rezension zu "Grüne Mark und Weißer Tod" von Gudrun Wieser

Buchgespuer
Ermittelnde Frauen an die Macht

Die ARD-Serie Davos 1917 hat mich neugierig gemacht auf die Welt der Tuberkulose-Sanatorien  und genau da knüpft Gudrun Wieser mit „Grüne Mark und weißer Tod“ an. Schon deshalb war ich sofort heiß auf das Thema.

Franz und Titus waren für mich schon in „Geheimnisse in der grünen Mark“ ein grandioses Ermittlerduo. Ihr Zusammenspiel, ihre Verschiedenheit und ihre Situationskomik machen einfach Spaß. Aber diesmal, im Sanatorium, übertreffen ihre Frauen sie fast noch. Wie Resi und Salome die Initiative ergreifen, sich einschleusen und mit Mut und Witz die Fäden in die Hand nehmen, das fand ich fabelhaft.

Es ist inzwischen das dritte Buch der Autorin, das ich lese und wieder zeigt sich, wie sehr ich ihren feinen Humor liebe. Besonders herrlich sind die Briefe von Titus an Salome: Er schreibt darin ständig, was er ihr eigentlich nicht sagen darf: dass er sie liebt, dass er sie vermisst, dass er ohne sie nicht sein mag. Und gerade dadurch sagt er es eben doch. Diese subtile, augenzwinkernde Komik macht für mich den besonderen Reiz aus.

Sehr unterhaltsam finde ich auch die kleinen historischen Anspielungen auf zukünftige Ereignisse, die die Handlung durchziehen und als so locker hingestreute Bemerkungen Eingang in die Geschichte finden, dass ich einfach schmunzeln musste. So lässt sie ihren Protagonisten, völlig abwegig, feststellen, dass seine These wäre als wenn der österreichischen Erzherzog Franz Ferdinand ermordet werden würde 😉. Ein Ereignis, das später tatsächlich den Ersten Weltkrieg auslösen wird, was Gudruns Figuren ja aber nicht wissen können. 

Die Sprache ist der Epoche angepasst melodisch, ein wenig altertümlich, aber wunderbar fließend. Genau das macht für mich den Reiz aus: Ich tauche nicht nur in eine Geschichte, sondern auch in eine andere Zeit ein. Vergangene Heilanstalten, geraffte Röcke, medizinisches Gerät, so ist die Vergangenheit zum Greifen nah. 

Der Kriminalroman ist durchweg spannend, auch wenn die Herren Ermittler anfangs keine Ahnung haben, wer für die Morde verantwortlich ist. Und was ich besonders mag, ist dass ich bin zum Ende keine Ahnung hatte, wer der Täter ist. Im Gegenteil, ich lag mit meiner Vermutung völlig daneben … .


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