Gudula Walterskirchen Die blinden Flecken der Geschichte

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Inhaltsangabe zu „Die blinden Flecken der Geschichte“ von Gudula Walterskirchen

Die Zwischenkriegszeit ist in Österreich auch heute noch eine ideologische Kampfzone. Berichte über den Schattendorf-Prozess und den folgenden Brand des Justizpalastes 1927 sind oft fehlerhaft, wichtige Fakten werden ausgelassen und Ereignisse einseitig dargestellt. Ähnliches gilt für die Februarkämpfe 1934, in denen die Gewalt zwischen den verfeindeten Lagern eskalierte. Historikerin Gudula Walterskirchen präsentiert die unterschiedlichen Sichtweisen, Widersprüche, Lücken bzw. Unrichtigkeiten, analysiert die Quellen und fördert auch völlig Neues zutage. Brisant ist auch die Zeit des Dollfuß- und Schuschnigg-Regimes. Ständestaat wie Sozialdemokratie zielten auf den falschen Feind. Statt gemeinsam gegen den Terror des Nationalsozialismus zu kämpfen, bekämpften sie einander, mit fatalen Folgen: Die politisch geschwächte österreichische Politik hatte Hitlers Einmarsch nichts entgegenzusetzen. Die blinden Flecken der Geschichte prägen den Diskurs bis heute: Es gibt keine gemeinsame Gedenkkultur zu den damaligen Ereignissen, Gedenkveranstaltungen sind immer auch politisch eingefärbt.

Sehr interessantes Geschichtsbuch über ein brisantes Thema

— Vampir989

Ein ganz wichtiges Buch zum Geschichtsverständnis! Penibel recherchiert, zeugt es von profunder Fachkenntnis

— Bellis-Perennis

Brisantes Thema, toll recherchiert und angenehm zu lesen.

— Sikal

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  • Ein sehr interessantes Buch

    Die blinden Flecken der Geschichte

    histeriker

    07. June 2017 um 12:57

    Inhalt:Die Zeit zwischen den Weltkriegen in Österreich ist immer noch sehr mit Mythen belegt. Die Autorin geht diesen Mythen nach.Bewertung:Ich kenne mich ganz gut mit der Geschichte aus, auch wenn gerade diese Zeit in Österreich nicht unbedingt dazu gehörte (was sich nach diesem Buch geändert hat, finde ich). Deswegen wollte ich dieses Buch lesen.Das Buch ist vom Stil nicht wirklich einfach. Es ist mit Fakten voll gespickt und manchmal verliert man sich darin (vor allem, wenn man vorher keine Ahnung hatte). Deswegen ist es auf keinen Fall eine Lektüre für zwischendurch und auch kein Buch, was man nur so am Stück lesen kann. Aber das war auch im Großen und Ganzen das Einzige, was man dem Buch vorwerfen kann. Die Autorin hat sehr gründlich recherchiert und versucht wirklich alle möglichen Facetten der Zeit darzustellen. Die Ereignisse werden möglichst neutral dargestellt und dann wird beschrieben, wie sie damals oder heute bewertet und teilweise sogar missbraucht werden. Und da leigt eindeutig die Stärke des Buches. Es wird einen wirklich deutlich und klar, dass Geschichte nicht Fakten sind. Sogar erst nach 80 Jahren kann man bestimmte Sachen nicht klären, man kann zwar bekannte Informationen darstellen, aber die Frage nach der Wahrheit kann nicht immer beantwortet werden. Das passt nicht zu allen Kapiteln, aber in einigen wird es wirklich deutlich. In allen Kapiteln wird aber eindeutig gezeigt, wie Geschichte für eigene Zwecke und für Parteien angepasst werden kann. In diesem Aspekt ist das Buch universell, auch wenn es nur ein Land in sehr kurzen Zeitspanne beschreibt.

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  • Leserunde zu "Spring in eine Pfütze" von Viktoria Sarina

    Spring in eine Pfütze

    Knorke

    Diese Leserunde ist für die Mitglieder der Challenge "Zukunft vs. Vergangenheit".  Monatsgenre "Biografie und Sachbuch" Zu Beginn soll das hier einfach ein kleiner Test sein und wir schauen mal, wie es uns gefällt oder was uns noch fehlt. Auf jeden Fall hoffe ich, dass wir ins Gespräch kommen über unsere Bücher, aber gerne auch über andere Dinge. Und falls sich eine Leserunde bildet, ist das natürlich auch sehr schön :)(Und da ich das hier nicht am Handy erstelle, verzichte ich auf schöne Emoticons und Symbole :D)

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  • Punkte-Challenge zum SUB-Abbau 2017

    Warum Lesen glücklich macht

    GrOtEsQuE

    Punkte-Challenge zum SUB-Abbau 2017 Achtung - es handelt sich nicht um eine Leserunde sondern eine Challenge zum SUB-Abbau!!! Es werden keine Bücher verlost. Ich habe es nur als Leserunde erstellt, damit das Ganze etwas übersichtlicher wird.Ich möchte mich 2017 mehr dem SUB-Abbau widmen, daher habe ich mir überlegt eine Challenge zu erstellen. Die Regeln möchte ich so einfach wie möglich halten - es soll ja auch Spaß machen und nicht in Stress ausarten.Es wird jeden Monat ein anderes Motto geben. Für die zum Monatsmotto passenden Bücher, gibt es jeweils einen Extrapunkt. Das Monatsmotto werde ich immer Ende des Vormonats im entsprechenden Unterthema bekannt geben. Den Extrapunkt kann man mehrmals im Monat sammeln, wenn man genügend passende Bücher für das Motto hat.Jeder der mitmachen möchte, postet bitte im Unterthema Sammelbeiträge seinen Sammelbeitrag. Ich werde dann jeden Monat hier im Startbeitrag die Punkte aktualisieren. Bei den einzelnen Sammelbeiträgen ist mir eigentlich nur wichtig, dass in der ersten Zeile die Gesamtpunktzahl steht, ansonsten kann jeder seinen Beitrag so gestalten wie er möchte - entweder nur die Punkte aufschreiben oder auch das gelesene Buch benennen.Man kann jederzeit noch einsteigen - einfach einen Sammelbeitrag posten und los gehts!!! Rezensionen sind keine Pflicht. Es gelten alle Bücher, die in 2017 beendet werden, man kann also ruhig auch die in 2016 angefangen erst in 2017 beenden. Die Punkteverteilung sieht wie folgt aus: Für jedes gelesene Buch gibt es einen Punkt. Für jedes gelesene Buch, was vor 2017 auf dem SUB gelandet ist, gibt es einen Extrapunkt. Für jedes gelesene Buch, was mehr als 400 Seiten hat, gibt es einen Extrapunkt. Für jedes gelesene Buch, was mehr als 600 Seiten hat, gibt es zwei Extrapunkte. Für jedes gelesene Buch, was zum Monatsmotto passt, gibt es einen Extrapunkt. Für Comics und Mangas werden nur die Hälfte der Punkte vergeben. Hörbucher zählen auch. Bei den Extrapunkten für die Seiten einfach an dem "echten" Buch orientieren. Wenn es sich um die gekürzte Fassung des Hörbuchs handelt, dann ein dreiviertel der Seiten. (Also mal angenommen das Buch hat 400 Seiten und du hast die gekürzte Fassung des Hörbuchs, zählt es nur für 300 Seiten, also kein Extrapunkt.) Bereits früher gelesene Bücher zählen auch, aber hier gibt es den vor-2017-auf-dem-SUB-gelandet-Punkt nicht, da die Bücher ja nicht mehr zum SUB gehören. Im besten Fall kann man also 5 Punkte pro Buch erhalten. Wer noch Fragen hat, kann sie im Unterthema für Fragen stellen. Nun hoffe ich auf eine rege Teilnahme und wünsch uns schon mal viel Spaß :-) Teilnehmer --- Gesamtpunktzahl --- zuletzt aktualisiert 24.09.2017: _Jassi                                           ---  77 Punkte AmberStClair                             ---   69 Punkte (Gesamtpunkte angeben) Arachn0phobiA                         ---   239 Punkte Astell                                           ---    9 Punkte BeeLu                                         ---   92 Punkte Bellis-Perennis                          ---  646 Punkte Beust                                          ---   302 Punkte Bibliomania                               ---   201 Punkte Buecherkaetzchen                   ---   48 Punkte Buchgespenst                         ---  397,5 Punkte ChattysBuecherblog                --- 253 Punkte Buchperlenblog (CherryGraphics)  ---   130,5 Punkte Code-between-lines                ---  136 Punkte eilatan123                                 ---   53 Punkte Eldfaxi                                       ---   52 Punkte Farbwirbel                                ---   46 Punkte fasersprosse                            ---    35 PunkteFrau-Aragorn                           ---   168 Punkte Frenx51                                     ---  82 Punkte glanzente                                  ---   82 Punkte GrOtEsQuE                               ---   78 Punkte hannelore259                          ---   78 Punkte hannipalanni                           ---   157 Punkte Hortensia13                             ---   130 Punkte Igelchen                                    ---   25 Punkte Igelmanu66                              ---  178 Punkte janaka                                       ---   118 Punkte Janina84                                   ---    95 Punkte jasaju2012                               ---   20 Punkte jenvo82                                    ---   122 Punkte kalestra                                    ---   33 Punkte katha_strophe                        ---   53 Punkte Kattii                                         ---   78 Punkte Katykate                                  ---   110 Punkte Kerdie                                      ---   239 Punkte Kleine1984                              ---   142 Punkte Kuhni77                                   ---   114 Punkte KymLuca                                  ---   103 Punkte LadyMoonlight2012               ---   29 Punkte LadySamira090162                ---   259 Punkte Larii_Mausi                              ---    63 PunkteLeif_Inselmann                       ---   40,5 Punkteleseratte89                               ---   50 Punkte Leseratz_8                                ---   18 Punktelisam                                          ---   226 Punkte louella2209                            ---   69 Punkte lyydja                                       ---   92 Punkte mareike91                              ---    47 Punkte MissSnorkfraeulein                  ---  44 Punkte MissSternchen                          ---  55 Punkte mistellor                                   ---   181 Punkte Mone97                                    ---   55 Punktenaevia                                        ---   17 Punktenatti_Lesemaus                        ---  131 Punkte Nelebooks                               ---  235 Punkte niknak                                       ----  285 Punkte nordfrau                                   ---   97 Punkte PMelittaM                                 ---   213 Punkte PollyMaundrell                         ---   34 Punkte Pucki60                                        --- 37 Punkte QueenSize                                 ---   115 Punkte readergirl                                   ---    5 Punkte Readrat                                      ---   67 Punkte SaintGermain                            ---   139 Punkte samea                                           --- 65 PunkteSandkuchen                              ---   205 Punkteschadow_dragon81                  ---   92 Punkte Schmiesen                                  ---   178 Punkte Schokoloko29                            ---   35 Punkte Somaya                                     ---   279 Punkte SomeBody                                ---   178,5 Punkte Sommerleser                           ---   198 Punkte StefanieFreigericht                  ---   213,5 Punkte tlow                                            ---   149 Punkte Veritas666                                 ---   117 Punkteverruecktnachbuechern         ---   61 Punktevielleser18                                 ---   131 Punkte Vucha                                         ---   151 Punkte Wermoeve                                 ---   17 Punkte widder1987                               ---   69 Punkte Wolly                                          ---   179 Punkte Yolande                                       --   171 Punkte

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  • Ein längst fälliges Werk zu Österreichs Geschichte ...

    Die blinden Flecken der Geschichte

    Bellis-Perennis

    10. May 2017 um 12:26

    Autorin, Historikerin und Journalistin Gudula Walterskirchen räumt mit einigen Geschichtslügen, die auch von einigen ihrer Kollegen nach wie vor verbreitet werden, auf. Sie hat fünfzehn Jahre recherchiert und ihre Erkenntnisse in dieses Buch verpackt.In den fünf Kapitel werden jeweils ein Mythos und der Umgang mit dem Gedenken an die Ereignisse dargestellt:1. Blutiger Auftakt – das Gemetzel vom Juli 19272. Der Februar 1934 – Arbeiteraufstand. Bürgerkrieg oder Putschversuch?3. „Ständestaat“ oder „Austrofaschismus“?4. „Der Anschluss“: War Österreich Opfer oder Täter?5. Gedenkkultur und die Instrumentalisierung der GeschichteDie Autorin stellt Bekanntem Neues gegenüber, scheut sich nicht die Parteien beim Schönfärben (um nicht zu sagen lügen) der Ereignisse zu erwischen. Heute wie damals werden die Dinge in die jeweils passende Richtung verdreht, obwohl man es eigentlich schon besser weiß.Sie hinterfragt kritisch die Rollen der Politiker (jeglicher Couleur). Natürlich können nicht alle Fragen beantwortet werden. Das eigentlich wirklich Schreckliche ist, dass sich die beiden damaligen Großparteien gegenseitig zerfleischt haben und so den Boden für den lachenden Dritten, den Nationalsozialismus bereitet haben.Wenn ich heute so die Nachrichten höre oder sehe, schwant mir Übles.Das Buch regt an, sich den althergebrachten Meinungen und tradierten Mythen zu stellen. Das Buch eignet sich als perfekte Ergänzung zum österreichischen Geschichtsunterricht. Die Zwischenkriegszeit ist nach wie vor ein Stiefkind in Österreichs Schulen. Mit diesem Buch gelingt es, einige der „blinden Flecken“ wegzubekommen. Fazit:Ein längst fälliges Werk zu Österreichs Geschichte. Fünf Sterne und eine Leseempfehlung.

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  • Sehr interessantes Geschichtsbuch über ein brisantes Thema

    Die blinden Flecken der Geschichte

    Vampir989

    10. May 2017 um 05:25

    Zum Inhalt:Die Zwischenkriegszeit ist in Österreich auch heute noch eine ideologische Kampfzone. Berichte über den Schattendorf-Prozess und den folgenden Brand des Justizpalastes 1927 sind oft fehlerhaft, wichtige Fakten werden ausgelassen und Ereignisse einseitig dargestellt. Ähnliches gilt für die Februarkämpfe 1934, in denen die Gewalt zwischen den verfeindeten Lagern eskalierte.Gudula Walterskirchen präsentiert die unterschiedlichen Sichtweisen, Widersprüche, Lücken bzw. Unrichtigkeiten, analysiert die Quellen und fördert auch völlig Neues zutage. Brisant ist auch die Zeit des Dollfuß- und Schuschnigg-Regimes. Ständestaat wie Sozialdemokratie zielten auf den falschen Feind. Statt gemeinsam gegen den Terror des Nationalsozialismus zu kämpfen, bekämpften sie einander, mit fatalen Folgen: Die politisch geschwächte österreichische Politik hatte Hitlers Einmarsch nichts entgegenzusetzen.Die blinden Flecken der Geschichte prägen den Diskurs bis heute: Es gibt keine gemeinsame Gedenkkultur zu den damaligen Ereignissen, Gedenkveranstaltungen sind immer auch politisch eingefärbt.Die Autorin Gurdula Waltershofen verführt uns in die Zwischenkriegszeit von 1922-1938 nach Österreich.Die Zeit ist geprägt von vielen politischen Veränderungen und Ereignissen.Es gab Bespitzelungen und man konnte eigentlich niemanden mehr trauen.Die Nationalsozialisten komen langsam an die Macht.Das Land wird von unruhen und Chaos beherrscht.Es beginnt eine schreckliche Zeit und die Bevölkerung ist hin und her gerissen.Letztendlich siegt auch hier Hitler durch seine faszinierende Propoganda.All dies verarbeitet die Autorin in diesesm Werk und versucht es uns nahe zu bringen.Durch Ihre sehr guten Recherchen erfahren wir viel Wissenswertes darüber .Wir erhalten gute Informationen und Fakten die klar und deutlich sind.Die Frage ob  Österreich Opfer oder Täter ist,kann der Leser für sich selbst entscheiden.Die Autorin gibt uns Anlass dafür darüber Nachudenken.Das hat mir sehr gut gefallen.Durch die interessante und beeindruckende Erzählweise wird man förmlich in die Geschichte hinein gezogen und es wird nie langweilig.Mich hat dieses Buch tief bewegt und iich hatte interessante Lesemomente.Für geschichtsinteressierte Leser ist diese Lektüre sehr empfehlenswert.

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  • Leserunde zu "Die blinden Flecken der Geschichte: Österreich 1927-1938" von Gudula Walterskirchen

    Die blinden Flecken der Geschichte

    Verlag_Kremayr-Scheriau

    Worum geht's? Die Zwischenkriegszeit ist in Österreich auch heute noch eine ideologische Kampfzone. Berichte über den Schattendorf-Prozess und den folgenden Brand des Justizpalastes 1927 sind oft fehlerhaft, wichtige Fakten werden ausgelassen und Ereignisse einseitig dargestellt. Ähnliches gilt für die Februarkämpfe 1934, in denen die Gewalt zwischen den verfeindeten Lagern eskalierte. Historikerin Gudula Walterskirchen präsentiert die unterschiedlichen Sichtweisen, Widersprüche, Lücken bzw. Unrichtigkeiten, analysiert die Quellen und fördert auch völlig Neues zutage. Brisant ist auch die Zeit des Dollfuß- und Schuschnigg-Regimes. Ständestaat wie Sozialdemokratie zielten auf den falschen Feind. Statt gemeinsam gegen den Terror des Nationalsozialismus zu kämpfen, bekämpften sie einander, mit fatalen Folgen: Die politisch geschwächte österreichische Politik hatte Hitlers Einmarsch nichts entgegenzusetzen.Die blinden Flecken der Geschichte prägen den Diskurs bis heute: Es gibt keine gemeinsame Gedenkkultur zu den damaligen Ereignissen, Gedenkveranstaltungen sind immer auch politisch eingefärbt. >> Informationen zum Buch Gudula Walterskirchen Dr.phil., geboren in Niederösterreich, ist Publizistin, Kolumnistin der Tageszeitung Die Presse, Historikerin und Autorin viel beachteter Bücher zur österreichischen Zeitgeschichte. Die Biografien von Engelbert Dollfuß und Ernst Rüdiger von Starhemberg sowie über den Adel im Widerstand wurden Bestseller. Bewerbung zur Leserunde:  Wenn ihr mehr wissen wollt, dann sagt uns, was euch an diesem Buch interessiert und auf welchen Plattformen ihr eure Rezension veröffentlichen werdet. Eine baldige Beteiligung an der Leserunde sowie das Schreiben einer Rezension sind gewünscht! Natürlich sind auch alle LeserInnen mit einem eigenen Exemplar herzlich eingeladen, an unserer Leserunde teilzunehmen. Wir freuen uns auf eure Teilnahme! > Besucht unsere Webseite! www.kremayr-scheriau.at> Folgt uns auf Facebook und Twitter und verpasst keine Neuigkeiten und Buchverlosungen mehr.

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    • 62

    Bellis-Perennis

    08. May 2017 um 17:21
    Beitrag einblenden
    Sikal schreibt Schade fand ich nur, dass ich hier beinahe alleine gelesen habe. Vielleicht entstehen ja noch Diskussionen in der Folge. Ich werde auf alle Fälle immer reinschauen. Rezi folgt natürlich bald.

    Das kann ich gut verstehen. Ich wünsche mir immer wieder einen möglichst gemeinsamen Lesestart. Gelingt halt leider nicht so oft. Manchmal brauchen die Büche (gerade nach Österreich ewig und 3 ...

  • Von Schattendorf bis zum Anschluss

    Die blinden Flecken der Geschichte

    Sikal

    06. May 2017 um 08:22

    Das Buch „Die blinden Flecken der Geschichte Österreichs“ befasst sich mit der Zeit von 1927 bis 1938, wobei der Fokus der Autorin eindeutig auf einzelne Ereignisse gerichtet wird und sie nicht zum Ziel hatte, eine lückenlose Nacherzählung dieser Zeit anzustreben. Dass sie sich mit diesem Projekt auf ein heikles Gebiet begibt, dürfte ihr durchaus bewusst gewesen sein… Als Historikerin schafft es Gudula Walterskirchen hier ein sachliches Bild der Ereignisse aufzuzeichnen, ohne zu urteilen und schon gar nicht zu verurteilen. Sie hat einen angenehm zu lesenden Schreibstil, schreibt leicht verständlich und fesselt mit Fakten, die – mir zumindest – nicht in dem Ausmaß bekannt/bewusst waren. Das Buch ist für die Autorin das Ergebnis einer 15-jährigen Forschungsarbeit, bis dato nicht bekanntes (oder unter Verschluss gehaltenes) Material wurde eingearbeitet. Dadurch entsteht auf so manches Ereignis eine völlig andere Sicht der Dinge. Die Februarkämpfe 1934 wurden in enormem Ausmaß von den Nationalsozialisten gesteuert, das Land in Unruhe und Chaos zu versetzen, um letztendlich wieder für Recht und Ordnung zu sorgen wohl das Ziel. Österreich war mit dem Auflösen der Monarchie beschäftigt, in diese politische Richtung wollte keiner mehr zurück, doch auch die Demokratie wurde nicht als Allheilmittel gesehen. Unterschiedliche politische Strömungen wurden vertreten und gingen aufeinander los, oft gehetzt und aufgestachelt durch die Medien. Schattendorf sowie der darauffolgende Brand des Justizpalastes waren der Anfang einer furchtbaren Zeit, in der Diktaturen erschaffen wurden, Österreicher auf Österreicher schossen und schlussendlich der Propaganda Hitlers folgten. Die Opfer- oder Täterrolle Österreichs ist bis heute ein brisantes Thema. Die Autorin schafft es auch hier, die Fakten klar und sachlich darzulegen, ohne sich Deutungshoheit anzumaßen. Hier bleibt es jedem selbst überlassen, welche Interpretation er den Ereignissen zugesteht. Die Autorin gibt uns keine Antworten, zielt auch nicht in eine politische Richtung, sondern gibt Anlass für Diskussionen. Es gibt nicht nur Gut und Böse, nicht nur Schwarz und Weiß – es gibt auch Schattierungen/Abstufungen/Darstellungen. Dass wir mit unserem heutigen Wissen anders von gewissen Ereignissen denken, ist verständlich. Zum damaligen Zeitpunkt war man jedoch auf der Suche nach Verbesserungen und Veränderungen. Dass dieser Wunsch dermaßen schreckliche Folgen hatte, war wohl nicht jedem klar bzw. wurde nicht in dem Ausmaß wahrgenommen. Das Buch, im Verlag Kremayr & Scheriau erschienen, ist gerade in unserer Zeit wieder sehr wichtig, um aufzuzeigen wohin Propaganda bzw. Manipulation von Menschen führen kann. Absolute Leseempfehlung und verdiente fünf Sterne.

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    • 3
  • Die österreichische Zwischenkriegszeit

    Die blinden Flecken der Geschichte

    camilla1303

    04. May 2017 um 09:34

    Das Buch „Die blinden Flecken der Geschichte“ von Gudula Walterskirchen ist 2017 im Verlag Kremayr & Scheriau erschienen und befasst sich mit der österreichischen Geschichte in der Zwischenkriegszeit, von 1927 bis 1938. Die Zeit 1927 bis 1939 war in Österreich eine blutige und es hat mich beim Lesen erstaunt, dass ich im Gymnasium so wenig über die Zwischenkriegszeit gelernt habe: Österreicher schossen aufeinander, es wurden Diktaturen errichtet, weil alle Parteien die Demokratie nach der Kaiserzeit nicht als Lösung empfunden haben und Andersdenkende wurden zuerst bespitzelt und später verfolgt. Die Autorin versucht die Ereignisse dieser Zeit objektiv wiederzugeben, werden Ereignisse wie der Justizpalastbrand oder der Anschluss auch heute noch von den einzelnen Parteien konträr und parteipolitisch dargestellt. Sie schafft es die einzelnen Ereignisse im historischen Kontext zu sehen und beschreibt, dass es auch in unserer Geschichte nicht nur „gut“ und „böse“ gibt, sondern auch etwas dazwischen und damit ist nicht Dollfuß gemeint. Wer sich vom Buch endgültige Antworten erwartet, wie es beispielsweise zum Anschluss kommen konnte, wird auch in dieser Lektüre nicht fündig werden. Österreich als Opfer oder Täter? Hier gehen die Meinungen ja bis zum heutigen Tag auseinander und Österreicher ist ja nicht gleich Österreicher, es gab sowohl Täter als auch Opfer. Wenn man eines in diesem Buch lernt, dann dass es die einzige „Wahrheit“ nicht gibt. Das Buch ist aber eine gute Grundlage für politische Diskussionen und zeigt unsere „blinden Flecken“ der Geschichte auf ohne diese zu bewerten. Gudula Walterskirchen schafft es die Ereignisse detailliert und verständlich darzustellen, ohne dass das Buch dabei wie ein herkömmliches Sachbuch wirkt. Als Leser erkennt man eindeutig, den journalistischen Kern der Autorin, die für die österreichische Tageszeitung die Presse schreibt: Die einzelnen Ereignisse und die politische Situation sind gut recherchiert, immerhin hat sich die Autorin dafür auch 15 Jahre Zeit genommen. Ich habe schon viele politische und geschichtsträchtige Bücher aus dem Verlag Kremayr & Scheriau gelesen und bin auch von diesem wieder mehr als überzeugt. Ein gut recherchiertes Werk über eine Zeit unserer Geschichte zu der nicht einmal die Schulbücher klare Antworten geben können.

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