Guido Dieckmann Die Stadt der schwarzen Schwestern

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Inhaltsangabe zu „Die Stadt der schwarzen Schwestern“ von Guido Dieckmann

Sieben Frauen hüten ein gefährliches Geheimnis. Flandern, 1582: Der König von Spanien sendet Truppen in die aufständischen Niederlande. Auch das Tuchweberstädtchen Oudenaarde wird von den Spaniern eingenommen. Ein Schock für die junge Witwe Griet, die darum kämpft, ein freies, unabhängiges Leben zu führen. Dabei begegnet sie immer wieder dem rätselhaften jungen Spanier Don Luis, der ein auffallendes Interesse an ihr und ihrer Herkunft zeigt. Griet findet Unterschlupf im verlassenen Ordenshaus der schwarzen Schwestern, die nach Jahren des Exils in die Stadt zurückkehren sollen. Aber die sieben Nonnen verschwinden auf ihrer Reise durch die Ardennen spurlos. Gemeinsam mit Don Luis stellt Griet Nachforschungen an. Sie stoßen auf ein Buch - und auf ein tödliches Geheimnis.

Spannend.

— lila_socken

Eine junge Frau und ein geheimnisvolles Buch - spannender historischer Krimi!

— mabuerele

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  • Kann man lesen, muss man aber nicht

    Die Stadt der schwarzen Schwestern

    Rissa

    17. December 2015 um 13:12

    Inhalt Oudenaarde, 1582: Die flämische Stadt wird nach einem Aufstand von den Spaniern eingenommen, die meisten Ratsherren hingerichtet. Einzig Frans Marx, ein alter, kranker Teppichweber, wird verschont. Schon bald verbreitet sich das Gerücht, dass die Familie Marx mit den Besatzern gemeinsame Sache macht, und besonders Griet, Frans‘ verwitwete Schwiegertochter, hat darunter zu leiden. Doch während ihre angeheiratete Familie in Oudenaarde keine Zukunft mehr sieht, nutzt Griet die Gelegenheit, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen. Unterstützung erhält sie dabei von unerwarteter Seite. Doch schon bald gerät ihr kleines Unternehmen in große Schwierigkeiten… Meine Meinung Über den Achtzigjährigen Krieg wusste ich bisher recht wenig, einzig, dass es ihn gab und dass Glaubensfragen auch eine Rolle gespielt haben. Umso gespannter war ich auf dieses Buch, bietet es doch zumindest einen kleinen Einblick auf die Lebensumstände während des Krieges. Die ersten Kapitel waren hier durchaus interessant, erfährt man doch ein wenig über das Leben der Menschen unter den spanischen Besatzern, über Schwierigkeiten und Willkür. Doch schon bald ändert sich die Richtung, und aus dem Roman wird vielmehr ein historischer Krimi, den ich hier so nicht erwartet hatte. Leider ist dieser überwiegend vorhersehbar, denn auch wenn nicht direkt von Beginn an bekannt ist, womit Griet es hier zu tun hat, so war ich doch gedanklich immer mindestens zwei Schritte voraus. Und auch der Gegenstand, hinter dem alle her sind, spielt eigentlich für sich genommen keine große Rolle, vielmehr dient er alleine dazu, die Handlung voranzutreiben. Schade eigentlich, hier hätte man mehr daraus machen können. Ein Großteil des Romans verbringen die Hauptpersonen mit dieser Suche, immer wieder werden hier Hintergrundinformationen zur Situation in den Niederlanden eingeflochten, so dass der historische Bezug nicht verloren geht. Diese sind allerdings nicht immer leicht zu durchschauen, manches Mal war ich mir nicht ganz sicher, welcher Fraktion nun die Bewohner der jeweiligen Stadt angehörten. Die Hauptperson Griet ist eine zwar schüchterne, aber entscheidungsfreudige junge Frau, die trotz eines lahmen Arms bereit ist, ihr Leben selbständig zu meistern und dabei Verantwortung nicht nur für sich, sondern auch für ihren Sohn zu übernehmen. Eine weitere Hauptperson ist Don Luis, ein Spanier mit niederländischen Wurzeln, der mehr über Griet zu wissen scheint, als er zugibt. Gerne steht er ihr zur Seite, kann Griet doch mit ihrem gelähmten Arm kaum alleine auf die Suche gehen, doch auch er hat eine Mission. Schnell wird klar, dass sich die beiden Hauptpersonen perfekt ergänzen, und so ist auch in dieser Hinsicht keine große Überraschung zu erwarten. Neben den beiden offensichtlichen Hauptpersonen gibt es noch einige Nebencharaktere, welche aber überwiegend einzig in ihren festgelegten Rollen agieren und darüber hinaus kaum Entwicklung zeigen, erst in den letzten Kapiteln ändert sich dies ein wenig. Auch dies ist schade, unterstützt dies doch die Vorhersehbarkeit der gesamten Handlung. Sprachlich ist der Roman wenig auffällig. Einzig einige niederländische Namen haben mir Schwierigkeiten bereitet, sind sie für mich doch eher ungewohnt. In einem kurzen Nachwort geht der Autor auf den historischen Hintergrund ein und erklärt auch, was es mit diesem mysteriösen Gegenstand auf sich hat. Leider gibt es kein weiteres Zusatzmaterial, zumindest eine Karte wäre hilfreich gewesen, um die Grenze zwischen den einzelnen Fraktionen und Griets Reiseroute nachzuvollziehen. Fazit Ein Kriminalfall, dessen Auflösung kaum jemanden interessiert, eine Suche nach einem MacGuffin, der nur Leid zu bringen scheint. Kann man lesen, muss man aber nicht.

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  • Die Stadt der schwarzen Schwestern - Guido Dieckmann

    Die Stadt der schwarzen Schwestern

    lila_socken

    24. July 2015 um 10:08

    Die Stadt der schwarzen Schwestern von Guido Diekmann ist ein historischer Roman, der 1582 in Flandern angesiedelt ist und die Geschichte der Witwe Griet erzählt. Griets Heimatstadt wird von den Spaniern eingenommen, dadurch verliert sie alles, was ihr bis zu diesem Zeitpunkt Sicherheit bot. Mit Mut und Verzweiflung beginnt sie sich ein neues Leben aufzubauen. Unterstützt wird sie dabei von dem Spanier Don Luis. Gemeinsam mit ihm macht sie sich auf die Suche nach den schwarzen Schwester und stößt dabei auf ein geheimnisvolles Buch. Ich habe schon viele historische Romane gelesen. Viele davon spielten im 16. Jahrhundert. Bisher war mir aber die Geschichte Flanderns völlig unbekannt. In  Die Stadt der sschwarzen Schwestern tauchte für mich dadurch eine völlig neue Welt auf. Nicht nur, dass ich wenig über die Webkunst wusste, mir war ganz einfach nicht bewusst, wie Reformation, bedeutende Handelsstädte und die Besetzung durch die Spanier die Niederlande und Belgien in ihrer Geschichte geprägt haben. Dies wird in diesem Buch toll geschildert. Hinzu kommt, dass die Proatgonistin Griet eine starke und bewunderswerte Frau ist, die ihr Leben in die eigene Hand nimmt und sich von Männern in ihrem Umfeld nur wenig sagen lässt. Solche Frauen schließe ich immer gerne in mein Herz und lese gerne, welche Abenteuer sie erleben. Der Schreibstil von Guido Diekmann ist gut zu lesen und man kann in einer Stunde viele Seiten runterreißen. Das Buch ist schon ein richtiger Schmöcker. Trotzdem, so kann man im Nachwort lesen, ist die Geschichte rund um Griet in ein wirklich geschehenes, historisches Setting eingebettet. Mir hat das Lesen Freude bereitet und ich möchte das Buch gerne anderen Fans von historischen Büchern ans Herz legen. Ich geben ihm 4 von 5 möglichen Sternen.

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  • Bücher gegen Rezensionen: Plündert das LovelyBooks Bücherregal!

    After passion

    TinaLiest

    Wir räumen unser Bücherregal! Ihr kennt das doch sicher: Das Regal quillt über, aber irgendwie möchten trotzdem immer mehr neue Bücher zwischen die Regalbretter gesteckt werden. Auch bei uns im Büro steht ein Bücherregal, das nur so überquillt vor tollem Lesestoff, der viel zu schade dafür ist, nicht gelesen zu werden. Deshalb haben wir unser Bücherregal ausgeräumt und möchten euch mit den Schätzen, die wir dort gefunden haben, glücklich machen! So funktioniert's: Stöbert durch die verschiedenen Genres und Bücher, die wir in den Unterthemen aufgeführt haben. Wenn ihr Bücher entdeckt, die ihr gerne lesen und rezensieren möchtet, schreibt uns im passenden Unterthema einen Beitrag mit dem Titel/den Titeln aus dem entsprechenden Genre und seid automatisch bei der Verlosung dabei. Ihr könnt euch selbstverständlich für mehrere Bücher in mehreren Genres bewerben - bitte schreibt dafür aber für jedes Genre einen extra Beitrag, in dem ihr dann auch mehrere Titel aus einem Genre auflisten dürft! Am Donnerstag, dem 18. Juni, losen wir aus, wer von euch welches Buch bzw. welche Bücher gewinnt und teilen euch die Gewinner hier in den jeweiligen Unterthemen mit. Solltet ihr gewinnen, verpflichtet ihr euch, bis zum 2. August 2015 eine Rezension bei LovelyBooks zu allen Büchern, die ihr gewonnen habt, zu schreiben. Postet die Links zu euren Rezensionen bitte ins zugehörige Unterthema in dieser Aktion! Bitte beachtet, dass es sich bei den Büchern auch um Leseexemplare handeln kann! Wenn ihr Fragen zum Ablauf oder zur Aktion allgemein habt, stellt diese bitte im Unterthema "Fragen zur Aktion"! Wir freuen uns, wenn ihr dabei seid und uns unsere Bücher abnehmt & wünschen euch viel Spaß beim Stöbern! ;)

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  • Lesenswerter, gut recherchierter historischer Krimi

    Die Stadt der schwarzen Schwestern

    mabuerele

    22. August 2013 um 20:19

    Es ist der Juli 1882, als die Spanier unter Herzog Alessandro Farnese die niederländische Stadt Oudenaarde besetzen. Die Ratsherren werden grausam ermordet, nur einer wird am Leben gelassen, der Tuchweber Marx. Sein Sohn William war bei der Verteidigung der Stadt gefallen. Die Schwiegertochter Griet kennt sich in der Tuchweberei aus, obwohl sie aus Brüssel stammt. Ihr Vater gehört dem niederen Adel an. Unter den Spaniern hat Marx keine Zukunft. Die Bevölkerung nimmt ihm Übel, dass er am Leben gelassen wurde. Deshalb will er die Stadt verlassen. Griet bleibt mit ihrem kleinen Sohn und der Kinderfrau. Sie möchte nicht von den Schwiegereltern abhängig sein. Der Roman beschreibt anschaulich und historisch exakt recherchiert die Verhältnisse in den von Spanien zurückeroberten Städten. Die Lehre Calvins wird wieder durch den Katholizismus ersetzt. Nach und nach normalisiert sich das Leben. Doch jeder Fehler kann einer zu viel sein. Sehr gut thematisiert wurde die Verflechtung zwischen den Völkern. So war mir neu, dass spanische Edelleute niederländische Kaufmannstöchter heiraten mussten. Dadurch konnte sich der Rachefeldzug der Spanier gegen die eigene Verwandtschaft richten. Das Buch steckt nicht nur voller historischen Fakten, sondern es verbirgt sich eine Reihe von Geheimnissen in der Geschichte. Warum wurde Marx wirklich am Leben gelassen? Welche Rolle spielt der junge Spanier Don Luis? Die schwarzen Schwestern, einen Nonnenorden, hatte vor Jahren die Stadt verlassen. Warum? Das sind nur ein Teil der Fragen, die sich am Anfang stellen und auf eine Antwort warten. Das Buch entwickelt sich schnell zu einem historischen Kriminalroman. Die Protagonisten sind ausreichend charakterisiert. Griet ist eine junge Frau, die weiß, was sie will. Sie kämpft um ihre Selbstständigkeit und geht dabei ungewöhnliche Wege. Don Luis umgibt eine Aura des Geheimnisvollen. Er hat einen Auftrag. Doch von wem und warum? Auch die Nebenfiguren wurden klar dargestellt, seien es die Handwerker in Oudenaarde oder der Büchersammler in Brüssel. Besonders gut gefallen hat mir der kleine König. Er ist ein pfiffiges Bürschchen. Was es genau mit ihm auf sich hat, möge der zukünftige Leser selbst ergründen. Das Buch ist spannend geschrieben und lässt sich zügig lesen. Die Spannung ergibt sich nicht nur aus den ungelösten Fragen, sondern auch aus den vielfältigen und vielschichtigen Beziehungen untereinander. Während einige der offenen Fragen im Laufe der Handlung beantwortet werden, kommt die Überraschung am Schluss. Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Dem Autor ist es geschickt gelungen, einen Kriminalfall mit historischen Fakten und unterschiedlichen Lebensläufen zu verknüpfen. Positiv anzumerken ist, dass im Nachwort Fiktion von Fakten getrennt wird.

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