Guido Eckert

 3.2 Sterne bei 9 Bewertungen

Neue Bücher

Muskelkater kann man nicht streicheln

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Neu erschienen am 11.10.2018 als Hardcover bei Benevento.

Alle Bücher von Guido Eckert

Der Verstand ist ein durchtriebener Schuft

Der Verstand ist ein durchtriebener Schuft

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Erschienen am 02.09.2010
Muskelkater kann man nicht streicheln

Muskelkater kann man nicht streicheln

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Erschienen am 11.10.2018
Zickensklaven

Zickensklaven

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Erschienen am 21.09.2009
Tote Tage

Tote Tage

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Erschienen am 01.10.2001

Neue Rezensionen zu Guido Eckert

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Sikals avatar

Rezension zu "Muskelkater kann man nicht streicheln" von Guido Eckert

„Dranbleiben, mehr braucht es nicht.“
Sikalvor 2 Monaten


 

Der Autor Guido Eckert umschifft seit 25 Jahren seinen inneren Schweinehund erfolgreich, er findet Fitnessstudios toll, die Menschen dort zu beobachten oder mit ihnen ins Gespräch zu kommen – viele unterschiedliche Charaktere sind anzutreffen: der Sportmuffel ebenso wie der Besessene, die Beauty-Queen und der Fitness-Guru.

 

Eckert hat mit vielen Menschen gesprochen, viele Fitness-Studios besucht – herausgekommen ist dieses Buch. Auf sehr humorvolle Art beschreibt er die Unterschiede zwischen den „Mucki-Buden“ genauso wie Parallelen, Trainingseffekte, usw. Natürlich wird uns auch der Schweinehund nahegebracht, was dieser alles so anstellt, um auf dem Sofa bleiben zu können. Mit viel Wortwitz geschmückt, sind diese Anekdoten locker und leicht zu lesen.

 

Die Gespräche mit den Studiobesuchern sind leider mit der Zeit richtig langweilig – es geht ständig ums Gleiche und das ging mir mit der Zeit auf die Nerven. Bewegung und Fitness sind sicherlich sehr wichtige Bereiche für unsere Gesundheit, doch was das alles mit Anabolika, irgendwelchen „Sätzen“ an Foltermaschinen zu tun hat, bleibt mir schleierhaft. Aus keinem Interview konnte ich für mich herausnehmen, wie ich denn nun meinen Schweinehund in Schach halten kann, um meinen Fitnessplan einzuhalten.

 

Erschreckend fand ich auch so manche Aussagen, die das Aussehen oder das Outfit der Trainierenden in den Vordergrund stellen. Hier muss ich echt hinterfragen, was denn nun wichtig ist am Gesundheitsgedanken … Ich habe einige Jahre im Fitnessstudio trainiert und irgendwann ging mir dieses Gesülze ziemlich auf die Nerven, darum werde ich auch nicht wieder anfangen. Seitdem ich jeden Tag meine Runde im Wald drehe, geht es mir eindeutig besser und mein Schweinehund bleibt auch leichter im Keller. Doch das muss jeder für sich selbst entscheiden.

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Igelmanu66s avatar

Rezension zu "Muskelkater kann man nicht streicheln" von Guido Eckert

Konnte meinen Schweinehund nicht durchgehend fesseln
Igelmanu66vor 2 Monaten

»Eines der Ziele dieses Buches besteht vielleicht darin, immer wieder einen simplen Vorsatz zu bestärken: dranzubleiben. Das ist das Einzige, was zählt. Entscheidender als das »große Ziel«, das Motivationstrainer mit pathetischen Gesten herbeihecheln wollen, entscheidender als gewaltige Pläne oder leuchtende Vorbilder. Große Erwartungen führen nämlich letztlich nur dazu, bereits nach einem Monat wieder mit dem Training aufzuhören.«

 

Große Erwartungen schaden also, bremsen einen aus. Genau wie der bekannte Schweinehund, über den an anderer Stelle im Buch berichtet wird und den vermutlich jeder nur zu gut kennt. Der Autor selbst trainiert seit 25 Jahren regelmäßig in Fitnessstudios und schafft es erfolgreich, den Schweinehund auf Abstand zu halten.

In diesem Buch will er erzählen, wie ihm das gelingt und zudem über die Studios selber berichten, die für ihn absolut faszinierende Orte sind. Was für Menschen gehen dorthin? Was treibt sie an? Und wie trainieren sie? Wenn sie denn trainieren, denn nicht selten stellt sich der Schweinehund in den Weg und nagelt den eigentlich Trainingswilligen auf dem heimischen Sofa fest.

 

Guido Eckert ist für sein Buch quer durch Deutschland gereist und hat verschiedenste Studios besucht. Kleine und große, solche in der Provinz und solche in Metropolen. Dort hat er beobachtet, Fragen gestellt und viele Gespräche geführt.

 

Der Einstieg ins Buch gefiel mir sehr gut. Da ging es um grundsätzliche Dinge, da wurde auch der Schweinehund vorgestellt – und das auf äußerst vergnügliche Weise ;-) Wer geht in Studios und warum? Wie wird dort trainiert, wie oft und wie intensiv? Wie passt es zusammen, dass so viele Deutsche übergewichtig sind und sich im Alltag kaum bewegen und gleichzeitig so viele Menschen wie noch nie in Fitnessstudios angemeldet sind? Das alles war informativ und unterhaltsam.

Die vielen Gespräche, die der Autor anschließend präsentierte, fesselten mich irgendwann nicht mehr so sehr, sie waren in meinen Augen voller Wiederholungen, drehten sich immer wieder um dieselben Punkte. Aufbau von Muskelmasse, Abbau von Fett, Ernährung, Diäten, Essstörungen, Anabolika… Ganz ehrlich, da hätte ich lieber nur ein paar zusammengefasste Infos gelesen als diese ganzen Gespräche.

 

Ich habe mich dann auch gefragt, wie dieses Buch irgendjemandem beim Dranbleiben helfen will. Dieses für mein Empfinden viel zu viele Reden über Anabolika & Co. könnte einen Leser erstens vermuten lassen, dass sich die beschriebenen Zustände und Personen in den meisten Studios finden (in meinem aber zum Beispiel nicht!) und zum anderen interessiert mich persönlich das nur am Rande. Ich hätte gern mehr über Durchhaltestrategien gelesen, mit denen man einer Unlustphase begegnen kann. Dazu gab es zwar auch was, aber mehr Platz nahmen die Gespräche mit skurrilen Bodybuildern ein oder die Beschreibung essgestörter junger Menschen. Offenbar liegt der Schwerpunkt des Buchs doch auf dem Unterhaltungswert und ich bezweifle auch nicht, dass das vielen Lesern gut gefallen wird. Meinen Schweinehund konnte das Ganze aber leider nicht durchgehend fesseln.

 

Mit gemischten Gefühlen habe ich zudem von der enormen Häufigkeit gelesen, mit denen beinahe alle im Buch vorkommenden Personen trainieren. Auch der Autor erklärt deutlich, dass schon mindestens zweimal in der Woche trainiert werden müsste, Zitat: »Einmal ist keinmal«. Ohne Frage sollte man häufiger als einmal in der Woche trainieren, aber vielleicht schafft man das zum Beispiel aus zeitlichen Gründen einfach nicht. Weil man vielleicht neben einem Vollzeitjob noch Kinder zu versorgen hat, nach den eigenen Eltern schaut, ein Haus baut oder abends noch ein zusätzliches Fernstudium absolviert. Ich denke, Bewegung ist so wichtig, dass jedes bisschen zählen sollte und ein Spruch wie »Einmal ist keinmal« nur dazu führen kann, dass man den einen Sportabend pro Woche, den man realisieren könnte, auch noch fallen lässt, weil er eh nichts bringt. Ich trainiere dreimal pro Woche, hatte aber auch Zeiten, in denen ich es lediglich einmal geschafft habe. Wenn ich das dann hätte sein lassen, wäre ich heute bestimmt nicht mehr dabei.

 

Fazit: Sicher gibt es eine Zielgruppe für das Buch, ich fühlte mich leider oft nicht angesprochen. Ganz unterhaltsam, doch ich hatte mehr erwartet.

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R_Mantheys avatar

Rezension zu "Der Verstand ist ein durchtriebener Schuft" von Guido Eckert

Darum geht der Weise einher und tut nichts und lehrt ohne Worte. (Lao Tse)
R_Mantheyvor 3 Jahren

Der Autor zitiert diesen Satz aus dem dünnen und scheinbar paradoxen Buch Tao Te King, das er für wortreich hält. Doch sein Buch ist viel wortreicher und will uns lehren, wie wir weise werden können. Geht das überhaupt? Ich bezweifle das, denn Weisheit ist unter Menschen offenbar dünn gesät. Doch der Verstand ist in der Tat ein durchtriebener Schuft. Er macht uns glauben, dass man Weisheit aus Büchern lernen könne, so wie Rechnen oder Kuchen backen.

Guido Eckert - so lesen wir im Vorwort - hat sich vorgenommen den Bodensatz aus den vielen hundert Büchern der Weisheit zusammenzufassen und hier aufzuschreiben. Doch so wie wir nach dem Ansehen akrobatischer Kunststücke diese noch lange nicht nachmachen können, so werden wir nach dem Lesen seines Buches nicht zu Weisen. Das klappt ja noch nicht einmal bei Leuten, die täglich in der Bibel oder anderen Unterweisungen lesen, die Eckerts Grundlage für dieses Buch bildeten. Handeln ist angesagt, schreibt er deshalb selbst. Und das ist zweifellos der schwierigere Teil auf dem langen Weg zur Weisheit.

Immerhin erfahren wir, was weise Menschen auszeichnet. Man kann sie zum Beispiel nicht mehr beleidigen. Sie wollen auch nicht ständig Recht haben oder andere von ihrer Meinung überzeugen.

Das Buch ist ganz einfach und geschickt aufgebaut. Schon auf dem Buchdeckel lesen wir, dass wir in zehn Schritten bald durch jede Krise kommen. Und diese zehn Schritte bilden deshalb die Grundstruktur des Buches.

Im ersten Schritt lernen wir, was Weisheit überhaupt ist, im zweiten, wie wir mit Ärger so umgehen, dass daraus nicht wirklich ein Problem wird. In diesem Abschnitt kommen auch unsere Süchte zur Sprache. Fast jeder Mensch ist nach irgendetwas süchtig, manchmal ohne es zu merken. So kommen beispielsweise viele von uns nicht mit Ruhe klar. Sie werden nervös oder gar aggressiv, weisen also typische Entzugserscheinungen auf.

Ständig denken zu müssen, ist auch sehr verbreitet, ebenso die Sucht nach Anerkennung oder Gebrauchtwerden. Die meisten Weisheitslehren sagen uns, dass wir unseren Schwächen nicht ausweichen können und dass es schädlich ist, sie zu unterdrücken. Wenn man sie besiegen möchte, muss man sich ihnen stellen. Auch davon berichtet das zweite Kapitel.

Im dritten Kapitel geht es um Demut und Selbsterkenntnis. Das vierte Kapitel beschäftigt sich mit dem Leben in der Gegenwart. Das wird im fünften Kapitel fortgesetzt, in dem der Autor auch das Verhältnis von Weisheit und Religion diskutiert. Danach befasst sich Eckert im sechsten Kapitel mit Akzeptanz dessen, was ist und was war und mit Dankbarkeit. Scheitern sei eine Voraussetzung für Weisheit, erklärt uns Eckert im nächsten Kapitel. Einfach einmal die Klappe zu halten, zu schweigen und das permanente Bewerten und Beurteilen zu lassen, sei ein wirklicher Schritt zu Weisheit. Das ist der Inhalt von Kapitel acht. Das Buch schließt mit einem Kapitel über Meditation und Anmerkungen über den Umgang mit Fehlern, insbesondere den eigenen.

Leider ist die Erkenntnis noch nicht die Lösung eines Problems. Doch der Schuft von Verstand redet uns das gerade immer wieder trickreich ein. Guido Eckert hat uns also ein kluges Buch geschrieben, das ich nun aus meiner Sicht bewerten soll, obwohl dies nicht sehr weise ist, wie wir gerade gelernt haben.

Weisheit kann man nicht lehren, wohl aber das Konzept von Weisheit. Und genau das leistet dieses Buch. Manchmal kam es mir zu intellektuell daher, etwas zu kompliziert und gelegentlich zu weitschweifig. Obwohl es praktische Übungen bereitstellt, trägt dieses Buch mehr einen philosophischen Charakter. Denken verändert Denken, ist oft das Motto des Autors, auch bei den praktischen Übungen. Nur findet man durch Denken nicht zu sich selbst. Dabei ist Denken eher hinderlich, denn das Leben ist kein Konzept. Konzepte gibt es nur im Kopf. Und Denken wühlt immer entweder in der Vergangenheit oder in der Zukunft. Doch das Leben ist jetzt, wie Eckert selbst schreibt.

Fazit.
Ein intelligent geschriebenes Buch, aber ein Buch über das Konzept der Weisheit. Man wird nicht durch das Lesen von Büchern weise, auch wenn uns das vielleicht der Verstand einreden möchte, sicher aber klüger.

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Gespräche aus der Community

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Vuchas avatar

Hallo ihr Lieben,


Auch an diesem Wochenende steht ein weiterer Lesemarathon an und nachdem wir das letzte Wochenende genutzt haben, um ausgiebig Urlaub zu machen, ist es nun an der Zeit, dem inneren Schweinehund den Kampf anzusagen und sich wieder ein bisschen sportlich zu betätigen.


🏋🏻‍♀️ Deshalb führt uns dieser Lesemarathon ins Fitnessstudio. 🏋🏻‍♀️


Auch dieses Mal stehen euch verschiedene Optionen zur Auswahl, zwischen denen ihr euch entscheiden sollt. Zu jeder Trainingseinheit gehören verschiedene Übungen, die ihr in der vorgegebenen Reihenfolge absolvieren müsst. Erst wenn eine Übung geschafft ist, dürft ihr euch der nächsten Übung widmen.


Die verschiedenen Übungen findet ihr in den entsprechenden Threads. Entscheidet euch für ein Training und gebt alles!


Zu jedem Training gehören folgende drei Etappen:

  • die Trainingsvorbereitungen 👟

  • die eigentliche Trainingseinheit 🏋🏻‍♀️

  • die abschließende Dusche 🚿

Erst danach gilt eine Trainingseinheit als abgeschlossen.


Den ganz sportlichen Leseratten unter uns ist es natürlich ausdrücklich erlaubt, mehrere Trainingseinheiten einzuplanen. Dazu müsst ihr euch jedoch nicht jedes Mal erneut ordentlich vorbereiten, aber geduscht wird immer!


Legt bitte im entsprechenden Thread einen Sammelbeitrag an, in dem ihr erfüllte Aufgaben postet. Dieser Sammelbeitrag kann gerne auch die Aufgaben der Vorbereitungen und des Duschens beinhalten. Ihr müsst dafür keinen separaten Sammelbeitrag anlegen, dürft dies aber natürlich gerne tun.


Eure Seiten könnt ihr wie immer im verlinkten Formular im Fitnesstracker eintragen.

In der Umkleidekabine könnt ihr miteinander plaudern.  


Das Fitnesscenter öffnet seine Türen an diesem Freitag (24. August) ab 12.00 Uhr! Ihr habt bis Sonntag 24 Uhr Zeit eure Seiten und Aufgaben einzutragen.


Gerne dürft ihr auch im gesamten Fitnesscenter (also in allen anderen Threads) umsehen und dort auf die Beiträge der anderen Sportskanonen antworten. Austausch ist ausdrücklich gewünscht.

💪🏻 Viel Spaß beim Training wünschen euch 
eure Fitnesscoachs Henny und Vucha. 💪🏻
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