Guido Knopp Das Weltreich der Deutschen

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Inhaltsangabe zu „Das Weltreich der Deutschen“ von Guido Knopp

Was wollten die Deutschen in der Südsee und in Afrika? Waren sie brutale Eroberer oder »sanfte Herren«? Antworten findet BestsellerautorGuido Knopp am Kilimandscharo, im »Südseeparadies« von Samoa und Neuguinea, aber auch in der blutigen Niederschlagung der Hereroaufstände in Deutsch-Südwestafrika. Anhand der Geschichten von Glücksrittern und Abenteurern, von schwarzen Stammeskriegern und weißen Generälen entsteht ein eindringliches Bild von Aufstieg und Niedergang der deutschen Kolonien.

Ein für interessierte Leser gut aufgemachtes Sachbuch, an dem Historiker möglicherweise Kritik üben werden

— Bellis-Perennis
Bellis-Perennis

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  • Koloniale Träume und deren Zerschlagung

    Das Weltreich der Deutschen
    Bellis-Perennis

    Bellis-Perennis

    12. April 2016 um 17:36

    Zeitgleich mit der dreiteiligen, gleichnamigen TV-Dokumentation erschien 2010 dieses Buch von Historiker Guido Knopp. Durch seine leicht lesbare (und erlebbare) Art Geschichten über Geschichte zu schreiben, bringt er seinen Lesern Themen näher, derer sie sonst vielleicht nicht angenommen hätten.Guido Knopp entführt seine Leser in drei geografisch unterschiedliche Teile der Welt. Nach Deutsch-Südwest-Afrika (heute Namibia), in Teile der Südsee und nach Deutsch-Ostafrika (heute Tansania). Die Geschichte der deutschen Kolonien ist eine kriegerische. Selbst der Aufbau von Infrastruktur, ärztlicher Versorgung, Schulausbildung und eines florierenden Handelsnetzwerks diente dem Kampf um Rohstoffe und strategisch wichtige Stützpunkte. Deutschland mischte kräftig mit, wenngleich die imperiale Aufteilung der Weltregionen vor allem den beiden, seit Jahrhunderten geübten, Kolonial-Supermächten England und Frankreich vorbehalten war.Deutschland ist erst 1871 unter der Führung Preußens zur Nation geworden. Bislang richtete sich das Streben nach Landgewinn Deutschlands eher an seine unmittelbare Umgebung. Spät aber doch, springt Otto von Bismarck 1884 auf den längst abgefahrenen Zug des Kolonialismus auf. Ursprünglich als „Lüderitz’sche Besitzung“ von einem Kaufmann gegründet, wird der Landschrift „Deutsch-Südwest“ zur deutschen Kolonie in Afrika. Wie aus diversen Unterlagen hervorgeht, ist Bismarck keineswegs ein glühender Verfechter des Kolonialismus.Auch die zweite größere Kolonie, auf dem Staatsgebiet des heutigen Tansania, ist ähnlich entstanden. Diesmal ist es ein gieriger Missionar, der sich des Landes bemächtigt. Doch auch hier, ist die Kosten-Nutzen-Rechung für Bismarck unausgeglichen.Der dritte Teil des Strebens nach Übersee spielt sich in Papua-Neuguinea ab. Hier treiben übereifrige Missionare ihr Unwesen, das sie mit ihrem Leben bezahlen.Das Intermezzo des Deutschen kolonialen Größenwahns währte bis zum Ende des Ersten Weltkriegs.Die Einflüsse in Afrika wirken bis heute nach. So kann man an einigen Orten Tansanias Schulkinder „Das Wandern ist des Müllers Lust“ singen hören. Das ist zwar kein Beweis für die kulturelle Überlegenheit deutscher Volkslieder, sondern eher ein Zeichen für Nachhaltigkeit externer kultureller Einflüsse. Ein Großteil der heutigen noch bestehenden Infrastruktur (Straßen und Schiene) geht auf das Bismarck’sche Abenteuer zurück.Das Buch ist, wie immer bei Guido Knopp, gut recherchiert, Zitate von Augenzeugen sowie zahlreiche Fotos ergänzen diese Geschichtsstunde. Natürlich ist das Buch aus Sicht der Deutschen geschrieben. Die Bewohner Afrikas bzw. der Südsee würden dieses unrühmliche Kapitel der Deutschen Geschichte sicherlich anders darstellen.  

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  • Challenge: Literarische Weltreise 2016

    Euphoria
    Ginevra

    Ginevra

        Liebe Lovelybookerinnen und –booker, habt Ihr Lust, im Jahr 2016 auf Weltreise zu gehen – literarisch gesehen? Dann begleitet mich durch 20 verschiedene Lese- Regionen! Die Aufgabe besteht darin... -  12 Bücher in einem Jahr zu lesen;-   Mindestens 10 verschiedene Regionen auszuwählen (zwei Regionen dürfen also doppelt vorkommen);-   Autor und/oder Schauplatz und/oder eine bzw. mehrere der Hauptfiguren müssen zu dieser Region passen.-   Bitte postet Eure Rezensionen und Beiträge bei den passenden Regionen;-   Auch Buchtipps ohne Rezension sind jederzeit willkommen;-   Am Ende des Jahres zählen Eure 12 Rezensionen - bis zu zwei Kurzmeinungen sind erlaubt!-   Eure Beiträge werde ich verlinken;-   Einstieg und Ausstieg sind natürlich jederzeit möglich;-   Genre und Erscheinungsjahr sind egal:-   Hörbücher, Graphic Novels, Biographien, Krimis, Literatur – bei dieser Challenge ist alles erlaubt!Gut geeignet sind z.B. die Bücher verschiedener Literaturpreise oder Empfehlungslisten (Booker- Preis, Preis des Nordischen Rats, ZEIT- Liste zur Neuen Weltliteratur, usw.).Diese Challenge eignet sich also auch hervorragend dazu, den SuB abzubauen, oder um andere Challenges damit zu kombinieren.Unter den TeilnehmerInnen, die die Challenge erfolgreich beenden, verlose ich am Ende des Jahres drei Bücher aus meinen Beständen - natürlich passend zum Thema!Ich freue mich sehr auf Eure Beiträge und werde zu jeder Region ein Unterthema erstellen, so dass es etwas übersichtlicher wird. Einige Tipps und Empfehlungen werde ich schon mal vorab anhängen - Ihr müsst davon natürlich nichts lesen. Dann wünsche ich uns allen...Bon voyage – Buon viaggio - Have a nice trip - Tenha uma boa viagem - Приятной поездкиСчастливого пути - ¡Qué tengas un buen viaje! -旅途愉快!- すばらしい旅行をなさって下さい。-Gute Reise! TeilnehmerInnen:abaAberRushAmayaRoseAriettaArizonaarunban-aislingeachBellastellaBellisPerennisBibliomaniablack_horseBonniereadsbooksBuchraettinBücherwurmBuchinaCaroasCode-between-linesConnyMc CorsicanaCosmoKramerDaniB83DieBertaDunkelblauElkeelmidiGelindeGinevraGingkoGruenentegstGwendolinahannelore259hexepankiInsider2199IraWirajasbrjeanne1302kopikrimielseKruemelGizmoleiraseleneleseratteneuleseleaLeonoraVonToffiefeelesebiene27leucoryxLexi216189lieberlesen21LibriHollylittleowllouella2209MaritaGrimkeMinnaMminorimiss_mesmerizedmozireadnaninkaNightflowerOannikiOrishapardenPetrisPMelittaMPostboteRyffysameaSchlehenfeeschokolokoserendipity3012Sikalsnowi81StefanieFreigerichtstefanie_skysursulapitschiSvanvitheTalathielTanyBeeTatjana89Thaliomeevielleser18wandablueWanderdueneWedmawerderanerWollywunderfitz

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    • 1702
  • Koloniale Träume

    Das Weltreich der Deutschen
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Knopp hat es geschafft. Mit seinem Buch und der Verfilmung des Buches dürfte es ihm zumindest bei den jüngeren Generationen gelungen sein, die kolonialen Träume der Deutschen als das darzustellen, was sie waren: Der klägliche Versuch, es den Kolonialmächten Portugal, Spanien, England, Frankreich, Belgien und Niederlande nachzumachen, welcher hauptsächlich daran scheiterte, dass es zu einem Krieg mit den Westmächten kam. Allerdings schildert Knopp die Kolonialbestrebungen der Deutschen möglicherweise etwas tendenziös. So entspricht der von Knopp in einer Hervorhebung wiedergegebene Satz des Historikers Horst Gründer, die Deutschen seien an der Geschichte des Kolonialismus von Anfang an beteiligt gewesen, wohl nicht ganz der historischen Wahrheit. Deutschland wollte nicht zurückstehen und entwickelte koloniale Gelüste erst als es bereits zu spät war, die Menschen im schwarzen Erdteil und in Asien auszubeuten. Der Gesamteindruck stimmt jedoch. Deutschland trägt wie die Kolonialmächte, die nach dem Ausscheiden Deutschlands aus ihrem Kreis ihre koloniale Macht weiter ausübten, eine Mitverantwortung für die negativen Auswirkungen des Kolonialismus. Deutschland darf sich freilich auch zu Recht auf positive Hinterlassenschaften, etwa im Bildungsbereich und auf dem Gesundheitssektor, berufen. Sie überwiegen die schlimmen Taten, wie zum Beispiel das an den Herero begangene Unrecht, leider nicht. Umso erfreulicher, dass Namibia sich heute zu einem bevorzugten Reiseziel für die Deutschen in Afrika entwickelt hat. Der Erfolg von Buch und Film dürfte nicht zuletzt darauf zurückzuführen sein, dass Knopp es sehr gut verstanden hat, das koloniale Leben der Deutschen anhand persönlicher Einzelschicksale zu schildern. Das ermöglicht es dem Leser und Fernsehzuschauer eher, sich in die jeweils beschriebene Situation hineinzuversetzen und das Geschehen nachzuempfinden. Noch ein kleiner Hinweis: Venezuela sollte eher mit der Augsburger Familie der Welser als mit dem für Südamerika nicht so wichtigen Nürnberger Zweig in Verbindung gebracht werden. Zumindest hätte Knopp insoweit auch die Augsburger Welser erwähnen sollen.     

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