Guido Knopp Geheimnisse des Zweiten Weltkriegs

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Inhaltsangabe zu „Geheimnisse des Zweiten Weltkriegs“ von Guido Knopp

Der Abschluss jahrzehntelanger Recherchen des Autors zum »Dritten Reich«Der erfolgreichste deutsche Sachbuchautor präsentiert Antworten auf immer noch offene Fragen aus der Zeit des Nationalsozialismus: zu der Patientenakte Hitlers und seinem rapiden körperlichen Verfall gegen Kriegsende, zu dem Geheimnis des versenkten deutschen U-Boots U 513, zu Spezialkommandos hinter den feindlichen Linien, zu dem Flug von Rudolf Hess nach England im Jahr 1941 und seinem mysteriösen Tod sowie zu dem Mythos »Nazi-Gold«.

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  • Rezension zu "Geheimnisse des Zweiten Weltkriegs" von Guido Knopp

    Geheimnisse des Zweiten Weltkriegs
    michael_lehmann-pape

    michael_lehmann-pape

    12. November 2012 um 12:25

    Blick hinter manche Kulissen Sein Lebensthema hat Guido Knopp seit geraumer Zeit sicherlich mit der, immer wieder aus anderen Perspektiven angegangenen, Aufarbeitung der Ereignisse des dritten Reiches mit einem Schwerpunkt auf die Kriegsjahre. Auch wenn dies gefühlt das hundertste Buch der letzten Jahre zum Thema (nicht nur, aber vielfach durch Guido Knopp) darstellt, einiges an interessantem Material und „anderem“ Blickwinkel hat Knopp durchaus noch einmal zu bieten, Zwar sind die fünf breit behandelten Themen dieses Buches nicht unbekannt und waren in der ein oder anderen Form durchaus bereits auch breiterer Betrachtung wert, doch in dieser Zusammenstellung und dem flüssigen und verständlichen Stils Knopps und seiner Mitautoren lohnt die Lektüre durchaus. Die „Geheimakte HEß“ (mitsamt dem ominösen Flug nach England), „Tödliche Missionen“ (Kommandounternehmen wie das der Befreiung Mussolinis oder solche der Vorbereitung der „Besetzung“ Italiens), die „Krankenakte Hitler“, „Das Geheimnis von U 513“ (das Wrack wurde erst 2011 vor der südbrasilianischen Küste entdeckt) und der „Mythos Alpenfestung“ (als vermeintlich letzter Rückzugsort von Eliteeinheiten mitsamt „Geheimwaffen“, um die „Auferstehung“ des Reiches vorzubereiten) sind die Oberthemen, die Knopp im Buch setzt. Getreu seinem auch sonst üblichen Stil verbreitert Knopp allerdings durchaus die einzelnen roten Fäden zu grundsätzlichen Einblicken in die Atmosphäre und die Begleitumstände der einzelnen Themen. Wie U-Boot Fahrer „an sich“ ab einem bestimmten Zeitpunkt „verheizt“ wurden ebenso, wie allgemein auf „unterirdische Fabriken“ im dritten Reich hingewiesen wird. Auch wenn diese hier und da auch in Thüringen sich finden lassen, nicht nur in den Alpen. Immerhin führten die Gerüchte zu starker Beunruhigung auf Seiten der Alliierten und es ist im Buch durchaus spannend nachzulesen, wie die Alpen, zumindest eine zeitlang, die Befehlshaber in Atem hielten. Ebenso wendet Knopp den Blick auch auf die ein oder andere „Nebenperson“ mancher bisheriger Darstellungen. Dr. Theodor Morell, fast 9 Jahre Leibarzt Hitlers (bis zuletzt) ist sicherlich eine Schlüsselperson, wenn es um die Frage nach Hitlers körperlichem Zustand geht (nicht nur 1945). Ein Thema, das der striktesten Vertraulichkeit unterlag und in das Knopp ein wenig Licht nun einfließen lässt (zu Recht verweist er allerdings auch auf die breite Studie des Mediziners Neumann und des Historikers Eberle). Wobei er sich durchaus auch den Hintergründen des asketisch anmutenden Lebensstils Hitlers (Nichtraucher, Antialkoholiker, Vegetarier) im Buch mit zuwendet. Was ihn alle nicht davor bewahrte, schon seit 1932 zumindest unter teils heftigen Magenschmerzen zu leiden. In das Reich der Spekulationen wagt sich Knopp mit Einlässen zu Hitlers „Drogenkonsum“ vor, auch wenn überzeugende Indizien auf einen solchen, vor allem was Pervitin angeht (das moderne „Speed“ oder „Crack“), hindeuten. Krankheitsbilder, die durchaus Einfluss auf militärische Entscheidungen gehabt haben könnten (wie Knopp andeutet). Alles in allem ein wiederum gut zu lesendes Buch, das in weiten Teilen allerdings an anderen Orten in den einzelnen Themen naturgemäß breiter und differenzierter dargestellt sich nachlesen lässt. Als Kompilation (oder, wie im Fall Heß, als „Kurzbiographie) einiger nicht allzu breit bekannter Themen durchaus lesenswert.

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