Guido Rohm Untat

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Inhaltsangabe zu „Untat“ von Guido Rohm

Zwei Journalisten, durch Berichte aus Krisengebieten desillusioniert, wollen ausloten, was ein Verbrechen ausmacht. Oscar ist ein Verbrecher. Er plant die Entführung eines Mädchens. Die beiden Zyniker heuern bei ihm als Augenzeugen an. Doch statt zu einer reißerischen Reportage entwickelt sich die Angelegenheit schnell zum Albtraum für die Journalisten. Aus der Distanz der Beobachter werden sie hineingezogen in ein beängstigendes und brutales Geschehen. Nun sind sie mittendrin. Ist Oscar ein Psychopath oder nur ein Aufschneider? Sind die Journalisten selbst nur Opfer – oder Täter? Guido Rohm, den Thor Kunkel zu Recht für „einen der besten Stilisten der deutschen Kriminalliteratur“ hält, entwickelt ein bedrohliches Szenario von Verbrechen und Alltag, das in der Frage mündet, wer dabei die Biedermänner und wer die Brandstifter sind. Die Antwort ist beunruhigend, auch für die Leser … Ein konzentrierter Text wie ein Sog.

Tut euch das nicht an, konfus,wirr,unspannend

— thenight
thenight

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    Untat
    glorana

    glorana

    Guido Rohm nimmt uns in dem Buch "UNTAT" mit auf eine Reise in unser Innerstes. Wir begleiten zwei Journalisten, die Kontakt zu Oscar aufnehmen. Oscar plant eine Entführung und diese beiden Journalisten wollen hautnah dabei sein, um später detailliert darüber berichten zu können. Eigentlich hört sich dieser Inhalt ganz normal an, aber genau das ist dieses Buch nicht. Die Geschichte wird in der Wir-Form erzählt. Von den Journalisten erfahren wir eigentlich nichts, sie reden auch eigentlich gar nicht miteinander. Nehmen nur alles um sie und Oscar herum wahr, speichern es ab und bewerten auch nicht. Passiert etwas erschreckendes und grausames, lenken sie sich ab, mit dem "naheliegendsten", Bier trinken, DVD 's schauen und Chips essen. Das Buch von Guido Rohm muss man nach dem Lesen erst mal sacken lassen. Es liest sich in einem Rutsch durch, was bei dieser Geschichte und den 133 Seiten kein Wunder ist. Wir tauchen in diesem Buch eigentlich nur ab in die ganz alltägliche, normale Welt. Guido Rohm zeigt uns auf, wie wir Menschen leider all zu oft sind. Lethargisch, schauen weg, sind eben UNTÄTIG. Das Buch verwirrt, und lässt uns im unklaren in vielen Dingen, aber man lässt es so geschehen und nimmt Seite für Seite mit, bis man auf das Ende trifft... Das ist kein normaler Krimi. Wer die normalen Bösen und Guten treffen will, ist mit diesem Buch falsch bedient. Und gerade deshalb sollte man dieses Buch lesen. Eben weil es anders ist, weil man mehr mitnimmt als aus einem normalen Krimi. Es ist ein Buch mit einer Aussage, die man aber erst begreift, wenn man nach dem Lesen Zeit findet, das gelesene für sich zu bewerten.

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    awogfli

    awogfli

    08. November 2013 um 08:09
  • Spannende und nervenaufreibende Untat

    Untat
    julia_boege

    julia_boege

    05. July 2013 um 09:29

    Klappentext: "Wir sind nervös. Natürlich. Das wären Sie doch sicherlich auch, wenn Sie sich in wenigen Minuten einem Verbrecher anvertrauen würden. Oder?" Wie wird man zum Verbrecher? Zwei Journalisten heuern bei Oscar, einem "bösen Buben", an und werden Augenzeugen einer Kindesentführung. Doch statt zu einer packenden Reportage entwickelt sich dieses Abenteuer zu einem Albtraum: Sind die Journalisten selbst Opfer – oder doch Täter? Ist Oscar ein Psychopath oder ein Aufschneider? Aus der vermeintlichen Distanz des Beobachters wird man hineingezogen in ein beängstigendes und brutales Geschehen. Inhalt: Der im ersten Moment sehr dünn erscheinende Thriller, hält einige Überraschungen für seine Leser parat. Das Erste, was einem auffällt ist die ständige Bezeichnung ,,Wir" für die Protagonisten. Die Geschichte ist eigentlich in der Ich-Perspektive verfasst, doch diese wurde hier durch das Wir ersetzt. Dadurch verschmelzen die beiden Reporter zu einer Einheit. Man erfährt nichts persönliches über sie. Weder erfährt man ihren Namen, noch wie sie aussehen. Stattdessen wird man durch ihre kühle, distanzierte Sicht immer tiefer in diesen düsteren Strudel gezogen, der einen immer mehr Fragen stellen lässt. Oskar, der Verbrecher dagegen wird sehr deutlich beschrieben. Seine Handlungen und seine Worte lassen einem als Leser immer wieder zusammenfahren und den Kopf schütteln. Er ist, wie er sein soll, einfach widerlich und böse und man fragt sich als Leser, was die Reporter sich dabei nur gedacht haben. Mit jeder weiteren Tat, die Oskar begeht und die durch die Reporter immer wieder beschönigt und übersehen wird, werden sie tiefer mit hineingezogen. Während sich die Reporter mit Oskar in dessen Haus setzten, Chips essen, Bier trinken, Pornos sehen und vor allem Warten, verschwimmt die Realität und der Wahnsinn zu einem undurchschaubaren Chaos, das niemand mehr durchschauen kann. Als Oskar dann das kleinen Mädchen entführt, spitzt sich die Lage immer weiter zu und nicht nur der Leser fragt sich unweigerlich, ab wann man selbst zum Verbrecher wird. Wenn ich die erste Seite begonnen habe, fragte ich mich, ob dieses Buch wirklich spannend sein konnte. Dann habe ich die 133 Seiten ohne eine einzige Pause durchgelesen. Man wird sofort durch die beiden Reporter in eine schreckliche Welt hineingezogen, die einen auch nach der letzten Seite nicht mehr loslässt. Am Ende bleiben weiß man selbst nicht mehr was Realität und was Wahnsinn ist, wodurch man mit mehr Fragen, als Antworten zurück bleibt. Fazit: Dieses Buch hat mich in kürzester Zeit gefesselt. Es ist einer der besten Thriller die ich seit langem gelesen habe. Der ständig Widerspruch zwischen der distanzierten Erzählung der Protagonisten und der Nähe zu den Geschehnissen macht dieses Buch unglaublich spannend. Man möchte die ganze Zeit wissen, wie es weitergeht, selbst als die Geschichte schon vorbei ist. Es lässt einen in einem moralischen Dilemma zurück.  In wie weit ist reines Beobachten überhaupt möglich? Wann macht man sich selbst eines Verbrechens schuldig und überschreitet man durch reines Nichtstun bereits eine Grenze?  Ein absolut großartiger Roman, sowohl sprachlich, als auch inhaltlich und für einfach jeden weiter zu empfehlen. Ich danke BloggdeinBuch, dem Conte Verlag und Guido Rohm für dieses großartiges Buch.

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  • Rezension zu "Untat" von Guido Rohm

    Untat
    sternthaler75

    sternthaler75

    28. May 2013 um 16:00

    Hautnah bei einer Entführung dabei sein, Vorplanung, Umsetzung, Lösegeldforderung? Das ganze "Komplettpaket". So haben sich das zwei Journalisten vorgestellt. Oscar, ein Krimineller mit Erfahrung, ist bereit, die beiden als stille Beobachter mit zunehmen. Sie haben nichts weiter zu tun, als zu beobachten, festzuhalten und später darüber zu berichten. Aber natürlich erst, wenn Oscar weg und alles vorüber ist. Das Ganze anonym, versteht sich ja von selbst. Doch es ist nicht so einfach, sich aus allem heraus zu halten. Was als scheinbares Abenteuer beginnt, entgleitet ihnen nach und nach. Meine Meinung Wenn man diese 140 Seiten gelesen hat, muss man das Gelesene erst einmal sacken lassen. So ging es mir zumindest. Meine ersten Gedanken danach? Bekloppt, total bescheuert, wer denkt sich nur so einen Mist aus? Und wie kann man nur so blöd sein, so naiv, so hirnlos wie diese beiden Journalisten, die so sensationsgeil sind und aus dem Elend und dem Leid der anderen Profit schlagen wollen, wie immer. Unsympathisch waren sie mir von Anfang an, fast noch mehr als Oscar, der eigentliche Verbrecher. Von Oscar konnte ich mir schnell ein Bild machen, großspurig, tolle Pläne im Kopf, alles im Griff... aber jedes Mal, wenn sich der Mund öffnet, neue widersprüchliche Aussagen. Viel schlimmer aber finde ich die Journalisten. Sie sind anonym, namenlos, gesichtslos, immer einer Meinung, wie eine trottelige Herde. Sie tun nichts, wirklich nichts, um auch nur ein winziges Stück der Situation zu verbessern. Alles wird schön geredet, schön gesoffen, schön geträumt. Das nervt total, obwohl es sicher den Großteil unsere Gesellschaft wiederspiegelt. Hingucken und nichts tun, wird schon alles gut. Vielleicht hänge ich mich damit ein wenig zu weit aus dem Fenster, aber das Ganze ist nun mal sehr provokant. Es gefällt mir nicht, was ich da gelesen habe, rein von den Ereignissen. Aber der Autor hat so eine Art zu schreiben, dass ich es auch nicht abbrechen konnte. Mag sein, dass ich die Hoffnung hatte, dass es eine positive Wendung gibt, dass sich die beiden Journalisten nicht so einlullen lassen. Aber mehr mag ich hier nicht mehr dazu schreiben, sonst verrate ich womöglich zu viel. Ich glaube auf jeden Fall, dass der Autor Guido Rohm noch einiges auf Lager hat und ich bin gespannt auf mehr. Erzählt wird das Ganze aus Sicht der Journalisten, in der Wir-Perspektive. Mit kurzen Sätzen, einfach geschrieben, manchmal unklar, ob Traum oder Realität. Unterm Strich Es wird nicht jedem gefallen, da bin ich mir sehr sicher. Denn wer lässt sich schon gern provozieren? Bin ich ein Macher oder ein Zuschauer?

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