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Ausgewählter Beitrag

glorana

vor 4 Jahren

(68)

Guido Rohm nimmt uns in dem Buch "UNTAT" mit auf eine Reise in unser Innerstes. Wir begleiten zwei Journalisten, die Kontakt zu Oscar aufnehmen. Oscar plant eine Entführung und diese beiden Journalisten wollen hautnah dabei sein, um später detailliert darüber berichten zu können. Eigentlich hört sich dieser Inhalt ganz normal an, aber genau das ist dieses Buch nicht. Die Geschichte wird in der Wir-Form erzählt. Von den Journalisten erfahren wir eigentlich nichts, sie reden auch eigentlich gar nicht miteinander. Nehmen nur alles um sie und Oscar herum wahr, speichern es ab und bewerten auch nicht. Passiert etwas erschreckendes und grausames, lenken sie sich ab, mit dem "naheliegendsten", Bier trinken, DVD 's schauen und Chips essen. Das Buch von Guido Rohm muss man nach dem Lesen erst mal sacken lassen. Es liest sich in einem Rutsch durch, was bei dieser Geschichte und den 133 Seiten kein Wunder ist. Wir tauchen in diesem Buch eigentlich nur ab in die ganz alltägliche, normale Welt. Guido Rohm zeigt uns auf, wie wir Menschen leider all zu oft sind. Lethargisch, schauen weg, sind eben UNTÄTIG. Das Buch verwirrt, und lässt uns im unklaren in vielen Dingen, aber man lässt es so geschehen und nimmt Seite für Seite mit, bis man auf das Ende trifft... Das ist kein normaler Krimi. Wer die normalen Bösen und Guten treffen will, ist mit diesem Buch falsch bedient. Und gerade deshalb sollte man dieses Buch lesen. Eben weil es anders ist, weil man mehr mitnimmt als aus einem normalen Krimi. Es ist ein Buch mit einer Aussage, die man aber erst begreift, wenn man nach dem Lesen Zeit findet, das gelesene für sich zu bewerten.

Autor: Guido Rohm
Buch: Untat

awogfli

vor 3 Jahren

Wow kommt auf meine Wunschliste :-)

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