Zwischen zwei Leben

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Interessantes Buch. Leider ohne Happy End.

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Authentisches Buch über eine schlimme Erkrankung und den Kampf dagegen, der am Ende leider doch nicht gewonnen wurde.

Alle 25 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Zwischen zwei Leben"

Mit einem Nachwort von Dominik Wichmann Von einem Tag auf den anderen ändert sich für den ehemaligen Außenminister der Bundesrepublik Deutschland das ganze Leben. Wenige Monate nach dem Ende seiner Amtszeit erfährt Guido Westerwelle, dass er lebensgefährlich an akuter myeloischer Leukämie erkrankt ist. Sein Buch handelt vom Schock und der Ungewissheit nach der erschütternden Diagnose. Von seiner Erschöpfung während der Behandlung und den Momenten der Todesangst in einem Kölner Krankenhaus. Das Buch erzählt aber auch die Geschichte eines Mannes, der Unterstützung und Solidarität in einem Ausmaß erhielt, das ihn selbst überraschte: von engen Freunden und politischen Weggefährten, von prominenten Zeitgenossen bis hin zu Passanten auf der Straße. Vor allem aber will Guido Westerwelle Kraft und Zuversicht vermitteln: Niemand von uns ist vor Schicksalsschlägen gefeit. Aber wir können dagegen kämpfen, solange wir an uns selbst glauben und die Hoffnung nicht aufgeben.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783442715022
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:256 Seiten
Verlag:btb
Erscheinungsdatum:09.05.2016

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    Rebel_Hearts avatar
    Rebel_Heartvor 10 Monaten
    Authentisch, humorvoll und vorm allem sehr ehrlich

    Guido Westerwelle beschreibt in seinem Buch seine Anfänge in der Politik. Auslandsreisen, die ihn an seine Grenzen gebracht haben und diesen einen fatalen Moment, als - eigentlich bei einer Routineoperation am Knie - die heimtückische Krankheit festgestellt wird.
    Zwischen Hoffen und Bangen hält ihn vor allem die Liebe zu seinem Partner am Leben, die Hoffnung, doch seine letzten Lebensabende mit dem Mann zu verbringen, den er über alles liebt.

    Obwohl ich es wirklich verschlungen habe, hatte ich auch Momente, die eher ein beklemmendes Gefühl hinterlassen haben. Momente, die mir das Weiterlesen wirklich erschwert haben.
    Fast schon schonlungslos beschreibt Guido Westerwelle in Zusammenarbeit mit David Wichmann nicht nur die Ausläufer seiner Krankheit, sondern auch politische Hintergründe.
    Natürlich steht die Krankheit im Vordergrund, aber dennoch beschreibt er auch Zeiten in seinem Leben,  die im Bereich der Politik zuhause sind.

    Dieses Buch strahlt eine Menge Zuversicht aus, es strahlt eine Menge Lebensmut aus. Angesichts der Tatsache, dass sein Kampf gegen die Krankheit leider umsonst war, hinterlässt es sogar einen kleinen, faden Beigeschmack.
    Vor allem der letzte Satz.
    Alles in allem kann ich dieses Buch wirklich nur jedem empfehlen, der hinter die Fassade eines Politikers blicken will, den das Leben gekennzeichnet hat.
    Natürlich gibt es auch "Normalos", die ebenso von solch einer Krankheit gekennzeichnet sind, aber dieses Buch gibt einen Einblick in ein Leben, dass genauso normal ist bzw. war, wie das von jedem anderen auch. Mit einer heimtückischen Krankheit im Rücken.
    Es war schlicht und einfach... menschlich. Weit weg, von dem Guido Westerwelle, den man aus den Medien kennt.

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    makamas avatar
    makamavor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Authentisches Buch über eine schlimme Erkrankung und den Kampf dagegen, der am Ende leider doch nicht gewonnen wurde.
    Ein harter Kampf

    Guido Westerwelle berichtet in diesem Buch über seinen Kampf gegen die Leukämie, die ihn aus heiterem Himmel und gänzlich unerwartet traf.
    Er beginnt mit seinen letzten Tagen als Außenminister. Die FDP hat es 2013 nicht mehr in den Bundestag geschafft und er muss das Amt an Frank-Walter Steinmeier abgeben, von dem er es nur vier Jahre zuvor übernommen hat.
    Obwohl es ihm erst schwer fällt, geniesst er zunehmend seine freie Zeit. Zusammen mit seinem Ehemann Michael Mronz verbringt er viel Zeit auf Mallorca.....
    Bis ihm sein Knie Probleme macht......
    Es wird nicht besser und eine OP erscheint unausweislich. Mitlerweile ist fast Sommer, Juni 2014.
     Schon fast auf dem Tisch wird die OP abgesagt. Das Blutbild ist auffällig......
    Die Diagnose lautet:
    AKUTE MYELOISCHE LEUKÄMIE
    Guido Westerwelle belibt nichts anderes übrig, als diese Krankheit anzunehmen und dagegen zu kämpfen.
    Sein Ehemann steht ihm immer treu zur Seite und unterstützt ihn.
    Davon berichtet dieses Buch.
    Von Höhen und Tiefen, von Ängsten und Sorgen.
    Aber auch von Liebe und Zuversicht.
    Um wirklich wieder ganz gesund zu werden, muss er sich auch einer Knochenmarktransplantation unterziehen.
    Mit all deren Nebenwirkungen ..... ein harter Kampf, der ihn mehr als nur einmal an seine Grenzen bringt.
    Doch am Ende scheint er zu gewinnen. Es geht wieder bergauf. Er hat sein Leben zurück.
    Hier endet das Buch.
    Guido Westerwelle hat es leider doch nicht eschafft. Ein gutes Jahr später, am 18. März 2016 ist er an den Folgen der Transplantation gestorben.
    Fazit:
    Mir hat dieses Buch gut gefallen. Guido Westerwelle hat nichts beschönigt und ein offenes und ehrliches Buch über seinen Weg durch die Krankheit geschrieben.
    Von mir gibt es volle 5 Sterne für dieses Buch.

    Kommentare: 1
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    schnaeppchenjaegerins avatar
    schnaeppchenjaegerinvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Egal ob man Guido Westerwelle zu Lebzeiten mochte oder nicht- ein ergreifendes Buch über den Menschen Westerwelle, das Mut macht.
    Ergreifendes Buch über den Menschen Westerwell, das Mut macht

    Guido Westerwelle beschreibt in seiner Biographie die Zeit "zwischen zwei Leben": sein Leben als FDP-Politiker und Bundesaußenminister und sein Leben nach der Leukämieerkrankung.

    Das Buch beginnt im Dezember 2013 als Westerwelle noch in seiner Funktion als Außenminister die Ukraine besucht, die von inneren Unruhen geprägt ist. Zuvor hatte Präsident Wiktor Janukowytsch das Assoziierungsabkommen mit der EU nicht unterzeichnet.

    Es ist eine der letzten Dienstreisen von Westerwelle, der sein Amt aufgrund der herben Stimmenverluste der FDP bei der Bundestagswahl im September 2013 abgeben muss. Er ist nicht resigniert, sondern vielmehr enttäuscht darüber, was aus den Liberalen geworden ist. Die bevorstehende ruhigere Zeit möchte er zusammen mit seinem Mann Michael Mronz verbringen und diese mit einem Urlaub auf seiner geliebten Insel Mallorca einläuten. Anschließend möchte er sich der "Westerwelle Foundation", einer Stiftung für internationale Verständigung, widmen.

    Westerwelle genießt die unbeschwerte Zeit auf Mallorca ohne Verpflichtungen und Termine, feiert dort Weihnachten mit seinem Mann, nur das rechte Knie bereitet ihm Probleme. In Deutschland möchte er seinen kaputten Meniskus operieren lassen, erhält jedoch bei einer Blutuntersuchung die niederschmetternde Diagnose Leukämie. Westerwelle hat Glück, dass die Erkrankung so früh erkannt wurde, dennoch beginnt ein körperlicher und seelisch belastender Leidensweg, bis im September 2014 ein geeigneter Spender für die Stammzellentransplantation gefunden ist.

    Egal wie man zu Guido Westerwelle als Politiker bzw. Person des öffentlichen Lebens stehen mag, in "Zwischen zwei Leben" lernt man den Menschen Westerwelle kennen, der die Sympathien des Lesers leicht gewinnt und der mit Hilfe des Journalisten Dominik Wichmann seinen Schicksalsschlag der Krebserkrankung berührend und eindringlich erzählt. Er schildert einerseits den Verlauf der Erkrankung, die Möglichkeiten der Therapie und vor allem ganz offen, wie er sich fühlte und wie froh er war, die Unterstützung durch seinen Mann und seine Freunde zu erfahren und die Versorgung durch vertrauenerweckende Ärzte zu haben. Gleichzeitig gibt er in Rückblenden Einblicke in sein Leben als Politiker, die Hürden, die er als Homosexueller umschiffen musste, und in sein Verhältnis zu Angela Merkel, die er sehr schätzt.

    Mit dem Buch möchte Westerwelle Mut machen, sowie ihm nach Erhalt der Diagnose und der schweren Zeit der Erkrankung selbst von Fremden immer wieder Mut gemacht wurde. Er betont, wie wichtig es ist, zu kämpfen, zuversichtlich zu bleiben und niemals aufzugeben. Gleichzeitig erinnert er daran, wie kurz das Leben sein kann und dass man es mit allen Facetten genießen sollte, solange es geht.

    Umso trauriger ist es, dass Westerwelle nur ein Jahr nach seiner Entlassung aus dem Krankenhaus nach der erfolgten Stammzellentransplantation und kurz nach der Veröffentlichung seines so optimistischen Buches wieder stationär behandelt werden musste und am 18. März 2016 den schweren Folgen der Leukämie erlag.

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    PollyMaundrells avatar
    PollyMaundrellvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Und irgendwo da oben düst jetzt ein gelbes Guidomobil rum... ;-)
    Und irgendwo da oben düst jetzt ein gelbes Guidomobil rum... ;-)

    Buchinfo
    Von einem Tag auf den anderen ändert sich für den ehemaligen Außenminister der Bundesrepublik Deutschland das ganze Leben. Wenige Monate nach dem Ende seiner Amtszeit erfährt Guido Westerwelle, dass er lebensgefährlich an akuter myeloischer Leukämie erkrankt ist. Sein Buch handelt vom Schock und der Ungewissheit nach der erschütternden Diagnose. Von seiner Erschöpfung während der Behandlung und den Momenten der Todesangst in einem Kölner Krankenhaus. Das Buch erzählt aber auch die Geschichte eines Mannes, der Unterstützung und Solidarität in einem Ausmaß erhielt, das ihn selbst überraschte: von engen Freunden und politischen Weggefährten, von prominenten Zeitgenossen bis hin zu Passanten auf der Straße. Vor allem aber will Guido Westerwelle Kraft und Zuversicht vermitteln: Niemand von uns ist vor Schicksalsschlägen gefeit. Aber wir können dagegen kämpfen, solange wir an uns selbst glauben und die Hoffnung nicht aufgeben.

    Erster Satz
    Dieses Buch schildert die Zeit zwischen meinen zwei Leben.

    Meine Meinung
    Egal wie man zu seinen politischen Überzeugungen steht, Guido Westerwelle war vor allen Dingen eins: unglaublich sympathisch. Auch wenn man seine Ansichten vielleicht nicht geteilt hat, so kenne ich persönlich niemanden, der ihn als Mensch nicht mochte oder zumindest mal schmunzeln musste, wenn Herr Westerwelle wieder mal etwas Unkonventionelles tat. Egal ob er mit der Kanzlerin in einem Käfer Cabrio unterwegs war (sie war bis dahin noch nie Cabrio gefahren) oder in seinem Guidomobil auf "Wahlfang" ging - immer trug er ein sehr ansteckendes Lächeln im Gesicht!

    Doch so fröhlich wie er schien, so verletzlich war er auch. Diesen Eindruck bekam ich zumindest beim Lesen dieses Buches. Ungeschönt und absolut ehrlich berichtet er von der Zeit "zwischen seinen zwei Leben". Sein politischer Rückzug, sein angestrebtes Leben danach und eine Miniskusverletzung, die sein ganzes Leben ändern sollte. Denn nur durch Zufall erfuhr er von seiner Krebserkrankung.

    Akute myeloische Leukämie. Eine bösartige Erkrankung des blutbildenen Systems. In Deutschland treten etwa 3.600 Neuerkrankungen pro Jahr auf, Männer sind etwas häufiger betroffen als Frauen und das Durchschnittsalter liegt bei 63 Jahren. Als Guido Westerwelle seine Diagnose bekam, war er gerade mal 53.

    Dominik Wichmann beschreibt diese Tatsache wunderbar in seinem Nachwort:

    In vielem, was er tat und erreichte, war Westerwelle stets der Jüngste: Ob im Amt des FDP-Generalsekretärs, als Parteichef oder Außenminister. Als Guido Westerwelle am 18. März 2016 starb, da war er gerade einmal 54 Jahre alt. Er starb so jung wie kein deutscher Spitzenpolitiker vor ihm.
    (Seite 237)

    Natürlich wird in diesem Buch auch über Politik gesprochen - immerhin war das etwas, was ihm auch nach seinem Rückzug nicht egal war - aber der Kern handelt von einem ganz normalen Mann, der zwischen Hoffnung und Aufgabe schwankt. Immer wieder hat man als Leser das Gefühl, dass es hier um den Nachbarn von nebenan gehen könnte. Es gibt Situationen im Leben, in denen ein Promistatus ausgeschaltet ist und man einfach nur Mensch ist.

    Guido Westerwelle macht Mut. Er schenkt Hoffnung, aber scheut sich auch nicht davor ganz offen von Ängsten und Schmerz zu berichten. Wie es sich anfühlt, wenn der Knochenmarkspender in der letzten Sekunde abspringt und warum er und sein Mann schallend lachen müssen, als Schuhe geklaut wurden. Wie viel es bedeutet Genesungswünsche zu erhalten und warum zwei kleine Perlen manchmal ein Anker sind.

    Obwohl er eine Knochenmarktransplantation erhalten hatte, verlor er den Kampf, dem er so mutig und hoffnungsvoll gegenübergetreten war. Ein Mann, der vieles erreichte und bewegte, doch dabei vergaß zu leben.

    Fazit
    Die ungeschönte Wahrheit über eine Krankheit, die ein Leben mit dem Flügelschlag eines Schmetterlings auslöschen kann. Immer zwischen Hoffnung und Verzweiflung, Schmerz und Fortschritt. Die Geschichte eines Mannes, der zu früh gehen musste.
    Dieses Buch hat mich auf vielen verschiedenen Ebenen berührt und wird noch lange in meinem Kopf nachhallen.

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    Babschas avatar
    Babschavor 2 Jahren
    Ein ehrliches Buch, das zum Nachdenken anregt

    Guido Westerwelle hatte nach seiner überstandenen Leukämieerkrankung 2015 das Buch geschrieben, bevor kurz danach dann sein Lebensschicksal seinen endgültigen Lauf nahm.

    Egal, wie man zu ihm als Mensch oder Politiker in seiner aktiven Zeit letztlich gestanden hat. Hier spricht ein reflektierender, geläuterter, ehrlicher Mensch, dem seine Krankheit den Blick für die wirklich wesentlichen Dinge des Lebens geöffnet hat, der gelernt hat und dem es ein offensichtliches und glaubhaftes Bedürfnis ist, diese Sichtweise anderen mitzuteilen und deren Denken ebenfalls zu sensibilisieren. Gleichzeitig ein berührendes Dokument über die Vergänglichkeit des Menschen mit sehr interessanten Informationen unmittelbar aus Betroffenensicht zu einer Krankheit, die tatsächlich als eine der Geißeln der Menschheit zu bezeichnen ist. Überzeugend und lesenswert.

     

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    Susimuellers avatar
    Susimuellervor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Offen, ehrlich und beeindruckend!
    Hoffnung bis zuletzt- eine beeidruckende Biographie

    Guido Westerwelle berichtet über die wohl schwärzesten Stunden seines Lebens. Zumindest bis zum Vollenden dieses Buches. Vor einem eigentlichen Routineeingriff entdecken die Ärzte, dass er aktue myeloische Leukämie hat. Eine lebensgefährliche Erkrankung. Wie aus dem Nichts heraus hängt nun ein Damoklenschwert über sein Leben. Westerwelle hat gerade seine politische Karriere beendet und hätte nun endlich einmal Zeit für sich gehabt. Zeit zum Leben. Doch sein Leben steht nun an einem Wendepunkt. Das Buch beschreibt seine Gedanken, sein Leben während der Chemotherapie und der Stammzellentransplantation. Er beschreibt seine Situation nüchtern und rational und doch mit sehr viel Gefühl und großem Respekt den Menschen gegenüber, die ihn unterstützen. Egal, ob es Ärzte sind, das Reinigungspersonal oder seine Freunde. Er schreibt über seine Hoffnungen, seine Ängste, seine Schmerzen und die Beziehungen zu seinen Freunden oder kleine Begebenheiten seiner Mitmenschen. Er schreibt über die Liebe seines Lebens und über seine Homosexualität und wie ihm sein Lebenspartner in dieser schwierigen Zeit beisteht.

    Und er hat Hoffnung. Hoiffung bis zu letzt und ist bis zur letzten Seite dieses Buches überzeugt davon, diese Krankheit überstanden zu haben.

    Ein sehr beeindruckendes Buch über eine beeindruckende Persönlichkeit, das mir auch sprachlich sehr gut gefallen hat. 

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    Gute_Mienevor 2 Jahren
    Beeindruckend!

    Als ich Guido Westerwelle im Herbst vergangenen Jahres nach seiner überstandenen Krebstherapie im TV während einer Talkshow sah und hörte, habe ich mir sofort vorgenommen, sein gerade erschienenes Buch zu lesen.

    Mir war Herr Westerwelle schon immer recht symphatisch, mal völlig unabhängig von seiner politischen Einstellung. In der Talkshow hat er mich sehr beeindruckt.

    Mit seinem Buch tut er es jetzt erneut. Es beginnt mit dem Ende seines eines Lebens: Dem Ende der FDP in der Bundesregierung. Er nimmt Abschied von der Politik und will sich auf Mallorca neu sortieren. Beim Sport verletzt er sich das Knie.

    Monate später sucht er in Köln deswegen einen Arzt auf, der dann in Vorbereitung auf die OP eine akute Leukämie feststellt.

    Offen und ehrlich schildert Westerwelle seine Gefühle und seinem Kampf mit dem Krebs. Immer wieder folgen kleine Geschichten aus seinem Leben, er betont seine Liebe zu seinem Ehemann und erklärt auch, was Leukämie "macht".

    Mich hat das Buch sehr berührt, aus den verschiedensten Gründen.

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    seschatvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: 100% ehrlich und 100% berührend.
    Wie eine Krankheit das gesamte Leben verändern kann...

    Guido Westerwelle ist ein polarisierender Politiker gewesen, der gern kräftig gegen andere Parteien austeilte und dabei kein Blatt vor dem Mund nahm. Mit seiner vorlauten und etwas besserwisserischen Art stach er immer aus der grauen Politikermasse heraus.

    Der einstige FDPler und Außenminister der BRD verabschiedete sich nach der Bundestagswahl im September 2013 vollständig aus der Bundespolitik. Nach dieser hektischen, stressigen, aber auch erfüllenden Lebensphase wollte er sich von nun an mehr dem Privaten widmen und entschleunigen. Doch dafür hatte er nur wenig Zeit, denn bereits im Frühjahr 2014 wurde bei ihm Leukämie diagnostiziert.

    In seinem sehr ehrlichen und offenen Buch berichtet er über seinen persönlichen Kampf gegen den Krebs. Im Mittelpunkt steht einmal nicht die Politik, sondern sein Leben. Hierbei kommt man dem Menschen Guido Westerwelle um einiges näher. Ungewohnt verletzlich und höchst emotional gewährt er, Guido Westerwelle, Einblick in sein eigenes Seelenleben, seine Vergangenheit und den Klinikalltag. Viele Rückschläge, das Hoffen und Bangen um einen geeigneten Stammzellenspender und die Liebe zu seinem Ehemann charakterisieren diese einschneidende Periode.

    Mich hat dieses Buch aufgrund seiner Authentizität sehr berührt. Darüber hinaus konnte ich einiges über Leukämie und die verschiedenen Behandlungsarten bzw. Krankheitsstadien erfahren.

    Am Ende seiner Krebsbehandlung ist Guido Westerwelle ein anderer. Er wirkt durch dieses Schicksal geläutert und geht mit seinem Gegenüber nun milder ins Gericht, weil er die Zerbrechlichkeit des Lebens(-Glücks) kennengelernt hat. Diese Kehrtwende hat mir besonders imponiert.

    Insgesamt stimmt dieses überzeugend geschriebene Buch einerseits betroffen und andererseits immens hoffnungsvoll. Denn Guido Westerwelle hat diese harte Prüfung überlebt, auch dank des umfangreichen Zuspruchs aus dem Volk und Freundes-/Bekanntenkreises.

    FAZIT

    Ein bewegendes Buch, das menschelt und Zuversicht vermittelt. 

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    Goodreads avatar
    Goodreadvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Interessantes Buch. Leider ohne Happy End.
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    Buechermels avatar
    Buechermelvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: nach diesem Buch war ich erstmal fertig und brauchte ein paar Tage zum Nachdenken
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