Guillermo Arriaga

 4,2 Sterne bei 17 Bewertungen
Autor von Der Wilde, Der süße Duft des Todes und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Guillermo Arriaga

Guillermo Arriaga, geboren 1958 in Mexico City, ist Schriftsteller und international erfolgreicher Drehbuchautor. Aus seiner Feder stammt u. a. das Drehbuch zum sehr erfolgreichen lateinamerikanischen Film Amores Perros. Guillermo Arriaga ist als Regisseur für Film und Fernsehen tätig und hat eine Universitätsprofessur inne. 2005 wurde er mit dem Preis für das beste Drehbuch bei den Filmfestspielen in Cannes ausgezeichnet.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Guillermo Arriaga

Cover des Buches Der Wilde (ISBN: 9783608983210)

Der Wilde

 (12)
Erschienen am 22.02.2020
Cover des Buches Der süße Duft des Todes (ISBN: 9783293202399)

Der süße Duft des Todes

 (2)
Erschienen am 11.07.2002
Cover des Buches Escuadron Guillotina/ Guillotine Squad (ISBN: 0743296826)

Escuadron Guillotina/ Guillotine Squad

 (1)
Erschienen am 15.05.2007
Cover des Buches El Bufalo De La Noche / the Night Buffalo (ISBN: 0786288507)

El Bufalo De La Noche / the Night Buffalo

 (1)
Erschienen am 09.08.2006
Cover des Buches A Sweet Scent of Death (ISBN: 0743296796)

A Sweet Scent of Death

 (0)
Erschienen am 03.04.2007
Cover des Buches The Guillotine Squad (ISBN: 0743296818)

The Guillotine Squad

 (0)
Erschienen am 15.05.2007
Cover des Buches Un dulce olor a muerte/Sweet Scent of Death (ISBN: 9781439177860)

Un dulce olor a muerte/Sweet Scent of Death

 (0)
Erschienen am 25.08.2009

Neue Rezensionen zu Guillermo Arriaga

Cover des Buches Der Wilde (ISBN: 9783608983210)sabatayn76s avatar

Rezension zu "Der Wilde" von Guillermo Arriaga

‚Der Selbsterhaltungstrieb ist stärker als der Todestrieb.'
sabatayn76vor einem Jahr

‚Der Selbsterhaltungstrieb ist stärker als der Todestrieb. Daher ist der größte aller Schrecken die Angst vor dem Tod.‘ (Seite 92)

Juan Guillermo scheint den Tod zu bringen: Noch vor der Geburt stirbt sein Zwillingsbruder Juan José. Jahre später wird sein Bruder Carlos umgebracht. Und schließlich sterben seine Großmutter und seine Eltern.

Juan Guillermo bleibt allein in seinem Elternhaus zurück und sinnt auf Rache.

Ich habe bereits mehrere Bücher von Guillermo Arriaga gelesen und liebe zudem die Filme von Alejandro González Iñárritu, die häufig auf (Dreh-) Büchern von Arriaga basieren. ‚Der Wilde‘ stand trotz meines großen Interesses am Autor eine gefühlte Ewigkeit ungelesen in meinem Regal, möglicherweise hat mich die Dicke des Buches etwas abgeschreckt. Nach der Lektüre ärgere ich mich nun fast ein bisschen, dass ich diesen großartigen Roman nicht schon längst gelesen und reihenweise empfohlen habe.

‚Der Wilde‘ erzählt nicht nur die Geschichte um Juan Guillermo und seine Rache an den Mördern seines Bruders, der sein großes Idol war, sondern ist zudem verwoben mit Legenden, Mythen und Philosophie sowie dem Leben in Mexiko, thematisiert Drogenhandel, religiösen Fanatismus und Korruption, berichtet von Wölfen, deren Zucht und Zähmung.

Der Roman ist von Anfang bis Ende fesselnd und liest sich unterhaltsam, verlangt durch die vielen Zeitsprünge aber die volle Aufmerksamkeit vom Leser. Ich fand den recht schnellen Wechsel der Handlungsstränge sowie die Unterbrechungen der Geschichte durch Überlieferungen aus verschiedenen Kulturen sehr kunstvoll ausgeführt und sehr abwechslungsreich, und nach der Lektüre habe ich das Gefühl, dass mir Arriaga wirklich und wahrhaftig nahegebracht hat, wodurch das Leben in Mexiko geprägt wird, was den Alltag ausmacht, wie die Menschen leben, welche Werte und Sehnsüchte sie haben.

‚Der Wilde‘ ist ein stellenweise sehr brutales Buch, wurde jedoch grandios konstruiert, ist durchweg überzeugend, und auf den letzten 150-200 Seiten wird ein so gewaltiger Sog aufgebaut, dass man sich der Geschichte nicht entziehen und das Buch nicht zur Seite legen kann.

Ich empfehle diesen Roman, in dem es unter anderem um Verrat, Macht, Verlust und Rache geht, allen, die sich für Mexiko interessieren und/oder die sich mittels einer faszinierenden Geschichte auf authentische Weise in eine andere Lebenswelt versetzen lassen möchten.

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Cover des Buches Der Wilde (ISBN: 9783608961775)AnjaPs avatar

Rezension zu "Der Wilde" von Guillermo Arriaga

Interessantes Buch über Familie und Verlust mit spannendem Erzählstil.
AnjaPvor 3 Jahren

Buchbeschreibung:

"Juan Guillermos aufregendes und raues Leben spielt sich über den Dächern von Mexiko-City ab. Als sein Bruder stirbt, stürzt auch Juan in einen tiefen Abgrund. Guillermo Arriaga schreibt die epische Geschichte von Schuld und Rache neu – in einer Welt, in der der Tod kein Fremder ist.

Juan Guillermo kennt Mexiko-City besser als jeder andere. Mit seinen Freunden streift er durch sein Viertel, gewinnt Mutproben über den Dächern der Stadt und hält die Direktorin der Schule auf Trab. Sein großes Idol dieser unbeschwerten Tage ist sein großer Bruder Carlos. Ein belesener und geschäftstüchtiger junger Mann, der für Juan unantastbar zu sein scheint. Dann wird Carlos ermordet und Juan muss sich der grausamen Frage stellen, ob er seinen Tod hätte verhindern können. Er sinnt auf Rache, doch erst die Schicksalsgemeinschaft mit der schönen Chelo und einem gefährlichen Wolf zeigt ihm einen Weg aus dem Strudel von Verzweiflung und Gewalt. Guillermo Arriaga erschafft ein Epos der menschlichen Abgründe, aus dem in dunkelster Nacht die Menschlichkeit hervorbricht." (Amazon)

Cover:
Das Cover finde ich sehr ansprechend. Das Rot wirkt leicht bedrohlich, insbesondere in Verbindung mit dem Buchtitel "Der Wilde". Das obere Bild passt zu der anfänglichen Buchbeschreibung genauso gut, wie zum Inhalt des Buches selbst. Es strahlt Freiheit aus - genau diese genießen die Protagonisten für eine Weile in der Geschichte. 
Ich persönlich mag diese Buchumschläge nicht. Sie verrutschen immer und stauchen an den Rändern. Ein einfaches Hard-Cover hätte mir besser gefallen.

Bewertung:
Die Geschichte ist spannend mit viel Emotionen aufgebaut. Das Thema "Schuld" spielt von Beginn an eine große Rolle. Es gibt zwei parallele Geschichten. Eine um den Wolf. Eine um den Protagonisten Juan Guillermos. Die beiden Grundgeschichten sind schnell aufgebaut und man findet sich gut mit den handelnden Personen zurecht. Am Anfang war mit die eine Geschichte um den Wolf etwas suspekt - ab der Mitte des Buches hat sich der Kreis dann geschlossen und die zwei Geschichten haben sich gut verflochten. Das hat mir gut gefallen und zum Ende sind die beiden Geschichten wieder zusammen gekommen. Sehr gut gemacht.

Die Geschichte des Wolfes ist von eisigen Bedingungen und harten Kämpfen geprägt. Sie erzählt von der Bindung zwischen einem Mann und einem Wolf. Von Jagd und Unterwerfung.

In der Geschichte von Juan kann man sich gut einfühlen. Er ist teilweise etwas naiv und impulsiv. Immer sehr emotional. 
Der Schreibstil des Autors ist sehr spannend. Er spiegeld die Verwirrung und das Gedankenchaos von Juan klasse wider. Auch bringt der Autor geschichtliches und insbesondere literarisches Wissen in den Roman mit ein, ohne ihn zu überziehen. 

Das Buch ist nichts zum zwischendurch lesen, da es inhaltlich teilweise sehr anspruchsvoll ist. Die "brutalen" Szenen sind nicht überdreht, sondern spiegeln aus meiner Sicht den alltäglichen Kampf der Schichten in Mexiko wider.

Insgesamt ein gutes Buch, dass ich sehr empfehlen kann.

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Cover des Buches Der Wilde (ISBN: 9783608961775)buecherwurm1310s avatar

Rezension zu "Der Wilde" von Guillermo Arriaga

Der Wilde
buecherwurm1310vor 3 Jahren

Das Buch spielt in Mexico-City in den sechziger Jahren. Juan Guillermo ist siebzehn, als er in recht kurzer Zeit seine ganze Familie verliert. Besonders der Tod seines Bruders Carlos, der ermordet wurde, nimmt ihn mit, denn die Polizei ist nicht an der Aufklärung interessiert. Juan will Rache. Doch dann begegnet er der schönen Chelo.

Dieses Buch ist keine leichte Lektüre und das in vielerlei Hinsicht. Die ständigen Wechsel zwischen den Zeiten und Handlungsstrengen machen es einem nicht einfach. Außerdem ist die Geschichte brutal, blutig und manchmal unappetitlich. Den Handlungsstrang mit dem Wolf emfand ich nicht so interessant. Dazu gibt es noch eine Reihe von Einschüben, wie zum Beispiel Mythen aus unterschiedlichen Ländern. Dennoch packt einen dieses Buch, denn die Geschichte ist wirklich wild und düster.

Juan ist eine interessante Persönlichkeit, auch wenn er mir nicht sonderlich sympathisch ist. Er wächst in einer rauen Welt auf. Auf den Straßen lauert die Gefahr und so spielt sich das Leben der Jugendlichen auf den Dächern ab. Das Schicksal meint es nicht gut mit Juan, er verliert seine Familie und muss schauen, wie er mit dem Leben zurechtkommt, das ihm einiges abverlangt. Er quält sich mit der Frage, ob er seinem Bruder hätte helfen können und will Rache. Seine Beziehung zu Chelo ist problematisch und Juan ist eifersüchtig. Mich nervte das Verhalten von Chelo.

Als Juan den Wolf aufnimmt, der sich nur schwer zähmen lässt, ändert sich für ihn etwas. Der Wunsch nach Rache vergeht.

Es ist ein interessantes Buch über menschliche Abgründe, Grausamkeit, Hass, Rachegelüste und das Leben. Ich habe eine Weile gebraucht, um mich durch die Geschichte zu arbeiten, aber ich kam nie auf den Gedanken, das Buch abzubrechen.

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