Guillermo Martínez Roderers Eröffnung

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Inhaltsangabe zu „Roderers Eröffnung“ von Guillermo Martínez

Abend für Abend sitzen Roderer und sein Freund im Club Olimpo, um Schach zu spielen. Sie sind jung, hochbegabt und verlieren sich in Gedankenspielen, in denen das wirkliche Leben keinen Platz mehr hat. Während das Genie Roderer langsam den Bezug zur Realtät verliert, stellt sich sein Freund zunehmend den Anforderungen des Lebens. Bald opfert Roderer alles: seine Freunde, die Famlie, sogar Cristina, die ihn abgöttisch liebt und schließlich sich selbst. Und alles nur, um der absoluten Wahrheit des Seins auf die Spur zu kommen. Guillermo Martínez' Prosa ist scharf wie ein Kristall, mit ›Roderers Eröffnung‹ hat er einen fesselnden Roman über Genie und Wahnisnn geschrieben.

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  • Rezension zu "Roderers Eröffnung" von Guillermo Martínez

    Roderers Eröffnung
    esmerabelle

    esmerabelle

    14. March 2011 um 16:18

    Kurz vor dem Eintritt ins Gymnasium treffen sich der namenlos bleibende Ich-Erzähler und Gustavo Roderer im Club Olimpo bei einer Partie Schach. Schnell wird klar, dass hier zwei hochbegabte junge Menschen aufeinander treffen, deren Art des Intellekts aber unterschiedlicher kaum sein könnte. Während der Erzähler sein Talent mühelos zu benutzen weiß und eine wissenschaftliche Karriere einschlägt, zieht sich das grüblerische Genie Roderer in sein Zimmer zurück, um sich bis zur Selbstaufgabe einem Studium nach der unanzweifelbaren Wahrheit zu widmen. Das erste Hindernis, dass den Leser von Guillermo Martínez Roman „Roderers Eröffnung“ erwartet, ist der irreführende, um nicht zu sagen inhaltlich schlicht falsche Klappentext. Wer das Buch auf Grund dieser Angaben gekauft hat, sollte seine Erwartungen zurück stellen und sich neu und unvoreingenommen auf die Geschichte einlassen. Wenn man diese Verwirrung hinter sich gelassen hat, sieht man sich unverhofft dem nächsten Problem gegenüber. Ein Großteil des Textes ist so geschrieben, dass ein Großteil der Leser keine Ahnung haben wird, worum es eigentlich geht, und vor der Wahl steht, angesichts der eigenen Unzulänglichkeit in tiefe Depressionen zu verfallen, oder die betreffenden Passagen mit einem Schulterzucken hinzunehmen. Ob solche elitären Ausschweifungen tatsächlich nötig sind, um die hochgradige Begabung der Jungen zu beweisen, sei dahin gestellt. Der durchschnittliche Leser wird sich jedenfalls darauf einstellen müssen, über längere Zeitspannen außen vor zu bleiben. Ein dritter Schwachpunkt ist die Kürze des Romans. Martínez schafft es durchaus, klar zu machen, was er der Welt mitteilen möchte und es ist nicht zu verleugnen, dass sein Ansatz ihm überdurchschnittlich gut gelungen ist, allein die Zusammenstauchung auf gerade mal 112 Seiten scheint dem Thema unangemessen und hinterlässt das Gefühl, man hätte nur eine Leseprobe oder Zusammenfassung in die Hände bekommen. Trotz aller Kritik ist „Roderers Eröffnung“ durchaus ein lesenswertes Buch. Martínez ist ohne Frage ein hervorragender Schriftsteller, der einen, trotz allem, was man bemängeln mag, mit dem kleinen Finger in den Bann seiner Geschichte zieht. Das Büchlein lässt sich problemlos an einem Stück durchlesen, weil der Stil einfach gut ist, die Stimmung beeindruckend und die Geschichte spannend. Es bleibt der Wunsch, dem Autor nahe zu legen, sich noch einmal mit seinem Manuskript in sein Arbeitszimmer zurück zu ziehen und mit mindestens dem dreifachen Volumen wieder heraus zu kommen. Fazit: Literarische Schätze sind zu rar gesät, als das man „Roderers Eröffnung“ leichtsinnig übergehen sollte.

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  • Rezension zu "Roderers Eröffnung" von Guillermo Martínez

    Roderers Eröffnung
    Gospelsinger

    Gospelsinger

    24. February 2011 um 00:04

    Hochbegabte haben es nicht leicht in der Gesellschaft. Sie sind unverstanden, Außenseiter, werden misstrauisch beäugt. Es ist nicht einfach, seinen Platz zu finden, wenn man so offenkundig anders ist. Genau darum geht es in diesem Buch. Der hochbegabte Ich-Erzähler trifft auf Gustavo Roderer, der nicht nur hochbegabt, sondern ein besonderes Genie und somit als einziger in der Lage ist, den Ich-Erzähler im Schach zu besiegen. Der Ich-Erzähler ist fasziniert von Roderer, der sich abkapselt, sich in seiner Bibliothek verkriecht und wie ein Besessener lernt, weil er nicht aufhören kann, zu denken. Immer weiter entfernen sich die beiden voneinander. Der Ich-Erzähler studiert und fügt sich in die Gesellschaft ein, während Roderer immer mehr abdriftet. Auch die Schwester des Ich-Erzählers, die hoffnungslos in Roderer verliebt ist, kann ihm nicht helfen. Roderer geht es immer schlechter. Nimmt er Drogen oder ist er krank? Guillermo Martinez ist ein richtiges Buchjuwel gelungen. Geschrieben in einer wunderschönen Sprache, mit brillanten philosophischen Dialogen und von einer seltenen Tiefe der Charaktere. Dieses Buch mit seinem bedrückenden Ende ist genial konstruiert und ein wahres Lesevergnügen.

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