Guillermo del Toro

 4,1 Sterne bei 834 Bewertungen
Autor von Die Saat, Das Blut und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Guillermo del Toro

Ein Oscar-prämierter Schriftsteller: Guillermo del Toro wird 1964 in Mexiko geboren. Er studierte an einer Filmschule Regieführung und Drehbuchschreiben und hat für seine Filme einen eigenen Stil. Für jede seiner Figuren legt er eine Hintergrundgeschichte an, die den Schauspielern zum besseren Hineinversetzen in die Rolle zugänglich gemacht wird. 1993 hat er mit seinem Horrorfilm „Cronos“ seinen Durchbruch. Bekannt ist er heute vor allem für seine Arbeit als Regisseur in großen Filme wie „Pans Labyrinth“, „Hellboy“ oder „Pacific Rim“, oder auch als Drehbuchautor, beispielsweise für „Der Hobbit – Eine unerwartete Reise“. 2016 erscheint in Zusammenarbeit mit Daniel Kraus sein erstes Jugendbuch, „Trollhunters“, das von Netflix zu einer Serie adaptiert wurde. Auch seine Romantrilogie „The Strain“ wurde filmisch umgesetzt, wobei del Toro als Produzent mitwirkte. 2018 gewinnt er mit dem Film „Shape of Water“, zu dem er auch das Buch geschrieben hat, zwei Oscars für „Beste Regie“ und „Bester Film“.

Alle Bücher von Guillermo del Toro

Cover des Buches Die Saat (ISBN: 9783453435186)

Die Saat

 (379)
Erschienen am 11.10.2010
Cover des Buches Das Blut (ISBN: 9783453527324)

Das Blut

 (181)
Erschienen am 09.01.2012
Cover des Buches Die Nacht (ISBN: 9783453527331)

Die Nacht

 (126)
Erschienen am 10.06.2013
Cover des Buches The Shape of Water (ISBN: 9783426523070)

The Shape of Water

 (80)
Erschienen am 01.03.2018
Cover des Buches Trollhunters (ISBN: 9783453270497)

Trollhunters

 (22)
Erschienen am 31.10.2016
Cover des Buches Die Saat - The Strain (ISBN: 9783453317222)

Die Saat - The Strain

 (20)
Erschienen am 14.12.2015
Cover des Buches Die Schatten (ISBN: 9783453441125)

Die Schatten

 (11)
Erschienen am 08.02.2021
Cover des Buches Die Schatten: Roman (ISBN: B086VSR2MN)

Die Schatten: Roman

 (0)
Erschienen am 08.02.2021

Neue Rezensionen zu Guillermo del Toro

Cover des Buches Die Schatten (ISBN: B08V219CRF)NiWas avatar

Rezension zu "Die Schatten" von Guillermo del Toro

Blockbustermäßiger Horror-Thriller
NiWavor 2 Stunden

FBI-Agentin Odessa Hardwick und ihr Kollege Walt Leppo treten einen Einsatz an, bei dem sich ein bestialisches Bild bietet: Sie finden eine abgeschlachtete Familie vor. Der Mörder wird getötet und nur ein kleines Kind bleibt lebend am Tatort zurück. Und plötzlich rastet Walt Leppo aus und muss von seiner Kollegin erschossen werden.

„Die Schatten“ ist ein blockbustermäßiger Horror-Thriller, der mit altem Grauen, toughen Agenten und einer geheimnisvollen Geschichte spielt.

Bei Guillermo del Toro weiß ich von vornherein, dass seine Bücher an actionstarke Blockbuster erinnern. Immerhin ist er im Filmgeschäft tätig und schafft es daher in meisterhafter Manier, die Bilder beim Lesen genau wie im Kino aufzubauen.

Odessa Hardwick ist eine junge FBI-Agentin, die an der Schwelle ihrer Karriere steht. Sie und ihr Kollege stellen den eingangs genannten Mörder und dabei eskaliert die gesamte Situation. Odessa ist gezwungen Walt zu erschießen, weil dieser plötzlich eine Bedrohung für das Kind darstellt. 

Dieser Part in der Gegenwart ist ansprechend aufgebaut. Denn nach dem ersten großen Knall wird Odessa ins Abseits gedrängt. Schließlich ist es ungewöhnlich, dass ein hochdekorierter Agent bei einem Einsatz selbst zur Bedrohung wird. Das FBI zweifelt an Odessas Darstellung und sie persönlich ist froh, dass sie niemanden von dem merkwürdigen Schatten am Tatort erzählt. 

Die Story bleibt aber nicht in der aktuellen Zeitspanne, sondern schwenkt in die Jahre 1962 und 1582 zurück.

1962 wird der erste schwarze FBI-Agent Earl Solomon auf Lynchmorde im Mississipi-Delta angesetzt, wo er nicht nur auf gelebten Rassismus, sondern auf den mysteriösen Hugo Blackwood trifft.

Im Jahr 1582 wird eine Frau nach einer missglückten Verschwörung wahnsinnig, wobei sich ein Schatten löst und in die Gegenwart drängt.

Mir war Odessa Hardwick als Protagonistin recht sympathisch und ihre Rolle als FBI-Agentin fand ich interessant umgesetzt. Allein die Enttäuschung, die ich an ihrer Seite fühlte, als die Karriere, bevor sie anfing, schon beendet war, hat auf mich authentisch gewirkt. Sie kämpft zwar um ihren Platz beim FBI, merkt dabei rasch, dass ihr ursprünglicher Plan nicht umsetzbar sein wird. 

Die Rückblicke auf die Ereignisse von 1962 und von 1582 haben mir ebenfalls gefallen. In den 1960er-Jahren schwingt diese bedrohliche Rassismus-Stimmung mit und man begleitet Solomon dabei, wie er als schwarzer FBI-Agent um Gleichberechtigung kämpft. Die Atmosphäre der Passagen im 16. Jahrhundert ist von einer mystischen und altehrwürdigen Aura durchtränkt, die der Handlung ein sanftes Dracula-Ambiente verleiht.

Die Idee und die Umsetzung fand ich insgesamt gut. Nur habe ich allgemein bemerkt, dass mich der Blockbuster-Charakter in Büchern nicht hundertprozentig fesselt. Trotzdem hat es mir Spaß gemacht, mit Odessa, Solomon und Blackwood gegen die Schatten zu kämpfen, obwohl einige Details für mich etwas zu offensichtlich waren. 

Insgesamt ist es eine Mischung aus Dracula und Akte X, die meiner Meinung nach einwandfrei funktioniert. Aber ehrlich gesagt, glaube ich, dass es mir als Serie im Fernsehen noch besser gefallen würde.

Ich denke, wer Blockbuster-Action, mystische Geschichte in Bezug zur Gegenwart und das FBI als geheimnisvollen Ermittlungsapparat mag, wird von „Die Schatten“ gefesselt und ausgezeichnet unterhalten sein

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Cover des Buches Die Schatten (ISBN: 9783453441125)DrunkenCherrys avatar

Rezension zu "Die Schatten" von Guillermo del Toro

Der Schreibstil war nichts für mich
DrunkenCherryvor 9 Tagen

Die Schatten war mein erstes Buch von Chuck Hogan und Guillermo Del Toro. Del Toro kannte ich bisher nur als großartigen Regisseur und wollte unbedingt mal ein Buch von ihm lesen.

Leider wurde ich mit dem Schreibstil nicht wirklich warm. Beide Autoren schreiben sonst Drehbücher. Darin sind sie Meister ihres Fachs, aber ich finde, das hat man dem Buch angemerkt. Es war komplett aufgebaut wie ein Film, hatte oft kurze Szenen. Aber was mich wirklich gestört hat, war die passive Erzählweise. Ich hatte nie das Gefühl, mitten im Geschehen zu sein. Es wirkte selbst in Actionszenen nicht spannend auf mich und mutete vom Erzählstil eher an wie ein Märchen als ein Mystery-Thriller.

Dadurch blieben mir auch die Figuren relativ fern.

Trotzdem mochte ich FBI-Agentin Odessa doch sehr. Sie war tough, klug und ließ sich durch nichts einschüchtern.

Auch die anderen Figuren hatten ihre Eigenheiten, die sie liebenswert machten. Hugo Blackwood hatte etwas schrulliges an sich, was wohl auch seinem Alter geschuldet war. Seine Art, mit neuer Technik umzugehen, hat mich zum Schmunzeln gebracht.

Die Geschichte an sich fand ich gut durchdacht, sie hatte einen roten Faden und eine Art von Bösewichten, die ich so noch nicht kannte. Ich fand auch die Art, wie das Böse sich in unserer Welt bewegt, sehr gelungen und unterschwellig gruselig.

Es fällt mir wirklich schwer, meine Meinung zu dem Buch auszudrücken, ohne zu viel zur Geschichte zu verraten. Deshalb möchte ich nur noch anmerken, dass ich nicht damit gerechnet hatte, dass die Story auf verschiedenen Zeitebenen erzählt wird. So versteht der Leser zwar nach und nach immer mehr, worauf das Ganze hinaus läuft, es war aber auch eine Art zu erzählen, die mich nicht wirklich angesprochen hat.

Richtig interessant wurde es für mich erst zum Ende hin. Der Showdown hatte auf jeden Fall etwas für sich, vor allem, weil hier nochmal einige Geheimnisse gelüftet wurden.

Insgesamt war es kein schlechtes Buch. Es hat eine stimmige Geschichte, die nicht blutrünstig ist, aber weit weniger spannend ist, als ich es erwartet hätte. Ob man das Buch mag, hängt wohl auch davon ab, inwieweit einen der Schreibstil packen kann. 

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Cover des Buches Das Blut (ISBN: 9783453527324)Buecherbaronins avatar

Rezension zu "Das Blut" von Guillermo del Toro

Gemetzel-Pegel steigt
Buecherbaroninvor einem Monat

Oft ist es ja so, dass bei einer Trilogie der mittlere Teil ein bisschen abfällt – der erste führt ins Thema ein und der dritte stellt das große Finale dar. Da kann der zweite Band ja nur verlieren. Oder?

„Das Blut“ kann tatsächlich nicht ganz mit „Die Saat“ mithalten, was einen Hauptgrund hat: Nun kennt man die Gefahr und das namenlose, undefinierbare Grauen des ersten Teils (vor allem die geniale Eröffnungsszene mit dem Flugzeug) ist dem Kampf gegen die Gefahr gewichen. Tausche Gemetzel gegen Spannung, sozusagen.

Nicht falsch verstehen, auch der zweite Band ist ziemlich spannend und manchmal auch nervenaufreibend. Aber dieses beklemmende Grauen des ersten Teils hat mir noch ein Stück besser gefallen.

Abgesehen davon ist del Toro und Hogan erneut ein toller Pageturner gelungen. Die Charaktere werden näher beleuchtet und müssen ihre ganz persönlichen Herausforderungen meistern, ganz abgesehen davon, dass sie in vielen Situationen um ihr Leben kämpfen müssen. In Rückblenden werden die Zusammenhänge näher erläutert und hier und da finden sich auch kurze Zusammenfassungen der Ereignisse des ersten Bandes, die das Gedächtnis auffrischen, ohne das Tempo zu sehr herauszunehmen.

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Zusätzliche Informationen

Guillermo del Toro wurde am 09. Oktober 1964 in Guadalajara (Mexiko) geboren.

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