Hörspiel. Laufzeit 7:02h.
Im unterdrückten Spanien im Jahre 1944 hat Capitan Vidal mit seinen Männern eine verlassene Mühle bezogen, um gegen aufständische Rebellen zu kämpfen + sie zu vernichten. Carmen ist Witwe, neu verheiratet, jetzt hochschwanger von Vidal und zieht mit ihrer Tochter Ofelia in die Mühle. Nahe der Mühle befindet sich ein Labyrinth + dort begegnet Ofelia einem Faun + fliegenden Feen, die für ihn arbeiten in einer magischen Unterwelt. Ofelia soll drei Ausgaben erledigen. Sie nimmt an + kann so wenigsten zeitweise ihrer neuen, grausamen Welt des Stiefvaters entfliehen.
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Es gibt mehrere Handlungsstränge + ich hatte große Mühe, mich in dieser Geschichte zurecht zu finden. Das liegt wohl auch daran, dass ich den Film nicht gesehen habe. Überhaupt hat mich der Plot ungemein abgestoßen. Mord, Folter, Unterdrückung + andere Kriegshandlungen mit blutigen Details Capitan Vidal ist ein grausamer Soziopath, der Carmen nur geschwängert hat, um endlich einen Sohn zu haben. Alle haben ständig Angst vor ihm, weil er so unberechenbar ist. Der Herrscher über Leben und Tod.
Und das ist ein Buch für Kinder ab 14 Jahre ?
Es gibt mehrere Lesestimmen dieses Hörspiels. Was mich hier irritierte war, dass die Kinderstimme von Ofelia (oft aus dem Hintergrund) von einem Mann gesprochen wurde. Die Kampfszenen wirkten durch die Intonation um so bedrohlicher + echt. Explosionen, Schreie u.v.m.
Was mir noch auffiel : es waren einige Anlehnungen aus dem deutschen Märchenschatz zu hören. Schneewittchen. Dornröschen ?
Vielleicht habe ich dieses "pathetische + literarisch wertvolle Kunstwerk" ja missverstanden, hab evtl. keine Ahnung.
Aber mir hat es leider nicht gefallen.
2/5 Sterne
























