Guinevere Glasfurd Worte in meiner Hand

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Inhaltsangabe zu „Worte in meiner Hand“ von Guinevere Glasfurd

René Descartes und Helena Jans van der Strom – eine wahre Geschichte Helena Jans van der Strom arbeitet als Magd bei einem Buchhändler in Amsterdam. Ein großes Glück für sie, denn sie liest und schreibt und kann ihrer Leidenschaft heimlich nachgehen. Der neue Hausgast ihres Herrn fasziniert sie: Er arbeitet ununterbrochen, und er zieht viele Besucher an. Sie erfährt seinen Namen: René Descartes. Sie ist zu neugierig, um Distanz zu wahren. Und auch Descartes ist schon bald von ihrem Charme und Wissensdurst eingenommen. Sie verlieben sich, was nicht sein darf. Die Geschichte einer Frau, die mehr vom Leben verlangt, als ihre Zeit ihr bereit ist zu geben.
1630: Hollands Goldenes Zeitalter, Amsterdam und seine wohlhabenden Bürger ziehen Künstler und Intellektuelle an. Auch das Haus, in dem die junge Helena als Magd beschäftigt ist, hat einen neuen Gast. Helena ist angewiesen, ihn nur »Monsieur« zu nennen. Es ist ein noch unbekannter Philosoph aus Frankreich, sein Name ist René Descartes. Von nun an ist das Haus erfüllt von der inspirierenden Präsenz des schreibenden Fremden. Er weckt in Helena einen Wissensdurst, der anderen bislang verborgen war, und er ist begeistert von ihrer Auffassungsgabe und ihrem Talent zu schreiben. Sie wiederum ist betört von seiner sanften Art und seiner oft überraschenden Sicht auf die Dinge. Sie verliebe sich, was unmöglich ist.
"In ihre Version der Helena hätten wir uns auch verliebt." Brigitte
"Worte in meiner Hand" ist auf der Shortlist für den renommierten Costa Award.

Authentische und angenehm unkitischer historischer Roman um die Affäre zwischen Descartes und einer Magd.

— Ein LovelyBooks-Nutzer

Ein berührender, ungewöhnlicher Roman, der mich immer wieder vergessen ließ, dass er zeitlich so weit weg im siebzehnten Jahrhundert spielt.

— once-upon-a-time

Eine wunderschöne, mitreißende und auch noch wahre Geschichte.

— Engelszeilen

Für Fans des Genre ziemlich lesenswert.

— Jonas1704

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  • Leserunde zu "Bücherwürmer und Leseratten" von Bettina Mähler

    Bücherwürmer und Leseratten

    ChattysBuecherblog

    Wie Ihr aus dem Titel entnehmen könnt, treffen sich hier die Bücherwürmer und Leseratten. Und zwar zum gemeinsamen SUB-Abbau. Oft stehen wir vor dem Regal und fragen uns, welches Buch wir als nächstes lesen sollen.  Hier kommt die Lösung. Wir lesen einfach nach einem Monatsmotto. Das Ganze funktioniert so: Ich gebe jeweils zum Monatsanfang ein neues Motto bekannt (siehe Unterthema) und dann heißt es: ran an die Bücher...ran an den SUB. Viel Spaß!

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    • 1210
  • Ruhig erzählter Roman über die Affäre zwischen Descartes und einer Magd

    Worte in meiner Hand

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    19. December 2016 um 13:42

    Helena arbeitet als Magd bei einem Buchhändler. Sie ist ungewöhnlich gebildet für eine Magd, da sie das Lesen und Schreiben beherrscht. Als ihr Arbeitgeber für längere Zeit einen Gast in seinem Haus aufnimmt, ist sie schnell von dem Fremden fasziniert. Es handelt sich um den zu diesem Zeitpunkt noch unbekannten französischen Philosophen René Descartes, den sie nur mit „Monsieur“ anredet. Bald entwickelt sich eine Affäre zwischen den beiden. Ruhig und authentisch erzählt Als ich die Beschreibung gelesen habe, war ich zwiegespalten. Da ich mich für Philosophie interessiere, hat mich die Nennung von Descartes neugierig gemacht, zugleich hatte ich aber die Befürchtung, dass die Liebesgeschichte gar zu kitschig geraten könnte. Zum Glück war dem nicht so, im Gegenteil. „Worte in meiner Hand“ ist nicht schwülstig, sondern schildert authentisch das Schicksal der Magd Helena und die Sorgen und Nöte, die ihr Stand und eine verbotene Liebschaft mit sich bringen. Guinevere Glasfurd lässt der Geschichte ausreichend Raum, sich in aller Ruhe zu entwickeln. Es ist ein eher stilles, unaufgeregtes Buch, trotz mancher tragischer Ereignisse. Mir liegt das sehr, da weder eine Freundin von Überdramatisierung noch von Romantisierung bin, die in diesem Genre häufig vorkommen und es mir eine Weile verleidet haben. Gelungene Mischung aus Historie und Fiktion Im Nachwort betont die Autorin, dass es sich bei diesem Buch um einen Roman und nicht etwa eine Biographie handelt, erläutert aber auch, welche Fakten es zu der Magd Helena Jans van der Strom gibt und welche Anhaltspunkte sie für die Entwicklung der Handlung hatte. Wie viel Wahrheit in „Worte in meiner Hand“ steckt, wird wohl niemand so genau sagen können, aber es erscheint zumindest plausibel, dass sich die Geschichte so oder so ähnlich abgespielt hat.

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  • Die Holländerin und der Franzose

    Worte in meiner Hand

    Giorgo

    30. November 2016 um 12:11

    Amsterdam 1635: Helena Jans van der Strom ist eine Magd beim Mr. Sergeant. Er ist ein alter Buchhändler, was für Helena gut geeignet ist, den sie kann lesen und schreiben, was in diesen Jahren sehr selten war, das Frauen lesen und schreiben konnten. Doch Helena ist ganz anders als andere Frauen. Sie will alles wissen und lernen, aber als Magd ist es nicht einfach. Mr. Sergeant wohnt alleine, aber sie hat trotzdem viel zu tun. An einem Tag erkundigt Mr. Sergeant dass sie einen speziellen Gast bekommen und für einige Zeit hier leben wird. Helena fragt sich warum dieser Mann so oft in sein Zimmer ist und auch dort isst. Dann erfährt sie seinem Namen nämlich Renè Desscarte. Sie ist viel zu neugierig um ihm nicht in ruhe zu lassen. Desscarte bemerkt sofort die Fähigkeiten von Helena und ihr wissen. Er bringt ihr das schreiben mit der Feder bei und sie verbringen ganz viel Zeit zusammen, dass sie sich am Schluss verlieben. Doch das ist verboten, den er ist ein Philosoph und schreibt Bücher und sie ist nur eine Magd. Aber die Liebe ist viel zu stark zwischen ihnen... Die Geschichte gefiel mir sehr. Das Schreibstil war fliessend, einfach zu verstehen und gab auch witzige Zeilen. Der Titel passt sehr gut zum Buch. Ich konnte fast nicht mehr aufhören mit dem lesen, die Worte, die Guinevre benutzen berührten sehr. Ich empfehle dieses Buch sehr gerne weiter!

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  • Von der Liebe zu einem Mann und zum geschriebenen Wort

    Worte in meiner Hand

    Dreamworx

    18. November 2016 um 18:31

    Amsterdam 1630. Die junge Helena Jans van der Storm kommt aus ärmlichen Verhältnissen, der Vater vermisst auf See, der Bruder heuert auf einem Schiff an. So bleibt sie zurück mit ihrer Mutter und muss für das gemeinsame Auskommen sorgen. Da sie immer schon wissbegierig war und auch etwas lesen und schreiben kann, bekommt sie eine Anstellung bei dem reichen Buchhändler Sergeant als Magd und in aller Heimlichkeit liest sie Bücher. Als eines Tages der bekannte Philosoph René Descartes als Gast im Hause Sergeant einzieht, verändert sich das Leben von Helena. Sie fühlt sich zu René hingezogen, aber auch Descartes erkennt in der jungen Frau Eigenschaften, die ihn erstaunen und faszinieren und ihn veranlassen, Helena zu fördern. Dabei verlieben sich die beiden und bald darauf wird Helena schwanger. Damit es kein Gerede gibt, verlässt Helena Amsterdam und bringt ihre Tochter Francine in Utrecht zur Welt, René sorgt aus der Ferne für die beiden, doch Helena fühlt sich einsam und verlassen, sie sehnt sich nach dem Mann ihres Herzens. Und dann stirbt Francine…Guinevere Glasfurd hat mit ihrem Buch „Worte in meiner Hand“ ihr Debüt vorgestellt, einen wunderschönen, poetischen historischen Roman über die halbbiografische Beziehung zwischen Descartes und Helena Jans van der Storm. Der Schreibstil ist wunderschön zu lesen, der Leser wird regelrecht in das Buch hineingesogen, begleitet staunend das Leben von Helena und ist emotional gefangen von der Aussichtslosigkeit dieser Beziehungsgeschichte. Die Autorin hat sowohl den historischen Hintergrund akribisch recherchiert als auch das Leben der beiden Hauptcharaktere genau studiert und verpackt dies auf wundervolle Art und Weise in diesem Roman zu einer sehr anrührenden und gefühlvollen fiktiven Geschichte basierend auf wahren Begebenheiten. Die Charaktere sind so wunderbar gezeichnet, dass man gar nicht anders kann als mit zu fiebern und zu leiden. Sie wirken so lebendig und authentisch. In Anbetracht der Tatsache, dass eine Beziehung zwischen einer Magd und einem angesehenen Wissenschaftler gesellschaftlich unmöglich war, kann man als Leser gar nicht anders, als dieser Amour fou zu folgen und sich zu wünschen, es würde enden wie im Märchen. Helena ist zwar in ärmlichen Verhältnissen geboren, doch die junge Frau ist voller Tatendrang und Wissensdurst, sie hört nie auf, sich neues Wissen anzueignen und bewegt sich in Gesprächen gewandt und mutig. Sie verlässt ausgetretene Pfade, denn sie sieht die Welt mit offenen Augen, auch wenn das Schicksal es von Geburt an anders mit ihr meint. René ist zwar in einen anderen Stand geboren, allerdings ist er von Helena gleich fasziniert und erkennt in ihr seine Muse, sein passendes Gegenstück, seine Inspiration. Auch wenn er sich nicht öffentlich zu ihr bekennt, kann er doch nicht von ihr lassen. Mit „Worte in meiner Hand“ ist Guinevere Glasfurd ein poetisches Meisterwerk gelungen, sie hat den Figuren eine Lebendigkeit verliehen, wie man sie selten in Büchern findet. Durch ihre berührende Erzählweise schleicht sie sich in das Herz des Lesers, der die bittersüße Liebe zwischen Helena und René miterlebt und noch lange in sich trägt. Ein wundervoller historischer Roman, der seinesgleichen sucht. Absolute Leseempfehlung – Chapeau!!!  

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  • Worte in meiner Hand

    Worte in meiner Hand

    Jonas1704

    04. July 2016 um 22:14

    Wir schreiben Amsterdam im 17. Jahrhundert: Helena arbeitet als Magd in Mr. Sergeants Haushalt, der eine Buchhandlung betreibt. Obwohl sie aus ärmlichen Verhältnissen stamm, kann sie lesen und schreiben. Als Rene Descartes, der Philosoph, Gast bei dem Hause ist, ist Helena von seiner Bildung fasziniert. Und so kommt es, dass sich Helena und Descartes ineinander verlieben. Bald wird sie unerwünscht schwanger und weil Descartes der Karrierebruch droht, da ihre Beziehung wegen des unterschiedlichen Sozialen Standes unmöglich ist, beschliessen sie die Beziehung geheim zu halten und somit wird Helena geheim untergebracht. Die Beziehung überwindet Höhen und Tiefen, da sie als Familie nicht öffentlich zusammen leben können, zudem sind sie auch verschiedener Religionen. Die Liebe zwischen ihnen besteht und Descartes kümmert sich auch soviel er kann um seine Tochter, doch von Zeit zu Zeit übernehmen die Differenzen einfach die Mehrheit. Als dann noch ein Unglück kommt, scheint ihre Liebe keine Chance zu haben.. Eine berührende Geschichte, die uns nochmal klar macht wie gross die soziallen Differenzen zwischen Männern und Frauen damals waren und wie schwierig solche Liebesgeschichten überhaupt eine Chance hatten. Nach dem Lesen war ich erstmal froh im hier und jetzt zu leben. Die Äussere Gestaltung des Buches fand ich sehr schön und nostalgisch in dunkelblau. Vier Sterne von mir im Ganzen. Ein paar Mal konnte ich mit Helena nicht so gut mitkommen. Fazit: für Fans des Genre ziemlich lesenswert.

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  • Eine Großartige Geschichte über eine wahre Liebe die nicht sein darf

    Worte in meiner Hand

    Arietta

    Zur Autorin: Ein sehr gefühlvoller und poetischer Roman den die Autorin Guinevere Glasfurd geschrieben hat. Ihre Sprache ist klar , Kraftvoll und voller knisternder Spannung. Eine Geschichte über eine verbotene und schicksalhafte Liebe die nicht sein darf. Es geht um die wahre Beziehung zwischen dem Philosophen Renè Descartes und der Magd Helena Jans van der Storm. Sie hat die einzelnen Charaktere, deren Gefühle und Emotionen sehr gut heraus kristallisiert. Ihre Protagonisten kommen sehr real und lebendig herüber , man konnte sich spielend in jeden hineinversetzen, deren Sorgen, Nöte, Freude und Trauer mitfühlen. Die zarte aufblühende Liebe und die Hoffnung auf Erfüllung. Die Jahre in Amsterdam , Utrecht und die Zeit in dem kleinen Haus am Meer in Saintpoort, eigentlich ihre Glücklichste Zeit. Der Tod der geliebten Tochter Francine. Ein aufwühlende Geschichte in der sie uns das Leben und wirken dieser zweier Menschen näher gebracht hat . Ein Meisterwerk ! Meine Meinung zum Inhalt: Helena Jans van der Strom war für ihre Zeit in der sie lebte und ihrer Herkunft eine ungewöhnliche Junge und Wissensdurstige Frau mit einem enormen Durchsetzungsvermögen. Das sie schreiben und Lesen konnte verschaffte ihr die Stelle bei dem Buchhändler Mr. Sergenant in Amsterdam. Sie brauchte diese Stelle , den ihr Vater war auf See vermisst und ihr Bruder hatte gerade auf einem Schiff angeheuert , von den kargen Einkünften ihrer Mutter konnten sie nicht Leben. Helena traf es gut mit ihrer Stelle , sie hatte frei Hand , ein Bett zu essen und ein kleines Gehalt, im Gegensatz zu vielen Mägden. Bertje eine Magd aus der Nachbarschaft mit der sie sich anfreundete hatte es nicht so gut, sie brachte ihr Lesen und Schreiben bei. Eines Tages bekam Mr. Sergant einen Logiergast Monsieur Renè Descartes einen aufsteigenden Philosophen und seinen Diener Limousine . Helena, ist von Monsieur hin und her gerissen, von seinem Wissen und seiner Schreiberei der er sich Widmet. Aber auch Descartes ist von Helenas Wissendurst und schnellem Auffassungs vermögen begeistert. Er ist so fasziniert das er sich ihr nähert und ihr den letzten Schliff , das Schreiben mit der Feder beibringt. So langsam tasten sich die zwei näher heran. Es lodert ein ganz schönes Feuer zwischen den beiden, einer Liebe die nicht sein darf und die nicht ohne Folgen bleibt. Er versteckt Helena in Utrecht, bei Frau Anholts, dort bringt sie ihre gemeinsame Tochter Francine zur Welt und verfasst ein Buch für ihr Kind mit einem Alphapet . Renè kehrt eine Tages zurück und als die Gerüchte Küche brodelt , nimmt er sie und ihre Tochter mit nach Saintpoort , in ein kleines abgelegenes Haus am Meer. Das Versteckspiel hört nicht auf, obwohl es eigentlich ihre Glücklichste Zeit dort war , schlägt das Schicksal mal wieder zu, in Form eines verliebten Mannes, der sich eines Tages an Helena Recht. Renè bringt sie zurück nach Utrecht, wo sie sich langsam erholt , gerade als die Welt wieder hell erscheint, möchte Renè das ihre Tochter Francine ihr Sonnenschein, nach Frankreich zu seiner Tante geht, um dort eine angemessene Erziehung zu erlangen. Aber dazu kommt es nicht die kleine Francine erkrankt an Scharlach und stirbt. Die Welt der beiden ist aus den Fugen geraten, beide sind verzweifelt ihre Francine ihr Liebstes verloren zu haben. Beide trennen sich, Helena heiratet einen Witwer und doch können beide nicht von einander lassen, Rene braucht seine Helena, sie ist seine Muse sein Motor der ihn antreibt. Auch diese Treffen bleiben nicht ohne Folgen, Helena schenkt ihm einen Sohn Justinus. Die Jahre vergehen , Descartes geht nach Schweden , von wo aus er nicht mehr zurückkehrt... " Eine wundervolle und bewegende wahre Geschichte , einmal angefangen zu lesen lässt einem das Buch nicht mehr los" Es wäre wundervoll noch mehr von der Schriftstellerin zu hören, ihr ist ein kleines und Poetisches Meisterwerk gelungen !

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    • 3
  • Der harte Weg einer Frau

    Worte in meiner Hand

    kirara

    04. April 2016 um 10:32

    Inhalt: Helena kommt aus sehr einfachen Verhältnissen, hat aber durch Zufall bzw. Wissensdurst als Kind lesen und schreiben gelernt. Dennoch bleibt für sie keine andere Zukunft als als Magd bei einem Buchhändler in Amsterdam. Ihr Chef hat einen interessanten Gast, der bei ihm logiert - René Descartes, der zu dieser Zeit zwar ein brillianter Mann auf dem Gebiet der Naturwissenschaft war, aber weder ausreichende gesellschaftlcihe Anerkennung noch Verantwortungsbewusstsein hat. Helena, jung und naiv, findet den deutlich älteren Gast beinahe sofort faszinierend. Es kommt wie es kommen muss - sie wird schwanger und muss ihren Arbeitsplatz verlassen. Es beginnt eine Odysee, ständig neue Orte, immer versteckt, nie darf sie die Identität des Vaters des Kindes sagen, da Descartes nicht nur aus gehobeneren Verhältnissen kommt, sondern ausreichend Kritiker an seinen Werken nur darauf warten ihn diskreditieren zu können. Helena lernt auf hartem Wege erwachsen zu werden und Verantwortung für sich und das Kind zu tragen, da weder Descartes noch die Gesellschaft ausreichend daran interessiert ist ihr ein anerkanntes Leben zu ermöglichen. Bis die Hölle über Helena hereinbricht... Cover und Layout: Schlicht, aber schön und passend. Meinung zum Schreibstil: Einfach und verständlich aber dennoch kein Schreibstil von Trivialliteratur. Sehr angenehm zu lesen und der Geschichte angemessen. Ich lege auf so etwas wert. Der Erzählstil ist aus Helenas Sicht als Ich-Erzähler. Manchmal gibt es sogar stellen, in der der beschreibende Stil durch einen direkten Gedankenstil ersetzt wird d.h. es werden direkt Helenas Gedanken wiedergegeben. Das waren interessante Augenblicke. Es ist also kein außergewöhnlicher und besonderer Schreibstil, aber angenehm und gut. Meinung zur Geschichte: Es ist wirklich eine Liebesgeschichte aus der Zeit, in der die schlimmsten mittelalterlichen Verhältnisse zwar abklingen, aber noch immer extreme Verhältnisse zwischen den Klassen herschen und Frauen noch immer keinen Wert haben. Helenas Geschichte ist die Geschichte von vielen jungen Frauen ihrer Zeit. Wider aller Vernunft und Ängste verliebt sie sich und lässt sich auf eine Liebesbeziehung ein, die im Geheimen bleiben muss, damit der Liebhalber ja keine Nachteile davonträgt. Natürlich aber passiert es, sie wird schwanger, das schlimmste, dass einem Mädchen wie ihr passieren kann. Eine einfache Magd, jung, unverheiratet, aus armen Verhältnissen stammend, auf Arbeit angewiesen, keine Zukunftsperspektive. Sie hat Glück, dass Descartes doch etwas für sie zu empfinden schient, oder immerhin so sehr das schlechte Gewissen plagt, dass er nicht zulässt, dass sie einfach auf die Straße geworfen wird, seinen gesellschaftlichen Ruf will er für sie und das gemeinsame Kind aber nicht aufgeben. Aber gerade dadurch lernt Helena, kann ihr Wissen und ihre Schreib- und Lesekunst und vor allem ihre Zeichenkunst ausbauen, verfasst Bücher und Abschriften, die sie sogar anonym (sie ist schließlich eine Frau) verkaufen kann. Sie geht als die selbt- und verantwortungsbewusste Person aus dieser komischen Beziehung hervor und holt für sich und das Kind das bestmöglichste heraus. Ich fand dies besonders schön am Roman. Schade finde ich allerdings, dass der Fokus alleine auf der Liebesgeschichte liegt. Helenas Gedanken, ob nun selbstbewusst oder unterwürfig, drehen sich fast ausschließlich um Descartes. Ihr Leben bleibt ziel- und bedeutungslos, und auch ereignisarm, aber genau das spiegelt die Echtheit und die Recherchearbeit der Autorin wieder. Es ist nicht die Geschichte einer Kämpferin, die durch ihre Willenskraft eine Gesellschaft ändern kann, sondern es ist die Geschichte einer realen Person, die in ungerechten Verhältnissen gelebt hat. Die Autorin hat nach dem Ende auch kurz einiges über ihre Recherchen erklärt, was ich interessant und ergänzend fand. Fazit: Es ist ein echter historischer Roman, mit realen Hintergründen und beleuchtet eine wissenschaftliche Koryphäe, der selbst ebenfalls im gesellschaftlichen Zusammenspiel seiner Zeit gefangen war und als Mann mit vielen Privilegien immer den einfachsten Weg gesucht hat, was ihn schon deutlich weniger billiant macht. Dementsprechend bleibt die Geschichte handlungsarm und stecken in der schweren Liebesbeziehung, aber nicht minder interessant und lehrreich. Für Leser von Romanen mit echten Personen wirklich empfehlenswert.

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    • 2
  • Buchverlosung zu "A Song about Love" von Sabine Bartsch

    A Song about Love

    Ladylike0

    09. February 2016 um 12:41

    Die Liebe ist doch etwas schönes und passend zum Tag der Liebe, möchte ich euch eine Freude machen. Das Gewinnspiel findet auf meinem Blog "Meine Welt voller Welten" statt und ihr könnt zwischen 4 verschiedenen Büchern wählen.  Diese Bücher könnt ihr gewinnen:  "Worte in meiner Hand", "Die Sache mit der Liebe und den Flügeln", "A song about love" und "In dieser ganz besonderen Nacht". Ich hoffe, dass für jeden ein bisschen etwas dabei ist ♥  Für nähere Informationen und für eine Teilnahme, schaut doch bitte bei meinem Blog vorbei und hinterlasst euren Kommentar dort. Klick HIER. Bewerbungen auf Lovelybooks werden NICHT mit eingewertet. (Sry ♥)

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  • Buchverlosung zu "In dieser ganz besonderen Nacht" von Nicole C. Vosseler

    In dieser ganz besonderen Nacht

    Ladylike0

    09. February 2016 um 12:40

    Die Liebe ist doch etwas schönes und passend zum Tag der Liebe, möchte ich euch eine Freude machen. Das Gewinnspiel findet auf meinem Blog "Meine Welt voller Welten" statt und ihr könnt zwischen 4 verschiedenen Büchern wählen.  Diese Bücher könnt ihr gewinnen:  "Worte in meiner Hand", "Die Sache mit der Liebe und den Flügeln", "A song about love" und "In dieser ganz besonderen Nacht". Ich hoffe, dass für jeden ein bisschen etwas dabei ist ♥  Für nähere Informationen und für eine Teilnahme, schaut doch bitte bei meinem Blog vorbei und hinterlasst euren Kommentar dort. Klick HIER. Bewerbungen auf Lovelybooks werden NICHT mit eingewertet. (Sry ♥)

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  • Buchverlosung zu "Die Sache mit der Liebe und den Flügeln" von Mattea Bernet und Heike Fink

    Die Sache mit der Liebe und den Flügeln

    Ladylike0

    09. February 2016 um 12:39

    Die Liebe ist doch etwas schönes und passend zum Tag der Liebe, möchte ich euch eine Freude machen. Das Gewinnspiel findet auf meinem Blog "Meine Welt voller Welten" statt und ihr könnt zwischen 4 verschiedenen Büchern wählen.  Diese Bücher könnt ihr gewinnen:  "Worte in meiner Hand", "Die Sache mit der Liebe und den Flügeln", "A song about love" und "In dieser ganz besonderen Nacht". Ich hoffe, dass für jeden ein bisschen etwas dabei ist ♥  Für nähere Informationen und für eine Teilnahme, schaut doch bitte bei meinem Blog vorbei und hinterlasst euren Kommentar dort. Klick HIER. Bewerbungen auf Lovelybooks werden NICHT mit eingewertet. (Sry ♥)

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  • Buchverlosung zu "Worte in meiner Hand" von Guinevere Glasfurd

    Worte in meiner Hand

    Ladylike0

    09. February 2016 um 12:37

    Die Liebe ist doch etwas schönes und passend zum Tag der Liebe, möchte ich euch eine Freude machen. Das Gewinnspiel findet auf meinem Blog "Meine Welt voller Welten" statt und ihr könnt zwischen 4 verschiedenen Büchern wählen.  Diese Bücher könnt ihr gewinnen:  "Worte in meiner Hand", "Die Sache mit der Liebe und den Flügeln", "A song about love" und "In dieser ganz besonderen Nacht". Ich hoffe, dass für jeden ein bisschen etwas dabei ist ♥  Für nähere Informationen und für eine Teilnahme, schaut doch bitte bei meinem Blog vorbei und hinterlasst euren Kommentar dort. Klick HIER. Bewerbungen auf Lovelybooks werden NICHT mit eingewertet. (Sry ♥)

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  • Worte in meiner Hand!

    Worte in meiner Hand

    tardy

    27. January 2016 um 16:36

    Helena Jans van der Strom arbeitet als Magd bei einem reichen Buchhändler in Amsterdam. Begierig nach Wissen verschlingt sie heimlich die Bücher ihres Herrn. Eines Tages kommt ein geheimnisvoller Gast zu Besuch, um dessen Belange sie sich kümmern soll. Es ist der berühmte Philosoph Rene Descartes. Anfangs ist Helena irritiert von diesem Mann, aber bald schon übt er eine faszinierende Anziehungskraft auf sie aus und auch Descartes fühlt sich schon bald hingezogen zu der jungen Magd. Und so passiert, was eigentlich nicht sein darf, die beiden verlieben sich ineinander und zeugen sogar ein Kind. Man ist schnell mitten drin in diesem Roman, der auf einer wahren Begebenheit beruht. In Amsterdam, im Jahre 1630, herrscht das sogenannte "Goldene Zeitalter". Die Blütezeit der holländischen Kunst und Kultur. Eine Zeit in der strenge Konventionen herrschen, eine Verbindung zwischem Mann und Frau war nur innerhalb ihrer Stände möglich, alles andere war verpönt und nicht akzeptabel. Und genau in dieser Zeit passiert das Unmögliche, eine junge, schöne Magd verliebt sich in einen aufstrebenden Philosophen. Allein eine Frau hatte es schon schwer zu dieser Zeit, deshalb finde ich es bewundernswert und mutig, was Helena sich traut und was sie erreicht. Das Buch ist in einer wunderschönen, wortgewaltigen und poetischen Sprache verfasst und ich konnte es kaum mehr aus der Hand legen. Auch die Umgebung ist sehr detailliert beschrieben und man fühlt sich sofort in die Vergangenheit versetzt. Die Geschichte von Helena und ihrer Liebe hat mich sehr berührt. Guinevere Glasfurd ist ein Meisterwerk gelungen, ein einfühlsames Bild einer jungen Frau, die sich mutig den Konventionen in den Weg stellt. Eines der besten Bücher in diesem Genre, absolute Leseempfehlung.

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  • Gewinnt die 15 Lieblingsbücher des LovelyBooks-Teams aus dem Jahr 2015!

    Lua und die Zaubermurmel

    Daniliesing

    Die Vorweihnachtszeit ist doch die schönste Zeit im Jahr für tolle Buchempfehlungen, oder? Da es ja schon eine kleine Tradition geworden ist, möchten wir vom LovelyBooks Team euch auch 2015 wieder unsere Lieblingsbücher des Jahres empfehlen und einen von euch sogar mit einem Buchpaket, das alle 15 Bücher enthält, glücklich machen! Bevor es mit den einzelnen Lieblingsbüchern losgeht, möchten wir euch aber ein wunderbares Kinderbuch ans Herz legen, das uns alle bezaubert hat und das Klein und Groß mit seiner berührenden Geschichte in seinen Bann zieht! "Lua und die Zaubermurmel" ist unser gemeinsamer Buchtipp für das Jahr 2015. Unsere Buchempfehlungen: 1. kultfigur empfiehlt: "Unterwerfung" von Michel Houellebecq Ein hochinteressantes Gedankenspiel zum schlummernden Konfliktpotential in unserer Gesellschaft und der Anpassungsfähigkeit des Einzelnen. Zeitlos und aktuell zugleich. Für mich ein geniales Buch, gerade weil es stellenweise auch banale und langweilige Seiten hat - denn so sind wir Menschen nunmal. 2. Daniliesing empfiehlt: "Der Tag, an dem der Goldfisch aus dem 27. Stock fiel" von Bradley Somer Ein Goldfisch fällt aus dem 27. Stock - vorbei an den vielen Fenstern des Hochhauses und den Geschichten der Menschen dahinter. Gekonnt verknüpft Bradley Somer die einzelnen Schicksale dieser Menschen - mal ganz gewöhnlich, mal total abstrus und verbindet sie zu einem einzigartigen Gesamtkunstwerk, das man in dieser Form bestimmt noch nicht gelesen hat! Genial! 3. TinaLiest empfiehlt: "Im Frühling sterben" von Ralf Rothmann Ralf Rothmann hat mich mit seinem sprachlich sehr beeindruckenden Roman "Im Frühling sterben" aus einer Leseflaute geholt: Ich habe ebenso gebannt wie erschüttert von den Erlebnissen des Protagonisten Walter während der letzen Monate im zweiten Weltkrieg gelesen & auch nach dem Lesen hat mich der Roman nicht so schnell losgelassen. Ein beeindruckendes, leises und sehr starkes Buch! 4. doceten empfiehlt: "Chaos" von David Mitchell In "Chaos" erzählt David Mitchell in neun Geschichten über den freien Willen des Einzelnen in einer deterministisch-chaotischen Welt - nicht das kleinste Thema für einen Debütroman. Nahezu mikroskopisch klein sind jedoch oft die verbindenden Elemente zwischen den Geschichten, bis sie sich in ein großes Ganzes fügen, das wir wohl Leben nennen. Wer die Erzählweise aus dem bekannteren "Cloud Atlas" mag, wird auch von "Chaos" begeistert sein - ich bins! 5. Malista empfiehlt: "Die schönste Art, sein Herz zu verlieren" von Mamen Sánchez Es gibt Bücher, die liest man und am Ende waren sie gut. Und es gibt Bücher wie Mamen Sanchez' "Die schönste Art sein Herz zu verlieren", erschienen im Thiele Verlag, welches einen auf eine Reise mitnimmt, die niemals enden soll! Die Faszination des Buches liegt in den pointierten Beschreibungen der Protagonisten, ihrer Herkunft und ihrer Lebensstile, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Unbedingt lesen! 6. ValerieLiebtLesen empfiehlt: "Das achte Leben (Für Brilka)" von Nino Haratischwili Ich habe das Familienepos dieses Jahr im Sommerurlaub in Portugal gelesen und war vom ersten Moment an gefesselt von dieser spannenden Geschichte rund um acht beeindruckende Frauenfiguren. Die 1200 Seiten habe ich verschlungen und danach war ich fast ein wenig wehmütig, dass die Geschichte "schon" rum war. Grandios! 7. Sophia29 empfiehlt: "Das Geheimnis des weißen Bandes" von Anthony Horowitz In diesem Jahr bin ich auf den Sherlock Holmes-Geschmack gekommen. Deswegen zählt „Das  Geheimnis des weißen Bandes“ von Anthony Horowitz zu meinen absoluten Lesehighlights 2015. Die ersten Seiten dieses Buches haben ausgereicht, um mich voll und ganz in seinen Bann zu ziehen:   London im November 1890 – der unvergleichliche Detektiv Sherlock Holmes und sein alter Freund Dr. Watson setzen alles daran, das Geheimnis um „Das weiße Band“ schnellstmöglich zu lüften, um   weitere Morde zu verhindern. Ich habe die beiden wirklich gerne auf ihrer Verfolgungsjagd begleitet und von Seite zu Seite mehr der Auflösung dieses dubiosen Falls entgegengefiebert. Dieses Buch bietet nicht nur durch und durch sympathische Protagonisten und einen einzigartigen Stil des Autors, sondern garantiert vor allem auch Spannung bis zum Schluss. 8. HannaBuecherwurm empfiehlt: "Der Name des Windes" von Patrick Rothfuss Lasst euch nicht vom schleppenden Anfang des Buches trügen! Sobald ihr diesen einmal hinter euch habt, wird euch das Buch vollkommen fesseln und bis zur letzten Seite nicht mehr loslassen. Vor allem der originelle Schreibstil macht dieses Buch aus, macht euch darauf gefasst, wiederholt in Lachen ausbrechen zu müssen. Das Buch ist der Auftakt zu einem fantastischen Fantasy-Epos, auf dessen Fortsetzung ich nun richtig gespannt bin! 9. aba empfiehlt: "Die Straße der Geschichtenerzähler" von Kamila Shamsie Gegen Ende des Jahres nur ein Lieblingsbuch zu nennen, fällt einem oft schwer, wenn fast jedes gelesene Buch diese Auszeichnung verdienen könnte. Dieses Mal ist es bei mir nicht so, ich musste keine Sekunde lang überlegen, die Entscheidung stand schon im Frühjahr fest. "Die Straße der Geschichtenerzähler" von Kamila Shamsie ist mein absolutes Lieblingsbuch aus 2015. Für so viel Leidenschaft, so konsequente und menschliche Charaktere, und eine glaubhafte und spannende Entwicklung habe ich dieses Buch sehr geliebt. 10. Kathycaughtfire empfiehlt: "Wer die Nachtigall stört ..." von Harper Lee Eines der Bücher, das man in seinem Leben unbedingt gelesen haben sollte. Es ist ein Klassiker der amerikanischen Literatur, aber einer, den man schlichtweg lieben muss. Die Geschichte ist wunderschön, die Botschaft nach wie vor eine unglaublich wichtige und Harper Lee eine grandiose Autorin. 11. markusros empfiehlt: "Vom Inder, der auf dem Fahrrad bis nach Schweden fuhr, um dort seine große Liebe wiederzufinden" von Per J. Andersson Das Buch und speziell der so mutige Pikay haben mir die eigene Lust am Abenteuer und an fernen Ländern nicht nur in den Lesestunden zurückgebracht. Ich bewundere den Mut, sich aus Überzeugung für eine Sache in Situationen zu begeben, ohne vorher alle Eventualitäten intellektuell durchdacht und durchdrungen zu haben. 12. Tree_Trunks empfiehlt: "Altes Land" von Dörte Hansen Für mich ist "Altes Land" von Dörte Hansen eines der besten Bücher 2015 gewesen. Die Geschichte beschreibt die kleinen Wunden, die sich die Generationen einer Familie gegenseitig zufügen können und erzählt von der Bürde der Vergangenheit. Gleichzeitig hat Dörte Hansen einen tollen Humor, der mich wirklich laut zum Lachen gebracht hat und der von einer ungetrübten Menschenkenntnis zeugt. Ein großartiges Buch über menschliche Stärken und Schwächen! 13. Tasmetu empfiehlt: "Ich bin Malala" von Malala Yousafzai Dieses Buch war so viel mehr als das, was ich erwartet habe und ließ mich tief berührt und nachdenklich zurück. Es ist die Geschichte des Swat Lands, es ist die Geschichte der Taliban, des Islams, es ist die Geschichte ihres Dorfes, ihrer Eltern, ihrer Freunde, ihrer Heimat, ihrer Flucht. Sympathisch, aufrüttelnd, aktuell. 14. nordbreze empfiehlt: "Bora" von Ruth Cerha Die Frankfurter Verlagsanstalt sollte dieses Buch nur zusammen mit einem Flugticket nach Kroatien verkaufen. Obwohl ich schon immer eine Wasser-Sehnsucht hatte, war diese noch nie so stark wie beim Lesen von "Bora". Ich möchte auch eine Insel erkunden, klettern, schwimmen, Wein trinken (ich mag gar keinen Wein ..) und Fisch essen. Ruth Cerha beschreibt das Inselleben einfach, alltäglich, aber trotzdem prägnant, so dass man das Gefühl hat, schon einmal dort gewesen zu sein (was ich für mich ausschließen kann. Ich war noch nie in Kroatien). Hinzu kommen mit Mara und Andrej zwei unaufdringliche Protagonisten, deren Liebesgeschichte so dezent aufgestellt ist, eigentlich will ich das gar nicht Liebesgeschichte nennen. Zwischen den beiden herrscht einfach eine große Vertrautheit, die ohne große Worte auskommt. Seid ihr neugierig auf unsere 15 Lieblingsbücher 2015 geworden? Dann habt ihr bis einschließlich 6. Januar Zeit, bei der Verlosung eines tollen Buchpakets mit allen 15 Büchern mitzumachen. Jetzt müsst ihr uns über den "Jetzt bewerben"-Button ganz oben nur noch folgendes verraten und dann seid ihr dabei: Da wir selbst immer so gerne Bücher verschenken, würden wir von euch gern wissen, welche Bücher ihr dieses Jahr zu Weihnachten verschenkt und wieso ihr euch für genau diese entschieden habt? Welche sind eure Buchgeschenktipps des Jahres? Wir wünschen euch ein wunderschönes Weihnachtsfest & einen guten Rutsch ins neue Jahr!

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    • 990
  • Worte in meiner Hand

    Worte in meiner Hand

    Ela1989

    08. November 2015 um 17:39

    Helena kommt bereits in jungen Jahren nach Amsterdam, um als Magd zu arbeiten. Da sie bereits ein paar Buchstaben kennt, was in damaliger Zeit für Frauen sehr untypisch war, findet sie schnell eine Stelle als Magd bei einem Buchhändler. Als sich der berühmte Descartes in diesem Hause als Gast einquartiert, wird ihr Leben komplett auf den Kopf gestellt... Eine schöne Geschichte über die Liebe, die Macht der Wörter und die Vergangenheit. Bei diesem Buch handelt es sich nicht, um einen zu 100% den Tatsachen entsprechenden historischen Roman, aber die Geschichte baut auf wahren Ereignissen und Tatsachen auf, so dass man sich sehr gut vorstellen kann, dass sich die Geschichte in Wirklichkeit auch genauso abgespielt hat.

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  • Eine zarte Liebesgeschichte

    Worte in meiner Hand

    HarIequin

    "Wir alle fangen irgendwo an [...] Ein Anstoß, eine zufällige Begegnung, eine Unterhaltung - so viele Möglichkeiten, um ein Leben in Bewegung zu setzen." Helena Jans van der Strom wird als junges Mädchen nach Amsterdam geschickt, um bei dem Buchhändler Sergeant als Magd zu arbeiten. Ungewöhnlich für ihre Zeit und ihren Stand, kann Helena sowohl lesen, als auch schreiben. Als Mr. Sergeant einen neuen Hausgast bekommt, ist Helena schnell beeindruckt von ihm und seiner Art. Es ist kein geringerer als der Philosoph René Descartes in seinen Anfängen, der später Weltruhm erlangen sollte. Auch er fühlt sich zu Helena und ihrem Verstand hingezogen und so entwickelt sich entgegen der vorherrschenden Konvention eine zarte Liebesgeschichte, die eigentlich nicht sein darf. Das Buch ist in größere Abschnitte unterteilt, die je für eine Jahreszahl, sowie einen Ort stehen. Die Kapitel in den Abschnitten sind relativ kurz und so sehr gut zu lesen. Was „Worte in meiner Hand“ sehr heraussticht, sind die Worte selbst – wunderschön aneinandergereiht mit einem sehr ruhigen und eleganten Schreibstil. Hilfreich fand ich im übrigen auch die kurze Anmerkung der Autorin am Ende, was von dieser Geschichte wahr und was erfunden, bzw. dazugedichtet wurde. Helena als Protagonistin ist eine sehr angenehme Persönlichkeit. Sie ist für ihre Zeit eine sehr gebildete, neugierige und starke Frau, ohne jedoch zu übertrieben als „Powerfrau“ dargestellt zu werden. Descartes schneidet mal mehr, mal weniger gut ab was seine Persönlichkeit betrifft. Allerdings ist er auch nicht dauerhaft präsent und wer Einsicht in seine Theorien, Methoden etc. erhofft, wird hier leider enttäuscht. Es geht eigentlich nur um das Leben von Helena und der Beziehung zwischen ihr und Descartes als Person. Das und einige französische Sätze, die nirgends übersetzt oder erklärt werden, sind meine einzigen Kritikpunkte. Allerdings sind diese für mich eher irrelevant für die Wertung, weil das Buch mich trotzdem restlos überzeugen konnte. Wegen meinem mangelnden Interesse am Genre selbst, habe ich leider keinen Vergleich zu anderen historische Romanen. Ich kann also nicht wirklich Authentizität etc. beurteilen und sagen ob es ein verhältnismäßig guter oder schlechter historischer Roman ist. Aber für mich hat sich das Ausprobieren des Genres hier sehr gelohnt, denn „Worte in meiner Hand“ war für mich ein großes Vergnügen und zählt nun zu meinen Highlights in diesem Jahr. Die Worte, Charaktere und Geschichte haben mich sehr berührt und ich hoffe in Zukunft noch mehr von Guinevere Glasfurd zu lesen.

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