Worte in meiner Hand

von Guinevere Glasfurd 
4,4 Sterne bei89 Bewertungen
Worte in meiner Hand
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Authentische und angenehm unkitischer historischer Roman um die Affäre zwischen Descartes und einer Magd.

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Ein berührender, ungewöhnlicher Roman, der mich immer wieder vergessen ließ, dass er zeitlich so weit weg im siebzehnten Jahrhundert spielt.

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Inhaltsangabe zu "Worte in meiner Hand"

René Descartes und Helena Jans van der Strom – eine wahre Geschichte Helena Jans van der Strom arbeitet als Magd bei einem Buchhändler in Amsterdam. Ein großes Glück für sie, denn sie liest und schreibt und kann ihrer Leidenschaft heimlich nachgehen. Der neue Hausgast ihres Herrn fasziniert sie: Er arbeitet ununterbrochen, und er zieht viele Besucher an. Sie erfährt seinen Namen: René Descartes. Sie ist zu neugierig, um Distanz zu wahren. Und auch Descartes ist schon bald von ihrem Charme und Wissensdurst eingenommen. Sie verlieben sich, was nicht sein darf. Die Geschichte einer Frau, die mehr vom Leben verlangt, als ihre Zeit ihr bereit ist zu geben.
1630: Hollands Goldenes Zeitalter, Amsterdam und seine wohlhabenden Bürger ziehen Künstler und Intellektuelle an. Auch das Haus, in dem die junge Helena als Magd beschäftigt ist, hat einen neuen Gast. Helena ist angewiesen, ihn nur »Monsieur« zu nennen. Es ist ein noch unbekannter Philosoph aus Frankreich, sein Name ist René Descartes. Von nun an ist das Haus erfüllt von der inspirierenden Präsenz des schreibenden Fremden. Er weckt in Helena einen Wissensdurst, der anderen bislang verborgen war, und er ist begeistert von ihrer Auffassungsgabe und ihrem Talent zu schreiben. Sie wiederum ist betört von seiner sanften Art und seiner oft überraschenden Sicht auf die Dinge. Sie verliebe sich, was unmöglich ist.
"In ihre Version der Helena hätten wir uns auch verliebt." Brigitte
"Worte in meiner Hand" ist auf der Shortlist für den renommierten Costa Award.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783548613321
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:432 Seiten
Verlag:Ullstein Taschenbuch Verlag
Erscheinungsdatum:18.11.2016
Das aktuelle Hörbuch ist am 07.08.2015 bei Hörbuch Hamburg erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Authentische und angenehm unkitischer historischer Roman um die Affäre zwischen Descartes und einer Magd.
    Ruhig erzählter Roman über die Affäre zwischen Descartes und einer Magd

    Helena arbeitet als Magd bei einem Buchhändler. Sie ist ungewöhnlich gebildet für eine Magd, da sie das Lesen und Schreiben beherrscht. Als ihr Arbeitgeber für längere Zeit einen Gast in seinem Haus aufnimmt, ist sie schnell von dem Fremden fasziniert. Es handelt sich um den zu diesem Zeitpunkt noch unbekannten französischen Philosophen René Descartes, den sie nur mit „Monsieur“ anredet. Bald entwickelt sich eine Affäre zwischen den beiden.

    Ruhig und authentisch erzählt

    Als ich die Beschreibung gelesen habe, war ich zwiegespalten. Da ich mich für Philosophie interessiere, hat mich die Nennung von Descartes neugierig gemacht, zugleich hatte ich aber die Befürchtung, dass die Liebesgeschichte gar zu kitschig geraten könnte. Zum Glück war dem nicht so, im Gegenteil. „Worte in meiner Hand“ ist nicht schwülstig, sondern schildert authentisch das Schicksal der Magd Helena und die Sorgen und Nöte, die ihr Stand und eine verbotene Liebschaft mit sich bringen. Guinevere Glasfurd lässt der Geschichte ausreichend Raum, sich in aller Ruhe zu entwickeln. Es ist ein eher stilles, unaufgeregtes Buch, trotz mancher tragischer Ereignisse. Mir liegt das sehr, da weder eine Freundin von Überdramatisierung noch von Romantisierung bin, die in diesem Genre häufig vorkommen und es mir eine Weile verleidet haben.

    Gelungene Mischung aus Historie und Fiktion

    Im Nachwort betont die Autorin, dass es sich bei diesem Buch um einen Roman und nicht etwa eine Biographie handelt, erläutert aber auch, welche Fakten es zu der Magd Helena Jans van der Strom gibt und welche Anhaltspunkte sie für die Entwicklung der Handlung hatte. Wie viel Wahrheit in „Worte in meiner Hand“ steckt, wird wohl niemand so genau sagen können, aber es erscheint zumindest plausibel, dass sich die Geschichte so oder so ähnlich abgespielt hat.

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    Giorgos avatar
    Giorgovor 2 Jahren
    Die Holländerin und der Franzose

    Amsterdam 1635: Helena Jans van der Strom ist eine Magd beim Mr. Sergeant. Er ist ein alter Buchhändler, was für Helena gut geeignet ist, den sie kann lesen und schreiben, was in diesen Jahren sehr selten war, das Frauen lesen und schreiben konnten. 
    Doch Helena ist ganz anders als andere Frauen. Sie will alles wissen und lernen, aber als Magd ist es nicht einfach. Mr. Sergeant wohnt alleine, aber sie hat trotzdem viel zu tun. 
    An einem Tag erkundigt Mr. Sergeant dass sie einen speziellen Gast bekommen und für einige Zeit hier leben wird. 
    Helena fragt sich warum dieser Mann so oft in sein Zimmer ist und auch dort isst. Dann erfährt sie seinem Namen nämlich Renè Desscarte. 
    Sie ist viel zu neugierig um ihm nicht in ruhe zu lassen. 
    Desscarte bemerkt sofort die Fähigkeiten von Helena und ihr wissen. 
    Er bringt ihr das schreiben mit der Feder bei und sie verbringen ganz viel Zeit zusammen, dass sie sich am Schluss verlieben. Doch das ist verboten, den er ist ein Philosoph und schreibt Bücher und sie ist nur eine Magd. 
    Aber die Liebe ist viel zu stark zwischen ihnen... 

    Die Geschichte gefiel mir sehr. Das Schreibstil war fliessend, einfach zu verstehen und gab auch witzige Zeilen. Der Titel passt sehr gut zum Buch. Ich konnte fast nicht mehr aufhören mit dem lesen, die Worte, die Guinevre benutzen berührten sehr. 
    Ich empfehle dieses Buch sehr gerne weiter!

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    Dreamworxs avatar
    Dreamworxvor 2 Jahren
    Von der Liebe zu einem Mann und zum geschriebenen Wort

    Amsterdam 1630. Die junge Helena Jans van der Storm kommt aus ärmlichen Verhältnissen, der Vater vermisst auf See, der Bruder heuert auf einem Schiff an. So bleibt sie zurück mit ihrer Mutter und muss für das gemeinsame Auskommen sorgen. Da sie immer schon wissbegierig war und auch etwas lesen und schreiben kann, bekommt sie eine Anstellung bei dem reichen Buchhändler Sergeant als Magd und in aller Heimlichkeit liest sie Bücher. Als eines Tages der bekannte Philosoph René Descartes als Gast im Hause Sergeant einzieht, verändert sich das Leben von Helena. Sie fühlt sich zu René hingezogen, aber auch Descartes erkennt in der jungen Frau Eigenschaften, die ihn erstaunen und faszinieren und ihn veranlassen, Helena zu fördern. Dabei verlieben sich die beiden und bald darauf wird Helena schwanger. Damit es kein Gerede gibt, verlässt Helena Amsterdam und bringt ihre Tochter Francine in Utrecht zur Welt, René sorgt aus der Ferne für die beiden, doch Helena fühlt sich einsam und verlassen, sie sehnt sich nach dem Mann ihres Herzens. Und dann stirbt Francine…

    Guinevere Glasfurd hat mit ihrem Buch „Worte in meiner Hand“ ihr Debüt vorgestellt, einen wunderschönen, poetischen historischen Roman über die halbbiografische Beziehung zwischen Descartes und Helena Jans van der Storm. Der Schreibstil ist wunderschön zu lesen, der Leser wird regelrecht in das Buch hineingesogen, begleitet staunend das Leben von Helena und ist emotional gefangen von der Aussichtslosigkeit dieser Beziehungsgeschichte. Die Autorin hat sowohl den historischen Hintergrund akribisch recherchiert als auch das Leben der beiden Hauptcharaktere genau studiert und verpackt dies auf wundervolle Art und Weise in diesem Roman zu einer sehr anrührenden und gefühlvollen fiktiven Geschichte basierend auf wahren Begebenheiten.

    Die Charaktere sind so wunderbar gezeichnet, dass man gar nicht anders kann als mit zu fiebern und zu leiden. Sie wirken so lebendig und authentisch. In Anbetracht der Tatsache, dass eine Beziehung zwischen einer Magd und einem angesehenen Wissenschaftler gesellschaftlich unmöglich war, kann man als Leser gar nicht anders, als dieser Amour fou zu folgen und sich zu wünschen, es würde enden wie im Märchen. Helena ist zwar in ärmlichen Verhältnissen geboren, doch die junge Frau ist voller Tatendrang und Wissensdurst, sie hört nie auf, sich neues Wissen anzueignen und bewegt sich in Gesprächen gewandt und mutig. Sie verlässt ausgetretene Pfade, denn sie sieht die Welt mit offenen Augen, auch wenn das Schicksal es von Geburt an anders mit ihr meint. René ist zwar in einen anderen Stand geboren, allerdings ist er von Helena gleich fasziniert und erkennt in ihr seine Muse, sein passendes Gegenstück, seine Inspiration. Auch wenn er sich nicht öffentlich zu ihr bekennt, kann er doch nicht von ihr lassen.

    Mit „Worte in meiner Hand“ ist Guinevere Glasfurd ein poetisches Meisterwerk gelungen, sie hat den Figuren eine Lebendigkeit verliehen, wie man sie selten in Büchern findet. Durch ihre berührende Erzählweise schleicht sie sich in das Herz des Lesers, der die bittersüße Liebe zwischen Helena und René miterlebt und noch lange in sich trägt. Ein wundervoller historischer Roman, der seinesgleichen sucht. Absolute Leseempfehlung – Chapeau!!!

     

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    J
    Jonas1704vor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Für Fans des Genre ziemlich lesenswert.
    Worte in meiner Hand

    Wir schreiben Amsterdam im 17. Jahrhundert: Helena arbeitet als Magd in Mr. Sergeants Haushalt, der eine Buchhandlung betreibt. Obwohl sie aus ärmlichen Verhältnissen stamm, kann sie lesen und schreiben. Als Rene Descartes, der Philosoph, Gast bei dem Hause ist, ist Helena von seiner Bildung fasziniert. Und so kommt es, dass sich Helena und Descartes ineinander verlieben. Bald wird sie unerwünscht schwanger und weil Descartes der Karrierebruch droht, da ihre Beziehung wegen des unterschiedlichen Sozialen Standes unmöglich ist, beschliessen sie die Beziehung geheim zu halten und somit wird Helena geheim untergebracht. Die Beziehung überwindet Höhen und Tiefen, da sie als Familie nicht öffentlich zusammen leben können, zudem sind sie auch verschiedener Religionen. Die Liebe zwischen ihnen besteht und Descartes kümmert sich auch soviel er kann um seine Tochter, doch von Zeit zu Zeit übernehmen die Differenzen einfach die Mehrheit. Als dann noch ein Unglück kommt, scheint ihre Liebe keine Chance zu haben.. 
    Eine berührende Geschichte, die uns nochmal klar macht wie gross die soziallen Differenzen zwischen Männern und Frauen damals waren und wie schwierig solche Liebesgeschichten überhaupt eine Chance hatten. Nach dem Lesen war ich erstmal froh im hier und jetzt zu leben. 
    Die Äussere Gestaltung des Buches fand ich sehr schön und nostalgisch in dunkelblau. Vier Sterne von mir im Ganzen. Ein paar Mal konnte ich mit Helena nicht so gut mitkommen. Fazit: für Fans des Genre ziemlich lesenswert.

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    kiraras avatar
    kiraravor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Historischer Roman über ein naives junges Mädchen, das durch die extreme Benachteiligung von Frauen im Barock erwachsen wird.
    Der harte Weg einer Frau

    Inhalt:
    Helena kommt aus sehr einfachen Verhältnissen, hat aber durch Zufall bzw. Wissensdurst als Kind lesen und schreiben gelernt. Dennoch bleibt für sie keine andere Zukunft als als Magd bei einem Buchhändler in Amsterdam. Ihr Chef hat einen interessanten Gast, der bei ihm logiert - René Descartes, der zu dieser Zeit zwar ein brillianter Mann auf dem Gebiet der Naturwissenschaft war, aber weder ausreichende gesellschaftlcihe Anerkennung noch Verantwortungsbewusstsein hat.
    Helena, jung und naiv, findet den deutlich älteren Gast beinahe sofort faszinierend. Es kommt wie es kommen muss - sie wird schwanger und muss ihren Arbeitsplatz verlassen.
    Es beginnt eine Odysee, ständig neue Orte, immer versteckt, nie darf sie die Identität des Vaters des Kindes sagen, da Descartes nicht nur aus gehobeneren Verhältnissen kommt, sondern ausreichend Kritiker an seinen Werken nur darauf warten ihn diskreditieren zu können.
    Helena lernt auf hartem Wege erwachsen zu werden und Verantwortung für sich und das Kind zu tragen, da weder Descartes noch die Gesellschaft ausreichend daran interessiert ist ihr ein anerkanntes Leben zu ermöglichen. Bis die Hölle über Helena hereinbricht...

    Cover und Layout:
    Schlicht, aber schön und passend.

    Meinung zum Schreibstil:
    Einfach und verständlich aber dennoch kein Schreibstil von Trivialliteratur. Sehr angenehm zu lesen und der Geschichte angemessen. Ich lege auf so etwas wert.
    Der Erzählstil ist aus Helenas Sicht als Ich-Erzähler. Manchmal gibt es sogar stellen, in der der beschreibende Stil durch einen direkten Gedankenstil ersetzt wird d.h. es werden direkt Helenas Gedanken wiedergegeben. Das waren interessante Augenblicke.
    Es ist also kein außergewöhnlicher und besonderer Schreibstil, aber angenehm und gut.

    Meinung zur Geschichte:
    Es ist wirklich eine Liebesgeschichte aus der Zeit, in der die schlimmsten mittelalterlichen Verhältnisse zwar abklingen, aber noch immer extreme Verhältnisse zwischen den Klassen herschen und Frauen noch immer keinen Wert haben. Helenas Geschichte ist die Geschichte von vielen jungen Frauen ihrer Zeit. Wider aller Vernunft und Ängste verliebt sie sich und lässt sich auf eine Liebesbeziehung ein, die im Geheimen bleiben muss, damit der Liebhalber ja keine Nachteile davonträgt. Natürlich aber passiert es, sie wird schwanger, das schlimmste, dass einem Mädchen wie ihr passieren kann. Eine einfache Magd, jung, unverheiratet, aus armen Verhältnissen stammend, auf Arbeit angewiesen, keine Zukunftsperspektive.
    Sie hat Glück, dass Descartes doch etwas für sie zu empfinden schient, oder immerhin so sehr das schlechte Gewissen plagt, dass er nicht zulässt, dass sie einfach auf die Straße geworfen wird, seinen gesellschaftlichen Ruf will er für sie und das gemeinsame Kind aber nicht aufgeben.
    Aber gerade dadurch lernt Helena, kann ihr Wissen und ihre Schreib- und Lesekunst und vor allem ihre Zeichenkunst ausbauen, verfasst Bücher und Abschriften, die sie sogar anonym (sie ist schließlich eine Frau) verkaufen kann. Sie geht als die selbt- und verantwortungsbewusste Person aus dieser komischen Beziehung hervor und holt für sich und das Kind das bestmöglichste heraus.
    Ich fand dies besonders schön am Roman. Schade finde ich allerdings, dass der Fokus alleine auf der Liebesgeschichte liegt. Helenas Gedanken, ob nun selbstbewusst oder unterwürfig, drehen sich fast ausschließlich um Descartes. Ihr Leben bleibt ziel- und bedeutungslos, und auch ereignisarm, aber genau das spiegelt die Echtheit und die Recherchearbeit der Autorin wieder. Es ist nicht die Geschichte einer Kämpferin, die durch ihre Willenskraft eine Gesellschaft ändern kann, sondern es ist die Geschichte einer realen Person, die in ungerechten Verhältnissen gelebt hat.
    Die Autorin hat nach dem Ende auch kurz einiges über ihre Recherchen erklärt, was ich interessant und ergänzend fand.

    Fazit:
    Es ist ein echter historischer Roman, mit realen Hintergründen und beleuchtet eine wissenschaftliche Koryphäe, der selbst ebenfalls im gesellschaftlichen Zusammenspiel seiner Zeit gefangen war und als Mann mit vielen Privilegien immer den einfachsten Weg gesucht hat, was ihn schon deutlich weniger billiant macht.
    Dementsprechend bleibt die Geschichte handlungsarm und stecken in der schweren Liebesbeziehung, aber nicht minder interessant und lehrreich. Für Leser von Romanen mit echten Personen wirklich empfehlenswert.

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    tardys avatar
    tardyvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Wortgewaltig und poetisch - ein wunderbares Buch!
    Worte in meiner Hand!

    Helena Jans van der Strom arbeitet als Magd bei einem reichen Buchhändler in Amsterdam. Begierig nach Wissen verschlingt sie heimlich die Bücher ihres Herrn. Eines Tages kommt ein geheimnisvoller Gast zu Besuch, um dessen Belange sie sich kümmern soll. Es ist der berühmte Philosoph Rene Descartes. Anfangs ist Helena irritiert von diesem Mann, aber bald schon übt er eine faszinierende Anziehungskraft auf sie aus und auch Descartes fühlt sich schon bald hingezogen zu der jungen Magd. Und so passiert, was eigentlich nicht sein darf, die beiden verlieben sich ineinander und zeugen sogar ein Kind.
    Man ist schnell mitten drin in diesem Roman, der auf einer wahren Begebenheit beruht. In Amsterdam, im Jahre 1630, herrscht das sogenannte "Goldene Zeitalter". Die Blütezeit der holländischen Kunst und Kultur. Eine Zeit in der strenge Konventionen herrschen, eine Verbindung zwischem Mann und Frau war nur innerhalb ihrer Stände möglich, alles andere war verpönt und nicht akzeptabel. Und genau in dieser Zeit passiert das Unmögliche, eine junge, schöne Magd verliebt sich in einen aufstrebenden Philosophen. Allein eine Frau hatte es schon schwer zu dieser Zeit, deshalb finde ich es bewundernswert und mutig, was Helena sich traut und was sie erreicht. Das Buch ist in einer wunderschönen, wortgewaltigen und poetischen Sprache verfasst und ich konnte es kaum mehr aus der Hand legen. Auch die Umgebung ist sehr detailliert beschrieben und man fühlt sich sofort in die Vergangenheit versetzt. Die Geschichte von Helena und ihrer Liebe hat mich sehr berührt. Guinevere Glasfurd ist ein Meisterwerk gelungen, ein einfühlsames Bild einer jungen Frau, die sich mutig den Konventionen in den Weg stellt. Eines der besten Bücher in diesem Genre, absolute Leseempfehlung.

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    Ela1989s avatar
    Ela1989vor 3 Jahren
    Worte in meiner Hand

    Helena kommt bereits in jungen Jahren nach Amsterdam, um als Magd zu arbeiten. Da sie bereits ein paar Buchstaben kennt, was in damaliger Zeit für Frauen sehr untypisch war, findet sie schnell eine Stelle als Magd bei einem Buchhändler. Als sich der berühmte Descartes in diesem Hause als Gast einquartiert, wird ihr Leben komplett auf den Kopf gestellt...

    Eine schöne Geschichte über die Liebe, die Macht der Wörter und die Vergangenheit. Bei diesem Buch handelt es sich nicht, um einen zu 100% den Tatsachen entsprechenden historischen Roman, aber die Geschichte baut auf wahren Ereignissen und Tatsachen auf, so dass man sich sehr gut vorstellen kann, dass sich die Geschichte in Wirklichkeit auch genauso abgespielt hat.

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    Skorpion5s avatar
    Skorpion5vor 3 Jahren
    Aus Liebe zu Worten

    Um es vorweg zu nehmen: Ich LIEBE historische Romane. Das war einer der Gründe, warum ich angefangen hatte, dieses Buch zu lesen. Der andere Grund war der Titel, „Worte in meiner Hand“. Ich fand diesen Titel irgendwie faszinierend, auch wenn ich noch nicht wusste, worum es in diesem Roman geht. Ich fing an zu lesen, ohne vorher auf den Klappentext oder die Buchrückseite zu achten, was ich sonst immer tat. Und schon die ersten Sätze, die ersten Absätze und Seiten zogen mich in ihren Bann.

     

    Ich LIEBE Bücher, die sich so leicht lesen lassen, dass man die Seiten beinahe verschlingt. "Worte in meiner Hand" ist so ein Buch. Ich kann mich nicht daran erinnern, wann ich das letzte Mal so schnell las – ich tauchte in die Geschichte ein und sie hielt mich fest, sie ließ mich nicht los.

     

    Als der Name Descartes auftauchte, machte ich eine Pause und schaute auf den Buchumschlag. Erst in dem Moment wurde mir klar, dass der Monsieur, um den es ging, Rene Descartes war. Zugegeben: Ich kannte vorhin nur seinen Namen und dass er ein Philosoph war, nichts mehr. Und ich wusste nichts von Helena van der Strom. Nun konnte ich durch dieses Buch etwas Neues lernen, auch wenn die Geschichte, die hier beschrieben wird, teilweise erfunden war, was man auf den letzten Seiten erfährt. Aber das war für mich eher unwichtig. Ich fand sie durchaus glaubwürdig. Und ich hatte das, was ich an einem Buch so mag: Ich war die ganze Zeit gespannt, wie es weiter geht. Ich konnte nicht aufhören zu lesen. Und das ist vor allem dem Schreibstil der Autorin zu verdanken. Ich weiß nicht, wie der Text in der Originalsprache rüberkommt, aber die Übersetzung fand ich einfach genial. Der Schreibstil ist sehr ansprechend, die Sprache in den meisten Sätzen berührend schön. Ein wahrer Genuss, von dem ich nicht genug haben konnte.

     

    Das Einzige, was mich anfangs ein wenig irritierte, waren chronologische Sprünge in der Anordnung der Kapitel, aber auch mitten im Text. Manchmal musste ich aufpassen, welches Jahr am Anfang des jeweiligen Kapitels geschrieben stand. Aber als literarisches Mittel, um Spannung zu schaffen, sind diese Sprünge keine Seltenheit.

     

    Wenn „Worte in meiner Hand“ als Debüt von Guinevere Glasfurd bezeichnet wird, dann ist das ein brillantes Debüt! Und die Förderung, die die Autorin für dieses Buch bekam, ist mehr als gerecht!

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    Line88vor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Ein emotionaler Roman über eine kluge und starke Frau im Schatten von Descartes.
    Ein emotionaler Roman über eine kluge und starke Frau im Schatten von Descartes


    Nach dem Tod ihres Vater kommt Helena Jans van der Strom in den
    1630er Jahren nach Amsterdam, um im Hause des alleinstehenden
    Buchhändlers Sergeant als Magd zu arbeiten, wo nach einiger Zeit auch
    ein ganz besonderer Gast einzieht: René Descartes. Der (damals noch
    weniger) bekannte Naturwissenschaftler und Philosoph logiert bei Mr.
    Sergeant und Helena ist angehalten, sich um ihn zu kümmern. Nach einiger Zeit findet er etwas heraus, was für die damalige Zeit eher
    ungewöhnlich war: Helena kann lesen und schreiben. Monsieur Descartes
    ist beeindruckt von Helenas Wissensdurst und versucht sie dahingehend zu fördern. Trotz ihrer Standesunterschiede sind beide sehr fasziniert
    voneinander und führen immer längere Gespräche, doch dabei bleibt es
    nicht: Helena wird schwanger. Im Standesdenken der damaligen Zeit sollte es jedoch keine gemeinsame Zukunft der jungen Magd und dem doppelt so
    alten Descartes geben. Um seinen guten Ruf nicht zu gefährden, sorgt
    Descartes dafür, dass Helena Amsterdam verlässt und in Deventer ihre
    Tochter Francine zur Welt bringt. Während dieser Zeit unterstützt
    Descartes Helena finanziell und steht mit ihr in vagem Briefkontakt,
    aber Helena fühlt sich emotional allein gelassen. Selbst Helenas Mutter
    wendet sich von ihr ab, sodass Helena eine schwere Zeit durchlebt.
    Descartes verliert jedoch nie das Interesse an seiner Tochter und
    Helena… Das Werk gehört zu den besten die ich bisher gelesen habe. Es hat mich tief berührt und aufgezeigt, wie schwer es Frauen zur damaligen
    Zeit hatten. Bildung wurde ihnen nahezu vollständig vorenthalten und von
    den Männern wurden sie sklavenhaft behandelt und belächelt. Ein
    uneheliches Kind hat die Situation in ganz besonderer Weise erschwert
    und es ist beeindruckend, wie die Frauen damals mit all diesen
    Widrigkeiten zurechtkommen konnten. Helena war ihrer Zeit enorm voraus.
    Ihr Wissensdurst und offener Charakter, ihr Talent zu Zeichnen und zu
    Lernen wurden von der Männerwelt aber leider viel zu oft unterdrückt und abgelehnt. Die Autorin hat es mit ihrer einfühlsamen und eleganten Sprache geschafft, dass ich mich als Leserin wunderbar in das Holland des 17. Jahrhunderts einfühlen konnte. Die einzelnen holländischen und
    französischen Passagen bzw. Wörter haben dieses Gefühl sogar noch
    verstärken können. Helenas Charakter ist wundervoll dargestellt und die
    Liebe zu ihrem Kind perfekt herausgearbeitet.

    Obwohl der Roman erfunden ist, stimmen doch die meisten Eckdaten mit der Realität überein, sodass ich fest daran glaube, dass sich die Liebes-/
    Familiengeschichte genau so abgespielt haben könnte. Das Buch ist absolut wunderbar!!!


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    thoresans avatar
    thoresanvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Ein historischer Roman desses Worte es geschafft haben, tiefe Emotionen in mir zu wecken. Absolut empfehlenswert
    Worte in meiner Hand

    "Um gut zu leben, muss man unsichtbar leben." (René Descartes, Brief an Mersenne, April 1634)

    Die Autorin Guinevere Glasfurd legt uns mit "Worte in meiner Hand" ihren Debütroman an die Hand. Erzählt wird ein literarischer Liebesroman über den berühtem Naturwissenschaftlicher, Philosophen und Mathematiker René Descartes und die junge, unbedarfte Magd Helena Jans van der Strom.

    Zum Inhalt:

    Amsterdam im Jahre 1634. Die junge Magd Helena steht im Dienst des Sergeants, einem Buchhänder, für den sie die täglichen Arbeiten verrichtet. Eines Tages wird Helena angewiesen, ein Zimmer herzurichten für einen ganz besonderen Gast. Sein Name ist René Descartes, Naturwissenschaftlicher, Philosoph und Mathematiker seines Zeichens. Er befindet sich in Begleitung des Limousin. Helena fühlt sich in den Bann von Descartes gezogen, den sie mit dem Titel "Monsieur" anzusprechen hat. Der Monsieur beschäftigt sich tagein-tagaus mit dem Schreiben, mit Büchern - und mit seinen Gedanken. Er beherrscht die Sprache in Wort und Schrift und beleuchtet das Leben mit seinem Geist, entwickelt Theorien und bringt diese zu Papier. Descartes findet heraus, dass Helena ebenfalls lesen und schreiben kann und weckt in Helena einen Wissensdurst, der anderen bislang verborgen war. Er ist begeistert von ihrer Auffassungsgabe und ihrem Talent zu schreiben und zu zeichnen. Sie widerrum fühlt sich angezogen von seiner sanften Art und seiner oft überraschenden Sicht auf die Dinge. Die beiden verlieben sich. Aber diese Liebe darf nicht sein.

    Zur Autorin: (übernommener Text)

    Die englische Schriftstellerin Guinevere Glasfurd wuchs im bergigen Norden Englands auf und hat bislang hauptsächlich Kurzgeschichten veröffentlicht, die in verschiedenen Zeitschriften und Sammlungen erschienen sind.

    Ihr Debütroman The Words in My Hand (dt.  Worte in meiner Hand) mit dem Philosophen René Descartes als Hauptperson wurde mithilfe der Förderung des Arts Council England verfasst und die Rechte bereits vor Erscheinen in England nach Deutschland verkauft, so dass er in Deutschland bereits 2015, in England erst 2016 erscheint. Weitere Rechte sind nach Spanien und in die Niederlande vergeben.

    Sie studierte Kreatives Schreiben an der Anglia Rskin University, und ihre Geschichten sind mehrfach ausgezeichnet worden, darunter auch der TLC’s Pen Factor Award.

    Gunievere Glasfurd lebt mit ihrem Mann, ihrer gemeinsamen Tochter und zwei Katzen am Rande der Fens bei Cambridge. Sie ist Managerin des Words and Women Twitter Feeds, einer Freiwilligenorganisation für Schriftstellerinnen in Ostengland.

    Mein Fazit:

    Historische Romane sind nicht gerade mein bevorzugtes Genre, so les ich sie auch nicht besonders häufig. "Worte in meiner Hand" hat mich jedoch gleich angesprochen. Der Schreibstil der Autorin ist modern, aber doch passend zur damaligen Zeitepoche. Ihr Wortwahl und ihre Zitate gehen mir oftmals sehr nah und zaubern mir ein zustimmendes Lächeln auf die Lippen. Sie schafft es, die beiden Hauptpersonen sowie die Handlungsorte für den Leser sehr lebendig zu gestalten. Ich bin wirklich tief in die Story eingetaucht, habe mit Helena gefühlt, gelitten, geliebt, gewütet und geweint. Wer an dieser Stelle nähere Informationen über René Descartes erwartet, sollte jedoch keine großen Hoffnungen hegen. Natürlich wird auf ihn eingegangen. Der Roman legt jedoch sein Hauptaugenmerk auf die junge Helena und auf die Liebe, die nicht sein darf. Diese finde ich auf dem Cover übrigens sehr gut getroffen. Genauso stelle ich mir Helena vor, eine junge, hübsche Frau, voller Gefühle und Wissensdurst. Man kann auf dem Cover tief in ihre Augen blicken. Einen solch tiefen Einblick gewinnt man auch in ihr Leben.

    "Worte in meiner Hand" ist definitiv eines meiner Lesehighlights in diesem Jahr.



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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    Die Liebe ist doch etwas schönes und passend zum Tag der Liebe, möchte ich euch eine Freude machen. Das Gewinnspiel findet auf meinem Blog "Meine Welt voller Welten" statt und ihr könnt zwischen 4 verschiedenen Büchern wählen. 


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    Für nähere Informationen und für eine Teilnahme, schaut doch bitte bei meinem Blog vorbei und hinterlasst euren Kommentar dort. Klick HIER. Bewerbungen auf Lovelybooks werden NICHT mit eingewertet. (Sry ♥)
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