Gundel Limberg

 4.3 Sterne bei 9 Bewertungen
Autor von Trink mich! und LUZID.

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Gundel LimbergTrink mich!
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Trink mich!
Trink mich!
 (8)
Erschienen am 20.06.2014
Gundel LimbergLUZID
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LUZID
LUZID
 (1)
Erschienen am 13.10.2011

Neue Rezensionen zu Gundel Limberg

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eskimo81s avatar

Rezension zu "Trink mich!" von Gundel Limberg

Alice im Wunderland
eskimo81vor 4 Jahren

Die vierzehnjährige Carolyn hat sehr strenge Eltern und kaum Freunde. Als sie durch Zufall den Literaturwissenschaftler Dr. Wagenblass kennen lernt führt er sie in die Welt der Bücher. Sie bemerkt, dass Bücher nicht "nur" Buchstaben sind. 
Als eine junge Frau tot aufgefunden wird, ahnt sie nicht, in welchen Intrigen-, Macht- und Lügenspiele sie sich aufhält...  

Als ich den Rückentext las, erwartete ich ein spezieller, aussergewöhnlicher und interessanter Thriller. Leider wurde ich enttäuscht. Irgend etwas hat mich gestört, was genau, das konnte ich bis zum Schluss nicht eruieren. Sicherlich der fehlende Spannungsbogen und die viel zu vielen Themen haben das ganze schwerfällig, teilweise langatmig und langweilig gemacht. 

Psychologie, Pubertät, Kindererziehung, Verhalten von Teenager, alles sehr spannende und für sich sehr gute Themen. Jedoch auch Themen, die ins unermessliche Diskussionsstoff liefern können. Für mich war es einfach zu viel. War es einmal spannend, konnte man trotz allem nicht einfach in einem "Wisch durchlesen" - ich wurde oftmals davon gestoppt, dass ich die Zusammenhänge, die Thematiken "zusammen flicken" musste. Die Spannung an und für sich war sowieso eher eine Seltenheit - leider. Ich hatte nie das Gefühl, wenn ich das Buch mal weglegen musste, dass ich was verpasse. Oder das bekannte Gefühl, ich kann jetzt noch nicht ins Bett ich muss weiterlesen. Das kam leider nicht auf. 

Alice im Wunderland - ein Märchen, dass sicherlich jeder Leser kennt. Man denkt automatisch an die Zeit zurück, wo man das Märchen las oder im Fernsehen sah. Die Assoziationen werden sicherlich bei jedem Leser auftauchen - denke ich. Mich hat das Märchen schon immer verwirrt, nach dem lesen dieses Buches bin ich noch verwirrter. Irgendwie macht es Lust, darüber nachzudenken, sich zu informieren, das Märchen nochmals zu lesen, aber ist das der Sinn eines Thrillers? 

Die Naive Carolyn wurde mir auch irgendwie nie sympathisch. Es war einfach, keine Ahnung, zu konstruiert, zu irreal? Sicherlich gibt es solche Familien noch, vermutlich, aber so darüber zu lesen, irgendwie befremdlich... Ich kann es zu wenig in Worte fassen, einfach ein Buch das bei mir sehr spezielle und komische Gefühle zurückgelassen hat. 

Fazit: Ein Thriller - für mich ganz klar nein. Ein guter Ansatz, das sicherlich, aber mir fehlte zu viel um eine klare Leseempfehlung auszusprechen. 

Drei Sterne aus dem einfachen Grund. Das Gerne Thriller wird aus meiner Sicht überhaupt nicht erfüllt. So schwer es mir gefallen ist, vier Sterne könnte ich nicht vertreten.

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Aglayas avatar

Rezension zu "Trink mich!" von Gundel Limberg

Carolyn im Wunderland
Aglayavor 4 Jahren

Um Carolyn herum werden reihenweise Mädchen ermordet. Die Taten scheinen etwas mit „Alice im Wunderland“ zu tun zu haben…

Die Geschichte wird aus der Sicht von Carolyn, einem 14-jährigen Teenager erzählt. Während ich Carolyn nicht als unsympathisch bezeichnen will, fällt es mir trotzdem schwer, mich für sie zu begeistern. Sie wirkt antriebslos und lässt sich von verschiedenen Personen auf eine Art behandeln, die ich absolut inakzeptabel finde. Natürlich liegt hier die Schuld nicht bei Carolyn, aber ich hatte mehrmals das Bedürfnis, die Kleine zu schütteln und anzuschreien, sie solle mal auf den Tisch hauen und sich nicht immer alles bieten lassen.

„Trink mich“ wird auf dem Cover als Thriller angekündigt. Das kann ich nicht vorbehaltlos bestätigen. Während das Buch zweifellos einige Thriller-Elemente enthält, liegt der Schwerpunkt in meinen Augen jedoch weniger in den Morden und der Suche nach dem Täter, als im Verhältnis zwischen Carolyn und ihrem Vater und in der beginnenden Freundschaft zwischen ihr und Dr. Wagenblass. Müsste ich das Buch einem Genre zuordnen, würde ich es wohl als Jugend-Drama bezeichnen. Auch der Klappentext halte ich für irreführend, da der Bezug zur Literatur (und Alice im Wunderland) lediglich am Rande besteht.

Eine Wertung abzugeben fällt mir hier sehr schwer. Während der gesamten Lektüre wusste ich nicht so recht, was ich von dem Buch halten soll. Schlecht ist es nicht, aber wirklich begeistert hat es mich auch nicht. Daher kann ich hier auch keine Empfehlung aussprechen, da mir kein typischer „Zielkandidat“ für „Trink mich“ einfällt.

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MikkaGs avatar

Rezension zu "Trink mich!" von Gundel Limberg

Wunderwelt oder Albtraum?
MikkaGvor 4 Jahren

Ein Buch über Bücher, über die Schattenseiten des Lesens und des Lebens... Und über ein junges Mädchen, das seinen Weg erst finden muss, begleitet von einem Mann, dessen Weg am Ende scheint. Zusammen ergibt das eine spannende, originelle Mischung aus Literaturkritik, Krimi und Entwicklungsroman, die richtig Lust aufs Lesen macht!

Durch das ganze Buch zieht sich ein "Alice im Wunderland"-Motiv. Carolyn, die interessante und sympathische junge Heldin, nimmt quasi die Rolle der Alice ein, und das Wunderland ist die Welt der Erwachsenen, die sich ihr rätselhaft und sogar bedrohlich präsentiert. Ihre Familie versucht, sie in ein Korsett aus scheinheiligem Erfolgswahn und gesellschaftlichen Konventionen zu zwängen, aber sie wächst im Laufe des Buches zunehmend darüber hinaus.

Dr. Wagenblass, den sie eines Abends verletzt am Wegesrand findet, könnte man als das weiße Kaninchen sehen, dem Alice ins Wunderland folgt. Er wird zu Carolyns Mentor, ihrem Wegbegleiter durch die Welt der Literatur - dabei weiß sie so vieles nicht über ihn. Ist er ein Verrückter? Ein Exhibitionist? Vielleicht sogar ein Mörder? Sie hat Grund, alles davon zu vermuten, und dennoch vertraut sie sich ihm an. Was immer er auch ist, er ist vor allem ein faszinierender Protagonist, der sich nicht in Schubladen stecken lässt.

Ich fand das Buch auf viele verschiedene Arten packend und aufregend! Die klassische Thriller-Spannung: Wer hat die Morde begangen und warum? Die fesselnde psychologische Entwicklung der Protagonisten. Die vielen mitreißenden Einblicke in die verschiedensten Werke der Literatur. Zusammen ergab das für mich eine stimmige Mischung, die ich als unheilbar Buchsüchtige unwiderstehlich fand.

Manchmal fand ich die Sprache der jugendlichen Charaktere nicht überzeugend, abgesehen davon hat mir der Schreibstil aber sehr gut gefallen. Er vermittelt mühelos das Gefühl des Fremdartigen, des Bedrohlichen hinter der Normalität, von dem das Buch lebt.

Bei diesem Buch von Romantik zu sprechen ist gefährlich. In der Auswahl der Bücher, die Dr. Wagenblass für Carolyn trifft, lässt sich ein gewisses Grundmotiv erkennen, aber manches lässt man besser angedeutet und nicht bis zum scheinbaren Schluss durchdacht, um den Charakteren nicht unrecht zu tun... Hier gibt es kein Schwarzweiß, nur unzählige Schattierungen von Grau, und das ist meiner Meinung nach auch gut so.

Fazit:
Meiner Meinung nach der ideale Thriller für Leseratten, denn so ganz nebenher entdeckt die jugendliche Heldin die manchmal abgründige Welt der Literatur. Das Buch lebt genauso sehr von seinen zwiespältigen Charakteren wie von der klassischen Thriller-Spannung, die sich aus den Mordfällen ergibt.

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