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eskimo81

vor 3 Jahren

(37)

Die vierzehnjährige Carolyn hat sehr strenge Eltern und kaum Freunde. Als sie durch Zufall den Literaturwissenschaftler Dr. Wagenblass kennen lernt führt er sie in die Welt der Bücher. Sie bemerkt, dass Bücher nicht "nur" Buchstaben sind. 
Als eine junge Frau tot aufgefunden wird, ahnt sie nicht, in welchen Intrigen-, Macht- und Lügenspiele sie sich aufhält...  

Als ich den Rückentext las, erwartete ich ein spezieller, aussergewöhnlicher und interessanter Thriller. Leider wurde ich enttäuscht. Irgend etwas hat mich gestört, was genau, das konnte ich bis zum Schluss nicht eruieren. Sicherlich der fehlende Spannungsbogen und die viel zu vielen Themen haben das ganze schwerfällig, teilweise langatmig und langweilig gemacht. 

Psychologie, Pubertät, Kindererziehung, Verhalten von Teenager, alles sehr spannende und für sich sehr gute Themen. Jedoch auch Themen, die ins unermessliche Diskussionsstoff liefern können. Für mich war es einfach zu viel. War es einmal spannend, konnte man trotz allem nicht einfach in einem "Wisch durchlesen" - ich wurde oftmals davon gestoppt, dass ich die Zusammenhänge, die Thematiken "zusammen flicken" musste. Die Spannung an und für sich war sowieso eher eine Seltenheit - leider. Ich hatte nie das Gefühl, wenn ich das Buch mal weglegen musste, dass ich was verpasse. Oder das bekannte Gefühl, ich kann jetzt noch nicht ins Bett ich muss weiterlesen. Das kam leider nicht auf. 

Alice im Wunderland - ein Märchen, dass sicherlich jeder Leser kennt. Man denkt automatisch an die Zeit zurück, wo man das Märchen las oder im Fernsehen sah. Die Assoziationen werden sicherlich bei jedem Leser auftauchen - denke ich. Mich hat das Märchen schon immer verwirrt, nach dem lesen dieses Buches bin ich noch verwirrter. Irgendwie macht es Lust, darüber nachzudenken, sich zu informieren, das Märchen nochmals zu lesen, aber ist das der Sinn eines Thrillers? 

Die Naive Carolyn wurde mir auch irgendwie nie sympathisch. Es war einfach, keine Ahnung, zu konstruiert, zu irreal? Sicherlich gibt es solche Familien noch, vermutlich, aber so darüber zu lesen, irgendwie befremdlich... Ich kann es zu wenig in Worte fassen, einfach ein Buch das bei mir sehr spezielle und komische Gefühle zurückgelassen hat. 

Fazit: Ein Thriller - für mich ganz klar nein. Ein guter Ansatz, das sicherlich, aber mir fehlte zu viel um eine klare Leseempfehlung auszusprechen. 

Drei Sterne aus dem einfachen Grund. Das Gerne Thriller wird aus meiner Sicht überhaupt nicht erfüllt. So schwer es mir gefallen ist, vier Sterne könnte ich nicht vertreten.

Autor: Gundel Limberg
Buch: Trink mich!
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