Gunilla Eschenbach

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Cover des Buches Krippenspiel (ISBN: 9783532628379)

Krippenspiel

 (4)
Erschienen am 08.10.2019

Neue Rezensionen zu Gunilla Eschenbach

Cover des Buches Krippenspiel (ISBN: 9783532628379)Barbara62s avatar

Rezension zu "Krippenspiel" von Rudolf Borchardt

Rudolf Borchardt: Krippenspiel
Barbara62vor 3 Jahren
Kommentare: 1
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Cover des Buches Krippenspiel (ISBN: 9783532628379)Jashrins avatar

Rezension zu "Krippenspiel" von Rudolf Borchardt

Ungewohnte Interpretation
Jashrinvor 3 Jahren

Alle Jahre wieder dürfen wir uns in der Weihnachtszeit nicht nur über Plätzchenduft, diverse Nikolausfeiern und Weihnachtsmärkte freuen, auch zahlreiche Krippenspiele erfreuen sich nach wie vor großer Beliebtheit.


Dieses Jahr habe ich zwar bislang kein Krippenspiel gesehen, doch ich habe eines gelesen: „Krippenspiel“ von Rudolf Borchardt, herausgegeben von Gunilla Eschenbach. Ich weiß nicht, was ich von diesem etwa 100 Jahre alten Klassiker eigentlich erwartet habe, aber ich war auf jeden Fall überrascht von dem Text, obwohl er durchaus die allseits bekannte Geschichte erzählt.

Maria ist eine selbstbewusste und resolute Frau, die ziemlich direkt ist und sich auch nicht scheut, den drei Königen ins Wort zu fallen:

„Maria:               O König du und da der welcher

                           Herr Kasper oder auch Herr Melcher

                           Ich sag euch dieses Wort führwahr:

                               Mein Kindlein schien mir wunderbar,

                               Eh ihr es mir bezeugt jetzunder, 

                               Und euch alleine scheint es Wunder.“    (S. 25)


Josef ist da weit weniger selbstbewusst und die Hirten haben mich ebenfalls erstaunt. Mit seiner veränderten Personenkonstellation, schafft es Rudolf Borchardt der Weihnachtsgeschichte eine neue Seite hinzuzufügen, die zwar der Altbekannten nicht widerspricht, aber dennoch völlig anders wirkt.

Das Krippenspiel an sich ist recht kurz, den zweiten Teil des liebevoll gestalteten Büchleins aus dem Claudius Verlag nehmen Gunilla Eschenbachs Erläuterungen zum Text ein. Doch keine Sorge: ihr Text ist informativ, er hilft das Krippenspiel und seine Entstehung einzuordnen, aber es ist kein trockener Lehrtext. Er ist genauso spannend und interessant zu lesen, wie Borchardts Text.

Ebenso wie das Cover, zieren auch das Innere des Büchleins zauberhafte Scherenschnitte, die zum einen den Text spiegeln, und zum anderen das Buch auch optisch zu einem wahren Schatz machen.

Für mich ein wunderbares (Geschenk-)Büchlein mit einer sehr eigenen und dadurch sehr reizvollen Version der Weihnachtsgeschichte – perfekt für die Adventszeit.

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Cover des Buches Krippenspiel (ISBN: 9783532628379)B

Rezension zu "Krippenspiel" von Rudolf Borchardt

Eine individuelle Interpretation des Krippenspiels
belanaherminevor 3 Jahren

Inhalt

Wie der Titel es verkündet, enthält das Buch das den meisten gut bekannte Krippenspiel in einer Darstellung von Rudolf Borchardt. Es ist im Stile eines Schauspiels dargestellt. Immer wieder finden sich im Text des „Krippenspiels“ ebenfalls Scherenschnitte, die einerseits die Szenerie verdeutlichen können, andererseits aber auch schmückende Elemente sind.

Im zweiten Teil des Buches setzt sich Gunilla Eschenbach mit dieser Version des Krippenspiels aus literaturhistorischer Perspektive auseinander. Sie stellt dar, unter welchen Umständen Borchardt das „Krippenspiel“ verfasst hat und welche besonderen Merkmale des Schauspiels es gegenüber anderen Versionen des Krippenspiels auszeichnen.

Subjektive Eindrücke

Natürlich kennt man so allgemein den Ablauf des Krippenspiels. Mir war aber nicht bekannt, dass es dafür tatsächlich „Drehbücher“ gibt. So war ich recht gespannt darauf, mal eines zu lesen.

Beim Lesen wird klar, dass es sich um eine besondere, individuelle Interpretation des Stoffes handelt, was für mich interessant war und zum Vergleich mit dem „originalen Stoff“ anregte.

Die Scherenschnitte fand ich besonders herzallerliebst. Sie sind für mich mit besonders wertvollen Erinnerungen verbunden.

Die Erläuterungen am Ende des Buches haben mir geholfen, den Text besser einordnen, aber auch besser verstehen zu können. Ich fand es gut, dass ich zuerst das „Krippenspiel“ und erst danach die Erläuterungen gelesen habe. Und, um ehrlich zu sein, ich habe das „Krippenspiel“ nach den Erläuterungen noch einmal gelesen.

Fazit

Ein kleines, feines Buch, das durch die Scherenschnitte auf dem Cover schon Lust aufs Lesen macht, und uns eine sehr individuelle Interpretation des ursprünglichen Stoffes des Krippenspiels näher bringt.

Weitere Rezensionen von mir gibt es unter https://belanahermine.wordpress.com/category/rezension/

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