Heimwärts über das Eis

von Gunilla Linn Persson 
4,5 Sterne bei34 Bewertungen
Heimwärts über das Eis
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Leiser, sehr dicht und poetisch erzählter Roman über die Natur und das Leben auf einer schwedischen Schäre.

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ein wunderschönes und stimmiges buch

Alle 34 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Heimwärts über das Eis"

Heimwärts über das Eis erzählt zart und berührend von der zweiten ersten Liebe, von Schuld und Reue, von Entfremdung und Versöhnung – inmitten der herrschaftlichen Weite des Meeres, der anmutigen Landschaft der schwedischen Schären und des schimmernden Glanzes einer Welt, die nach einem langen Winter wieder zum Leben erwacht.

Erste Frühlingsboten in den Schären: Kälte und Eis weichen nur zögerlich, doch die täglich höher steigende Sonne lässt den Frühling auf Hustrun, einer der nördlichsten Inseln im Stockholmer Schärengarten, schon erahnen.
Ellinor Ingman hat hier ihr ganzes Leben verbracht. Außer ihr und ihrem alten Vater leben fast keine Familien mehr auf der Insel. Es ist ein ruhiges, oft einsames Dasein, doch Ellinor liebt die Insel und das Meer, ihre Eiderenten und ihren kleinen Garten. Als Herrman Engström jetzt nach über dreißig Jahren plötzlich wieder vor ihr steht, ihre einstige große Liebe, gerät ihre Welt aus den Fugen. Die alten Gefühle drängen sich auf. Und mit ihnen die quälende Frage: Warum ging er damals einfach fort? Die Antwort birgt eine alte, unausgesprochene Geschichte, die immer zwischen ihnen stand. Die weit zurückreicht in den Winter 1914, als ein schreckliches Unglück über die Insel hereinbrach und ein verheerender Schneesturm das Leben der Familien dort für Generationen veränderte …
Im sanften Licht des herannahenden Frühlings beginnen die Schatten der Vergangenheit nun langsam zu weichen – und Ellinor und Herrman bekommen eine zweite Chance, für ihre Liebe zu kämpfen.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783458361879
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:334 Seiten
Verlag:Insel Verlag
Erscheinungsdatum:12.12.2016

Rezensionen und Bewertungen

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    Barbara62s avatar
    Barbara62vor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Leiser, sehr dicht und poetisch erzählter Roman über die Natur und das Leben auf einer schwedischen Schäre.
    Standvögel und Zugvögel

    Bücher, die in der Welt der skandinavischen Inseln und Schären spielen, haben grundsätzlich einen Bonus bei mir, denn Gotland, Åland und ihre Umgebung sind so etwas wie Sehnsuchtsorte für mich. Ellinor Ingman, die 55-jährige Protagonistin in Gunilla Linn Perssons Roman "Heimwärts über das Eis", sieht das zumindest zu Beginn der Geschichte anders. Für sie ist Hustrun, die vier Quadratkilometer große Schäre im nördlichen Stockholmer Schärengarten, die sie nur einmal im Jahr für einen Kurzausflug nach Stockholm verlässt, eher Gefängnis als Paradies. Gefängniswärter ist ihr alter Vater, der nach einem Unfall seine Beine nicht mehr gebrauchen kann, und der von seiner „Kommandobrücke“ im oberen Stock ihres Hauses tyrannisch über die Tochter herrscht. Begonnen hat es damit, dass Ellinors dreijähriger Bruder ertrank und die Mutter kurz darauf Selbstmord beging, nachdem sie als schöne Fremde nicht mit den Inselbewohnern und dem Dasein als Schärenweib zurechtkam. Die Steine, die sie sich um die Knöchel gebunden hat, bevor sie ins Meer ging, hängen seit ihrem elften Lebensjahr auch an Ellinors Beinen. Sie versorgt ihren Vater, ihre Tiere, ihren offiziellen und ihren verborgenen Garten, kümmert sich um die Kinder der Touristen, fährt das Schärentaxi und hinkt durch das mühsame Schärenleben ohne Stromanschluss.

    Doch nun, im März 2013, kehrt Herman Engström nach 35 Jahren zurück nach Hustrun. Er ist im Gegensatz zum Standvogel Ellinor ein Zugvogel, geboren auf Hustrun und als junger Mann von dort weggegangen. Er lebt an der Eisorgelküste in Labrador und reist als Vogelmaler durch die Welt. Jetzt will er nach dem Tod seines Vaters den Besitz verkaufen. Seine Familie ist seit einem Unglück im Jahr 1914, bei dem sieben Jugendliche in einer Orkannacht auf dem Heimweg von einer Tanzveranstaltung auf dem Eis ums Leben kamen, geächtet. Werner Engström, der Älteste der Toten, soll dafür verantwortlich sein. Der Verlust ihrer Jugend und ihrer Hoffnung hat bei den Inselbewohnern „die ewigen Inselfehden in Gang gesetzt und den Grundstein für Neid, Misstrauen Gier und Hass gelegt“. Herman Engström und Ellinor Ingman waren deshalb so etwas wie Romeo und Julia, als sie als Jugendliche ein Paar wurden, dazu belastet mit dem eifersüchtigen Vater, der die Tochter nicht verlieren wollte.

    Zu Hermans Erstaunen scheint Ellinor sich jedoch nicht an die gemeinsame Vergangenheit zu erinnern. Was ist damals nach seinem Weggang wirklich passiert? Warum hinkt Ellinor? Welches traumatische Erlebnis hat zu dieser Amnesie geführt? Welche Rolle spielte ihr Vater?

    Als besonders stark habe ich die Passagen über das Unglück von 1914 empfunden. Die detaillierte Beschreibungen der Jugendlichen, des Ablaufs der Tragödie und der zur Untätigkeit verdammten Angehörigen gingen mir sehr unter die Haut. Ebenso eindringlich sind die Schilderungen des Schärenlebens, der Natur und der Gedanken und des Alltags von Ellinor, die deshalb so glaubhaft sind, weil die Autorin selbst lange Zeit auf einer Schäre gelebt hat. Wenig haben die Schilderungen mit den Idealvorstellungen von  Touristen gemein, doch vermittelt der dichte, ruhige Erzählstil trotzdem sehr viel Poesie. Erst an dritter Stelle steht für mich die Liebesgeschichte, auch wenn sie Spannung in den Roman bringt und anrührt.

    Auch ohne „Schärenbonus“ ist dieser Roman absolut empfehlenswert, allerdings sollte man schon etwas Liebe zur skandinavischen Inselwelt mitbringen.

    http://xn--mit-bchern-um-die-welt-wlc.de/gunilla-linn-persson-heimwaerts-ueber-das-eis/

     

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    sina28s avatar
    sina28vor einem Jahr
    Zeit für ein neues Leben?

    Der 2016 im Insel-Verlag erschienene Roman spielt auf Hustrun, einer der nördlichsten Inseln im Stockholmer Schärengarten. Hier lebt Ellinor, eine Frau in den 50ern zusammen mit ihrem Vater. Es wird bildhaft beschrieben, mit welchen schwierigen Lebensumständen sie jeden Tag, vor allem im Winter, zu kämpfen hat. Ohne Elektrizität ist das Leben besonders in der kalten Jahreszeit mehr Plackerei als alles andere, auch wenn die Insel im Sommer ein Touristenmagnet ist. Eines Tages erscheint Herrman auf der Insel, Ellinors Jugendliebe. Längst verdrängte Gefühle, gute wie schlechte flackern wieder auf und Ellinor muss sich unweigerlich die Frage stellen, ob sie ihr Leben so weiterführen will wie bisher.


    Abseits davon gibt es einen zweiten Handlungsstrang, der 1914 spielt: Zur der Zeit brechen einige Jugendliche in einem schrecklichen Schneesturm auf, von einer Tanzveranstaltung nach Hause zu kehren, wozu sie das heimtückische und unberechenbare Eis überqueren müssen.


    Der Roman ist sehr gut geschrieben. Eindrucksvoll wird vor allem Ellinors Gefühlswelt dargestellt, besonders gut gefallen hat mir, wie immer wieder Gedichte zitiert und Rückblenden eingespielt werden. Man wird neugierig gemacht auf das, was 1914 mit den Jugendlichen passiert ist, und diese Ereignisse werden im Verlauf des Romans auch nur Stück für Stück preisgegeben. Auch wie es zum Zerfall der Beziehung zwischen Herrman und Ellinor gekommen ist, sowie schockierende Ereignisse zwischen Ellinor und ihrem Vater, erfährt man erst nach und nach bzw. erst gegen Ende des Romans.


    Insgesamt hat mir Heimwärts über das Eis sehr gut gefallen, manchmal hatte ich etwas Schwierigkeiten, mich nach einer Lesepause wieder in die Handlung einzufinden. Das liegt wahrscheinlich daran, dass der Roman eben sehr ruhig geschrieben ist und eher durch die Sprache, denn durch spannende Handlung zu gefallen weiß.

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    sursulapitschis avatar
    sursulapitschivor einem Jahr
    Kurzmeinung: Eher leise, aber umso eindrucksvoller sieht man hier, wie Tragödien der Vergangenheit bis in die Gegenwart wirken. Anrührend und wunderschön
    Anrührend und wunderschön

    Dies ist ein richtig schönes Buch.
    Auf der Schäreninsel Hustrun ist das Leben so ursprünglich und naturverbunden, dass man sich auch heute noch 100 Jahre zurückversetzt fühlt. Es gibt keinen Strom aber viel Natur. Die wenigen Einwohner, echte Schärenkerle und ihre Familien, versorgen sich selbst und im Sommer ein paar abenteuerlustige Touristen. Harmonisch ist das Zusammenleben nicht, bei aller Beschaulichkeit. Die Familien sind seit Generationen verfeindet.

    Wie es zu diesen Feindschaften kam, erfährt man nach und nach. Immer wieder werden Episoden aus dem Leben der kleinen Kyra eingestreut, die 1914 auf der Insel lebte.
    Aber vorrangig geht es um Ellinor, die ihr Dasein satt hat. Sie ist Mitte 50 und hat die Insel noch nie verlassen. Seit ihr Vater bettlägerig ist, kümmert sie sich alleine um den Hof und den kranken Mann. Manchmal droht die Einsamkeit sie zu erdrücken.

    Romane um Familiengeheimnisse gibt es viele. Hier wird aber vergangenes und aktuelles Geschehen ausgesprochen kunstvoll verknüpft. Es gibt mehrere Geheimnisse zu lüften. Was hat die Insulaner verärgert? Warum erinnert sich Ellinor nicht an ihre Jugendzeit? Was verbirgt ihr Vater? Und letztlich auch, was war mit Herrman? Kann man seine Jugendliebe vergessen und warum sind sie nie zusammengekommen?
    Immer wieder blitzt Vergangenes auf, Szenen aus Ellinors Kindheit, die Eltern als junges Paar und auch Kyra, die Tanzen war und mit ihren Freunden heimwärts über das Eis geht. Zu jeder Zeit war das Leben auf Hustrun hart und entbehrungsreich und damals wie heute musste man den Elementen trotzen, dem Meer, dem Eis. Das hat einen ganz eigenen Zauber und schlägt eine Brücke zu Ellinor, die souverän das Bootstaxi der Familie durch vereiste Fahrrinnen steuert und Sogen hat.

    Eher leise, aber umso eindrucksvoller sieht man hier, wie Tragödien der Vergangenheit bis in die Gegenwart wirken, erlebt hautnah das Leben dieser naturverbundenen Menschen und dazu auch noch eine schöne, zarte Liebesgeschichte.
    In dieses Buch taucht man ein und erst nach der letzten Seite wieder auf. Es ist wunderschön, anrührend und auch spannend. Absolute Empfehlung!

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    Themistokeless avatar
    Themistokelesvor einem Jahr
    Heimwärts über das Eis

    Cover und Klappentext:

    Das Cover passt einfach super zu einem solchen Roman. Bedenkt man, dass man sofort an Schweden denken muss, wenn man dieses kleine rote Holzhaus sieht, welches für mich einfach typisch für Schweden ist. Ein bisschen düster wirkt das Cover, als sei fast schon Nacht, aber vielleicht soll es auch einfach die Zeit des Winters andeuten, zu der es in Schweden ja auch noch etwas düsterer ist. Vom Klappentext her hätte ich mir einen ähnlichen Inhalt vorgestellt, wie den, welchen einen das Buch auch bietet.

     

    Inhalt/Idee:

    Die Idee hinter diesem Buch finde ich einfach sehr interessant. Vor allen Dingen, dass solch eine Sache, wie die, die damals auf dem Eis passiert ist, immer noch solche Auswirkungen auf die heutige Zeit hat. Auch in vielen Dingen finde ich es interessant, dass die Autorin eine Schäreninsel beschreibt, die wirklich noch sehr altmodisch ist von dem, was man auf ihr hat. Allein dadurch, dass die Leute dort nicht einmal Strom haben, fühlt man sich sofort in eine andere Zeit versetzt, auch wenn die Geschichte rund um Ellinor und Herrmann ja doch in der heutigen Zeit spielt.

     

    Aufbau und Schreibstil/Umsetzung:

    Ich muss gestehen, dass ich mir das Buch ein bisschen weniger ruhig vorgestellt hätte. Vielleicht auch mit ein bisschen mehr Spannung. Jedoch musste ich feststellen, dass es zum einen eine sehr ruhige Erzählung ist, zum anderen auch die Spannung nicht in dem Sinn da ist, wie ich sie mir zunächst erwartet hätte. Das führt dazu, dass ich wirklich auch immer etwas länger an einzelnen Kapiteln und Abschnitten gesessen habe. Irgendwie schafft es die Autorin gekonnt, einen in eine Zeit zurück zu versetzen, die es schon lange nicht mehr gibt und das, obwohl man im hier und jetzt ist, nur diese Insel von ihrer Ausstattung und ihren Bewohnern sehr speziell ist. Gerade auch die Charaktere machen in diesem Buch wirklich viel aus und die Unterbrechungen, in denen man immer wieder kleine Abschnitte zur Vergangenheit erfährt, die ja doch auf dieser Schäreninsel eine große Auswirkung auf die Gegenwart hat. Dafür, dass ich zunächst nicht eine solche Art der Geschichte erwartet hätte, fand ich sie überraschend gut. Vor allen Dingen fängt man ein wenig zu träumen an.

     

    Charaktere:

    Ellinor wirkt auf mich durchaus ein ganzes Stück weltfremd, aber wenn man bedenkt, wie diese Schäreninsel ist, wie ihr Vater ist etc. dann wundert es mich kein Stück, dass sie ist, wie sie ist. Aber doch kann man sich solch eine Person nur schwer in unserer sehr technisierten Welt vorstellen. Herrmann, dadurch, dass er die Schäre verlassen hatte ist da ein ganz anderer Typ, auch wenn er doch auch nicht der ganz typische Mann nach üblichen Klischees ist, neigt er doch auch dazu ein Träumer zu sein. Dadurch passen die Szenen von ihm und Ellinor für mich auch sehr zusammen, da sie beide nicht ganz, wie von dieser Welt wirken. Einer der interessantesten Charaktere ist für mich eindeutig Ellinors Vater, der schon sehr speziell ist und eine solch große Einwirkung auf Ellinor hat, dass er, obwohl nur Nebencharakter eindeutig sehr spannend ist. Am spannendsten finde ich jedoch die Jugendlichen, von denen in den Episoden der Vergangenheit erzählt wird, auch von ihren Persönlichkeiten her, aus Spoilergründen will ich darauf aber nicht weiter eingehen.

     

    Fazit:

    Irgendwie eine sehr spezielle, aber interessante Geschichte, die, so vermute ich, auch einfach das Leben auf den Schären, vor allen Dingen auf solchen wie der beschriebenen sicherlich sehr gut einfängt, denn wenn man an einem solchen Ort lebt und eigentlich nicht von dort wegkommt dann ist es auch kein Wunder, dass man ein wenig wunderlich wird. Mit am besten gefallen hat mir jedoch die Erzählung aus der Vergangenheit, die interessant ist und vor allem auch von ihrer Auflösung her durchaus eine kleine Überraschung bietet. Ein einfach sehr gefühlvolles und ruhiges Buch, auf das man sich wirklich einlassen muss, aber dann zeigt es Wirkung.

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    Bücherfüllhorn-Blogvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ein Jahrhundert altes Unglück zieht einen roten Faden bis in die Gegenwart. Eine leise wiederentdeckte Liebe. Eine Lüge. Stark. Berührend.
    Eine leise wiederentdeckte Liebe. Eine Lüge. Stark. Berührend.

    Das Setting auf der Insel ist wunderschön und zugleich generationenübergreifend überschattet von einem Unglück im Jahr 1914. Die Leser ahnen an subtilen Andeutungen dass überall viel mehr dahinter steckt. Es sind mehrere Dramen, die über die Jahre geschehen sind. Auch in der Gegenwart erscheint die Insel wie aus der Welt gefallen. Sie erinnerte manchmal, in schönen Momenten, an Saltkrokan von Astrid Lindgren. Der Titel „Heimwärts über das Eis „ist perfekt gewählt, denn diese Handlung ist die „Crux“ der Geschichte, die sich bis zum Schluss zieht. Am Anfang dachte ich noch, „na ja“, aber die Geschichte spinnt den Leser im Fortgang in einen feinen und zarten Kokon der Geschehnisse ein. Der Mikrokosmos der Inselbewohner erinnert heute an die Problematik, die Zugezogene haben, wenn sie in kleine Dörfer mit alteingesessenen Bewohnern ziehen. Ich bin der Meinung, dass es auch heute noch eine Französin wie Ellinors Mutter in einem solchen Dorf schwer hätte. Ebenso, dass nach einem Unglück ein Schuldiger gefunden werden muss, oft ein Sündenbock der vom Leid ablenkt. Noch Jahrzehnte werden unterschwelligen Schuldzuweisungen und Traumata durch die Familien geschleppt. So entstehen Familienfehden und keiner ist mehr bereit, nachzugeben. Wie kann es da Liebe oder Frieden geben?

     

    Ich bevorzuge es, Bücher den Jahreszeiten entsprechend zu lesen. So lese ich zum Beispiel eher ungern ein Buch über eine Nordmeer-Expedition mitten im Sommer. So ein Buch muss ich einfach im Winter lesen. Das passt für mich besser und hier dieses Buch liest man am besten, wenn der Winter  zu Ende geht.

     

    Wem würde ich dieses Buch empfehlen?  Ich würde fast schon sagen, es ist ein Buch für fortgeschrittene Leser, die es verstehen, selbst kleinste subtile Andeutungen zwischen den Zeilen zu finden und zu interpretieren. Denn hier machen es einem  die etwas widerspenstigen zu erfassenden und spröden Charaktere nicht allzu einfach. Die Leser sollten Poesie und Gedichte mögen und in der richtigen Stimmung sein. Für Leser, die sehr empathisch sind, ist es ist ein starkes und berührendes Buch.

     

    Alles in allem: Ein Jahrhunderte altes Unglück zieht einen roten Faden bis in die Gegenwart. Eine leise wiederentdeckte Liebe. Eine Lüge. Stark. Berührend. Poetisch.

     

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    Milagrovor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Bewegende Erzählung aus vergangener Zeit, eingefügt in eine stille, fast melancholische Geschichte aus der Gegenwart
    Großartig

    Es gibt so Geschichten, die lese ich stückchenweise. Nicht, weil sie anstrengend sind, sondern weil sie eine wundervolle Stimmung zu erzeugen vermögen. Einen solchem Glücksfall hatte ich hier. Ich musste immer wieder unterbrechen, weil die Geschichte einfach zu schön war, um sie “herunterzulesen“. Das Buch beginnt mit der Überschrift, Der Schlüssel zu den Geheimnissen liegt im Gras am Himbeerhügel. Damit hatte mich die Autorin schon. Warum auch immer. Wir treffen auf Ellinor, die mit ihrem Vater auf einer winzigen Schäreninsel lebt, den Schiffstransport der Touristen übernommen hat und ein ganz schön einsames und ziemlich hartes Leben führt. Der Vater lässt sich im oberen Bereich des Hauses bedienen, er ist alt und krank und schon zu Beginn spürt man viel Zorn und es liegen unausgesprochene Dinge in der Luft. Das eingefahrene Leben und das Verhältnis der beiden beginnt zu schwanken, als mit Herrmann eine Person aus der jüngeren Vergangenheit in ihr abgeschirmtes Leben tritt, er will das Haus seines Vaters verkaufen. Diese Geschichte wird unterbrochen durch eine im Rückblick erzählte  zweite Geschichte, nämlich die einiger junger Leute, die 1914 dort lebten und sich abends von einer Feier auf ihren Heimweg machen. Diese Geschichte hat Einfluss auf die heutige, denn die Gemeinschaft auf der Insel vergisst nicht, schon gar nicht die Vergangenheit. Die Personen sind sehr schön herausgearbeitet, die Landschaft in ihrer Kargheit wundervoll beschrieben und wie gesagt hatte ich das Buch zur Seite legen müssen, um den Genuss zu verlängern. 

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    EvelynMvor 2 Jahren
    Ein leises, bisweilen trauriges Buch über das Schärenleben und alte Fehden

    Alltägliche Pflichten bestimmen Ellinors Leben auf der Schäreninsel Hustrun. Da ist ihr greiser, nörgeliger und kranker Vater, den sie pflegt und sein Schärentaxi weiter betreibt, ohne auch nur einmal ein liebes Wort oder einen Dank von ihr zu bekommen. Ihre Tiere Edison, das Pferd, der Kater, und ihre Hühner versorgt sie genauso liebevoll wie ihren heimlichen Klostergarten, den sie wie ein Geheimnis hütet. Ellinor ist mit der Insel verwurzelt und vom Leben enttäuscht. Nach dem Freitod ihrer einsamen Mutter Hertha, die immer eine Fremde für die Schärenbewohner blieb und mit dem rauen Leben dort nichts anfangen konnte, scheint auch Ellinors Leben zu stagnieren. So verwundert es letztlich nicht, dass sie beschließt, ihrem eigenen Leben ein Ende zu setzen, sobald ihr Vater nicht mehr lebt. Einzig vom Inselmütterchen erfährt sie Zuwendung und die Kinder der Sommergäste geben ihr etwas Beständigkeit und Geborgenheit. Sie liebt Poesie, hört gerne Radio und ist doch von der Außenwelt abgeschnitten – ohne Strom und Gesellschaft anderer Menschen. Dann gibt es da noch die Sommermänner, die sie im Herbst wieder wegschickt und ihnen nie einen Kuss oder gar ihr Herz schenkt. Das gehört nur einem Mann – auch wenn sie das vergessen hat – Herrman Engström. Überraschend kehrt Herrman, der Vogelmaler auf Hustrun zurück, um sein Elternhaus zu verkaufen. Das Wiedersehen mit seiner Jugendliebe Ellinor reißt nicht nur alte Wunden auf, sondern bringt Erinnerungen an eine schöne Zeit voller Gefühle, Hoffnungen und Träume herauf.

    Im Laufe des Romans taucht immer wieder das Jahr 1914 auf. In kurzen Abschnitten erfährt der Leser, welche Tragödie sich in diesem Jahr bei einem gewaltigen Schneesturm auf dem Eis abspielte. Diese Tragödie führte letztlich zur Feindschaft zwischen den Familien Ingman und Engström. Die Engströms werden von den anderen Schärenbewohnern gemieden, da sie ihnen die Schuld an dem Unglück geben.

    Es braucht nicht immer eine spannende, schnelle Handlung, um eine eindrückliche und schöne Geschichte zu erzählen. Die Autorin hat viel Poesie, Erinnerungen, den Gleichklang des Schärenlebens, Hoffnungen und Träume, Tragödien und Schuldzuweisungen und unglückliche Beziehungen zu einer leisen, aber nicht weniger schönen Geschichte verwoben. Dabei ist die Geschichte nie ins Kitschige abgedriftet. Mit der pflichtbewussten und braven Ellinor fühlte ich mich verbunden, obwohl ich ein ganz anderer Typ bin und die Einsamkeit einer Schäreninsel auf Dauer sicher nicht ertragen könnte. Ihren Charakter und auch den von Herrman finde ich gut beschrieben. Die beiden haben eine ganz unterschiedliche Wahrnehmung, was ihre gemeinsame Jugendzeit anbelangt. Das ist ganz menschlich und jeder verarbeitet Erlebnisse und Traumata anders. Mir hat der Roman samt stimmungsvollem Cover und falunrotem Einschlag sehr gut gefallen und ich werde ihn sicherlich weiterempfehlen.

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    Waschbaerinvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Das Eis spielt nicht nur im Titel ein Rolle, sondern dieses Unterkühlte zieht sich durch aller Leben der Inselbewohner.
    Eisige Kälte

    Eis. Eiseskälte. Eiskaltes Herz.

    Das Thema Eis spiegelt sich bereits in der Farbe des Covers wider. Ein eisiges Blau. So geht es über viele Seiten, dass man bei dieser verstörenden Eiseskälte, die dieses Buch umgibt, als Leser schon glaubt zu erfrieren.

    Erzählt werden zwei Geschichten, die untrennbar miteinander verwoben sind. 1914 wandert eine Gruppe junger Menschen über das Eis nach Hause. Obwohl das Wetter umschlägt, sind sie trotzdem der Meinung, ihnen kann nichts passieren, denn Werner besitzt einen Kompass, der ihm den richtigen Weg weist. Liegt es an dem Metallring - den er an seinem Finger trägt und später Kyra geben will - dass der Kompass nicht den richtigen Weg anzeigt? Oder hat er sich überschätzt, kann den Kompass gar nicht handhaben? Diese Frage bleibt offen.

    Die jungen Menschen, die zu einer lustigen Unternehmung aufgebrochen sind, verirren sich in diesem entsetzlichen Schneesturm, können kaum mehr auf Knien vorwärtsrutschen, verlieren die Orientierung.

    Dieses unerträglich Unglück verändert alles auf dieser kleinen Insel. Unsägliche Trauer bricht über die dort ansässigen Familien herein. Wo früher Freundschaft herrschte, ist von diesem Tag an Eiszeit.

    Die Autorin schafft es, den Leser mitten in dieses Unwetter zu schicken, dass man spürt, als sich die Schneeflocken wie tausend Nadeln ins Gesicht bohren und einem die beißende Kälte über den Rücken kriecht, die Finger gefühllos werden lässt. Es ist ein nordischer Roman, manchmal düster wie die dunklen Nächte, doch dann ist es wieder sternenklar. Aber es wird auch Frühling.

    Zeitwechsel.

    Gleichzeitig wird die heutige Geschichte von Hermann und Ellinor erzählt, die sich vor vielen Jahren einmal liebten. Doch Ellinor kann sich an nichts mehr erinnern. Hat Hermann sie einmal geküsst? Sie weiß es nicht. Die Erinnerung ist ausgelöscht. Ellinor hat sich in ihr Schicksal ergeben. Sie geht hinkend durchs Leben, hat sich damit abgefunden nur ab und zu mal einen Sommermann zu haben, ansonsten das Schärentaxi ihres Vaters zu fahren, diesen zu pflegen seit er nicht mehr gehen kann und ans Zimmer gefesselt ist, in den Sommermonaten den Kindern der Gäste zuzuhören und ansonsten möglichst nichts mehr zu fühlen. Sie lebt, hat aber kein eigenes Leben, ist innerlich wie zu Eis erstarrt.

    Erst als Hermann zurück auf die Insel kommt das Haus seines Vaters zu verkaufen und dabei wieder auf Ellinor trifft, anfängt ihre Nähe zu suchen, taut dieses Eis endlich in ihr auf.  Ellinor fängt an, sich zu erinnern. Auf einmal weiß sie wieder, was das Knarren dieser Treppenstufe, über die sie täglich gehen muss wenn sie ihrem Vater das Essen bringt, ausgelöst hat.

    Dieses nordisch Unterkühlte zieht sich von der ersten bis zur letzten Seite durch dieses Buch. Die Kargheit der Insel ist stets gegenwärtig,  genau so wie die Wildheit und Unbezähmbarkeit der Natur. Selbst die Sprache ist dieser Umgebung angepasst. Aber mir gefallen die Lebensgeschichten der Bewohner dieser Schäreninsel.

     


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    brenda_wolfs avatar
    brenda_wolfvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Ein Buch voller Magie und Atmosphäre, auf das man sich einlassen muss. Für mich war ein absolutes Lese-Highlight. Daumen hoch!!!
    Ein Buch voller Magie und Atmosphäre

    Ellinor Ingman ist Mitte 50 und lebt schon ihr ganzes Leben auf der kleinen Insel Hustrun, gelegen im Stockholmer Schärengarten. Es ist ein einsames und hartes Leben. Ellinor versorgt ihren tyrannischen Vater, der am Rollstuhl gefesselt ist, und der die Tochter mit herrischen Klopfzeichen nach seiner Pfeife tanzen lässt. Dennoch ist sie eine Frau, die ohne zu fackeln ihr Leben annimmt, so wie es ist, ja die es sogar liebt, trotz der Härte. Ihre Wut auf den patriarchalischen Vater verarbeitet sie mit Briefen, die sie an ihn schreibt, aber sofort wieder vernichtet ohne sie dem Vater zu geben.

    Doch dann kommt Herrmann Engström, der Vogelmaler, nach mehr als 30 Jahren zurück auf die Insel. Einst war Herrmann Ellinors große Liebe, aber sie scheint alles vergessen zu haben. Erinnert sich kaum an Einzelheiten aus dieser Zeit. Warum das so ist, erfährt der Leser im Laufe der Geschichte.

    In einem zweiten Strang wird von einem Unglückfall, der sich vor über 100 Jahren zugetragen hat erzählt. Die Geschehnisse aus der Vergangenheit überschatten seitdem die kleine Insel, haben Familienzwiste ausgelöst und Zwietracht gesät. Viele Inselbewohner haben inzwischen die Insel verlassen, ihre Häuser verkauft.

    Der Schreibstil ist typisch skandinavisch. Sprachgewaltig, poetisch … einfach nur schön. Die Autorin Gunilla Linn Persson zeichnet traumhafte Bilder, erzeugt Stimmungen, die das Herz berühren. Als Leser fühlt man sich unmittelbar auf die Insel versetzt, hört das Meer, das Auf und Ab der Wellen, sieht die Blumen, die Kargheit der Natur. Man könnte meinen, Idylle pur und ein kleines bisschen neidisch werden. Aber das Leben auf der Insel ist hart, zumindest in den Wintermonaten. Und der Winter dauert lange, bis das Eis zu schmelzen beginnt.

    Die Gedankenwelt der Protagonisten hat viel Tiefe. Ich mochte die bodenständige praktisch veranlagte Ellinor und Herrmann, den Vogelmaler, aber auch der kauzige Allgot ist treffend beschrieben. Man konnte Sympathien und Antipathien entwickeln, die Personen ließen einem nicht kalt. Gunilla Linn Persson ist es zu 100 % gelungen , die Leser in ihre Geschichte hinzuziehen.

    Ein Buch voller Magie und Atmosphäre, auf das man sich einlassen muss. Für mich war ein absolutes Lese-Highlight. Daumen hoch!!!

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    Isadors avatar
    Isadorvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Schöner ruhiger skandinavischer Roman, der in den Schären vor Stockholm spielt. Ich habe das Buch sehr genossen!
    Ruhige, aber absolut fesselnde Lektüre

    Auf Hustrun, einer der Schäreninseln vor den Toren von Stockholm, lebt Ellinor mit ihrem pflegebedürftigen alten Vater. Das Leben geht dort ihren üblichen Gang, bis zu dem Tag, an dem ein "Herr Man" sich für eine Fahrt mit dem Schärentaxi anmeldet.

    Bei diesem Herrn handelt es sich um Herrman Engström, der die Insel vor vielen Jahren verlassen hat. Damals waren die beiden ineinander verliebt. Ob sie diese Liebe nun wohl fortsetzen können?

    Der zweite Erzählstrang spielt im Jahr 1914 und liefert nach und nach den Hintergrund zu der heutigen Situation.

    Das Buch hat mich von Anfang an gefesselt. Durch die ruhigen bildhaften Beschreibungen habe ich mich schon bald wie mittendrin auf den Inseln gefühlt.

    Es ist ein Roman der leisen Töne mit einer großen Tiefgründigkeit. Eine rasante Handlung darf man hier nicht erwarten, aber gerade das hat mir an diesem Buch so gefallen.

    Ich hatte wunderschöne ruhige Lesestunden mit dem Roman, für mich schon jetzt eines der Highlights dieses Jahres, und empfehle das Buch gerne weiter.

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    Insel_Verlags avatar

    Alte Liebe rostet nicht – oder vielleicht doch?

    Als der Vogelmaler Herrman nach Jahrzehnten auf seine Heimatinsel im Stockholmer Schärengarten zurückkehrt, trifft er dort ganz unverhofft seine Jugendliebe wieder. Doch Ellinor, die ihr ganzes Leben auf Hustrun verbracht hat und sich dort seit Jahren um ihren inzwischen gebrechlichen Vater kümmert, scheint sich nicht an die gemeinsame Zeit zu erinnern. Was ist in der Zwischenzeit auf Hustrun vorgefallen? Warum ging Herrman damals einfach fort? Und was hat all das mit dem großen Unglück zu tun, das im Winter 1914 über die Insel hereinbrach und das Leben dort für immer veränderte? Das sanfte Licht des herannahenden Frühlings lässt auch die Schatten der Vergangenheit langsam weichen – und gewährt so Ellinor und Herrman eine zweite Chance, für ihre Liebe zu kämpfen.

    »Ein großartiger Roman über die Verletzlichkeit der menschlichen Seele.« Östgöta Correspondenten

    Die zweite erste Liebe, Schuld und Reue, Entfremdung und Versöhnung – Gunilla Linn Persson schildert in ihrem Roman Heimwärts über das Eis zart und berührend eine Welt, die nach langem Winter wieder zum Leben erwacht.

    Ihr wollt mal reinlesen? Hier geht es zur Leseprobe »

    Wir laden Euch herzlich zur Leserunde ein und sind gespannt auf Eure Kommentare und Eindrücke. Wenn ihr Lust habt, Ellinor und Herrman bei ihrem Wiedersehen in den Schären zu begleiten, dann bewerbt Euch bis zum 21. Dezember über den blauen „Jetzt bewerben“-Button* und beantwortet uns folgende Frage:

    Wo würdet Ihr den Frühlingsanfang am liebsten erleben?


    Über die Autorin: Gunilla Linn Persson wurde am 06. Juli 1956 in Stockholm geboren. Sie ist nicht nur Autorin von Romanen, Kinderbüchern und Theaterstücken, sondern schreibt auch Drehbücher fürs Fernsehen. Lange Zeit lebte sie auf einer Insel im Stockholmer Schärengarten. 1989 erschien ihr Debütroman Die Schatten hinter uns.

    PS: Um über alle Leserunden und Buchverlosungen aus dem Insel Verlag auf dem Laufenden zu bleiben, schaut mal hier vorbei ...

    * Im Gewinnfall verpflichtet Ihr Euch zur zeitnahen und aktiven Teilnahme am Austausch in allen Leseabschnitten der Leserunde innerhalb von 4 Wochen nach Erhalt des Buches sowie zum Veröffentlichen einer ausführlichen Rezension auf LovelyBooks.de, nachdem Ihr das Buch gelesen habt. Bestenfalls solltet Ihr vor Eurer Bewerbung für eine Leserunde schon mindestens eine Rezension auf LovelyBooks veröffentlicht haben. Bitte beachtet, dass wir die Bücher nur innerhalb Europas verschicken.
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