Gunna Wendt

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Lebenslauf von Gunna Wendt

Geschichte trifft Literatur und Kunst: Die deutsche Schriftstellerin und Ausstellungsmacherin Gunna Wendt wurde 1953 in Jeinsen, Hannover geboren. Nach ihrem Soziologie und Psychologie Studium in Hannover entschloss sie sich dazu Biographien zu schreiben, die sie immer in den historischen Kontext stellt. Sie hat außerdem als Regieassistentin und Dramaturgin in Theaterproduktionen gearbeitet. Zudem war sie Kuratorin sowie Publizistin und war im Rundfunk tätig. Gunna Wendt lebt seit 1981 in München.

Neue Bücher

Frauen erfinden sich selbst

Neu erschienen am 10.11.2018 als Hardcover bei marix Verlag ein Imprint von Verlagshaus Römerweg.

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Vom Zarenpalast zu Coco Chanel

Vom Zarenpalast zu Coco Chanel

 (4)
Erschienen am 17.02.2013
Alexandra – die letzte Zarin

Alexandra – die letzte Zarin

 (5)
Erschienen am 18.08.2014
"Die Furtwänglers"

"Die Furtwänglers"

 (2)
Erschienen am 01.09.2010
Clara und Paula

Clara und Paula

 (2)
Erschienen am 01.11.2007
Erika und Therese

Erika und Therese

 (2)
Erschienen am 01.03.2018

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Neue Rezensionen zu Gunna Wendt

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yellowdogs avatar

Rezension zu "Erika und Therese" von Gunna Wendt

Die Kämpferinnen der Pfeffermühle
yellowdogvor 8 Monaten

Über Erika Mann, die außergewöhnliche und resolute Tochter des Literaturnobelpreisträgers Thomas Mann ist schon viel geschrieben worden. Daher ist es sinnvoll, ihr in diesem Buch die Schauspielerin Therese Giehse gegenüberzustellen.

Gemeinsam traten sie im politischen Kabarett Die Pfeffermühle auf. Das Programm der Pfeffermühle war politisch engagiert und sie mussten daher schon bald aus Deutschland fliehen. Im Exil setzten sie ihre Arbeit fort.
Einige der stets provokanten Texte der Pfeffermühle werden hier erfreulicherweise gequotet und in Kontext gesetzt.

Gunna Wendt zeigt die Persönlichkeiten der beiden Frauen vielschichtig, mit verschiedenen Aspekten.

Die Erika Mann-Passagen enthalten auch die Inbezugnahme der ganzen Mann-Familie, Thomas, Katia, Heinrich, Klaus etc. und damit auch die gesellschaftspolitischen Ereignisse in Deutschland der ersten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts, die sich widerspiegeln.
Auch Bekannte der Familie wie Gustaf Gründgens, die Wedekinds und Gerhard Hauptmann uva. spielen eine Rolle. Beeindruckend, wie die Biographin Gunna Wendt auf relativ wenig Raum so viel reinpacken kann.
Die Liebe und Freundschaft zwischen Erika und Therese kommt anfangs ziemlich kurz, bis sie sich auch nur kennenlernen vergehen fast 100 Seiten. Dafür wird die enge Beziehung zwischen Erika und ihrem Bruder Klaus intensiv beschrieben. Diese Abschnitte finde ich besser als z.B. die von Armin Strohmeyr in seiner Erika und Klaus Mann-Biographie von 2004.

Über die Jahrhundertschauspielerin Therese Giehse, die größte europäische Schauspielerin laut Brecht, wusste ich nicht so viel, obwohl mir der Name natürlich ein Begriff ist und ich auch schon Filme mit ihr gesehen hatte.
Mich hat das sehr interessiert und es ist wichtig, die großen Persönlichkeiten der deutschen Vergangenheit nicht ins Vergessen geraten zu lassen. Auch deswegen bin ich diesem Buch dankbar.

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Sikals avatar

Rezension zu "Alexandra – die letzte Zarin" von Gunna Wendt

Mehr als dürftige Darstellung einer interessanten Persönlichkeit
Sikalvor einem Jahr

Alix von Hessen-Darmstadt, Enkelin von Queen Victoria, traf den russischen Thronfolger Nikolaus II bereits mit 12 Jahren, als sie zur Hochzeit ihrer geliebten Schwester Ella nach Russland reiste. Durch verschiedene Umstände dauerte es zehn Jahre bis Alix selbst zu ihrer eigenen Hochzeit mit Nikolaus II in ihre Wahlheimat umsiedelte. Durch den Tod von Zar Alexander musste Nikolaus die von ihm so sehr gehasste Nachfolge antreten, Alix – mittlerweile Alexandra Fjodorowna – immer an seiner Seite, versuchte ihn zu unterstützen und den Rücken freizuhalten. Die politischen Querelen, das lange Warten auf den erhofften Sohn und nicht zuletzt das fehlende Charisma der Zarin sowie ihre deutsche Abstammung machen das Leben der Zarenfamilie zu einem Spießrutenlauf, der in einem dramatischen Finale gipfelt.

Das Buch liest sich keinesfalls wie eine Biografie, sondern wie eine Kurzrecherche aus dem Internet (Wikipedia lässt grüßen). Eher wie ein Roman als eine historische Abhandlung mit mehr als dürftigen geschichtlichen Fakten präsentiert sich hier ein Portrait einer eigentlich sehr interessanten Persönlichkeit. Die Autorin (Gunna Wendt ist keine Historikerin) schafft es leider nicht, ein Bild der Zarenfamilie zu zeigen, das einer Biografie würdig ist, viel zu oberflächlich und vor allem die Verbindung zu Rasputin und die letzten Monate im Palast sowie anschließend in Gefangenschaft werden viel zu schnell abgehandelt. Positiv zu erwähnen sind am ehesten noch die Stammbäume der beiden Ursprungsfamilien.

Wenn man nicht mit einer allzu hohen Erwartung an das Buch herangeht, kann es durchaus eine locker leichte Lektüre für einen freien Nachmittag sein. Als Einstiegsliteratur geeignet. Für wirklich interessierte Geschichtsliebhaber – eher nicht lesen, es handelt sich um keine anspruchsvolle Literatur.

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Bellis-Perenniss avatar

Rezension zu "Vom Zarenpalast zu Coco Chanel" von Gunna Wendt

Eine ehemalige Großfürstin als Modeschöpferin
Bellis-Perennisvor 2 Jahren

Autorin Gunna Wendt porträtiert die russische Großfürstin Maria Pawlowna (1890-1958) über deren bewegtes Leben bislang wenig geschrieben wurde.

Der Bogen spannt sich von Marias Geburt, dem frühen Tod ihrer Mutter kurz nach der Geburt des Bruders Dimitri, über die Kindheitbei diversen Verwandten bis hin zur Hochzeit mit dem schwedischen Prinzen. Anschließend erlebt sie die Revolution in Russland und muss, wie so viele russische Adelige ihren Weg in die Emigration antreten.
Sie trennt sich vom Ehemann, verursacht damit einen veritablen Skandal, muss den Sohn Lennart Bernadotte beim Vater in Schweden lassen und versucht in Paris sich mit Stick- und Strickarbeiten über Wasser zu halten. Dabei lernt sie Coco Chanel kennen, die mit Bruder Dimitri eine Zeit lang liiert ist
Die Titel gebende Zusammenarbeit mit Coco Chanel wird leider nur allzu kurz gestreift. 


Gut ist der Eigensinn der ehemaligen Großfürstin dargestellt, die damit viele ihr wohl gesinnte Personen schon manchmal vor den Kopf stößt.  

Es hat mich ziemlich irritiert, dass den frühen Jahren bis 1918 insgesamt 14 der 17 Kapitel gewidmet sind. Da ist Maria erst 28 und die restlichen 40 Jahre sind in knapp 3 Kapiteln wie im Zeitraffer zusammengefasst. Das stört mich einigermaßen.


Gut ausgewählt sind die Fotos, die genauso wie die zahlreichen Zitate von einer guten Recherche zeugen.
Ausführlich ist die Herkunft der schwedischen Königsfamilie Bernadotte, die ja auch heute noch regiert, erklärt.



Gefehlt hat mir ein Personenregister. Der Stammbaum der Maria Pawlowna allein ist zuwenig, um die vielen beteiligten Personen zuordnen zu können.


Das Buch weckt Interesse an den Mitgliedern der Russischen Zarenfamilie. 

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Gunna Wendt wurde am 26. Januar 1953 in Jeinsen, Hannover (Deutschland) geboren.

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