Gunnar Kaiser

 4,4 Sterne bei 49 Bewertungen
Autor von Unter der Haut, Der Kult und weiteren Büchern.
Autorenbild von Gunnar Kaiser (©Fabian Jansen)

Lebenslauf

Auf der Suche nach dem Sinn des Lebens: Der 1976 geborene Autor hat Philosophie, Germanistik und Romanistik in seiner Heimat Köln studiert. Seitdem arbeitet er als Lehrer für Deutsch und Philosophie in Bonn und in Köln. Der Schriftsteller, Lyriker und Philosoph ist gleichzeitig der Gründer des Kultur-Blogs KaiserTV und des philosophischen Blogs philosophisch-leben.de. In renommierten Literaturzeitschriften und Anthologien veröffentlichte er Kurzgeschichten und Gedichte. Sein Debütroman „Unter der Haut“ erschien 2018 und erzählt die Geschichte eines Studenten, der auszog, die Kunst der Verführung zu lernen. Gunnar Kaiser wuchs als Einzelkind einer alleinerziehenden Mutter auf, holt sich seine Inspiration im Fitnessstudio oder auf Wanderschaft und lebt immer noch in Köln.

Alle Bücher von Gunnar Kaiser

Cover des Buches Unter der Haut (ISBN: 9783492238564)

Unter der Haut

 (43)
Erschienen am 02.04.2019
Cover des Buches Der Kult (ISBN: 9783967890280)

Der Kult

 (4)
Erschienen am 31.01.2022
Cover des Buches Die Ethik des Impfens (ISBN: 9783958905047)

Die Ethik des Impfens

 (1)
Erschienen am 14.03.2022
Cover des Buches Die Abschaffung des Menschen (ISBN: 9783958905160)

Die Abschaffung des Menschen

 (0)
Erschienen am 04.01.2024
Cover des Buches letzte gedichte: und andere gedichte (ISBN: 9781492888079)

letzte gedichte: und andere gedichte

 (0)
Erschienen am 03.10.2013
Cover des Buches Wie konnte es nur so weit kommen? (ISBN: 9783982274539)

Wie konnte es nur so weit kommen?

 (0)
Erschienen am 01.12.2021
Cover des Buches Der Kult: Über die Viralität des Bösen (ISBN: B09QL1S89H)

Der Kult: Über die Viralität des Bösen

 (1)
Erschienen am 31.01.2022

Neue Rezensionen zu Gunnar Kaiser

Cover des Buches Die Ethik des Impfens (ISBN: 9783958905047)
EnterBRAINments avatar

Rezension zu "Die Ethik des Impfens" von Gunnar Kaiser

Soll ichs tun oder soll ichs lassen?
EnterBRAINmentvor 2 Jahren

Diesem philosophisch einwandfrei verfassten Plädoyer an die Corona-Sch(m)utzimpfung ist nichts hinzuzufügen.

Für alle, die sich immernoch regelmäßig mit der Frage nach Sinn oder Unsinn dieser Pandemie, den immer wieder kehrenden "Schutz"maßnahmen und der Isolation von Kindern und alten Menschen konfrontiert und im "Stich gelassen" fühlen, wird dieses kurze und gut vertsändliche Buch bei der Beantwortung dieser leider mittlerweile existenziellen Fragen behilflich sein.

Ein kleiner Buchausschnitt zum anhören & ansehen: https://www.youtube.com/watch?v=9tAsC78CfAE

Das Buch kann hier bestellt werden: https://bit.ly/3y6RB4J


Cover des Buches Unter der Haut (ISBN: 9783827013750)
dunkelbuchs avatar

Rezension zu "Unter der Haut" von Gunnar Kaiser

Parfümierte Bücher...
dunkelbuchvor 2 Jahren

Ein geheimnisvoller Mann, Josef Eisenstein, ist Mäzen und Verführer, nicht im sexuellen, sondern ideologischen Sinne. Eines jungen Mannes. Jonathan Rosen. Zusammen gabeln sie junge Mädels auf. Jonathan beschläft sie. Eisenstein ist Voyeur 

Dieses Buch hat mich von der ersten Seite an wie eine Klinge berührt, die leicht über meine Haut fährt mit einem gewissen Druck..... und mir über die mehr als 500 Seiten durchweg Gänsehaut verschafft. Die unterschwellige Spannung ist grandios in drei Erzählsträngen verflochten. 1969, die beiden ungleichen Männer lernen sich kennen und ein spezieller und für Jonathan unvergesslicher Sommer in New York nimmt seinen Lauf. Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts, als Josef Eisenstein geboren wird, und eine Kindheit einen Menschen prägt. Und dann 1990, als sich Jonathan auf den Weg macht, um die wahre Geschichte seines alten Freundes aus dem Sommer 1969 aufzudecken.
Gunnar Kaiser schafft eine so unglaubliche Atmosphäre, die in den verschiedenen Erzählsträngen durch die spezifische Sprache der Zeit und auch im Buch durch die unterschiedlichen Schriften deutlich gemacht wird. 

Absolut lesenswert

Cover des Buches Unter der Haut (ISBN: 9783827013750)
lesenstattglotzens avatar

Rezension zu "Unter der Haut" von Gunnar Kaiser

Sex, antike Bücher und Nazis
lesenstattglotzenvor 4 Jahren

Gunnar Kaisers Debütroman beginnt in New York 1969. Der eher nachlässige Student der Literaturwissenschaften Jonathan lernt den geheimnisvollen Lebemann Josef Eisenstein (beide deutscher Abstammung) kennen. Eisenstein nimmt sich des unerfahrenen jungen Mannes an und führt ihn von einer amourösen Eroberung zur nächsten. In Eisensteins Wohnung soll Jonathan sich dann mit den Mädchen paaren und seinem Meister hinterher jedes pikante Detail beschreiben. Ansonsten rauchen sie, trinken Portwein und hören Wagner in der mit Bücher vollgestellten Lasterhöhle.

In Buch Zwei wird die Kindheit und Jugend des Josef Eisenstein erzählt und wir erfahren hier wie er dunkle Neigungen und eine unstillbare Gier nach wertvollen und seltenen Büchern entwickelt.


Die Protagonisten des Jahres 1969 wirken leider etwas zu eindimensional und überzeichnet.

Im Jahr 1969, in dem es den beiden Protagonisten nur um Triebbefriedingung zu gehen scheint, ist der Student Jonathan der formbare Klumpen Ton in den Händen des älteren Mannes. Aufkeimender Ungehorsam wird wiederholt dadurch bestraft, dass Eisenstein sich rar macht und den Jungen eine gewisse Zeit nicht mehr zu sich in die Wohnung lässt. Jonathans anfänglicher Ärger darüber verwandelt sich allzu schnell in Verzweiflung und lässt ihn jeden Halt verlieren. Auf der Suche nach seinem Meister irrt er durch die Stadt und legt sich schließlich schluchzend in Embryonalhaltung auf die Fußmatte seines Meisters. Man möchte den Jungen einen rückratlosen Waschlappen schimpfen.


Der Eisenstein von 1969 scheint nur ziellos durch die Stadt zu schlendern und rauchend, trinkend und vor allem belehrend auf seiner Couch zu lungern, wenn er nicht grade die jungen Leute in seinem Wohnzimmer beim Liebesakt beobachtet. Zwischendurch straft er seinen Adlatus durch geheimnisvolle Abwesenheit. Ein schmieriger Typ, der nicht so richtig zusammenzubringen ist mit dem jungen Eisenstein im Berlin der Dreißiger Jahre, der es in der Kunst des Buchbinders und Gerbers zur Meisterschaft bringt und schuftet, an sich arbeitet und in die exklusive Welt der Buchliebhaber drängt.


Die Sprache und Erzählweise erinnern an die Thomas Manns. Ich persönlich finde das schön und angenehm zu lesen. Dem einen oder anderen modernen Leser mag das vielleicht ein wenig zu blumig sein. Man könnte vermuten, dass dem Autor ein wenig zu sehr an der äußeren Form gelegen ist — ganz wie Eisenstein, der über die kostbaren Einbände der begehrten Bücher in Ekstase gerät, dem der Inhalt aber fast einerlei ist, sei es Hitlers Mein Kampf oder Ovids Kunst der Liebe.


Fazit: Die Leidenschaft für alte, seltene Bücher bringt der Autor gut rüber. Auch die Entwicklung des jungen Eisenstein und dessen ambivalentes Ringen mit seinen Leidenschaften und Neigungen, sowie seine Lehrzeit in den schönen Handwerkskünsten ist glaubhaft und einfühlsam geschildert. Man fühlt auch die Liebe des Autors für die Schönheit der deutschen Sprache. 
Für die ansonsten aber flache und chauvinistische Handlung, in der es vornehmlich um die Triebbefriedigung geht, und die allzu überzeichneten Charaktere im New York des Jahres 1969 ziehe ich zwei Sterne ab.

Trotzdem habe ich Respekt für die Leistung des Autors und danke ihm für spannende und unterhaltende Stunden

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