Schwarze Reichswehr

von Gunnar Kunz 
4,9 Sterne bei14 Bewertungen
Schwarze Reichswehr
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Vampir989s avatar

sehr spannender historischer Krimi

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spannender Krimi, auch lesenswert für Leser von historischen Romanen

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Inhaltsangabe zu "Schwarze Reichswehr"

Berlin, 1927. Während die Lohmann-Affäre die Weimarer Republik erschüttert und die Existenz einer geheimen Reichswehr enthüllt, wird Kommissar Gregor Lilienthal im Zuge einer Mordermittlung mit dem Schrecken des Ersten Weltkriegs und der Revolution von 1918/19 konfrontiert. Dabei trifft er auf zwielichtige Offiziere und skrupellose Militärärzte, auf Ringvereine und Freikorps, auf Joseph Goebbels und Horst Wessel - und auf ein Geheimnis, das all seine Erkenntnisse über den Haufen wirft.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783839222577
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:310 Seiten
Verlag:Gmeiner-Verlag
Erscheinungsdatum:07.03.2018

Rezensionen und Bewertungen

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    Vampir989s avatar
    Vampir989vor einem Monat
    Kurzmeinung: sehr spannender historischer Krimi
    sehr spannender historischer Krimi

    Klapptext:


    Berlin, 1927. Während die Lohmann-Affäre die Weimarer Republik erschüttert und die Existenz einer geheimen Reichswehr enthüllt, wird Kommissar Gregor Lilienthal im Zuge einer Mordermittlung mit dem Schrecken des Ersten Weltkriegs und der Revolution von 1918/19 konfrontiert. Dabei trifft er auf zwielichtige Offiziere und skrupellose Militärärzte, auf Ringvereine und Freikorps, auf Joseph Goebbels und Horst Wessel - und auf ein Geheimnis, das all seine Erkenntnisse über den Haufen wirft.

    Dies ist der 6.Teil einer Krimireihe mit Kommissar Gregor Lilienthal.Das Buch kann aber auch Vorkenntnisse der Vorgänger gelesen werden.
    Ich kannte die Vorgänger schon und deshalb waren meine Erwartungen sehr groß.Und ich muss sagen das ich nicht enttäuscht wurde.
    Wieder einmal hat mich der Autor in den Bann gezogen.Der schreibstil ist leicht und flüssig.Die Seiten flogen nur so dahin.Einmal angefangen mit lesen wollte ich das Buch kaum noch aus den Händen legen.

    Ich wurde nach Berlin in das Jahr 1927/28 der Weimarer Republik entführt.Dort begleitete ich Kommissar Gregor Lilienthal bei seinen Ermittlungen und erlebte spannende und interessante Momente.Die Protoganisten wurden sehr gut bschrieben .Ich konnte sie mir klar und deutlich vorstellen.Es gab viele unterschiedliche Charaktere welche bestens ausgearbeitet wurden.Besonders sympatisch fand ich Gregor.Aber alle anderen Personen waren auch sehr interessant.
    Gunnar Kunz hat mich mit diesem Krimi einfach begeistert.Viele Szenen wurden sehr detailliert dargestellt und so war ich teilweise direkt im Geschehen dabei.Es gab immer wieder Rückblicke in das Jahr 1918/19 des 1.Weltkrieges.Dem Autor ist es hervorragend gelungen Zeitgeschichte mit fiktiver kriminalistischer Handlung zu vereinen.Durch die sehr guten Recherchen habe ich auch viel Wissenswertes und Interessantes über den 1.Weltkrieg und der Weimarer Republik erhalten.Das hat mich total fasziniert.Unverschont und sehr  authentisch beschreibt er das Leben der Soldaten an der Front.Durch die sehr fesselnde und packende Erzälweise wurde ich förmlich in die Geschichte hinein gezogen.Es gab immer wieder unvohersehbare Wendungen und Ereignisse.Die Handlung blieb von Anfang bis zum Ende sehr interessant.Zu keiner Zeit wurde mir langweilig.Auch habe ich bis zum Schluß mit gerätselt wer denn nun der Täter sein könnte.Das Finale fand ich sehr gelungen und genial.
    Mich hat dieser Krimi einfach mitgerissen aber auch zum Nachdenken angeregt.
    Das Cover finde ich sehr gut gewählt.Es passt perfekt zu dieser Geschichte.für mich rundet es das Meisterwerk ab.
    Ich hatte viele lesenswerte Stunden mit dieser Lektüre und vergebe glatte 5 Sterne.



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    Maddinliests avatar
    Maddinliestvor einem Monat
    Beeindruckender historischer Kriminalroman

    Im Jahre 1927 wird der Weihnachtsmarkt in Berlin zum Schauplatz eines Verbrechens. Ein als Weihnachtsmann verkleideter Täter erschießt aus nächster Nähe einen Mann und kann in der aufkommenden Panik der Marktbesucher fliehen. Kommissar Gregor Lilienthal wird zum Tatort gerufen und er muss erkennen, dass er das Opfer kennt. Mit dem Tod des Mannes wird er spontan mit seiner eigenen Vergangenheit konfrontiert. Im Kriegsjahr 1918 war der Tote sein Befehlshaber beim Militär und er führte seinen Beruf mit grober Hand aus. Damals geschah auch ein Mord und Gregor sollte den Fall in seiner vorherigen Funktion als Kriminalkommissar aufklären, was ihm aber niemals gelang. Hat der aktuelle Fall mit dem aus der Vergangenheit zu tun? Bekommt Gregor eine zweite Chance, auch den alten Fall aufzuklären?

    "Schwarze Reichswehr ist bereits der sechste Band aus der Reihe um den sympathischen und ehrgeizigen Kommissar Gregor Lilienthal. Ich bin mit diesem Band erst in die Reihe gestartet, hatte aber keinerlei Verständigungsprobleme und kam gut in die Geschichte hinein. Der Autor Gunnar Kunz erzählt die Geschichte in einer sehr lebendigen und angenehm zu lesenden Schreibweise, die mir die damalige Zeit gut vor Augen führte. Er packt die spannende und raffiniert aufgebaut Geschichte in den historischen Hintergrund des ersten Weltkriegs und der Weimarer Republik. Hier gelingt es Gunnar Kunz hervorragend die Historie mit seiner Fiktion zu einem packenden Kriminalroman zu verbinden. Die historischen Fakten wirken sehr gut recherchiert und es ist zu erkennen, dass dem Autor die Aufberei-tung dieser Daten in seinen Büchern sehr wichtig ist. So bekommt der Kriminalroman eine Tiefe, die zum Ende noch mit den Gedanken um Gerechtigkeit und Moral noch weiter ausgebaut wird. Den besonderen Charme hat das Buch seinen Protagonisten zu verdanken. Das Ermittler-Trio um Gregor Lilienthal, Diana Escher und Hendrik Lilienthal konnte bei mir schnell viele Sympathiepunkte sammeln und gerade der aufrechte und engagierte Charakter von Gregor war für mich gerade in dieser orientierungslosen Zeit sehr bemerkenswert.

    "Schwarze Reichswehr" ist für mich ein hervorragend umgesetzter historischer Kriminalroman, in dem die grausame Zeit des Ersten Weltkriegs schonungslos und erschreckend authentisch dargestellt wird. Für mich eines meiner Lese-Highlights in diesem Jahr, welches ich natürlich sehr gerne weiterempfehle und mit den vollen fünf von fünf Sternen bewerte.

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    Pixibuchvor 2 Monaten
    Schwarze Reichswehr

    Ein Kriminalroman, der im ersten Welkrieg bis zum Jahre 1928 spielt, also ungfähr 10 Jahre im Leben von Kommissar Gregor Lilienthal. Auf dem Weihnachtsmarkt in Berlin wurde ein Mann vom Weihnachtsmann erschossen. Zwei Kinder sind Zeugen, können aber dazu nichts sagen, da sie unter Schock stehen. Der Kommissar kennt den Ermordeten, es war Unteroffizier Golo Bartels, der seine Kompanie schikanierte, wo er nur konnte. Gregor recherchiert und stellt fest, dass Golo ein Büro betrieb. Er sucht den Schuldigen bei seinen ehemaligen Kreigskameraden, die alle auf den Mann einen Riesenhass haben. Eine Zeuging will eine junge Frau weinden aus Golos Büro kommen sehen haben. Die Ermittlungen ziehen sich dahin, ohne dass es irgendwelche neuen Erkennnisse gibt. Dann im zweiten Teil kehren wir zu den Kriegserlebnissen zurück. Hautnah werden uns da die Kämpfe im Schützengraben erzählt, die Verwundungen der Soldaten beschrieben und auch wie die Ärzte die Verwundeten behandelten. Damals wurde der junge Joscha erstochen und Gregor hat bis heute den Mörder noch nicht gefunden. Ist er identisch mit dem Mördervon Golo Bartel? Gekonnt werden geschichtliche Personen wie Goebbels und Wessel mit fiktiven Personen gemischt, wir bekommen Einblick in die Kämpfe im ersten Weltkrieg, die Revolution danach, das Aufkommen der schwarzen Reichwehr und Hitlers. Das geschichtliche Geschehen wird wunderbar in die Kriminalgeschichte eingearbeitet. Auch die persönlichen Probleme von Gregor werden mit verarbeitet, die erste Frau ist während des Krieges gestorben und seine zweite Frau erwartet nun von ihm ein Kind. Wunderbar ist das Cober in sepiafarben gestaltet. Es zeigt usn eine Barrikade in Berlin in der gtroßen Frankfurter Straße/Ecke Lebuser Straße. Durch die Lektüre dieses Buches habe ich mir nun weitere Kenntnisse über den ersten Weltkrieg angeeignet. Ein hervorragendes Buch, wie es besser nicht geschrieben werden könnte.

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    Lesewunders avatar
    Lesewundervor 2 Monaten
    Kurzmeinung: spannender Krimi, auch lesenswert für Leser von historischen Romanen
    Ein ungeklärter Todesfall aus Kriegstagen und ein neuer Mord

    Auf dem Berliner Breitscheidplatz wird im Jahr 1927 kurz vor Weihnachten ein Mann von einem Weihnachtsmann erschossen. Kommissar Gergor Lilienthal soll den Mord aufklären. Der Tote ist kein Unbekannter für Lilienthal, sondern ein ehemaliger Kriegskamerad. Sofort sind Lilienthal die Ereignisse aus dem Jahr 1918 wieder im Gedächtnis. Damals war er an der Westfront und einer seiner Kameraden wurde ermordet. Er sollte damals den Fall aufklären und war überzeugt, einer seiner Kamaraden war der Mörder. Dass er den Fall nicht lösen konnte, beschäftigt ihn bis heute. Vielleicht ist dieser neue Fall die Chance, altes Unrecht zu sühnen.Lilienthal befrägt die Verdächtigen von damals erneut. Er verbeißt sich so in den Fall, dass seine Frau und sein Bruder um seine Gesundheit und berufliche Integrität fürchten.Langsam setzt sich das Bild der damaligen Ereignisse zusammen. Nichts scheint so wie zuerst gedacht. Und Lilienthal steht vor der Frage “ Was ist Gerechtigkeit ?“
    Das Buch spannt den Bogen von den Schützengräben an der Westfront bis zu dem erneuten Mord in der Weimarer Republik. Der Autor schildert in drastischen Worten und ohne Beschönigungen die Zustände an der Front und lässt auch die Schikanen durch Vorgesetzte nicht unerwähnt.. Man erhält als Leser ein sehr realistisches Bild der damaligen Verhältnisse. Diese Realitätstreue setzt sich in den Schilderungen der Weimarer Republik fort. Deutlich wird wie militärische Strukturen weiterhin das öffentliche Leben mitbestimmen und den Aufstieg der NSDAP begünstigen.
    Lilienthal war mir sehr sympathisch in seinem Streben nach Gerechtigkeit.Überzeugt hat mich die Darstellung seines inneren Konflikts, als er den wahren Täter entlarvt, aber eine Verurteilung zu scheitern droht.
    Ich fand den Krimi sehr spannend, aber auch unter dem geschichtlichen Aspekt ist das Buch unbedingt lesenswert.

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    Kuempelds avatar
    Kuempeldvor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Spannender Kriminalfall in historischem Gewand
    Zeitgefühl spannend verpackt

    Gregor Lilienthal wird mit einem Mordfall konfrontiert, der starke Verbindungen zu einem seiner früheren Fälle aufweist, der nie gelöst worden ist. Grund genug, sich nochmal dem alten Fall anzunehmen und erneut die Zeugen und Verdächtigen von damals zu befragen. Für Gregor bedeutet dies eine erste ernsthafte Auseinandersetzung mit seinen traumatischen Erlebnissen des Ersten Weltkriegs. Doch nicht nur hier steht ihm eine Herausforderung bevor, auch der alte Mordfall hält unerwartete Wendungen bereit, welche ihn am Ende an seiner Einstellung zu Moral und recht zweifeln lassen.

    Im Vordergrund des Kriminalromans steht das Zeitgefühl, welches er dem Leser vermittelt. Gunnar Kunz schafft es, dieses sehr authentisch durch die Einbeziehung historischer Persönlichkeiten (Goebbels, Wessel, Liebknecht, ...), wahren Begebenheiten (Ausrufung der Republik) und vielen kleinen Details, etwa Begriffe und Gegenstände, darzustellen und dadurch eine höhere Erzählebene zu erreichen. Als Leser wird so manchmal erst bewusst, welche Gefühle und Emotionen in den jeweiligen Situationen vorgeherrscht haben und auf welchem stand der Entwicklungen Technik bereits war.
    Der Schreibstil ist einfach und sehr flüssig, die verschiedenen Zeitebenen im Handlungsverlauf sind voneinander abgesetzt.
    Obwohl es sich um einen Band innerhalb einer Reihe handelt, kann man den Roman auch sehr gut als eigenständiges Buch lesen.
    Empfehlenswert!

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    danielamariaursulas avatar
    danielamariaursulavor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Packender Krimi, der zwischen der Weimarer Republik, der Revolution und dem 1. Weltkrieg wechselt. Philosophisch, anspruchsvoll, sehr gut!
    Ein schwarzer Fleck auf der historischen Weste

    Dies ist ein historischer Krimi, in dem sowohl ein Mord während der Weimarer Republik 1927/1928, als auch gegen Ende des 1. Weltkrieges im Mittelpunkt des 6. gemeinsamen Falles des ungewöhnlichen Ermittlertrios der Familie Lilienthal bestehend aus Philosophieprofessor Hendrik, seiner besten Freundin Diana, selbst eine Akademikerin und Fliegerin, sowie deren Mann und Hendriks Bruder Kriminalkommissar Gregor. Weihnachten 1927 wird auf dem Weihnachtsmarkt ein Mann von einem Weihnachtsmann ermordet. Dank des Kostüms bleibt der Täter unerkannt. Das Opfer war Gregors Vorgesetzter im 1. Weltkrieg, ein Sadist und Opportunist, der sich aktuell an der illegalen Wiederbewaffnung der geheimen schwarzen Reichswehr bereichert. Gregor vermutet den Täter unter seinen ehemaligen Waffenbrüdern und spürt sie in Berlin auf. Dabei kommen alte Erinnerungen an einen früheren Mord an einem von ihnen hoch. Wie hängen die beiden Morde zusammen, denn das dem so ist, davon ist er überzeugt. Doch wer von ihnen hat wirklich ein Motiv und die Möglichkeit?

    Sehr interessant war für mich der Einblick in die illegale Wiederbewaffnung, die geheimen Zusammenkünfte radikaler Kräfte, die sich nicht darum scheren, daß sie längst verboten wurden. Darunter auch Dr. Goebbels und der junge Horst Wessel. Beim Lesen wurde mir wieder schmerzlich bewußt, wie wenig ich eigentlich über die Weimarer Republik weiß, die wir lediglich 1 mal in der Schule durchgenommen haben, im Gegensatz zum 2. und 1. Weltkrieg. Diese Zeit ist unheimlich spannend. Um zu verstehen, wie denn jemand wie Hitler, der bereits für seine brutalen, rücksichtslosen Aktionen berüchtigt und dessen Bewegung verboten war, derart mächtig werden und die Macht übernehmen konnte. Die Zusammenhänge zwischen dem Untergang des Kaiserreichs und dem späteren 3. Reichs werden sehr gut dargestellt, es wird allerdings auch einiges an historischer Allgemeinbildung vorausgesetzt. Sehr eindrucksvoll fand ich auch die Schilderungen von Gregors Erlebnissen in den Schützengräben in Flandern 1917/1918. Die Arroganz der adeligen Offiziere, die Skrupellosigkeit einiger Ärzte an der Front, die gerade kriegsbedingte Nervenleiden als Simulation oder Ausdruck einer verweichlichten Konstitution ansahen, ist keine leichte Kost. Bei aller Faszination, war es für mich nicht als Einschlaflektüre geeignet. Aber keine Sorge, es ist kein Kriegsroman, daher wird auch noch die nachfolgende Revolution beschrieben, um die Mächte, mit denen Gregor sich anlegt plastisch vor Augen zu führen. Neben den historischen Zusammenhängen und dem Einblick in das Leid der Bevölkerung, fand ich besonders Hendriks philosophischen Überlegungen interessant. Der feinsinnige Philosoph leidet sehr an der wachsenden Begeisterung seiner Studenten für nationalistisches Gedankengut. Diana hingegen kämpft mit der aufkeimenden Hoffnung einer erneuten Schwangerschaft und Übelkeit. Dennoch ist sie nicht bereit, sich aus den Ermittlungen heraus zu halten. Eine ungewöhnlich progressive Frau für ihre Zeit.

    Der Kriminalfall hat mich sehr lange im Ungewissen gelassen. Anders als Kommissar Gregor ging ich nicht zwingend von einem Täter aus dem Kreis der Kriegskameraden aus. Einmal Sadist, immer Sadist – hätte sich so jemand nicht in den letzten 10 Jahren eine riesige Zahl von Feinden schaffen können? Gregors Spürsinn trügt ihn nicht, doch an der Auflösung wird er noch einige Zeit zu knabbern haben. Ermittlungen ohne die heutigen technischen Möglichkeiten finde ich immer wieder reizvoll, da hierdurch verstärkt der Blick auf das Motiv und die Möglichkeit gerichtet wird. Auch ohne Kriminaltechnik kommt es hier zu überraschenden Wendungen, denn so recht passen die Morde nicht in Gregors Bild von seinen Kriegskameraden.
    Ich bin schon sehr gespannt, wie Hendrik mit der immer engstirnigeren Gesinnung in Deutschland klar kommen wird, wie eine mögliche Mutterschaft Diana eventuell verändern wird (ob sie wohl vorsichtiger wird?) und wie Gregor mit seinen Entscheidungen wird leben müssen.
    Bis der 7. Band erscheint habe ich nun noch genügend Zeit, mir die Vorgängerbände durchzulesen und mein Wissen über die Weimarer Republik auf spannende und kurzweilige Art und Weise zu erweitern. Die Reihe wird voraussichtlich von Beginn der Weimarer Republik, bis zu Hitlers Machtergreifung fortgeführt.

    Autor Gunnar Kunz wurde 1961 in Wolfsbüttel geboren und hat 14 Jahre an Theatern als Regieassistent und Regisseur gearbeitet, ehe er sich entschieden hat, seine eigenen Geschichten zu Papier zu bringen.

    Eigentlich fand ich es während des ganzen Lesens einen klaren Fall für 5 Sterne, aber mit Gregors Entscheidungen am Schluß, bin ich nicht ganz glücklich. Dies ist allerdings eine Geschmacksfrage, die nicht von allen Leserundenteilnehmern geteilt wird. Daher 4,5 von 5 Sternen.

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    Gartenfee007s avatar
    Gartenfee007vor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Ein sehr lehrreicher und mitreißender Krimi!!
    Schwarze Reichswehr

    Darum geht es (Klappentext):


    Berlin, 1927. Während die Lohmann-Affäre die Weimarer Republik erschüttert und die Existenz einer geheimen Reichswehr enthüllt, wird Kommissar Gregor Lilienthal im Zuge einer Mordermittlung mit dem Schrecken des Ersten Weltkriegs und der Revolution von 1918/19 konfrontiert. Dabei trifft er auf zwielichtige Offiziere und skrupellose Militärärzte, auf Ringvereine und Freikorps, auf Joseph Goebbels und Horst Wessel - und auf ein Geheimnis, das all seine Erkenntnisse über den Haufen wirft.

    Meine Meinung:

    Dieser Kriminalroman hat mich sehr berührt. Die Alltagssituationen wurden sehr anschaulich beschrieben und man litt und begleitet die Menschen in ihrem Leben. Das die Geschichte mit einem Krimi verwoben wurde machte dieses Buch sehr lesenswert!! Geschichte einfach mal anders.Natürlich wird der Mord aufgeklärt, wie verrate ich natürlich nicht. Dadurch das das Buch sehr gut recherchiert wurde, macht dieser Krimi einen sprach- und atemlos!! Ein sehr gelungenes Buch auch sehr gut für den Geschichtsunterricht und für alle die an Geschichte interessiert sind!!! 


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    irismarias avatar
    irismariavor 2 Monaten
    klasse historischer Krimi

    "Schwarze Reichswehr" ist der neueste Band der historischen Krimireihe von Gunnar Kunz, die vor etwa 100 Jahren in Berlin spielt. Es ermittelt ein ungewöhnliches Trio: zum einem Kommissar Gregor Lilienthal, dann seine schwangere Frau Diana und der Philosophieprofessor Hendrik, der Gregors Bruder ist. Da ich die Vorgängerbände nicht kenne, war es für mich am Anfang etwas schwierig, die Beziehung der drei Ermittler richtig einordnen zu können.
    Im Mittelpunkt des Falles steht die Ermordung eines Mannes auf einem Berliner Weihnachtsmarkt. Es stellt sich heraus, dass der Tote ein Unteroffizier ist, der Gregor im Ersten Weltkrieg schikaniert hat. Parallel zu den Ermittlungen erlebt man durch Rückblenden die Zeit des Ersten Weltkrieges und der entstehenden Weimarer Republik durch die Augen Kommissar Lilienthals. In der Handlung des aktuellen Falls, der 1927 spielt, gibt es beginnende nationale Bewegungen, so etwa die schwarze Reichswehr, die versuchen Einfluss auf die Politik zu nehmen. Mir hat das Buch sehr gut gefallen und ich bin neugierig auf die Vorgängerbände. Es ist eine gelungene Mischung zwischen einem fiktiven Kriminalfall und der lebendigen wenn auch drastischen Darstellung historischer Ereignisse, so etwa des Elends der Frontsoldaten im Ersten Weltkrieg oder die Unruhen bei der Gründung der Weimarer Republik.
    Für alle Geschichtsinteressierten und Krimifans ist die Reihe um Kommissar Lilienthal sehr zu empfehlen.

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    Anteks avatar
    Antekvor 2 Monaten
    Spannende Zeitreise der Extraklasse

    Dies ist bereits der sechste Teil der historischen Krimireihe um Kommissar Gregor Lilienthal, für mich war es der erste und wird sicher nicht der letzte bleiben, denn ich war begeistert und habe die Seiten geradezu verschlungen. 


    „Gewöhnlich bringt einem der Weihnachtsmann Puppen, Zinnsoldaten und Gebäck, vielleicht auch mal eine Rute, aber gewiss keine Leiche.“, falsch gedacht, denn auf dem Berliner Weihnachtsmarkt zieht die Gestalt im roten Kapuzenmantel einen Armeerevolver aus der Tasche und schießt seinem Gegenüber dreimal in die Stirn. Die Vergangenheit holt einen immer ein, sind Kommissar Gregor Lilienthals Gedanken, als er den toten Golo Bartels entdeckt. Wer hat seinen ehemaligen Unteroffizier, der im Ersten Weltkrieg Gefallen daran gefunden hat die Gefreiten bis aufs Letzte zu schikanieren, ermordet? Handelt es sich um späte Rache oder geht es um mehr? Dass dieser Mord aber mit einem Mord an der Front zu tun haben muss, der Gregor seit Jahren beschäftigt, ist ihm sofort klar. Kann er eventuell beide Fälle lösen, wenn er sich seiner Vergangenheit stellt? Ein sehr persönlicher Fall für den Kommissar steht bevor.


    „Schwarze Reichswehr“ ist in drei Teile gegliedert. Der erste und der letzte handeln im Jetzt, was in dem Fall Weihnachten und Jahreswende 1927/28 bedeutet. Hier werden für den aktuellen Fall Verdächtige befragt und Spuren verfolgt, und gegen viele Mauern gekämpft. Der zweite Teil berichtet von den Geschehnissen neun Jahre zuvor, von März 1918 bis Januar 1919. Man erlebt mit Gregor den Einsatz im Ersten Weltkrieg, erfährt von dem Mord, den er damals nicht aufklären kann, und darf mit ihm dann auch noch über das Kriegsende hinaus die Revolution in Berlin unmittelbar miterleben.


    Im Moment stehen bei mir historische Romane ganz weit oben auf meiner Favoritenliste und dieser Krimi aus der jüngeren Vergangenheit ist genau so, wie ich es mir vorstelle. Man darf hautnah mit in die damalige Zeit reisen, ja lebt sie fast selbst mit. Man erfährt, wie sich ein Soldat an der Front zwischen herumfliegenden Leichenteilen bei einem Angriff im wassergefüllten Graben stehend fühlt, oder mit welchen Strategien unterschiedliche Typen Soldaten sich durch die schwere Zeit retten, muss mit ihnen Erniedrigungen der Vorgesetzten ertragen, leidet mit an den Kriegstraumatas, die sie mit in die Heimat tragen und bekommt schließlich die Revolution in Berlin hautnah mit. Die authentisch, nicht geschönte Darstellung gibt jedem geschichtsinteressierten Leser einen mehr als gelungenen, schockierenden und fesselnden Einblick in die Zeit. Auch die Zwanziger Jahre, mit all dem technischen Fortschritt, den tollen Auslagen in den Warenhäusern, sind zu finden. Ein Essen im Automatenrestaurant, die Meldung, dass Verkehrsschilder keine Werbung mehr tragen dürfen oder die Information am Rande, dass die Straßenbahnen im Winter jetzt auf zehn Grad beheizt werden, ganz besonders haben mir diese kleinen Details, die man sonst nicht im Geschichtsbuch findet, begeistert. Diese finden sich hier zuhauf und machen die Geschichte äußerst authentisch und lebendig.


    Der Sprachstil des Autors liest sich flüssig und angenehm. Gunnar Kunz versteht es hervorragend beim Leser Emotionen zu erzeugen.  So habe ich z.B. schockiert von den Erniedrigungen durch die Unteroffiziere gelesen, mir hat es fast das Herz gebrochen, als ein junger Bursche, der als Kanonenfutter in den Krieg geschickt wurde, stirbt und seine letzten Worte, aber heute ist doch mein Geburtstag, sind, ich habe Wut empfunden über die Arroganz von Militärarzt Mentzel, der ohne jegliches Unrechtsbewusstsein noch mit seinen unmenschlichen Behandlungsmethoden im Lazarett prahlt oder ich habe auch ganz oft Genugtuung empfunden, wenn Gregor wieder ein Schachzug gelingt. Auch wenn hier ganz eindeutig der historische Kontext im Vordergrund steht, ist auch der Fall an sich fesselnd und spannend angelegt. Zahlreiche Verdächtige, dramatische Ereignisse und so manche Wendung, die alles noch einmal komplett über den Haufen wird, sorgen dafür, dass man die Seiten zunehmend verschlingt.


    Gregor ein Mann mit Ecken und Kanten, aber äußerst geradlinig, genau so mag ich einen Kommissar. Warum er vielleicht ein wenig wortkarg ist, habe ich schon in diesem einen Teil erfahren, so viel Leid muss man ertragen können. Ich bewundere ihn für seine Zielstrebigkeit, einmal festgebissen verfolgt er sein Ziel auch wenn es über Jahre hinweg sein muss. Das hat mir imponiert. Gut gefallen hat mir auch sein Bruder Hendrik, der ihn bei seinen Ermittlungen oft auf den richtigen Gedanken bringt. Alles systematisch ordnen, mit philosophischen Gedanken auch mal aus einem anderen Blickwinkel drauf schauen, die beiden arbeiten gut zusammen. Sowohl Hendrik als auch Diana, Gregors schwangere Ehefrau begleiten ihn bei den Ermittlungen, was bei diesem sehr persönlichen und daher auch emotional aufwühlenden Fall sicher von Vorteil ist. Aber auch alle anderen Darsteller sind authentisch und gelungen gezeichnet.

     

    Alles in allem volle Begeisterung für diesen historischen Krimi und absolute Empfehlung mit fünf redlich verdienten Sternen.


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    esposa1969s avatar
    esposa1969vor 2 Monaten
    Kurzmeinung: lesenswert
    Geheime Aufrüstung

    Klappentext:

    Berlin, 1927. Während die Lohmann-Affäre die Weimarer Republik erschüttert und die Existenz einer geheimen Reichswehr enthüllt, wird Kommissar Gregor Lilienthal im Zuge einer Mordermittlung mit dem Schrecken des Ersten Weltkriegs und der Revolution von 1918/19 konfrontiert. Dabei trifft er auf zwielichtige Offiziere und skrupellose Militärärzte, auf Ringvereine und Freikorps, auf Joseph Goebbels und Horst Wessel - und auf ein Geheimnis, das all seine Erkenntnisse über den Haufen wirft.


    Leseeindruck:

    Mit „Schwarze Reichswehr“ von Autor Gunnar Kunz liegt dem Leser ein fesselnder und zeitgeprägter historischer Kriminalroman vor. Hier werden wahre Begebenheit perfekt mit fiktiven Ereignissen vermengt, die das Gelesene real und bildhaft werden lassen. Wie man dem Buchklappentext bereits entnehmen kann, schreiben wir das Jahr 1927. Auf einem Berliner Weihnachtsmarkt wird ein Mann erschossen. Kommissar Gregor Lilienthal wird mit der Vergangenheit konfrontiert, denn das Opfer war sein ehemaliger Unteroffizier aus dem Ersten Weltkrieg, der sich in dieser Zeit wenig Freunde gemacht hatte. So holt ihn die Vergangenheit wieder ein, so dass dieser Fall ein persönlicher wird….

    Dieser Kriminalfall war angenehm kurzweilig zu lesen. Man hatte die Zeit von damals bildhaft vor Augen und erfährt auch viel über diese. Der Autor hat hervorragend recherchiert und wahre Begebenheiten mit fiktiven so vereint, dass eine runde Geschichte daraus wird. Die Handlung hat mich emotional tief berührt und aufgerüttelt. Man taucht tief in den Fall ein und die rund 300 Seiten flogen geradezu durch meine Finger.

    Das Cover könnte trefflicher kaum gewählt sein.

    @ esposa1969

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    Gunnar01s avatar
    Hallo,

    ich lade euch ein zu einer Leserunde mit meinem Krimi aus der Weimarer Republik, "Schwarze Reichswehr" (erschienen dieses Jahr im Gmeiner Verlag).  Hier zunächst der Klappentext:

    "Berlin, 1927. Während die Lohmann-Affäre die Weimarer Republik erschüttert und die Existenz einer geheimen Reichswehr enthüllt, wird Kommissar Gregor Lilienthal im Zuge einer Mordermittlung mit dem Schrecken des Ersten Weltkriegs und der Revolution von 1918/19 konfrontiert. Dabei trifft er auf zwielichtige Offiziere und skrupellose Militärärzte, auf Ringvereine und Freikorps, auf Joseph Goebbels und Horst Wessel – und auf ein Geheimnis, das all seine Erkenntnisse über den Haufen wirft."

    Es handelt sich also um einen historischen Krimi aus der jüngeren Vergangenheit. Mit meiner Serie (dies ist der 6. Band, man kann aber jedes Buch für sich lesen) erzähle ich die Geschichte der Weimarer Republik, eine überaus spannende und konfliktreiche Zeit, und tauche in den Alltag der zwanziger Jahre ein.

    Bis zum 27.7. werden zehn Bücher verlost, natürlich kann darüber hinaus jeder mitmachen, der das Buch gekauft hat. Ich werde die Leserunde begleiten und beantworte gern alle möglichen und unmöglichen Fragen. Es kann sein, dass ich mal den einen oder anderen Tag nicht reagieren kann, weil ich auf Lesereise bin, aber prinzipiell bin ich bestrebt, mehrmals täglich zu antworten.

    Ich würde mich über euer Interesse freuen.

    Viele Grüße

    Gunnar Kunz


    Gunnar01s avatar
    Letzter Beitrag von  Gunnar01vor einem Monat
    Hallo, ich bin wieder zurück von einer ziemlich aufregenden Lesereise! Das ging schon mit der Hinfahrt los. 6 Uhr aufstehen, mit dem Zug nach Norddeich, wo ich eigentlich 75 Minuten Zeit zum Umsteigen in die einzige Fähre des Tages nach Juist gehabt hätte. Aber wir sprechen ja von der Bahn. In Emden war die Brücke kaputt (was wohl öfter vorkommt, zumal die unter Denkmalschutz steht), deshalb standen wir anderthalb Stunden in Leer herum. Bekamen dann von der Bahn ein Taxi gestellt mit der Aussicht, entweder in Norddeich kein Zimmer mehr zu bekommen, weil die Übernachtungsmöglichkeiten ausgebucht waren, oder bis zur Ersatz-Fähre um Mitternacht im Wartesaal abzuhängen. Meine Lesung sollte zwar erst am folgenden Tag stattfinden, aber ich hätte mich maßlos geärgert, hätte ich den Auftakt des Festivals und die Lesungen der Kollegen verpasst. Zum Glück saß in unserem Taxi eine Einheimische, die flugs die letzten noch freien Plätze im Flugzeug von Norddeich nach Juist reservierte. Das war zwar nicht billig (45.- Euro pro Person), aber das war es wert, um rechtzeitig anzukommen. Ich sah dem Flug in der 8 Personen fassenden Maschine (siehe Foto) zunächst etwas skeptisch entgegen, aber es war dann ein wunderbar ruhiger, nur wenige Minuten dauernder Flug bei schönstem Sonnenschein, sodass ich noch rechtzeitig zum Auftakt da war. Es lasen Nora Luttmer und Klaus-Peter Wolf, zwischendurch spielte eine Band – eine schöne Veranstaltung. Mit dem sympathischen Organisator des Ganzen, Thomas Koch von der örtlichen Buchhandlung, den ich ja von meinem Stipendium 2015 her kannte, ging ich dann um 1.40 in der Nacht noch zum Fähranleger, um zwei Kolleginnen abzuholen, die auf die Mitternachtsfähre hatten warten müssen. Und fiel anschließend halbtot ins Bett. Am Samstag Abend, nach meiner Kollegin Judith Merchant, las ich aus „Schwarze Reichswehr“. Wieder eine schöne Stimmung im Publikum. Sonntag Vormittag las Tatjana Kruse, anschließend ging es auf die Fähre zurück aufs Festland. Da ich ja am Montag früh in Parchim bereits vor Schülern aus meinem Kinderbuch „Schnatzelschnapf!“ lesen sollte, die Fähre aber erst um 14:30 Uhr abfuhr, hatte ich mir die einzig mögliche Zugverbindung nach Parchim herausgesucht, bei der ich um 23:15 dort wäre, mit fünfmaligem Umsteigen. Nach den Erfahrungen bei der Hinfahrt befürchtete ich das Schlimmste. Und zu Recht. Beim ersten Umsteigen in Bremen hieß es, der Anschlusszug nach Hamburg habe über 50 Minuten Verspätung, damit hatte sich meine Reise eigentlich bereits erledigt. Allerdings erhielt ich am Schalter die Information, ein früherer Zug nach Hamburg hätte ebenfalls Verspätung und träfe gerade ein, wenn ich die Beine in die Hand nehmen würde, könnte ich ihn noch erwischen. Was ich auch tat. Der nächste Anschlusszug in Hamburg startete mit fünf Minuten Verspätung, sodass ich in Ludwigslust wieder rennen musste, um den Zug nach Schwerin zu erwischen. Dort war ich gezwungen, den Schienenersatzverkehr zu nutzen, mit einem Busfahrer, der die Strecke zum ersten Mal fuhr und die Fahrgäste fragen musste, wo es denn lang ginge. In Crivitz erneut umsteigen in den Zug nach Parchim, wo ich dann nach neun Stunden Reise gegen 23:30 ankam und tot ins Bett fiel. Am Montag hatte ich ab 8:30 kurz hintereinander drei Lesungen vor Kindern aus meinem Kinderbuch „Schnatzelschnapf! oder: Wie kommt die Welt in meinen Kopf?“, die anstrengend, aber auch sehr schön waren. Danach fuhr ich gleich zu meinem nächsten Leseort weiter, nach Neubrandenburg. Diesmal gelang es der Bahn tatsächlich, den Zeitplan einzuhalten. Am Dienstag hatte ich einen freien Tag, den ich zum Arbeiten nutzte. Mittwoch dann wieder drei Lesungen aus „Schnatzelschnapf!“ vor Kindern. Anschließend ging es zurück nach Berlin.
    Zur Leserunde

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