Gunnar Steinbach

 3.8 Sterne bei 5 Bewertungen

Alle Bücher von Gunnar Steinbach

Des Schreinermeisters schönster Sarg

Des Schreinermeisters schönster Sarg

 (2)
Erschienen am 04.09.2006
Mord mit Meerblick

Mord mit Meerblick

 (2)
Erschienen am 04.12.2008
Prälat Abels letzte Fahrt

Prälat Abels letzte Fahrt

 (1)
Erschienen am 01.05.2005
Schneller als der Hunger

Schneller als der Hunger

 (0)
Erschienen am 01.03.2004
Prälat Abels letzte Fahrt

Prälat Abels letzte Fahrt

 (0)
Erschienen am 16.02.2007

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Rezension zu "Des Schreinermeisters schönster Sarg" von Gunnar Steinbach

Rezension zu "Des Schreinermeisters schönster Sarg" von Gunnar Steinbach
Karrvor 7 Jahren

Der Schreinermeister, das ist Friedheln Kaufmann, genannt Freddie. Er lebt mit seiner Mutter in Fischbach, das ist im tiefsten Sauerland, einer Gegend wo die Orte Kirchhunden-Oberhunden heißen, oder eben Fischbach. Fischbach, ein Ort, rund um Tannen angebaut werden, die jedes Jahr als Weihnachtsbäume verkauft werden. Als Schreinermeister ist Freddie auch für die Fertigung von Särgen zuständig, wenn im Ort jemand das zeitlich segnet. Freddie ist sozusagen Teilzeit-Bestatter. Freddie hat etwas oder will etwas haben - mit Charlotte, der Frau aus dem Einkaufsladen im Ort. Aber dagegen da Freddies Mutter etwas. Anonyme Briefe tauchen im Ort auf, bösartige Beschimpfungen von Charlotte.
Das ist des erste Mal, dass es die Detektei Theisen aus Köln mit Fischbach zu tun bekommt - weil Freddie sie beauftragt, den Urheber der Hassbriefe aufzuspüren.

Ein einfacher Fall - wahrscheinlich ist es Freddies Mutter, die hinter den Briefen steckt.
Damit könnte sie Sache zu Ende sein, wenn Freddie nicht seinen Frust über die Ende im Dorf, die Stagnation, das einfach so lähmende seiner ganzen Umgebung in mörderischem Hass entladen würde. Wo andere Serienmörder zunächst mit Tieren üben, da übt Freddie mit Mehltüten - und das erste Mal, wo er nicht bei einer Mehltüte, sondern einen Hals zudrückt, ist es die alte Erna Schulte aus dem Dorf, die er ermordet und verschwinden lässt. Und als nächsten seinen Hilfstischler Wolffi, dessen Tod er als Selbstmord arrangiert.

Das ist dann der Augenblick, an dem es die Detektei Theisen zum zweiten Mal mit Fischbach und Freddie zu tun bekommt. Diesmal wird ein Dreierteam nach Fischbach geschickt: Sarah Winter, Haluk Güler und als Trumpfkarte Elmar Kugelmeyer, Ex-Kommissar und jetzt seit kurzem in der privaten Sicherheitsbranche. Kugelmeyer hat damit so seine Probleme. Mit Sarah Winter, in die er fast pubertär verliebt ist. Mit Haluk Güler, den er nicht leiden kann - wohl einfach nur weil Güler jünger ist und eleganter und weltläufiger als der etwas behäbige Kugelmeyer.
Zu dritt fallen sie also in Fischbach ein und sofort Freddie wieder in die Hände, der sich ein perverses Spiel daraus machen will, die drei Schnüffler an der Nase herumzuführen und sogar in seine Mordpläne einzubeziehen.

Obwohl die Geschichte in der tiefsten Region, um nicht zu sagen Provinz spielt, ist es kein typischer Regionalkrimi, weil es dem Autor weniger um das konkrete Dorfleben in Fischbach geht, sondern mehr um das allgemeine, um das, was das Zusammenleben in einer kleinen Gemeinschaft ausmacht. Das alles erzählt er mit einer guten Portion Skurrilität, aber trotzdem mit tiefer Anteilnahme für sein Personal und seine Geschichte.

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RalfderPreusses avatar

Rezension zu "Mord mit Meerblick" von Gunnar Steinbach

Rezension zu "Mord mit Meerblick" von Gunnar Steinbach
RalfderPreussevor 9 Jahren

Der dritte Krimi mit Elmar Kugelmeyer, dem Ex-Polizisten und z.Z. beurlaubten Privatdetektiv. Gemeinsam mit seiner Freundin Sarah macht er Weihnachten 2006 Urlaub an der dänischen Nordseeküste bei einem befreundeten Paar. Dabei kreuzen sich seine Wege mit einem Rentnertrio.

Thorulf, Martin und Leopold stammen auch aus Deutschland. Sie wohnen im Ferienhaus von Thorulf jüngerer Schwester Thordis und bessern ihr knappes Einkommen mit gelegentlichen Überfällen auf norddeutsche Supermärkte auf. Daneben machen die 3 gemeinsam Hausmusik.

Aufgrund nachlassender Fitness klappt es mit den Raubüberfällen nicht mehr so. Thordis sucht nach einer Lösung.

Elmar Kugelmeyer fährt die vier mehr zufällig nach einem Konzert zurück in ihr Ferienhaus. Aufgrund einer Autopanne und anderer Verwicklungen verbringt er die Nacht bei den Rentnern im Bett mit Thordis. Am nächsten Morgen ist Martin tot. Kurz danach wird die Gastgeberin von Kugelmeyer und Sarah ermordet. Wenig später erfolgt ein Anschlag auf Sarah.

Der Verdacht richtet sich auf Kugelmeyer, der festgenommen wird. Der dänische Kommissar Hastrup hat jedoch Zweifel. Kugelmeyer wird aus der Haft entlassen und klärt den Fall auf unkonventionelle Weise.

Wieder ein schöner Krimi aus der Feder von Gunnar Steinbach, der sich literarisch deutlich positiv von so manchem deutschen Krimi abhebt. Die Psychologie zwischenmenschlicher Beziehungen normaler Menschen steht hier im Vordergrund. Dabei kommen gelegentliche Aktion und verblüffende Wendungen nicht zu kurz. Schade, dass Kugelmeyer so selten ermittelt.

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