Gunnar Steinbach Des Schreinermeisters schönster Sarg

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Inhaltsangabe zu „Des Schreinermeisters schönster Sarg“ von Gunnar Steinbach

Das Verschwinden der alten Damen: Ein neuer Fall für Ex-Kommissar Kugelmeyer. Fischbach: eines von diesen gemütlichen Dörfern irgendwo in der deutschen Provinz, in denen nie etwas passiert! Wirklich nie? In letzter Zeit kursieren wütende Drohbriefe und eine ältere Dame nach der anderen verschwindet. Spurlos, wie es scheint. Kugelmeyer, der seinen Dienst als Kommissar quittieren musste, wird als Privatdetektiv nach Fischbach geschickt. Aber was als kleine Auszeit vom quälenden Alltag begann, wird unversehens zu einem Ausflug mitten hinein in ungeahnte menschliche Abgründe …

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  • Rezension zu "Des Schreinermeisters schönster Sarg" von Gunnar Steinbach

    Des Schreinermeisters schönster Sarg

    Karr

    02. October 2011 um 16:49

    Der Schreinermeister, das ist Friedheln Kaufmann, genannt Freddie. Er lebt mit seiner Mutter in Fischbach, das ist im tiefsten Sauerland, einer Gegend wo die Orte Kirchhunden-Oberhunden heißen, oder eben Fischbach. Fischbach, ein Ort, rund um Tannen angebaut werden, die jedes Jahr als Weihnachtsbäume verkauft werden. Als Schreinermeister ist Freddie auch für die Fertigung von Särgen zuständig, wenn im Ort jemand das zeitlich segnet. Freddie ist sozusagen Teilzeit-Bestatter. Freddie hat etwas oder will etwas haben - mit Charlotte, der Frau aus dem Einkaufsladen im Ort. Aber dagegen da Freddies Mutter etwas. Anonyme Briefe tauchen im Ort auf, bösartige Beschimpfungen von Charlotte. Das ist des erste Mal, dass es die Detektei Theisen aus Köln mit Fischbach zu tun bekommt - weil Freddie sie beauftragt, den Urheber der Hassbriefe aufzuspüren. Ein einfacher Fall - wahrscheinlich ist es Freddies Mutter, die hinter den Briefen steckt. Damit könnte sie Sache zu Ende sein, wenn Freddie nicht seinen Frust über die Ende im Dorf, die Stagnation, das einfach so lähmende seiner ganzen Umgebung in mörderischem Hass entladen würde. Wo andere Serienmörder zunächst mit Tieren üben, da übt Freddie mit Mehltüten - und das erste Mal, wo er nicht bei einer Mehltüte, sondern einen Hals zudrückt, ist es die alte Erna Schulte aus dem Dorf, die er ermordet und verschwinden lässt. Und als nächsten seinen Hilfstischler Wolffi, dessen Tod er als Selbstmord arrangiert. Das ist dann der Augenblick, an dem es die Detektei Theisen zum zweiten Mal mit Fischbach und Freddie zu tun bekommt. Diesmal wird ein Dreierteam nach Fischbach geschickt: Sarah Winter, Haluk Güler und als Trumpfkarte Elmar Kugelmeyer, Ex-Kommissar und jetzt seit kurzem in der privaten Sicherheitsbranche. Kugelmeyer hat damit so seine Probleme. Mit Sarah Winter, in die er fast pubertär verliebt ist. Mit Haluk Güler, den er nicht leiden kann - wohl einfach nur weil Güler jünger ist und eleganter und weltläufiger als der etwas behäbige Kugelmeyer. Zu dritt fallen sie also in Fischbach ein und sofort Freddie wieder in die Hände, der sich ein perverses Spiel daraus machen will, die drei Schnüffler an der Nase herumzuführen und sogar in seine Mordpläne einzubeziehen. Obwohl die Geschichte in der tiefsten Region, um nicht zu sagen Provinz spielt, ist es kein typischer Regionalkrimi, weil es dem Autor weniger um das konkrete Dorfleben in Fischbach geht, sondern mehr um das allgemeine, um das, was das Zusammenleben in einer kleinen Gemeinschaft ausmacht. Das alles erzählt er mit einer guten Portion Skurrilität, aber trotzdem mit tiefer Anteilnahme für sein Personal und seine Geschichte.

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