Gunter Dueck Schwarmdumm

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Inhaltsangabe zu „Schwarmdumm“ von Gunter Dueck

Die »Schwarmintelligenz« treibt uns geradewegs ins Verderben. Denn statt einer Konzentration an Intelligenz regiert im Schwarm oft das Prinzip: Viele Köche verderben den Brei. Sinnlose Meetings, schmerzhafte Kompromisse und unausgereifte Ergebnisse sind in Unternehmen und Institutionen keine Ausnahme, sondern die Regel. »Schwarmdummheit«, nennt es Gunter Dueck, Querdenker und Arbeitsweltexperte. Mit seinem Buch macht er uns klar, warum jeder Einzelne im Team oft besser entscheidet als das Team selbst. »Wild Duck« seziert die Brutstätten der Schwarmdummheit und zeigt uns gleichzeitig, wie das genial Einfache in der Masse entstehen kann. Dafür gibt es eine Voraussetzung: Vor dem Ausschwärmen Dueck lesen!

Lesenswertes Sachbuch über das vielgelobte Thema Teamarbeit

— Kittycat007
Kittycat007

Ein Buch, das unterhaltsam sowohl das absurde Gebaren von Wirtschaftsunternehmen als auch den Kleingeist der Konsumenten beschreibt.

— Alira
Alira

Ein Kultsachbuch mit wichtigen Denkanstössen

— rallus
rallus

gute Punkte, etwas zu langatmitg beschrieben, trotzdem total lesenswert

— HorstErnst
HorstErnst
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  • „Wir kaufen billig – wir sind ja nicht blöd“

    Schwarmdumm
    Alira

    Alira

    07. February 2017 um 16:39

    Ein Buch, das einleuchtend und unterhaltsam sowohl das absurde Gebaren von Wirtschaftsunternehmen als auch den Kleingeist der Konsumenten beschreibt und anhand vieler Beispiele erklärt, wie es im Laufe der letzten Jahrzehnte dazu kommen konnte. Man erfährt viel Neues aber leider nur wenig, das zu Hoffnung Anlass gäbe. Die Abwärtsspirale, die durch „Schwarmdummheit“ entsteht (der Kunde will aus Profitgier nicht den vollen Preis zahlen, der Produzent/Dienstleister will aus Profitgier so viele Kunden wie möglich beliefern/abfertigen), wird daher auch in naher Zukunft immer wieder zwangsläufig in die Todesspirale übergehen (siehe Finanzkrise 2008, VW-Abgaskrise 2016 ...)

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  • Schwarmdumm

    Schwarmdumm
    rallus

    rallus

    Jeder, der in großen Unternehmen arbeitet, kennt das. Da hat man selber eine gute Idee, die dem Unternehmen sogar Geld oder Zeit oder beides spart, und weiß auch schon wie man diese umsetzen kann, aber letztendlich scheitert die Ausführung der  Idee an zuviel Verwaltung, unsinnigen internen Gesetzen, Policies oder schlicht und einfach daran, dass diese Idee niemand will – eben weil sie so vernünftig ist, aber den Trends oder dem was schon immer so gemacht wird, widerspricht. Der Manager lobt einen vielleicht noch, aber ausgeführt wird dieser doch scheinbar vernünftige Vorschlag nicht. Dies beobachtet man tagtäglich, der gesunde Menschenverstand ist anscheinend bei der Arbeit in Konzernen ausgesetzt. Die Gesamtheit reagiert als Schwarm auf eine dumme Art und Weise. Für Gunter Dueck ist dies die so genannte Schwarmdummheit. Nicht die Gier hat unsere Wirtschaft in den Bankenkrise getrieben, nein die Schwarmdummheit ist der Übeltäter. Dabei differenziert Gunter Dieck ganz klar zwischen dem Individuum, was noch klar denken kann, aber im Verbund mit anderen mutiert es zum schwarmdummen Wesen. Dabei werden alle Regeln und Gesetze befolgt, doch auch die sind unter schwarmdummen Umständen entstanden. Beispiele gibt Gunter Dieck in seinem Buch viele. Da ist z.B. die wahnhafte Auslastungsmaximierung. Jeder Mitarbeiter muss zu 100% ausgelastet sein. Dabei bedeutet nach dem mathematischen Warteschlangenprinzip eine Auslastung  von 90%, dass 8 Sachen (Kunden, Projekte, Notfälle, brennende Häuser (!)) warten. Bei 99% erhöht sich die Warteschleife auf 98. (!) Manager die z.B zu 99% ausgelastet sind, weil sie sich Arbeit anziehen, viele Sachen alleine entscheiden wollen, etc, lassen also wichtige Anfragen in der Warteschleife sozusagen verhungern. Oder stellen sie sich eine Kasse vor, bei der einer Kassiererin die zu 99% ausgelastet ist. Wer stellt sich da noch an? Dabei sollen gerade die wichtigen Personen maximal zu 60% ausgelastet sein, z.B. Notärzte oder die Feuerwehr. (auch da wartet dann ein Patient, bzw. eine brennende Sache) Interessant ist auch ein Artikel von George Akerlof von 1970 (mit dem er 2001 den Wirtschaftsnobelpreis gewann), der die so genannte Akerlof Spirale beschreibt. Bei einer asymmetrischen Information (bezeichnet den unterschiedlichen Informationsgehalt von zwei Vertragsparteien, z.B. ein Käufer von Gebrauchtwagen und dessen Pendant, der Autohändler) muss die eine Seite der anderen trauen.  Wenn es durch schwarze Schafe zu einem Vertrauensbruch kommt, so erliegt der Markt einer Abwärtsspirale, da der Käufer nicht mehr bereit ist genug zu bezahlen. Die 'guten' Autohändler verschwinden nach und nach. Eingetreten ist dies auch bei der Bankenkrise, der Kunde hat seiner Bank vertraut, die ihn aber übers Ohr gehauen hat, bzw. auch Banken haben sich gegenseitig betrogen, mit unterschiedlichen Wissensständen. Die Abwärtsspirale führte dazu, dass die Zinsen heute auf dem Nullpunkt sind, der Kunde wird komplett über den Tisch gezogen und traut noch weniger seiner Bank. Das dies zu einem Zusammenbruch führen muss, ist klar zu erkennen. Die Akerlof Spirale ist auch gut auf Mitarbeiter von größeren Arbeitgebern anzuwenden. Der Konzern traut seinen Mitarbeitern nicht, dass sie genug arbeiten und überschüttet sie mit Kontrollen. Die Mitarbeiter fühlen sich gegängelt und machen nur noch das was sie tun sollen. Die Kontrollen werden verschärft usw. Ein geregeltes, innovatives und kreatives Miteinander existiert bald nicht mehr. Alle Punkte aufzuzählen, die hier vorgestellt werden, würde den Rahmen sprengen, es sind aber verdammt viele Punkte, die er beleuchtet, die jeder sicherlich unterschreiben kann. Gunter Dieck ist mit seinem Buch nicht nur zu Recht ein Bestseller gelungen, nein dieses Buch sollte bei jedem Manager im Regal stehen, es beschreibt nämlich auch wie aus dieser Spirale herauszukommen ist. Eine Idee muss her, eine zusammenführende Idee, wie: "In 20 Jahren lebt jeder Deutsche nur maximal 20 Kilometer von einer Autobahnauffahrt entfernt". Denn: "Länder, Organisationen, Unternehmen oder Schwärme im Aufbruch zu neuen Ufern vergessen die Schwarmdummheit. Sie haben dafür keine Zeit." Es entsteht die Schwarmintelligenz - zu hoffen wäre es! Ein Sachbuch was das Zeug zum Kult hat.

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  • gemeinsam blöd?

    Schwarmdumm
    dominona

    dominona

    24. October 2015 um 10:34

    Schwarmintelligenz ist ja mittlerweile bekannt, aber dass die nicht immer eintreten muss, nur weil ein Unternehmen eine Menge Mitarbeiter hat, sollte ebenso klar sein. Die Ursachen sind vielfältig: Hierarchie- und Kommunikationsprobleme, fehlendes Vertrauen und wenn Gewinnmaximierung, also Kapitalismus vor der Menschlichkeit kommt, sind nur einige davon. Der Autor legt überzeugend dar, auf welchen Ebenen in einer Firma was schiefgehen kann, aber manchmal sind die Lösungen für mich schwammig.

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