Gunter Frank

 4.2 Sterne bei 31 Bewertungen
Autor von Lizenz zum Essen, Schlechte Medizin und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Gunter Frank

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Gunter FrankLizenz zum Essen
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Lizenz zum Essen
Lizenz zum Essen
 (15)
Erschienen am 01.03.2009
Gunter FrankSchlechte Medizin
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Schlechte Medizin
Schlechte Medizin
 (7)
Erschienen am 17.04.2012
Gunter FrankDie Mañana-Kompetenz
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Die Mañana-Kompetenz
Die Mañana-Kompetenz
 (4)
Erschienen am 01.09.2011
Gunter FrankGebrauchsanweisung für Ihren Arzt
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Gebrauchsanweisung für Ihren Arzt
Gebrauchsanweisung für Ihren Arzt
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Erschienen am 11.01.2016
Gunter FrankKarotten lieben Butter
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Karotten lieben Butter
Karotten lieben Butter
 (2)
Erschienen am 19.03.2018
Gunter FrankMelanchthon Deutsch III
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Melanchthon Deutsch III
Melanchthon Deutsch III
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Erschienen am 20.05.2011
Gunter FrankPhilpsoph Melancthon
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Philpsoph Melancthon
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Erschienen am 01.05.2012
Gunter FrankGesundheitscheck für Führungskräfte
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Gesundheitscheck für Führungskräfte
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 (0)
Erschienen am 01.03.2001

Neue Rezensionen zu Gunter Frank

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friederickesblogs avatar

Rezension zu "Karotten lieben Butter" von Gunter Frank

Ein ungewöhnliches Trio macht Appetit auf gute Ernährung
friederickesblogvor 5 Monaten

Klappentext

Eine Sterneköchin, ein Arzt und ein Wissenschaftler über traditionelles Kochwissen und gesunden Genuss

Die meisten von uns können kaum noch genießen. Selbst Gäste in Léa Linsters Sterne-Restaurant bringen inzwischen eine Portion schlechtes Gewissen mit zum festlichen Dinner. Muss das wirklich ein Widerspruch sein – Gesundheit und Genuss? In diesem außergewöhnlichen Text-Bildband trifft Kochkunst auf Ärztewissen und Ernährungsforschung. Die Spitzenköchin Léa Linster, der Arzt Gunter Frank und der Evolutionsbiologe Michael Wink haben einen mehrtägigen Selbstversuch unternommen. Sie haben eingekauft, gekocht, gegessen, diskutiert: Welche Art von Essen bereitet Genuss und ist trotzdem gesund? Oder gerade deswegen? Zwischen Wochenmarkt, Herd und gedeckter Tafel erfährt der Leser, warum uralte Kochtraditionen viel mit modernem Forschungswissen zu tun haben und echter Genuss immer auch gesund ist.

 

Die Autoren

Gunter Frank, geboren 1963, ist seit zwanzig Jahren Allgemeinarzt mit eigener Praxis in Heidelberg und Autor mehrerer sehr erfolgreicher Bücher („Schlechte Medizin“, „Die Mañana-Kompetenz“) sowie des Ernährungsklassikers „Lizenz zum Essen“.

Léa Linster, geboren 1955, kocht seit über 25 Jahren in ihrem Restaurant in Frisange/Luxemburg auf Sterne-Niveau. Mit ihren Kochbüchern und ihrer Autobiografie „Mein Weg zu den Sternen“ erreicht die auch aus dem Fernsehen bekannte Spitzenköchin ein Millionenpublikum.

Michael Wink, geboren 1951, ist Professor für Pharmazeutische Biologie und Direktor am Institut für Pharmazie und Molekulare Biotechnologie der Universität Heidelberg. Seine Handbücher über Heil-, Gift- und Rauschpflanzen sind Standardwerke in der Fachwelt.

 

 

Das Cover

 

Das Cover erweckt Neugierde, weil eine uns bekannte und beliebte Sterneköchin ungewohnt eingerahmt ist, von einem Arzt und einem Wissenschaftler. Der humorvolle Titel, der ausführliche Untertitel und der Klappentext bestätigen, dass es sich nicht um ein reines Kochbuch handelt. Umso mehr packt einen die Lust rund um die Ernährung mehr erfahren zu wollen.

 

Die Geschichte (Achtung Spoiler!)

 

Das Trio hat sich zusammengetan, um gemeinsam die inzwischen unterschiedlichen Aussagen zur Ernährung aus ihrer Sicht zu beleuchten und einzuordnen. Sie sind der Meinung, dass wir eine Renaissance in der Küche benötigen, weil wir kaum noch in der Lage sind unsere Mahlzeiten und gutes Essen zu genießen. So gilt vieles, was wir über Jahrzehnte gegessen haben mittlerweile als ungesund. Zusammen gehen die drei zwischen Wochenmarkt, Herd und Tisch auf der Sache auf den Grund, erklären die Zusammenhänge, die wissenschaftlichen Hintergründe und das Kochwissen.

 

Meine Meinung

 

Ich war von der ersten Seite an völlig begeistert. Endlich mal jemand, der uns sagt, dass nicht alles schlecht, fett, ungesund und dickmachend ist. Jemand der auch die Art der Zubereitung unserer Vorfahren lobt und nicht ausschließlich als nicht mehr zeitgemäß bezeichnet.

 

Wir erfahren zehn wichtige Regeln einer guten Küche. Außerdem werden die Lebensmittelgruppen von wissenschaftlicher und medizinischer Perspektive erklärt und Lea Lingster zeigt uns, wie wir aus diesen Lebensmitteln gute und gesunde Mahlzeiten zubereiten, wie wir sie genießen und warum sie uns glücklich machen. Wir lernen Lebensmittel wertschätzen und bauen mit den Rezepten auf unserer Tradition auf. Ich habe noch nie ein Buch gelesen, das sich mit Nährwerten und Kalorien befasst, und trotzdem so lustvoll und unterhaltsam sein kann. Die Autoren haben dieses Buch mit viel Herzblut, Humor und Fachwissen erstellt.

 

Mein Fazit: Ein wunderbar lehrreiches Buch, das viel Abwechslung und leicht verständliche Information bietet und außerdem wunderbar bebildert ist. Wer dann noch die Rezepte der begeisternden Lea Lingster mag, der sucht nicht mehr nach Diäten, sondern zieht aus diesem Buch seinen täglichen Genuss. Ein Buch, das man lesen sollte, um mit seiner Nahrungsaufnahme glücklich zu werden.

 

Dieses Buch bekommt eine ausdrückliche Leseempfehlung.

 

friedericke von "friederickes bücherblog"

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Kinderbuchkistes avatar

Rezension zu "Karotten lieben Butter" von Gunter Frank

Dieses Buch muss man gelesen haben. Genuss pur unglaublich informativ und toll ausgearbeitet
Kinderbuchkistevor 7 Monaten

Genuss pur!!

Genuss pur ist dieses wunderbare Buch, das mir das Frühjahr mit dem leidigem Thema Diät und abnehmen so unglaublich versüßte.
"Eine Kalorie, die kein Glück produziert, ist sinnlos" sagt Lea Linster und recht hat sie.
Es ist auf den ersten Blick vermutlich ein ungewöhnliches Team, das sich da zusammengefunden hat. Die Spitzenköchin Lea Linster, der Mediziner Gunther Frank und der Evolutionsbiologe Michael Wink zeigen uns das Lea Linsters Philosophie genau richtig ist und Essen nichts Schlimmes ist.
Wenn man den ständig neuen Ernährungsexperten und Trends folgt, hat man schnell den Eindruck, dass Essen etwas schlimmes ist. Keine Kohlenhydrate, kein Fleisch, wenig Fett, richtige Fette..... . Die Liste der unterschiedlichsten Diäten die uns durch das Leben begleiten ist endlos und bringen im Endeffekt nur Frust.
Essen ist Genuss mit allen Sinnen.
Anstatt schnell etwas in der Mittagspause in uns hinein zu stopfen sollten wir einfach bewusster essen und vor allem bewusst genießen.
Ich habe mir schon seit vielen Jahren zur Devise gemacht, ich esse nur wenn ich auch wirklich Zeit habe mich darauf zu konzentrieren. Ich stopfe nicht schnell ein Brot in den Mund auf dem Weg zur Arbeit. Ich hole mir kein Mittagessen irgendwo her um nach 20 Minuten wieder am Arbeitsplatz zu sein.
Ich esse worauf ich Hunger habe und wenn mein Körper mir sagt hol ein Stück "Lardo" dann mache ich das auch.
Ich bin achtsam und höre auf meine innere Stimme. Jahrelang habe ich keine Milch getrunken und plötzlich war da dieses Gefühl welche zu brauchen. So Milch zu genießen ist purer Genuss weil ich sie bewusst zu mir nehme.
All das was ich für mich entdeckte finde ich hier in diesem "Genussbuch" wieder und bestätigt.
Wir leben in einer schnellen Gesellschaft und vergessen uns oft dabei.
Wenn wir gesund essen wollen ist es wichtig sich Zeit zu nehmen, mit Freunden zusammen sitzen und etwas essen ist Genuss und Kommunikation. Es ist langandauernd und bringt Freude. So zu essen bringt Glück und ist gesund.
Unsere ganze Lebenseinstellung muss sich verändern. Entschleunigen war vor Jahren ein Thema, das schnell wieder vergessen wurde aber Entschleunigen, sich Zeit fürs Essen nehmen, fürs Essen, fürs Einkaufen und  für das Kochen das ist die Zauberformel für eine gesunde Ernährung. Nicht etwas weglassen, nicht Verzicht auf etwas.
Das ein Mediziner und eine Köchin über das Essen reden, das verstehen wir noch aber was hat nun der Evolutionsbiologe in dieser Runde zu suchen, fragen sich mit Sicherheit einige. Die Antwort denkbar einfach. Wie war es früher mit der Ernährung, welchen auch kulturellem Wandel ist dieses Thema unterlegen? Welchen Stellenwert hatte und hat die Ernährung in unserem Leben, für die Funktion unseres Körpers.
*
Das ungewöhnliche Trio nimmt uns mit auf eine Reise in und zur Ernährung.
"Die 10 Regeln der guten Küche" führen uns auf eine Reise der besonderen Art.
Die Reise beginnt in dem wir erfahren, wie es überhaupt zu diesem Buch gekommen ist. Von der Idee über das erste Treffen, das Kennenlernen und Freunde werden.
Allein diese Einführung, die so liebevoll und sympathisch natürlich erzählt, ist Genuss pur. In diesem Fall eben Lesegenuss. Wer Lea Linster kennt weiß, dass sie das Gastgeben liebt. Sie liebt es zu verwöhnen und genau in diesen Genuss kommen nicht nur ihre beiden Mitstreiter sondern auch wir denn sie lassen uns an all dem mit wunderbaren Fotos und phantastischen Rezepten teilhaben.
 So ist dieses Buch nicht nur ein Reisebericht in das Thema Genuss und Ernährung sondern auch ein Rezeptbuch, ein Kochbuch wie wir sagen würden.
Für mich es ein Genussbuch das schon beim Lesen glücklich macht. Hoch interessant, leicht und locker geschrieben und sehr persönlich.
Es fällt mir unglaublich schwer kurz zusammenzufassen was dieses Buch alles für uns bereit hält, denn wirklich jeder Satz ist prägend und  intensiv.
Ich möchte an dieser Stelle nur einige wenige Zitate anführen um deutlich zu machen wohin die Reise geht, möchte aber jetzt schon sagen, das Buch muss man einfach gelesen haben.
Lea Linster steht für Tradition wie Moderne und so ist es kein wunder diesen Satz zu lesen:
" Die erste Regel der guten Küche:
Traditionelle Kochverfahren wertschätzen und auf ihnen aufbauen."
*
*"Innovation sollte Sinn machen"
*
Der Evolutionsbiologe erklärt uns wie die klassische Küche entstanden ist.
"Vom Ausprobieren zu Tradition"
Dabei erklärt er uns nicht nur viel über  Kohlenhydratquellen, Eiweiße und Mikroben sondern auch über das Tier, dass uns Nahrung gibt.
"Ein großes Gehirn ist energiehungrig"
"Züchtung ermöglicht die moderne Zivilisation"
"Ein Enzym verändert Europa"

Die gute Küche beginnt beim Einkauf und so nehmen uns die Drei mit auf den Markt und zum Erzeuger.
Genuss muss gelernt werden
"Geschmackstraining"
"Gute Grundzutaten statt Show"
"Qualität muss man oft suchen"

Das es nicht einfach ist gute Zutaten zu bekommen ist klar, auch die Produzenten haben es nicht leicht, das wird aus Berichten mit Überschriften wie diesen deutlich:
"Monokultur Versus Artenvielfallt"
"Biobauern in der Zwickmühle"
"Landwirtschaft ist Profisache"
"Was darf Qualität kosten?"

Für mich als HobbyBrotBäckerin war das Kapitel Brot besonders interessant denn es beschreibt all das was ich selbst empfinde.
""Gutes Brot braucht guten Teig und der benötigt Zeit"

Eine Überschrift viel mir dabei sofort auf
"Glutenunverträglichkeit- nicht bei gutem Brot"

Wieso das so ist wird hier ausführlich beschrieben und deckt sich mit meinen Erfahrungen. Von der Mühle über die Mehlsorten bis hin zu den Brotsorten und das "Reizdarm- ein hausgemachtes Problem" ist werden wir ausführlich informiert.
Was weckt sonst noch die Neugier der Leser?
Für mich waren es Überschriften wie:
"Weisheit aus Peru"
"Freispruch für die Fritten"
"Satt oder nicht satt, das ist hier die Frage"
"Ein botanischer Garten auf dem Teller"
"Das große Fettmärchen"
Das Thema Butter darf in einem Buch von und mit Lea Linster genauso wenig fehlen wie bei Horst Lichter und wenn wir dann lesen ".....Low Fat hat deshalb ein Geschmacksproblem, was nicht selten mit der Zugabe künstlicher Aromen kompensiert werden muss."
Die immer wieder einfließenden Gesundheitsaspekte vom Allgemeinmediziner anschaulich vermittelt sind ebenfalls unglaublich aufschlussreich. Einiges haben wir schon mal gehört aber das heißt noch lange nicht, dass wir es verinnerlicht oder die komplexen Sachverhalte und Verbindungen verstanden haben, dabei geht es auch einfach. Genau das beweißt uns der Arzt in der Runde Gunther Frank z.B. mit einem Bericht dessen Überschrift lautet:
"Geschmacksinn, Darmhirn, Appetitzentrum- unser Erkennungssystem"
Klingt kompliziert? Ist es nicht.
Ebenfalls interessant:
"Wie die Pharmazie die Sicht aufs Essen prägt"
"Das Geschäft mit der Angst"
"Der Supermarkt ist keine Apotheke"
"Comfort Food und Stressbewältigung"
*
Jetzt habe ich so viel mehr oder weniger theoretische Elemente des Buches aufgelistet, das sich jeder wohl fragt wo sind die Rezepte von Lea Linster? Gibt es sie überhaupt?
Ja, natürlich gibt es sie und immer wieder auch großformatige Fotos vom Kochen und den Gerichten.
In jedem Kapitel finden wir die passenden Gerichte mit ausführlichem Rezeptteil und genauer, sehr leidenschaftlichen Beschreibung der Zubereitung bei der uns schon durch Lea Linsters bloßen Erklärungen das Wasser im Mund zusammen läuft.
Womit macht Lea Linster gern kleine/ große Freude?
Mit ihren weltbesten Madeleines für die man eigens erst einmal nach Luxenburg fahren sollte um sie bei ihr zu kosten um sich anschließend mit einem Berg Butter, "Luxenburger gute Butter", einzudecken bevor man den Heimweg antritt um es ihr Zuhause gleich zu tun.
"Gute Butter" und viel Liebe sind das Geheimnis Leas Madeleines.
Es würde hier die Zeit sprengen all ihre Gerichte im Buch zu erwähnen . Ob Fleisch, Fisch, Gemüse, Süßes oder Herzhaftes oder Brot zu allen Themen im Buch hält Lea Linster eigene Rezepte parat.
Besonderes Augenmerk legt die Köchin auch immer auf Soßen und Fonds, klar, das Rezepte hierzu nicht fehlen dürfen, denn eine gute Sauce ist schon das halbe Gericht.
Bei jedem Wort, das man von Lea Linster in diesem Buch liest sieht man sie vor sich mit ihrem unverwechselbaren, einzigartigem oft verschmitzten Lächeln, hört ihre begeisternde, liebevolle Stimme förmlich und fühlt sich sofort wohl auch wenn  man "nur" das Buch liest.
Ihre beiden Co-Autoren kennt man zwar nicht aber sie fesseln nicht minder mit ihren Berichten. Da haben sich wirklich drei Menschen gefunden.
Die Begeisterung in ihrer "Reise" ist auch auf den Fotos deutlich zu erkennen.
*
Ich kann jedem nur empfehlen dieses wunderbare Buch einmal zu lesen.
Ich bin mir sicher viele werden von da an nicht mehr an Diäten denken sondern nur noch an Genuss!

*
Übrigens, meine Philosophie "Genuss pur" führt sogar noch zur Gewichtsreduktion. Ich esse einmal am Tag bewusst und mit Genuss alles was mir grade schmeckt. Ohne Kalorienzählen und dann nach dem Prinzip des Intervallfastens 16 Stunden nichts. Das führt auch dazu, das man mehr schmeckt und man sich auf das Essen wieder freut.
Manchmal esse ich auch zweimal am Tag.


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theophilias avatar

Rezension zu "Lizenz zum Essen" von Gunter Frank

Wie ernänähre ich mich gut?
theophiliavor 9 Monaten

Inhalt:
In diesem Buch wird sich die Frage gestellt, woher es kommt, dass immer mehr Menschen in der heutigen Zeit zu Übergewicht und Verdauungsproblemen neigen.

Gunther Frank hat das Buch in verschiedene Kapitel eingeteilt, die mit
Körpertypen, Vererbung, Kalorienverwertung, Diäten, Stress, Bewegung und Sport, Abspeckprogramme, Essstörung, Licht, Medikamente, Verdauungstypen, Pflanzenabwehrstoffe, Bio und Vollwert, Vitamine, Stress und Verdauung, Erfahrungsheilkunde, Workshop: Meine Lizenz zum Essen u.a. eingeteilt ist.

Er schreibt, dass es eine neue Religion gibt:
Die schlanken Rechtgläubigen, fit und diszipliniert, ewig jung werden von der Krankenkasse durch niedrige Beiträge belohnt.
Im Gegenzug werden die Menschen mit molliger Körperstatur als faul, verfressen und undiszipliniert beschrieben. Sie werden belehrt, wie unverantwortlich sie sich verhalten und eine Last für die Gesellschaft darstellen.

Dieses Verhalten stellt ungemeinen Stress dar, wenn man eh nicht sehr selbstbewusst ist und Angst vor Ausgrenzung hat.

Dagegen schreibt Gunter Frank ist es geradezu normal, dass es Leute gibt, die Schlanker sind und andere die Molliger sind. Es gibt unterschiedliche Körperbautypen und von daher ist jeder Typ gerechtfertigt. Der BMI sagt ja auch nur aus, dass in diesem Bereich des Normwertes die meisten Menschen liegen. Es ist nur ein Durchschnittswert. Er sagt nur aus, dass Menschen im Normbereich möglichst häufig vorkommen. Die Einteilung in gute Menschen und schlechte Menschen wird nur daraus interpretiert.
Normal zu sein ist eine relative Sichtweise. Wenn man aber nicht normal ist, erzeugt das Stress.

Ein großer Auslöser der Gewichtszunahme ist die Vererbung. Nicht falsche Ernährung und zu wenig Bewegung lösen die Gewichtszunahme aus, sondern die Gene und als Verstärker der Stress nicht normal zu sein. Der Stress löst besonders Appetit auf Dinge aus, die man vermeiden möchte zu essen. Das ist das Fatale an der Gewichtsproblematik. Je mehr man sich aufs „Nichtessen“ konzentriert, desto mehr Appetit kommt man auf die Dinge, die nicht erwünscht sind.

Herr Gunter Frank rät sich satt zu essen und kein schlechtes Gewissen dabei zu haben. Es ist normal, dass man je älter man wird Gewicht zunimmt. Die Gewichtszunahme ist nicht schädlich. eher ist es schädlich zu wenig Gewicht zu haben im Alter z.B. als Sturzprofilaxe.

Es ist das große Problem der Menschheit, von anderen Menschen angenommen werden zu wollen. In unserer Gesellschaft gilt die Regel: ich habe dich nur lieb, wenn du schlank bist. Das ist aber sehr verehrend und diskriminierend für viele Bewohner des Landes und sollte man sich klar darüber machen, das die auch eine Art von Mobbing und Ausgrenzung ist.

Ein Tipp zur besseren Verdaulichkeit des Essens ist lt. Gunter Frank der Tischspruch oder das Tischgebet. Hier wird vor dem Essen innegehalten und der Darm kann sich aufs Essen einstellen und kann entspannen.


Meine Meinung:
Ich finde den Cover sehr aussagekräftig. Der angegessene Schokokuß ist sehr gut als Beispiel für entsagendes Essen und Verzicht.

Das Buch schreibt in einer gut leserlichen Schriftgröße und guten Kontrast sehr eindrücklich wie es einer großen Bevölkerung ergeht, die nicht der „Norm“ entsprechen.

Eigentlich ist es im Sinne der Wirtschaftlichkeit geradezu verheerend so viele Menschen unter den Generalverdacht von Faulheit und Disziplinlosigkeit zu stellen. Wenn man bedenkt, dass ja eigentlich jeder Mensch das Bedürfnis nach Anerkennung hat, ist es gerade den molligen Menschen erschwert sich selbst anzunehmen. Sie spüren jeden Tag, dass sie nicht „normal“ also unerwünscht sind. Diese Gefühle von nicht angenommensein erzeugen Stress und sind förderlich für Übergewicht und psychische Probleme.

Der Autor geht sehr gut auf die hauptsächliche Problematik der Übergewicht dem Stress ein.

In vielen Diagramen wird bildlich dargestellt, was im Buch anhand des Textes erklärt wird.

Im Gegenzug zum Übergewicht werden die Essstörungen erwähnt und Verdauungsstörungen.


Fazit:
Ich finde das Buch sehr empfehlenswert zum Lesen. Insbesondere ist das Körpergewicht und die Folge gesellschaftlicher Anfeindung ein großes Problem vieler Menschen in den westlichen Ländern. In dem Buch wird aufgezeigt, das nicht der Einzelne Schuld an seinem Verhalten hat, sondern die Gene und der Alltagsstress einen großen Brocken am Gewicht mitschulden.

Zudem ist die Frage: Was ist an etwas mehr Gewicht so schlimm? Mithilfe des Buches besteht die Möglichkeit umzudenken. Es macht keinen Sinn im Leben dauerhaft mit schlechtem Gewissen herumzulaufen, nur weil man ein paar Gramm mehr auf den Rippen hat, wie eigentlich der BMI es vorschreibt. Auch ist es nicht sinnvoll seine Kinder dem Diktat des BMI zu unterwerfen. Je weniger man sich um sein Gewicht stresst, desto weniger nimmt man zu.

Dank:
Ich habe dieses Buch in der Bücherei in Ansbach ausleihen dürfen und bin froh, über die überaus breit gestreute Möglichkeit Bücher vor Ort zu finden.

um Februar 01, 2017
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